Mediterrane Industrialisierung: Wirtschafts- und Sozialpolitik Italiens im 20. Jahrhundert

Mediterrane Industrialisierung: Wirtschafts- und Sozialpolitik Italiens im 20. Jahrhundert

Organisatoren
Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens; Deutsches Historisches Institut Rom
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
01.07.2010 - 03.07.2010
Von
Malte König, Historisches Institut, Universität des Saarlandes

Vom 1. bis zum 3. Juli 2010 veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens eine Tagung zum Thema "Mediterrane Industrialisierung. Wirtschafts- und Sozialpolitik Italiens im 20. Jahrhundert". Im Zentrum der Konferenz, die in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut (Rom) und der Freien Universität in Berlin stattfand, standen Fragen nach wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Kontinuitäten und Veränderungen. Als italienische Kommentatoren waren MARCO DORIA (Genua) und GUSTAVO CORNI (Trento) eingeladen worden.

Eröffnet wurde die erste Sektion von PATRICK BERNHARD (Berlin), der sich mit der pronatalistischen Bevölkerungspolitik Mussolinis beschäftigte. Im Zentrum seiner Untersuchung stand die Frage, inwiefern der italienische Faschismus eine Vorbildfunktion für die Weimarer Republik besaß. Drei Themenbereiche wurden in dem Vortrag in den Blick genommen: die Diskussion um die Legalisierung der Abtreibung, der Ausbau der Mütterhilfe und die Einführung einer Junggesellensteuer. In den Augen deutscher Sozialhygieniker wie Hans Harmsen und Alfred Grotjahn habe Mussolini als der einzige gegolten, der "die weiße 'Rasse' retten" könne. Der Einfluss Frankreichs, so Bernhard in der Diskussion, sei weniger groß gewesen, als man zunächst vermuten möchte. Spätestens ab Ende der 1920er-Jahre hätten maßgebliche Kreise sich vorwiegend auf das italienische Beispiel bezogen. Im Anschluss daran legte ALESSANDRA PARODI (Saarbrücken) dar, wie die bevölkerungspolitische Debatte des italienischen Faschismus mit der volkswirtschaftlichen zusammenhing. Das Motiv des Produktivitätsverlusts habe sich während des Ventennio in der medizinischen Fachpresse widergespiegelt: Syphilis und Tuberkulose gefährdeten nach Ansicht führender Ärzte die Weiterentwicklung des "Volkskörpers" und verursachten gewaltige Kosten. Mit der Radikalisierung der faschistischen Bewegung sei eine technokratische Leistungsmedizin entstanden, die sich in populistischen, nationalistischen und zunehmend totalitären Tönen äußerte. Quintessenz sei eine zunehmende Ökonomisierung und Moralisierung von Krankheit gewesen. Andere Länder lösten ihre demographischen Probleme durch die Beschäftigung von Immigranten. Am Beispiel Luxemburgs zeigte FABIAN TRINKAUS (Luxemburg / Saarbrücken), wie italienische Einwanderer im Rahmen der Industrialisierung eingesetzt wurden. Zum einen hätten sie in den Jahren 1890-1929 ein dringend benötigtes Arbeitskräftepotential gestellt, ohne das die industrielle Expansion kaum denkbar gewesen wäre – Ende der 1920er-Jahre lag ihr Bevölkerungsanteil bei über 25 Prozent. Zum anderen hätten die Italiener im gesamtgesellschaftlichen Rahmen als ein Art "Sicherheitsventil" fungiert: In Krisenzeiten seien zunächst sie von Entlassungen betroffen gewesen, wodurch soziale Konflikte von der autochthonen Bevölkerung ferngehalten werden konnten. FABIAN LEMMES (Bochum) griff in seinem Vortrag jüngste Tendenzen der Besatzungs- und Zwangsarbeiterforschung auf und fragte, wie es den deutschen Stellen in Italien gelingen konnte, zwischen 1943 und 1945 große Teile der einheimischen Bevölkerung für ihre Zwecke einzuspannen. Der "Reichseinsatz" italienischer Zivilarbeiter und Kriegsgefangener habe in den letzten beiden Jahrzehnten ein steigendes Forschungsinteresse gefunden. Doch die Arbeitsverhältnisse der Menschen, die auf italienischem Boden für deutsche Zwecke arbeiteten (etwa bei der Organisation Todt oder der Wehrmacht), liege noch weitgehend im Dunkeln. Die "Freiwilligkeit" des Einsatzes sei sicher zu relativieren, aber Zwang alleine erkläre das Phänomen nicht.

Es folgte der Abendvortrag, bei dem traditionell einer der geladenen Kommentatoren ein Thema freier Wahl vorstellt. GUSTAVO CORNI (Trento) nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in sein aktuelles Forschungsprojekt zu geben: ein Vergleich der Nachkriegsdiskurse über den Ostfeldzug in Italien und Deutschland. Ein wesentliches Problem liege darin, vergleichbare Quellenkorpora zu finden. Für Italien lägen z.B. über 50 Texte militärischer Provenienz vor, die Tagebuchcharakter hätten; in Deutschland seien die Ereignisse an der Ostfront viel mehr literarisch aufgearbeitet worden als in Italien (siehe etwa Alexander Kluge, Erich Weinert, Heinz G. Konsalik). Ungleichgewichte dieser Art gelte es zu beheben bzw. zu deuten. Auffällig sei, dass in Italien der Schwerpunkt auf dem Rückzug liege, während in den deutschen Erinnerungen Stalingrad im Zentrum stehe. Gemeinsam sei den Selbstdeutungen, dass man sich in beiden Ländern als Opfer eines Krieges stilisiere, den man nicht gewollt habe.

Zu Beginn der zweiten Sektion setzte sich PATRICK BREDEBACH (Frankfurt am Main) mit der inneritalienischen Debatte um den Beitritt zur Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und zum Euratom auseinander. Während die Gründung der EGKS noch sehr umstritten gewesen sei - die Sozialisten (PSI) den Beitritt ablehnten und die Christdemokraten (DC) als maßgeblicher Regierungspartei diesem zustimmten -, hätten sich die beiden Parteien 1957 nicht mehr so unversöhnlich gegenüber gestanden. Die DC habe die Römischen Verträge befürwortet, während der PSI der Euratom zustimmte und sich bei der EWG enthielt. Deutlich wurde, dass nicht einfach wirtschaftspolitische Argumente zu der Annäherung führten, sondern neben innen- und außenpolitischen Einflüssen auch der innere Wandel der Parteien. Im Mittelpunkt des Vortrags von CHRISTIAN GRABAS (Berlin) stand daraufhin die italienische Wirtschaftspolitik der "langen" 1960er-Jahre (1957-1973), in denen sich ein paradigmatischer Wandel von einer eher liberalen zu einer geplanten Wirtschaftsverfassung vollzogen habe. Unter dem Begriff "Programmazione Economica" habe die italienische Regierung vor allem seit 1963 umfassende Steuerungsmaßnahmen vollzogen. Mit dem European Recovery Program seien die Dirigisten zurückgekehrt, staatliche Eingriffe in die Industriepolitik zielten insbesondere auf den Süden; von dem Abbau regionaler Unterschiede sollte die gesamte Wirtschaft Italiens profitieren. Ursprünglich als langfristige Entwicklungsstrategie geplant, sei diese Industriepolitik - vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Strukturprobleme - dann zunehmend zu kurzfristigen Kriseninterventionen genutzt worden. Mit Industriepolitik befasste sich auch MIRIAM GASSNER (Göttingen), die ihr Projekt zur Wahrnehmung von Umweltproblemen in italienischen Unternehmen vorstellte. In Fallstudien (ENI, Fiat und andere) werde sie die Rezeption und Behandlung von Umweltproblemen in den 1960er- bis 1980er-Jahren untersuchen. Interessant sei dabei die Frage, inwiefern der Staat steuernd eingriff, da die meisten Unternehmen erst handeln, wenn es eine gesetzliche Verpflichtung gibt. Einerseits habe Italien bereits 1966 – das heißt erheblich früher als die BRD – ein Emissionsschutzgesetz erlassen, das sich allerdings noch auf Privathaushalte beschränkte; andererseits habe Italien auf europäischer Ebene versucht, umweltpolitische Regelungen zu behindern. Schließlich stellte JENS SPÄTH (Rom) wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Konzepte der italienischen Sozialisten in den Jahren 1943-1956 vor. Angesichts eines breiten antifaschistischen Konsens habe der PSI eindeutige politische Ziele benötigt, um sich nach seiner Neugründung 1943 von der christdemokratischen und der kommunistischen Partei abzugrenzen. Nach dem Sturz Mussolinis habe die Definition des Begriffs "Antifaschismus" zudem eine neue, wichtige Rolle gespielt. So habe Generalsekretär Lelio Basso den Faschismus als Resultat eines Zusammenwirkens von Monarchie und Kapitalismus betrachtet und auch nach der Abschaffung der Monarchie Kontinuitäten zum Faschismus gesehen. Letztlich war die italienische Linke nicht nur konfrontiert mit den konkurrierenden Strömungen innerhalb des PSI, sondern gleich mit drei verschiedene Parteien (PSI, PCI und PSDI).

In der dritten Sektion untersuchte PIERLUIGI PIRONTI (Berlin) die Rückwirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Sozialpolitik in Italien und Deutschland. Vor dem Ersten Weltkrieg habe es in Europa keine soziale Gesetzgebung gegeben, die angemessen auf die Versorgung der unzähligen Kriegsverletzten und die Unterstützung der Witwen und Waisen vorbereitet gewesen sei. Neue Formen der öffentlichen Intervention hätten entwickelt werden müssen; beide Staaten standen gegenüber den Opfern in der moralischen Pflicht, da diese einen hohen Preis für die Nation bezahlt hatten. Im Laufe des Krieges sei die Kriegsopferfürsorge in Deutschland zunehmend an regionale, zum Teil private Instanzen abgegeben worden, während sie vom italienischen Staat zentralisiert worden sei. Ausreichend waren die Maßnahmen jedoch weder hier noch dort, so dass sich die Kriegsinvaliden in beiden Ländern zu einem destabilisierenden Faktor entwickelt hätten. Daran anschließend stellte VALERIA TANCI (Rom) die italienische Vereinigung der Kriegsinvaliden "Associazione Nazionale Mutilati e Invalidi di Guerra" (ANMIG) vor. Im Zentrum ihres Beitrags standen die Beziehungen zwischen der Organisation und der faschistischen Bewegung. Benito Mussolini habe die ANMIG – eine moralische, an sich unpolitische Instanz – geschickt als Propagandabühne und Unterstützerkreis zu nutzen gewusst. Der "Duce" habe sich z.B. nicht gescheut, sich selbst als Kriegsinvaliden zu präsentieren, indem er Bilder in Umlauf brachte, die ihn nach einem Bombenangriff 1917 als Verletzten zeigten. Auf dem Feld der Erinnerung und des Heldenmythos hätten der Faschismus und die ANMIG zu vielen Übereinstimmungen gefunden. Die Langzeitarbeitslosigkeit in Italien und Deutschland untersuchte daraufhin THOMAS SCHLEMMER (München). In beiden Staaten sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen seit Mitte der 1970er-Jahre kontinuierlich gestiegen und habe sich zu einem Problem entwickelt. In der BRD seien vornehmlich ältere Arbeiter betroffen gewesen, in Italien junge Berufseinsteiger, was aus unterschiedlichen Reaktionen auf die weltweite Strukturkrise resultiere. Während die Italiener vor allem im Süden an Unterbeschäftigung gewöhnt gewesen seien und den Absturz in die Armut durch familiäre Strukturen aufzufangen wussten – hinzu kamen die Ausgleichszahlungen der "Cassa Integrazione Guadagni" –, hätte die deutsche Regierung in der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit unter größerem Erfolgsdruck gestanden. Der politische Einfluss der Arbeitslosen sei jedoch gering ausgefallen, trotz ihrer Anzahl hätten sie in beiden Ländern kaum Gehör gefunden.

Da ursprünglich ein Halbtag ohne thematische Vorgaben geplant war, fiel der Eingangsvortrag der vierten Sektion etwas aus dem Rahmen. FELIX BOHR (Berlin) rekonstruierte und analysierte die mythenumrankte Flucht des deutschen Kriegsverbrechers Herbert Kappler im Jahre 1977. In der Nacht vom 14. auf den 15. August gelang dem in Italien inhaftierten Kappler die Flucht aus dem römischen Militärhospital Celio nach Soltau in Niedersachsen. Bohr hinterfragte nicht nur die Voraussetzungen der Kappler-Flucht und ihren Ablauf, sondern ging auch auf die Reaktionen in Politik, Öffentlichkeit und Medien ein. In Italien war es zu Demonstrationen und antideutschen Protesten gekommen, ein Großteil der Presse hatte die Flucht als Beleidigung gewertet; in Deutschland hingegen wurde der humanitäre Aspekt des Falles betont: die schwere Krankheit Kapplers, seine lange Haftzeit. Die Regierungen wiederum hätten sich bemüht, die Affäre nicht zu einer Belastung zwischen den beiden Ländern anwachsen zu lassen. VALENTINA LEONHARD (Berlin) befasste sich daraufhin mit der Entwicklung des Kinos unter der faschistischen Diktatur; es habe sich um eine zentrale Übergangsphase der italienischen Film- und Mediengeschichte gehandelt, die trotz ihrer Widersprüchlichkeiten Modernisierungsprozesse angestoßen habe. Anders als in der bisherigen Forschung, die sich eher auf den späteren Einfluss des nationalsozialistischen Vorbilds konzentriert, lag der Schwerpunkt des Vortrags auf der faschistischen Filmpolitik der 1920er- und frühen 1930er-Jahre. Anhand einer Analyse der "Corporazione dello spettacolo" und der ersten staatlichen Filmfördermaßnahmen wurde exemplarisch das Projekt der "Rinascita" des italienischen Films als Experimentierfeld faschistischer Modernisierungsentwürfe und als Selbstinszenierung eines Regenerationsmythos interpretiert, der Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur übergreife. NICOLE KRAMER (Potsdam) präsentierte erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes, in welchem die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates in Deutschland, Großbritannien und Italien miteinander verglichen werden sollen. Am Beispiel Italiens erläuterte sie, wie sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine neues sozialpolitisches Handlungsfeld herausbildete: die Versorgung pflegebedürftiger Senioren. Mit der zunehmenden Zahl hochbetagter Menschen, die Krankheit sowie physischem und psychischem Verfall ausgesetzt seien, habe sich dieses Feld neben der Rententhematik als zweiter Schwerpunkt der Altenpolitik etabliert. Anhand der veränderten Gesetzgebung und der Diskussionen etwa um den Ausbau der Altenheime oder die Heimversorgung (die zwar nur eine Minderheit betraf, aber das öffentliche Interesse auf sich zog), wurde verdeutlicht, wie sich der Wandel der "Wohlfahrtsstaatlichkeit" in Italien vollzog. Der Schlussvortrag von MATHIAS HEIGL (München) widmete sich Protesten der Unterschicht im Rom der 1970er-Jahre. Der Fokus lag dabei auf dem Kampf um leerstehenden Wohnraum, der bei genauerer Betrachtung in zwei Phasen unterteilt werden könne: In der ersten Phase (1968-71) habe die symbolische Bedeutung im Vordergrund gestanden, Ziel seien politische Verhandlungen gewesen, die Aktion sei vom PCI unterstützt worden. In der zweiten Phase (1973-74) sei es um die tatsächliche Aneignung der Häuser gegangen, im Zuge der Räumung kam es zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen; obwohl über 67 Prozent der Arbeiterschaft dennoch mit der Aktion sympathisierte, hätten sich sowohl die Anführer von 1968 als auch der PCI davon distanziert. Durch diesen mikrohistorischen Zugang auf soziale Protestbewegungen werde es möglich, die italienische Gesellschaftsgeschichte der 1970er-Jahre besser zu verstehen, meinte Heigl. Denn die genaue Analyse zeige, dass sich sowohl die soziale Zusammensetzung der Besetzer als auch deren Zielsetzung deutlich verändert habe.

Versucht man, ein Fazit der Veranstaltung zu ziehen, so fällt auf, dass die thematische Palette der Vorträge recht bunt ausfiel. Zeitlich wie inhaltlich war der Rahmen weit gesteckt, sodass eine Vielfalt von wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Themen vorgestellt und diskutiert werden konnte. Ein zusammenfassendes Ergebnis zu formulieren fällt daher schwer. Tatsächlich war und ist die Intention der Arbeitsgemeinschaft aber auch eine andere: Die thematisch ausgerichteten Konferenzen, die alle zwei Jahre stattfinden, sollen insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit geben, aus laufenden Arbeiten vorzutragen und sich vor einem Fachpublikum der Diskussion zu stellen. Das Ziel besteht nicht darin, einen Tagungsband zu publizieren, sondern den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschen und Italienern generell und langfristig zu fördern. Aus dieser Warte betrachtet war die Tagung ohne Zweifel erfolgreich. Trotz tropischer Temperaturen wurde in angeregter Atmosphäre intensiv und fachkundig diskutiert.

Konferenzübersicht:

I. Sektion
Leitung: Alexander Nützenadel

Patrick Bernhard: Mussolinis Bevölkerungspolitik im Transfer. Zur Übernahme pronatalistischer Konzepte des Faschismus in der Endphase der Weimarer Republik

Alessandra Parodi: Die bevölkerungspolitische Debatte im Faschismus: die medizinische Fachpresse und das Kosten-/Nutzenverhältnis des "Volkskörpers"

Fabian Trinkaus: Italienische Immigration nach Luxemburg von den Anfängen bis zum Ausbruch der Weltwirtschaftskrise (1890-1929)

Fabian Lemmes: Arbeiten für den Besatzer: deutsche Arbeitspolitik, "servizio del lavoro" und Arbeitsverhältnisse in der Republik von Salò, 1943-1945

Abendvortrag
Gustavo Corni: Diskurse über die Ostfront in Italien und in den beiden deutschen Staaten nach 1945

II. Sektion
Leitung: Malte König

Patrick Bredebach: Italiens Beitritt zur EGKS, EWG und Euratom – wirtschaftspolitische Argumente oder einfache politische Entscheidungen? Argumente der Christdemokraten und Sozialisten für und gegen den Beitritt

Christian Grabas: Programmare il miracolo economico? Industriepolitik zwischen Boom und Krise (1957-1973)

Miriam Gassner: Die Wahrnehmung von Umweltproblemen in italienischen Unternehmen von den 1960er bis 1980er Jahren

Jens Späth: Zwischen Faschismus und Kaltem Krieg: wirtschafts- und gesellschaftspolitische Konzepte italienischer Sozialisten 1945-1956

III. Sektion
Leitung: Oliver Janz

Pierluigi Pironti: Kriegsopfer und Kriegsfürsorge. Deutschland und Italien im Vergleich (1914-1920)

Valeria Tanci: "L'avanguardia di quelli che ritorneranno": rapporti tra il fascismo e l’Associazione Nazionale Mutilati e Invalidi di Guerra

Thomas Schlemmer: (Langzeit-)Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik nach dem Boom. Konturen eines deutsch-italienischen Vergleichs

IV. Sektion
Leitung: Gabriele Clemens

Felix Bohr: Flucht eines Kriegsverbrechers. Der Fall Kappler: eine deutsch-italienische Affäre

Valentina Leonhard: Die "Rinascita" des italienischen Kinos als wirtschaftliches und soziokulturelles Regenerationsprojekt des faschistischen Italiens

Nicole Kramer: Vom Rentner zum Pflegefall. Gesellschaftliche Debatten, sozialpolitische Bearbeitung und wissenschaftliche Expertise in Italien

Mathias Heigl: "La casa è nostra, guai chi ce la tocca!". Soziale Kämpfe im Rom der 1970er Jahre


Redaktion
Veröffentlicht am
13.08.2010
Autor(en)
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