Friedensordnung und machtpolitische Rivalitäten. Die schwedischen Besitzungen in Niedersachsen im europäischen Kontext 1648 bis 1721

Friedensordnung und machtpolitische Rivalitäten. Die schwedischen Besitzungen in Niedersachsen im europäischen Kontext 1648 bis 1721

Organisatoren
Niedersächsisches Landesarchiv
Ort
Stade
Land
Deutschland
Vom - Bis
02.02.2018 - 03.02.2018
Von
Johannes Heinßen, Horneburg

Als die Geschichtswissenschaft noch vom Primat der Politikgeschichte geprägt war und die großen Staatsmänner der „Großen Mächte“ so ziemlich die einzigen Akteure waren, waren sowohl ihre Agenda als auch die Fundorte ihrer Quellen überschaubar: Man fand sie in den großen Archivstandorten in den Hauptstädten, nahe an den ehemaligen Höfen oder Regierungssitzen. Regionalhistoriker hingegen forschten an abgelegenen Orten zu anderen Themen, die sich zumeist stärker an der Alltags- und Sozialgeschichte orientierten. In den Archiven fernab der großen politischen Zentren blieben sie häufig unter sich. Dass sich die Zeiten geändert haben, belegte eindrucksvoll diese vom Niedersächsischen Landesarchiv veranstaltete Tagung. Anlass war nicht zuletzt das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt zur Tiefenerschließung des Bestandes „Schwedisches Regierungsarchiv“ (Rep. 5a), der Archivalien der inneren Verwaltung und der auswärtigen Politik der Herzogtümer Bremen und Verden unter schwedischer Herrschaft (1648 bis 1712) umfasst.

Um es vorwegzunehmen: Die Tagung sammelte nicht nur eine Fülle von Erkenntnissen über die Forschung zu einem Gebiet, das man traditionellerweise als regionalhistorisch bezeichnen würde, sie dekonstruierte zugleich die Abgrenzung beider Ressorts gründlich. Und schließlich repräsentierte die Zusammenstellung der Vorträge den Wandel der Fragestellungen im Zeichen der kulturwissenschaftlichen Wende eindrucksvoll, auch wenn die Beitragenden sich in der Explikation ihrer Theoriebezüge erfreulich zurückhielten.

Die ersten Zugänge waren noch vergleichsweise konventionell. Das diplomatische Geschick der Fürsten der beiden welfischen Linien Celle und Calenberg ließ CHRISTINE VAN DEN HEUVEL (Hannover) Revue passieren. Den größten Flächenstaat in Norddeutschland konnten sie bis 1715 ausbauen, nachdem man bereits 1692 die Kurwürde erhalten hatte. Seit 1648 taktierten die Herrscher vorsichtig mit dem Ziel der Selbsterhaltung, zeigten sich deshalb konfessionell offen und versuchten, keine Feinde zu haben. Zwar ließen sich auf diese Weise nicht alle Ziele erreichen, doch die „Pendelstrategie“ gegenüber Schweden hielt die Großmacht auf Halbdistanz, bis man ihr 1715 die Herzogtümer Bremen und Verden abnehmen konnte.

Pendelstrategien waren ohnehin offenbar das Mittel der Wahl in den kleineren Staaten des norddeutschen Raumes. Die dynastische Politik des Oldenburger Grafen Anton Günther (1583-1667) skizzierte GERD STEINWASCHER (Oldenburg) in seinem Beitrag. Der heute ebenfalls als geschickter frühneuzeitlicher Fürst angesehene Graf war in der europäischen Politik hervorragend vernetzt und als unmittelbarer Lehnsträger des Kaisers diesem gegenüber durchaus anhänglich. Durch die machtpolitischen Verwicklungen hindurch sicherte er die Neutralität Oldenburgs. Da er erbenlos war, lag sein Hauptaugenmerk auf der Aufteilung seines Erbes, dessen größten Teil er seinem illegitimen Sohn Anton von Aldenburg zukommen lassen wollte. Dessen Erhebung in den Reichsgrafenstand gelang schließlich. Dies alles geschah um den Preis der inneren Modernisierung: Auf den Aufbau einer Verwaltung legte Anton Günther wenig Wert.

Wählte Steinwaschers Vortrag eine Perspektive, die stärker auf das persönliche, am dynastischen Interesse ausgerichtete Handeln des regierenden Fürsten ausgerichtet war, so nahm sie bei STEFAN BRÜDERMANN (Bückeburg), der vom kuriosen Lebenswandel des Grafen Friedrich Christian von Schaumburg-Lippe (1655-1728) berichtete, eher groteske Züge an: Fünf Sechstel der Einnahmen des kleinen Landes gab er für seine Reisen durch Europa aus, vermochte aber – wiederum dank einer Schaukelpolitik − die Existenz seines Fürstentums zu bewahren. Nicht retten konnte er seine Ehe; denn keiner der Nachbarstaaten war bereit, seine geflohene Ehefrau Johanna Sophie zur Rückkehr zu bewegen.

KONRAD ELMSHÄUSERs (Bremen) Skizze der Zustände in der freien (Reichs-)Stadt Bremen weitete den Blick von der Dynastiegeschichte hin zur Sozial- und Kirchengeschichte. Der Konflikt mit den neuen, schwedischen Landesherren in der östlichen Nachbarschaft beruhte nicht zuletzt auf den komplizierten innerstädtischen Verhältnissen mit konfessionellen Konflikten zwischen Lutheranern und Reformierten, in denen zusätzlich die schwedische Herrschaft als Rechtsnachfolger des Bremer Erzbischofs über Dom und Domimmunität mitmischte. Die fortifikatorische Abgrenzung der Stadt setzte sich also politisch fort, unter anderem in den beiden Schwedisch-Bremischen Kriegen 1654 und 1666. Beide Male mussten die Bremer Bürger dann der schwedischen Herrschaft huldigen, ohne dass die Stadt tatsächlich unter schwedische Herrschaft geriet. Beide Seiten hatten es vermieden, die Konfessionskarte zu ziehen. Die Politik der Nadelstiche sollte sich auch nach 1719 mit Hannover als neuem Nachbarn fortsetzen.

Hier konnte er auf KERSTEN KRÜGERs (Rostock) militärgeschichtliches Panorama zurückgreifen, an dem deutlich wurde, dass der norddeutsche Raum in den 74 Jahren von 1648 bis zum Ende des Großen Nordischen Krieges 38 Jahre im Krieg verbrachte. In den schwedisch gewordenen Herzogtümern entstanden, ganz im Trend der Zeit, die viele Städte „vaubanisierte“, mit Stade und der Neugründung Carlsburg an der Weser zwei größere Festungen. Das Gebiet war militärisch weniger bedeutend als Pommern, weil es weniger Städte besaß. Umso erstaunlicher allerdings ist, dass die finanziellen Erträge die der Pommerns deutlich übertrafen.

Eine weitere Gruppe von Vorträgen verließ die Ebene fürstlichen Regierungshandelns und untersuchte, eher verwaltungsgeschichtlich ausgerichtet, das Verhalten untergeordneter hoher Beamter. CHRISTIAN HOFFMANN (Hannover) verglich die Errichtung bzw. Umgestaltung der Verwaltung der Herzogtümer anlässlich zweier Herrschaftswechsel nach der schwedischen Herrschaft. Als 1712 die Dänen das Gebiet für drei Jahre eroberten, kam es, so seine – in der anschließenden Diskussion durchaus umstrittene – Arbeitshypothese, zu keinem systematischen und nachhaltigen Neuaufbau der Verwaltung. Mit dem Übergang an Kurhannover seit 1715 wurde die schwedische Verwaltungsorganisation wieder konsequent aufgegriffen. Die exilierten schwedischen Beamten, die zuvor in Hamburg oder Bremen finanzielle Not litten, konnten zurückkehren und in hannoversche Dienste treten, zumal Hannover seine Verwaltung deutlich an das schwedische Vorbild mit seiner Dreiteilung aus Regierung, Justizkollegium/Hofgericht und Konsistorium anlehnte. Das insgesamt behutsame, auf Nachhaltigkeit abgestellte Vorgehen sicherte der neuen Landesherrschaft nicht zuletzt die Loyalität der Landstände.

BEATE-CHRISTINE FIEDLER (Stade) zeigte die Aufgaben- und Machtkonzentration der Generalgouverneure in den Herzogtümern Bremen und Verden auf, die sich auch auf die Außenpolitik und Diplomatie erstreckte. Sie verglich Lebenslauf und Amtsführung der beiden bedeutendsten Generalgouverneure, die bis heute Namenspatrone zweier Bastionen im ehemaligen Stader Festungsgürtel sind. Hans Christoph v. Königsmarck (1645-63) entstammte einer altmärkischen Adelsfamilie und war als Kriegsunternehmer in schwedische Dienste getreten, wo er zum Feldmarschall, Grafen und Reichsrat aufstieg. Unterbrochen von einer vierjährigen Kriegsgefangenschaft 1656-60, übte er sein Amt in den Herzogtümern machtvoll und eigenständig aus. Seine Amtsführung folgte ganz dem Vorbild seiner (land)adligen Herkunft, in den weiteren militärischen Aktivitäten gegen Bremen aber auch dem erlernten Kriegshandwerk. Seine Hofhaltung war standesgemäß, seine Netzwerke umfangreich. Noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts blieben das von ihm errichtete und kostbar ausgestattete Schloss Agathenburg und das Amt Bederkesa im Besitz seiner Familie.

Nils Gyllenstierna (1698-1711) hingegen war ein typischer Vertreter des schwedischen Militärstaats. Neben seinen militärischen, finanziellen und diplomatischen Tätigkeiten errichtete er in Stade eine repräsentative Hofhaltung, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Stadt prägte. Importe von Wein und Champagner erreichten die Stadt ebenso, wie sie vom standesgemäßen Theater- und Musikleben profitierte. Gyllenstierna unterstützte sogar den Wunsch von Stader Gymnasiasten, Theateraufführungen auszurichten. Beide Gouverneure repräsentierten und personifizierten also die königlich schwedische Macht in ihrer Außenprovinz wirksam, aber in Abhängigkeit von ihrer Herkunft auf unterschiedliche Weise.

Noch weiter in die Breite ging KATHRIN ZICKERMANN (Schottland), die über Mobilität und Migrationsverhalten schottischer Soldaten im Dreißigjährigen Krieg berichtete. Wenn auch etwa 90% von ihnen den Krieg nicht überlebten, folgten sie dennoch in großer Zahl – mutmaßlich aufgrund von Überbevölkerung in ihrer Heimat – dem Ruf ihrer Clanführer, die das militärische Engagement auf schwedischer Seite zugleich als Dienst an Elisabeth, der Tochter von König Jakob VI. und Gattin des böhmischen Winterkönigs Friedrich von der Pfalz, auslegten. Am weitesten brachte es Alexander Erskein, ein in Greifswald geborener Schotte zweiter Generation, der bis zum Präsidenten der bremisch-verdischen Landesregierung aufstieg. Zickermann schloss aus diesen Befunden, dass der Elbe-Weser-Raum eine Durchgangsstation für die schottische Migration war und eine wichtige Rolle im Netzwerk der Schotten in Europa spielte, bevor ein Teil der schottischen Soldaten mit Aussicht auf neue militärische Betätigung die Herzogtümer ab 1654 wieder verließ. Die Netzwerke wirkten aber auch zurück, die Migration verlief in beide Richtungen; denn zahlreiche ehemalige Soldaten kehrten in ihr Mutterland zurück, um auf der Seite von Charles II. in den schottischen Bürgerkrieg einzutreten.

Die innovativsten Impulse lieferten drei weitere Vorträge: INDRAVATI FELICITÉ (Paris) untersuchte die Diplomatie Schleswig-Holstein-Gottorfs. Sie stellte damit konventionelle, unhinterfragt der Staatsrechtstheorie entnommene Deutungsmuster und Konzepte nachhaltig in Frage. Das kleine Herzogtum betrieb nämlich trotz seiner vergleichsweise geringen politischen Bedeutung, aus denen die klassische Diplomatiegeschichte unter Berufung auf den völkerrechtlichen Begriff der Souveränität eine diplomatische Inaktivität ableitete, durchaus eine aktive Außenpolitik und war dabei sogar Adressat machtpolitischer Überlegungen des französischen Hofes, der großes Interesse an der „tranquillité du Nord“ hatte. Entsprechend gelang es den Gottorfer Herzögen, einen Neutralitätskurs zu steuern und französische Subsidien zu erhalten. Die aktiven Außenbeziehungen erwiesen sich so als Mittel zum politischen und ökonomischen Überleben. Die juristische Differenzierung zwischen Landeshoheit und Souveränität halte insofern einer empirischen Überprüfung nicht stand. Auch kleinere Staaten bedienten sich des ius foederis, das ihnen der Westfälische Frieden einräumte. Die Reichsstände konnten im späten 17. Jahrhundert auf Agenten zählen, die die rigide Souveränitätsvorstellung zunehmend extensivierten.

Die Gottorfer Agenten am Versailler Hof, keineswegs immer Landeskinder, verfügten über ein weitgespanntes, oft unerwartetes Netz an Kontakten und waren oft auch für verschiedene Landesherren tätig. Im Ergebnis betrieben die Reichsstände eine Außenpolitik, in der sie ihre Ziele auf regionaler, nationaler und sogar auf europäischer Ebene geltend machten.

Einen ähnlichen Ansatz, der zugleich ein Licht auf die Komplexität der Verfassung des Alten Reiches warf, verfolgte DOROTHEE GOETZE (Bonn), die die schwedisch-bremische Politik auf dem Immerwährenden Reichstag untersuchte. Durch den Erwerb der Herzogtümer war Schweden nämlich nicht nur ein europäischer Kontrahent des Reiches, sondern – wie die meisten europäischen Mächte – zugleich Reichsstand geworden. Der Reichstag war nach 1649 daher zu einem Zentrum der Aushandlung europäischer Politik geworden, in das Großbritannien, Frankreich, Russland, die Schweiz und das Osmanische Reich Gesandte schickten. Er hatte daher integrierendes Potenzial. Im Großen Nordischen Krieg (1700-1721) waren alle Parteien außer Russland zugleich Reichsstände und gehörten dem Corpus Evangelicorum an; die schwedische Krone war zugleich Mitglied in vier Reichskreisen. Wenn Schweden den engeren Gremien des Reiches auch offiziell fernblieb, so wahrten die Gesandten doch ihren Einfluss, indem sie z. B. durch Dritte für sich abstimmen ließen, oder sie suchten andererseits Konflikten durch Abwesenheit auszuweichen. So vermied man die Gefahr, dass der Reichstag selbst durch die Konflikte desintegriert wurde. Jedenfalls generierten die schwedischen Gesandten eine Diskursgemeinschaft im und mit dem Reich und trugen so zur Aufrechterhaltung des Landfriedens und zur Integration gegen Reichsfeinde bei.

Hatte bereits Goetze einen Seitenblick auf die Funktion des Reichstages als Drehscheibe von Kommunikation und Nachrichtenwesen geworfen, so war das Nachrichtenwesen des 17. Jahrhunderts im Ostseeraum Thema des Vortrags von HEIKO DROSTE (Stockholm). Im 16. Jahrhundert sei ein Nachrichtenmarkt entstanden, in dem Geschäfte auf Gegenseitigkeit betrieben wurden. Nicht die gedruckten Zeitungen, sondern handschriftliche, exklusiv für ein elitäres Publikum verfasste Zeitungen seien bis ins 18. Jahrhundert weniger Handelsware als vielmehr die Grundlage des Aufbaus persönlicher Beziehungen zahlreicher Nachrichtenagenten zu Fürsten gewesen. Nahm der Fürst diese als private Korrespondenz verschickten Nachrichtenbriefe an, akzeptierte er die persönliche Beziehung und war zur Gegenleistung verpflichtet. Der erfolgreiche Versand kam somit einer Aufwartung gleich. Zahlreichen Agenten, die sich vor allem in Hamburg, dem zentralen Postknotenpunkt für den Verkehr aus dem Reich mit den skandinavischen Ländern, fanden, gelang es so über kurz oder lang, ein Amt bei Hofe, bis hin zum Gesandten, zu erhalten. Diplomaten habe es hingegen im gesamten 17. Jahrhundert nicht gegeben.

Damit war der Bogen in die Gegenwart der historischen Forschung und ihrer Fragen endgültig geschlagen: Sie rückt lange vernachlässigte Akteure der zweiten und dritten Reihe, ihre Handlungsmuster, Kommunikationswege und -strukturen ins Zentrum – nicht mehr in Abgrenzung von der Geschichte des Alten Reiches, sondern komplementär als deren bisher vernachlässigte Facette. Die gern gepflogene Annahme einer „Reichsferne“ Norddeutschlands, so lautet eines ihrer wichtigsten Ergebnisse, lässt sich angesichts des intensiven Agierens selbst kleinerer Staaten auf dem Reichstag oder am Wiener Hof nicht mehr aufrechterhalten. Dabei gewinnen nicht zuletzt die vermeintlich nachrangigen Standorte des Landesarchivs als Fundorte an Bedeutung, weil sich in ihnen diejenige historische Überlieferung findet, die heute nicht mehr nur das schmückende Beiwerk der Großen nationalen Erzählung bereitstellt, sondern die für die Beantwortung der aktuellen Fragen unverzichtbar ist.

Wer angesichts dieser Fülle an thematischen Zugängen aus unterschiedlichen Perspektiven und unter den differenzierten Fragestellungen der Gegenwart Lust bekommen hatte, selbst Frühneuzeitforschung zu betreiben, dem konnten fünf Landesarchivare Hoffnung machen: Indem sie umfängliche, noch unerschlossene Aktenbestände zur Geschichte nach 1648 aus den Standorten Aurich, Hannover, Osnabrück, Stade und Wolfenbüttel des Niedersächsischen Landesarchivs vorstellten, sprachen sie zugleich eine Einladung aus, in diese Forschungen vor Ort einzusteigen.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung
Gudrun Fiedler, Christine van den Heuvel

Kersten Krüger (Rostock): Mars oder Ars nach dem Westfälischen Frieden 1648? Die nördlichen Territorien des Heiligen Römischen Reichs im Spannungsfeld der nordeuropäischen Großmächte zwischen Krieg und Frieden

Christine van den Heuvel (Hannover): Allianzen und Interessensgegensätze. Die niedersächsischen Territorien und Schweden 1648–1719

Gerd Steinwascher (Oldenburg): Diplomatie in schwierigem Fahrwasser – Anton Günther von Oldenburgs Erbteilungspolitik nach dem Westfälischen Frieden

Indravati Félicité (Paris): Westfälische Ordnung oder Kampf um das politische Überleben? Die Diplomatie Schleswig-Holstein-Gottorfs in den Jahren nach dem Westfälischen Frieden (Ende des 17. – Anfang des 18. Jahrhunderts)

Dorothée Goetze (Bonn): Desintegration im Ostseeraum – Integration ins Reich? Die schwedisch-bremische Politik auf dem Immerwährenden Reichstag (1700–1721)

Christian Hoffmann (Hannover): Integration durch Administration. Die Erwerbung der Herzogtümer Bremen und Verden durch Dänemark 1712 und durch Kurhannover 1715 im Vergleich

Konrad Elmshäuser (Bremen): Konfessionelle Konkurrenz und politische Identität in der Reichsstadt Bremen nach 1646

Beate-Christine Fiedler (Stade): Zwischen Stade und Stockholm – Die Gouverneure in den Herzogtümern Bremen und Verden als königlich schwedische Statthalter 1648–1712

Heiko Droste (Stockholm): Nachrichtenagenten in Fürstendiensten. Soziale Mobilität und Loyalität im 17. Jahrhundert

Roxane Berwinkel / Thomas Brakmann / Michael Hermann / Bernhard Homa / Christian Schlöder (Niedersächsisches Landesarchiv): Forschungsperspektiven: Überlieferung im Niedersächsischen Landesarchiv zur nordwestdeutschen und nordeuropäischen Geschichte 1650–1720

Kathrin Zickermann (University of the Highlands and Islands): Die Bedeutung von Schotten im Militär und in der Verwaltung der nordwestdeutschen Territorien nach 1648

Stefan Brüdermann (Bückeburg): Graf Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe (1681–1728). Großer Skandal im kleinen Land

Abschluss-Statement
Gerd Steinwascher


Redaktion
Veröffentlicht am
07.03.2018