Juden, Christen, Deutsche, Israelis – Beziehungsnetze in Köln in den 1950er und 1960er Jahren

Ort
Köln
Veranstaltungsort
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Universitätsstraße 33, 50931 Köln (Eingang Kerpener Straße)
Veranstalter
Germania Judaica. Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums e.V.; Literatur-in-Köln-Archiv (LiK); Heinrich-Böll-Stiftung; in Kooperation mit der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Datum
03.12.2019 - 03.12.2019
Bewerbungsschluss
27.11.2019
Von
Reuter, Ursula

Die 1950er und 1960er Jahre waren für das „christlich-jüdische Gespräch“ in Köln eine in mehrfacher Hinsicht interessante Zeit. Seit 1953 hatte die Israel-Mission ihren Sitz in der Stadt. Die „Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“ entfaltete seit 1958 eine rege Tätigkeit. Beim WDR und in der Presse wirkten (r)emigrierte Autoren wie Wilhelm Unger. Im Juli 1959 nahm die von ihm mitgegründete „Germania Judaica. Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums“ in ihren ersten Räumlichkeiten ihren Betrieb auf. Im folgenden September feierte die Synagogen-Gemeinde Köln die Wiedereröffnung der Synagoge Roonstraße. Als sie an Weihnachten 1959 mit antisemitischen Parolen beschmiert wurde, löste dies eine Welle antisemitischer Straftaten, aber auch vermehrte Aktivitäten zur Bekämpfung des Antisemitismus und der Indifferenz gegenüber dem Judentum in der jungen Bundesrepublik aus.
In dem Workshop werden Forschungsprojekte, die sich mit verschiedenen Aspekten dieser Epoche „vor 1968“ beschäftigen, vorgestellt und diskutiert.

Der Workshop ist für Interessierte öffentlich. Aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 27.11.2019 erforderlich: germaniajudaica@stbib-koeln.de oder 0221-232349. Sie erhalten eine Benachrichtigung.

Programm

10.00-10.05
Begrüßung

10.05-10.50
Nathan Friedenberg: Nach der Schoah: Anfänge, Gründe und Akteure deutsch-jüdisch-israelischer Kooperationen am Beispiel Köln, 1953-1966

10.50-11.35
Cordula Lissner: „Weil es so zentral liegt“ – Rückkehr aus dem Exil nach Köln

11.35-11.45
Kaffeepause

11.45-12.30
Sebastian Musch: Hermann Helfgott – Zvi Asaria. Ein transnationales Rabbinerleben im Zeitalter der Extreme

12.30-13.30
Mittagspause

13.30-15.00
Zeichen an der Wand

Gabriele Ewenz: Konstellationen des Kölner Literaturbetriebs

Markus Schäfer: Böll und das deutsche Judentum

15.00-15.15
Kaffeepause

15.15-16.00
Ursula Reuter: Die Gründung der Germania Judaica – Anmerkungen zum Forschungsstand

16.00-16.30
Abschlussdiskussion

Kontakt

Ursula Reuter

GERMANIA JUDAICA, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln

0221 23 23 49

germaniajudaica@stbib-koeln.de

Zitation
Juden, Christen, Deutsche, Israelis – Beziehungsnetze in Köln in den 1950er und 1960er Jahren, 03.12.2019 – 03.12.2019 Köln, in: H-Soz-Kult, 11.11.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-41754>.
Redaktion
Veröffentlicht am
11.11.2019
Beiträger
Klassifikation
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Region(en)
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Sprache Beitrag
Land Veranstaltung