Perpignan 1415: Ein europäisches Gipfeltreffen in der Konzilszeit / Perpignan 1415: un sommet européen à l‘époque des conciles

Perpignan 1415: Ein europäisches Gipfeltreffen in der Konzilszeit / Perpignan 1415: un sommet européen à l‘époque des conciles

Organisatoren
Aymat Catafau, Université de Perpignan Via Domitia; Nikolas Jaspert, Universität Heidelberg; Thomas Wetzstein, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Ort
Perpignan
Land
France
Vom - Bis
23.05.2015 - 25.05.2015
Von
Nora Küppers, Fachbereich Geschichte, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Genau sechs Jahrhunderte, nachdem im aragonesischen Perpignan zur Überwindung des Abendländischen Schismas eine Zusammenkunft zwischen dem deutschen Herrscher Sigismund und König Ferdinand von Aragón stattgefunden hatte, befasste sich am selben Ort eine Tagung mit diesem ‚internationalen‘ Treffen. Vom 23. bis 25. September 2015 trafen sich Historiker, Theologen und Literaturwissenschaftler aus sieben Ländern auf einer von den Universitäten Perpignan, Heidelberg und Eichstätt-Ingolstadt organisierten Konferenz. Die viersprachige „nouvelle rencontre à Perpignan“ untersuchte in 24 Vorträgen, aufgeteilt in vier Sektionen, die Umstände und Abläufe des Herrschertreffens und der Verhandlungen mit dem letzten schismatischen Papst Benedikt XIII. (Petrus de Luna) sowie deren Konsequenzen. Aber auch die Bedeutung für die Diplomatiegeschichte, die Geschichte der internationalen Beziehungen, besonders aufgrund der beteiligten Gesandtschaften diverser anderer europäischer Mächte, sowie der Zusammenhang mit dem Konstanzer Konzil wurden analysiert. Begleitet wurde dies durch einen Einordnung in die Kultur und Kunst der Zeit.

Die erste Sektion (De Constance à Perpignan) befasste sich mit den historischen Umständen der Zusammenkunft in Perpignan. HÉLÈNE MILLET (Paris) bettete in ihrem Vortrag das Treffen zwischen Sigismund und Benedikt XIII. in den größeren Kontext des Konstanzer Konzils ein und stellte die Beweggründe und Ziele der drei Hauptakteure Sigismund, Ferdinand und Benedikt XIII. dar. Sie wies darauf hin, dass dieser Papst avignonesischer Obödienz zum Treffen im September 1415 der einzige Papst war: Johannes XXIII. war im Mai abgesetzt worden, Gregor XII. hatte abgedankt. Die Frage, auf welcher Grundlage Sigismund, der zum Zeitpunkt des Treffens weder die deutsche Königs- noch die Kaiserkrone inne hatte, mit Benedikt XIII. verhandelte, stellte THOMAS WETZSTEIN (Eichstätt). Unter anderem anhand verschiedener Versionen des Einladungsschreibens zum Konstanzer Konzil zeigte er, dass Sigismund sich zwar nicht mit der kaiserlichen Titulatur schmückte, aber sowohl durch die Einladung zum Konzil als auch durch das darin verwendete Vokabular wie ein Kaiser agierte. Mit dem konkreten Ablauf des Treffens zwischen Sigismund und dem Gegenpapst, genauer gesagt mit dessen diplomatischem Zeremoniell, befasste sich daraufhin GERALD SCHWEDLER (Zürich). Er konnte besonders anhand eines Briefes des Pere Comuel nachweisen, dass die Zusammenkunft auf zeremonieller Ebene vor allem ermöglicht wurde, indem sowohl auf kaiserliche als auch auf päpstliche Attribute verzichtet wurde. Außerdem folgte man für die Friedensgespräche dem „dogma of neutrality“, um z.B. die Exkommunikationen temporär zu vergessen und so eine Verhandlung erst zu ermöglichen.

JACQUELINE CAILLE (Montpellier) stellte anschließend die zwei Aufenthalte Sigismunds und der Gesandten des Konzils in Narbonne vor, die deren Reise nach Perpignan einrahmten. Dort waren vom 15.08. bis zum 11.09. die Verhandlungen in Perpignan vorbereitet worden und hatten mit der Aushandlung der sogenannten Kapitulation von Narbonne (07.11. bis 16.12.) ein erstes Ende gefunden. Deswegen regte Caille an, von einem „Concile de Constance-Perpignan-Narbonne“ zu sprechen. Den logistischen Aspekt, der mit dem Herrschertreffen in Perpignan verbunden war, zeigte ALBERTO TORRA (Barcelona) in seinem Vortrag. Er zeichnete anhand vorwiegend ungedruckter Quellen aus dem Archivo de la Corona Aragón den immensen diplomatischen und logistischen Aufwand nach, der für das Treffen in Perpignan auf Seiten der Krone von Aragon unternommen wurde.

Mit den iberisch-deutschen Beziehungen befasste sich NIKOLAS JASPERT (Heidelberg). Er erläuterte einerseits, dass sich um 1400 die Heiratsbeziehungen mit der iberischen Halbinsel verstärkten, sodass man von einer Intensivierung der ibero-zentraleuropäischen Beziehung sprechen könne. Andererseits rückte er die Entourage Sigismunds in den Vordergrund, um die Langzeitfolgen eines Treffens wie in Perpignan zu verdeutlichen, die sich etwa in aragonesischen Handelsprivilegien für Händler aus dem Gefolge zeigten. Für sie sei das Herrschertreffen ein Türöffner gewesen. Dies wurde noch weiter vertieft von DAMIEN COULON (Strasbourg), der sich mit (diagonal-kontinentalen) Handelsnetzwerken über weite Distanzen auseinandersetze. Perpignan selbst sei zwar für die Händler nicht unbedingt attraktiv, aber als Pforte in das Königreich Aragon äußerst beliebt gewesen. Er betonte jedoch auch, dass die Quellenlage diesbezüglich für Perpignan nicht sehr gut sei.

Den demographischen und sozioökonomischen Zustand der Stadt Perpignan um 1415 stellten CLAUDE DENJEAN und AYMAT CATAFAU (beide Perpignan) vor. Nachdem die Stadt im 14. Jahrhundert von einem deutlichen Bevölkerungsrückgang getroffen worden war, scheint sich in den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts eine Erholung eingestellt zu haben. Die Stadtgesellschaft war währenddessen zwischen reichen, mächtigen Händlern und kleineren Betrieben gespalten und dieser Konflikt währte auch während des Treffens. (Einige der von Torra vorgestellten Dokumente könnten dazu noch weitere Erkenntnisse liefern.) Der Anteil der jüdischen Bevölkerung war bereits zuvor deutlich gesunken, erste Ergebnisse legten jedoch nahe, dass die Juden in dieser Zeit als unsichtbare Partner agieren konnten.

In der zweiten Sektion (Les participants au congrès de 1415) standen diejenigen europäischen Mächte im Vordergrund, die durch eine Gesandtschaft in Perpignan vertreten waren. KLAUS OSCHEMA (Heidelberg/Paris) wies darauf hin, dass das Konzil von Konstanz und erst recht die Verhandlungen in Perpignan sowohl in der modernen französischen Geschichtsschreibung als auch in der zeitgenössischen französischen und burgundischen Historiographie kaum Widerhall gefunden haben. Im Gegensatz dazu spielten jedoch die diversen französischen Vertreter eine wichtige Rolle in Perpignan. So beleuchtete etwa EMMANUEL JOHANS (Le Mans) die Gründe für die Parteinahme der rivalisierenden Grafschaften von Foix und von Armagnac für Benedikt XIII. sowie die Vorgänge, welche dazu führten, dass sie aus dessen Obödienz austraten.

Die vier folgenden Vorträge gaben einen Überblick über die unterschiedliche Einflussnahme und -möglichkeit der iberischen Gesandtschaften. Die Besonderheit der Gesandtschaft aus Kastilien, die vor allem in ihrer Uneinigkeit bestand, erklärte ANA ECHEVARRÍA (Madrid) mit der faktischen Teilung des Reiches in die Einflusssphären der Regenten Fernando I. von Aragon und Katharina von Kastilien, aber auch mit der vorherigen Politik Heinrichs III. von Kastilien. GERMÁN NAVARRO ESPINACH (Zaragoza) stellte die reiche Quellenlage für Untersuchungen zu den aragonesischen Repräsentanten und sodann ihre prosopographische Auswertung vor. Dies führte zu dem Schluss, dass es eine große Nähe zwischen der päpstlichen und der königlichen Entourage gegeben habe, sodass mit der „representación aragonesa“ bei der Zusammenkunft in Perpignan nicht nur die königlichen Ratgeber, sondern auch die päpstlichen Ratgeber aragonesischer Herkunft zu bezeichnen seien. Die Rolle des Königreiches Navarra ordnete ELOISA RAMÍREZ VAQUERO (Pamplona) in den Kontext von 1415 ein. Während die Bedeutung der Gesandtschaft, die Karl III. nach Perpignan sandte, in den Verhandlungen zweitrangig gewesen zu sein scheint, war die Rolle Navarras aufgrund diplomatischer Verbindungen und familiäre Beziehungen komplexer. Ergänzt wurde dieser iberische Blick von RAFAEL NARBONA (Valencia) für die Stadt Valencia. Deren verspäteten Gesandten nahmen praktisch keinen Einfluss auf die Verhandlungen, sondern waren vor allem daran interessiert, die Rechte der Stadt am Königshof zu verteidigen.

ANNE ELIZABETH CURRYS (Southhampton) in Abwesenheit vorgetragenes Papier beschäftigte sich mit der englischen Haltung zum Konzil von Konstanz und besonders mit der Verbindung zwischen Heinrich V. und Sigismund, die zeitweise so eng war, dass Heinrich V. in seinem Testament vom 24. Juli 1415 eine Summe zur Verteidigung des Glaubens und der Kirche an Sigismund vererbte. Sie ordnete diese Vorgänge darüber hinaus in den Konflikt zwischen England und Frankreich ein. DAVID DITCHBURN (Dublin) diskutierte anschließend die Sonderrolle Schottlands, das Benedikt XIII. teilweise noch bis 1418 die Treue hielt. Er stellte dazu vier Erklärungsansätze vor. Schottland habe indifferent sein können, weil es kaum direkte Auswirkungen des Schismas auf Schottland gegeben habe. Darüber hinaus habe Loyalität eine Rolle gespielt, da 11 der 13 schottischen Bischöfe von Benedikt eingesetzt worden waren, aber auch die schlechten Kommunikationsmöglichkeiten nach Schottland hätten dies begünstigt. Als vierten Erklärungsansatz wies Ditchburn darauf hin, dass der Duke of Albany als Regent möglicherweise kein ‚internationales‘ Risiko habe eingehen wollen.

Es folgte die dritte Sektion (La culture autour de 1415), in der eine Einbettung des Treffens und des Konzils in die Kultur der Zeit vorgenommen wurde. Den Dichter Oswald von Wolkenstein, der im Gefolge Sigismunds u.a. nach Perpignan reiste, stellte SIEGLINDE HARTMANN (Würzburg) vor. Sie demonstrierte anhand zweier Lieder, die sich mit der Reise nach Perpignan beschäftigen, den Nutzen, den eine Auseinandersetzung mit poetischen Zeugnissen bieten kann: Möglicherweise war etwa der „Rey de Turquía“, der in verschiedenen iberischen Quellen als Teil der Entourage Sigismunds erwähnt wird, der verkleidete Oswald von Wolkenstein. MICHEL ADROHER (Perpignan) sprach anschließend über die Stòria del Sant Grasal (1380), die nicht nur eine katalanische Version der Queste del Saint Graal sei, sondern eine Transformation. Ein Bezug zum Kolloquium konnte dabei jedoch nicht recht hergestellt werden. Die zeitgenösische Musik mit ihren unterschiedlichen Mitteln und Adressatenkreisen stellte MARICARME GÓMEZ MUNTANÉ (Barcelona) vor und zeigte, dass sowohl die ‚hohe‘ als auch die vernakulare Musik in Perpignan praktiziert wurde. Eine Beeinflussung durch Austausch im Zuge des Treffens ließ sich jedoch nicht nachweisen. Anders sei das für die bildende Kunst, so AMADEO SERRA DESFILIS (Valencia). Er stellte dazu diejenige Kunst vor, die in Verbindung mit den Hauptakteuren von 1415 stand und konzentrierte sich auf die Verbindung von Politik/Diplomatie und Kunst, etwa bei Geschenken oder Portraits. Er stellte darüber hinaus die These auf, dass es durch derartige Gipfeltreffen zu Innovation und zur Internationalisierung der Kunst gekommen sei.

Um die Verbindungen des Treffens in Perpignan zum Konstanzer Konzil ging es in der vierten Sektion (Aspects conciliaires). JASMIN HAUCK (Rom) analysierte die Zusammensetzung der Delegation, die das Konstanzer Konzil zur Verhandlung nach Perpignan entsandte, im Hinblick auf die Kompetenzen und Qualifikationen der vierzehn Teilnehmer sowie deren Zugehörigkeit zu nationes. Dabei fiel zum einen auf, dass Kardinäle zugunsten der nationes nicht beteiligt wurden. Zum anderen, dass es zwar auf den ersten Blick eine Dominanz französischer Delegierter gab, dies jedoch zahlenmäßig zu einer Unterlegenheit der avignonesischen Partei führte. Darüber hinaus wertete Hauk die Zusammenstellung einer solchen Delegation durch ein Konzil als einen „acte diplomatique considérable“

Die Rolle Benedikts XIII. in den Verhandlungen beleuchtete BRITTA MÜLLER-SCHAUENBURG (Frankfurt am Main) und machte drei Einflüsse darauf fest. Er war der eigenen Vorstellung nach Papst, der Herkunft nach aus Aragon, und er war studierter Kanonist. Die Frage nach einem Transfer des Konzils von Konstanz nach Perpignan ließe sich darüber hinaus aus der Perspektive Benedikts nur negativ beantworten, da nach dessen Meinung das Konzil in Konstanz gar kein rechtmäßiges Konzil gewesen sei. Den Einfluss des Dominikaners Vincent Ferrer auf den Rückzug der Krone von Aragon aus der avignonesischen Obödienz unterzog LAURA A. SMOLLER (Rochester, New York) einer kritischen Prüfung. Sie zeigte, dass die Dominikaner im Zuge seines Kanonisationsprozesses um 1455 das Bild von Vincent als „apostle of the church’s unity“ konstruierten. Ganz im Gegenteil dazu spielte jedoch in den hagiographischen Quellen, etwa aus der Zeit um 1430, seine Arbeit für die Einheit der Kirche keine Rolle, sodass seine Position in Perpignan neu bewertet werden muss. Dafür sprach auch ihre genaue neue Lesart eines Briefes von Jean Gerson, der bisher als Beleg für Vincents tatkräftige Beteiligung an der Einheit der Kirche gesehen wurde.

MARTIN KINTZINGER (Münster) betonte abschließend den Stellenwert der Vorgänge in Perpignan im breiten internationalen Kontext und stellte besonders deren Rolle in der ‚Außenpolitik‘ Sigismunds dar. Aber er verdeutlichte auch die fragile diplomatische Situation, die sich aus den unterschiedlichen Erwartungen der drei Hauptakteure an das Treffen ergab: Für Benedikt XIII. war es eine Art Konzil, für Ferdinand ein Möglichkeit, seine Position im eigenen Reich zu stärken, für Sigismund eine Notwendigkeit, um das Konstanzer Konzil voranzubringen.

In abschließenden Worten fassten die Veranstalter Aymat Catafau, Nikolas Jaspert und Thomas Wetzstein Kernpunkte der Vorträge und der Diskussion zusammen. Sie hoben die Multiperspektivität des Themas hervor, dass durch politische, ökonomische und regionale Faktoren beeinflusst worden sei. Es habe sich gezeigt, dass eine Trennung der Ereignisse in Perpignan und des Konstanzer Konzils aufgrund diverser Kontinuitäten nicht möglich sei. Dass Perpignan einen „breaking-point“ im Verlauf des Konzils darstellte, habe sich auch in Detailstudien bestätigt.

Den Regeln der Verhandlungsführung, aber auch den Ritualen und Symbolen kam in Perpignan eine große Bedeutung zu, womit es exemplarisch für mittelalterliche Gipfeltreffen stehen könnte. Auch die Bedeutung von Einzelpersonen für die Lösungsfindung in den Verhandlungen sei ebenso deutlich geworden, wie die Notwendigkeit der genauen und kleinteiligen Quellenlektüre. Die von Heinrich Finke edierten Konzilsakten seien darüber hinaus für das Treffen von Perpignan keine verlässliche Quellenbasis, da zu viele auf der Tagung als relevant vorgestellten Quellen dort nicht zu finden seien. Zuletzt stellte sich auch heraus, dass eine Neubewertung der Rolle Benedikts angesichts der Ergebnisse der Tagung angebracht ist. Mit seinem Pochen auf kanonistische Regularien brachte er eigene Vorschläge in die Verhandlungen ein, und sollte daher von der damnatio memoriae befreit werden.

Konferenzübersicht:

Einführung von Aymat Catafau, Nikolas Jaspert und Thomas Wetzstein

1. De Constance à Perpignan

Hélène Millet (Paris) Perpignan 1415: pourquoi une rencontre entre Sigismond et Benoît XIII? De Constance à Perpignan

Der Vortrag von Michiel Decaluwé (Freiburg) musste leider entfallen

Thomas Wetzstein (Eichstätt) Sigismond de Luxembourg – un empereur envoyé du concile?

Gerald Schwedler (Zürich) Perpignan 1415. Union of monarchs for the Union of the Church. Diplomatic ceremonial between politics and protocol

Jacqueline Caille (Montpellier) Le double séjour de Sigismond à Narbonne : 15 août-11 septembre / 7 novembre-16 décembre 1415

Alberto Torra (Barcelona) Logística i abastecimiento del encuentro

Nikolas Jaspert (Heidelberg) Actors econòmics i curials alemanys. Els efectes de Perpinyà

Claude Denjean und Aymat Catafau (Perpignan) À Perpignan en 1415, tensions sociales et communautaires

Damien Coulon (Strasbourg) Marchands de Perpignan et réseaux commerciaux en relation avec le Saint-Empire au XVe siècle

2. Les participants au congrès de 1415

Klaus Oschema (Heidelberg) Nouvelles de Perpignan en France et Bourgogne (1415) – un non-lieu historique?

Ana Echevarría (Madrid) La perspectiva castellana en las vistas de Perpiñán

Emmanuel Johans (Le Mans) La compétition entre Foix et Armagnac face à la question pontificale

Germán Navarro Espinach (Zaragoza) La representación aragonesa en Perpiñán. Del concilio de 1408-1409 a la cumbre europea de 1415

Eloisa Ramírez Vaquero (Pamplona) El reino de Navarra y el encuentro de Perpiñán

Rafael Narbona (Valencia) Benedicto XIII y la ciudad de Valencia

Anne Elizabeth Curry (Southhampton) Henry V of England, the battle of Agincourt and the council of Constance

David Ditchburn (Dublin) Scotland and the Meeting at Perpignan

3. La culture autour de 1415

Sieglinde Hartmann (Würzburg) Oswald von Wolkenstein à Perpignan : le chanteur courtois et son seigneur le roi Sigismond

Michel Adroher (Perpignan) Le Graal et l’Antéchrist :Les éléments millénaristes de la version catalane de la Queste del Saint Graal

Maricarme Gómez Muntané (Barcelona) La musique à l‘époque de la rencontre de Perpignan

Amadeo Serra Desfilis (Valencia) Arte y diplomacia en Europa en torno a 1415

4. Aspectes conciliaires

Jasmin Hauck (Rom) Les délégués du concile. Une biographie collective.

Britta Müller-Schauenburg (Frankfurt am Main) The negotiations and the role of Benedict XIII

Laura A. Smoller (Rochester, New York) Preacher, Pope and Emperor: Remembering Vincent Ferrer and Perpignan

Martin Kintzinger (Münster) La rencontre de Perpignan et la politique extérieure de l´Empereur Sigismond

Konklusion von Aymat Catafau, Nikolas Jaspert und Thomas Wetzstein


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Veröffentlicht am
04.06.2016
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