Zeitgeschichte transnational. Politik – Gesellschaft – Kultur in Deutschland, Frankreich und Europa

Zeitgeschichte transnational. Politik – Gesellschaft – Kultur in Deutschland, Frankreich und Europa

Organisatoren
Jasmin Nicklas / Sarah May / Philipp Didion, Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte, Universität des Saarlandes, Saarbrücken
Ort
digital (Saarbrücken)
Land
Deutschland
Vom - Bis
17.02.2022 - 19.02.2022
Von
Sylvi Siebler / Philipp Didion, Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

Die zeitgeschichtliche Forschung in den Bereichen Politik und Gesellschaft, Populärkultur sowie Sport in grenzüberschreitender, deutsch-französisch-europäischer Perspektive auf den Punkt zu bringen und anhand konkreter Fallstudien auszuleuchten – dieses Ziel hatten sich die Organisator:innen und Vortragenden gesetzt, als sie anlässlich des 60. Geburtstags von Dietmar Hüser, seit 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes, online zusammenkamen. Ehemalige und aktuelle (Post-)Doktorand:innen sowie studentische Mitarbeitende von Dietmar Hüser präsentierten ihre wissenschaftlichen Arbeiten und zeigten damit die Breite der genannten Forschungsfelder in transnationaler Perspektive auf. Moderiert wurden die Panels von wissenschaftlichen Weggefährt:innen des Jubilars.

Die Tagung widmete sich zunächst der Populärkultur, die sich mittlerweile als ein ergiebiges Forschungsfeld etabliert hat und neuerdings auch in transnationaler Perspektive betrachtet wird. Die Vortragenden analysierten an unterschiedlichen Fallbeispielen kulturelle Massenphänomene, die nationale Grenzen überschritten. JASMIN NICKLAS (Saarbrücken/Paris) eröffnete den Themenblock mit einer theoretischen Einführung in das von ihr entwickelte historische Analysekonzept „Kult“. An der Schnittstelle von Kultur-, Gesellschafts-, Technik- und Konsumgeschichte ermögliche das Konzept es, transnationale Massenphänomene und deren Zirkulation zu untersuchen, ihre kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklungen zu analysieren sowie die Interaktionen unterschiedlicher Akteur:innen zu berücksichtigen. Anhand möglicher Anwendungsgebiete – wie Serien, Technikprodukte und Fußballvereine – unterstrich Nicklas den Mehrwert des neuen Ansatzes gegenüber bisherigen Konzepten.

Welche Rückwirkungen grenzüberschreitende Unterhaltungsshows der 1960er-Jahre auf den gesellschaftlichen Aussöhnungsprozess in Europa und insbesondere zwischen Westdeutschland und Frankreich hatten, stellte ANN-KRISTIN KURBERG (Saarbrücken) am Beispiel der Fernsehsendungen „Spiel ohne Grenzen“ und „Europarty“ dar. Die grenzüberschreitenden TV-Produktionen hätten gezeigt, wie das Werben für die europäische Integration durch politische Impulse zum Gegenstand der europäischen Rundfunkanstalten geworden sei. Ferner verdeutlichte Kurberg, dass die Unterhaltungsshows einem Wandel unterlagen; sie hätten interkulturelles Verständnis mediatisiert vermittelt, aber auch Stereotype über den jeweils „Anderen“ reproduziert.

Die Versuche des studentischen Kritikerzirkels der Zeitschrift „Filmkritik“, den Mainstream der bundesrepublikanischen Filmlandschaft zu verändern, beleuchtete mit besonderem Blick auf französische Transfers LUKAS SCHAEFER (Lauenburg). Er unterstrich, dass filmpraktische Transfers und Adaptionen durch ein europäisches Netzwerk von Filmkritikergruppen sowie durch Rückgriffe auf die europäische Filmkultur ermöglicht worden seien. Besonders habe dabei die französische nouvelle vague hervorgestochen, durch die sich die Gruppe eine Modernisierung der Filmlandschaft der Bundesrepublik erhofft habe.[1]

MAUDE WILLIAMS (Saarbrücken) nahm den Musiktransfer zwischen der Bundesrepublik und Frankreich in den langen 1960er-Jahren in den Blick. Sie betonte, dass nicht von einer Hegemonie US-amerikanischer Musik zu sprechen sei, sondern französische Künstler:innen in westdeutschen Fernseh- und Radiosendungen breit rezipiert worden sind. Andersherum seien deutsche Künstler:innen auf dem französischen Musikmarkt häufig aufgrund der Gestaltung der Lieder und eines geringen Interesses am anderen Land gescheitert. Sie stellte auch ihren aktuellen Schwerpunkt zum deutsch-französischen Netzwerk der Musikindustrie vor, der die Forschung zu Musiktransfers künftig erweitern wird.

Die Beiträge des zweiten Themenfeldes näherten sich politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten der Zeitgeschichte mit multimethodischen Zugriffen. Zu Beginn widmete sich BIRGIT METZGER (Saarbrücken) der Transnationalität der Waldsterben-Debatte in Westdeutschland, die medial und politisch insbesondere in den 1970er- und 1980er-Jahren präsent gewesen sei. Sie zeigte auf, wie die Entgrenzung der Umweltdiskussion zu einer westdeutschen Debatte geworden sei und dabei an kulturelle Symboliken und Mythen wie den des „Deutschen Waldes“ habe andocken können, wodurch das Waldsterben zugleich zu einer Verhandlung der deutschen Identität geworden sei.[2]

GWENDOLIN LÜBBECKE (Kassel) untersuchte den Palais de la Porte Dorée in Paris als „doppelten Erinnerungsort“ mit Hinblick auf die Debatten über den französischen Kolonialismus und die Immigration. Ursprünglich als Kolonialpalast erbaut, beherbergt der Palais seit 2007 das Musée nationale de l’histoire de l’immigration. Am Museum als historischer Quelle illustrierte Lübbecke die Entwicklung des französischen Umgangs mit den Thematiken und erörterte die Konstruktion des nationalen „Wir“ und die Inszenierung des „Anderen“ bis heute.[3]

Mit der ambivalenten Figur des ostdeutschen Intellektuellen Jürgen Kuczynski befasste sich PAUL MAURICE (Paris/Saarbrücken). Er zeichnete nicht nur den biographischen Weg des „bürgerlichen Marxisten“ nach, sondern analysierte auch dessen Selbstinszenierung, die ihn zu einem atypischen Universitätslehrer in der DDR gemacht habe.

ETIENNE DUBSLAFF (Montpellier) nahm die Gründergeneration der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP) von ihren Anfängen bis zur Wiedervereinigung in den Blick. Im Gegensatz zu anderen bürgerbewegten Gruppen, die eine Selbstreformierung der DDR angestrebt hätten, habe die SDP schon früh an den Grundfesten der SED-Herrschaft gerüttelt. Dubslaff betonte, dass nach der friedlichen Revolution zwar die Anerkennung durch die Teilnahme am Runden Tisch gelungen sei, die Gründergeneration jedoch durch die Fusion mit der westdeutschen SPD keine tragende Rolle auf bundesdeutscher Ebene mehr gespielt habe. Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung werde die ostdeutsche Geschichte der SPD von der Partei totgeschwiegen.[4]

Die Interdependenzen der staatlichen Makroebene zwischen Bundesrepublik, DDR und Frankreich sowie der kommunalen Mikroebene im Hinblick auf Städtepartnerschaften legten KATRIN GROSS (Saarbrücken) und JÜRGEN DIERKES (Saarbrücken/Paris) dar. An mehreren Fallbeispielen westdeutsch-französischer bzw. ostdeutsch-französischer Städtepartnerschaften hoben sie die große Bedeutung der zivilgesellschaftlichen Ebene für das Gelingen der transnationalen Partnerschaften hervor und zeigten zugleich wichtige Unterschiede der ost- und westdeutschen Rahmenbedingungen auf. Während die DDR die Partnerschaften zur Selbstdarstellung im Westen instrumentalisiert habe, sei das Ziel in der Bundesrepublik ein transnationaler Austausch zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteur:innen gewesen.

MELANIE BARDIAN (Saarbrücken) beleuchtete das Saarland als „the key to a united Europe“ für die amerikanische Kulturdiplomatie der Nachkriegszeit und zeigte die Entwicklung des US-amerikanischen Handelns an der Saar seit 1945 auf. Hielten sich die amerikanischen Verantwortlichen im Hinblick auf die ungelöste Saarfrage und mit Rücksicht auf die französischen Alliierten bis 1957 zunächst zurück, sei danach eine kulturdiplomatische Politik gefolgt, die die europäische Integration als integralen Bestandteil gesehen habe und dafür auch im Saarland – mit der Gründung der deutsch-amerikanischen Bücherei, dem späteren Deutsch-Amerikanischen Institut – tätig geworden sei.

Im Themenbereich Sport – für den ähnliche Prämissen wie für die Populärkultur gelten – standen insbesondere grenzüberschreitende Persönlichkeiten und Fußball-Beziehungen im Mittelpunkt. ANSBERT BAUMANN (Saarbrücken/Tübingen) hinterfragte mit Blick auf den französischen Fußballer Edmond Haan die nationale Kategorisierung von Sportler:innen. Aufgrund der politischen Rahmenbedingungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe Haan seine deutsche Staatsangehörigkeit verloren und sei wie sein elsässischer Vater Franzose geworden. Mit der Rückkehr ins Elsass habe Haan seine Fußballkarriere beim Racing Club de Strasbourg begonnen und sei schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg zum französischen Nationalspieler sowie gefeierten Fußballstar in Frankreich geworden.

Den sportpolitischen wie -praktischen Aktivitäten des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Adolf Müller-Emmert widmeten sich SARAH MAY (Saarbrücken) und PHILIPP DIDION (Saarbrücken/Besançon). Sie deuteten diese als Chiffre für die Versportlichung der Bundesrepublik seit den 1960er-Jahren. Müller-Emmert habe nicht nur sein Image als praktizierender Sportler in der Öffentlichkeit gepflegt und genutzt. Er habe Sport durchweg auch als Brückenbauer zu anderen Ländern gesehen und sich als Gründer und Mitglied der Sportgemeinschaft Bundestag engagiert.

Die Fußballkultur zwischen Metz und Neunkirchen vor 1914 thematisierte BERND REICHELT (Zwiefalten). Er beschrieb die immer stärker von Bürokratisierung und Professionalisierung geprägten Fußballvereine als soziale Räume zwischen Vaterland, Heimat und Internationalität. In diesem Kontext betrachtete er besonders Sportplatzeinweihungen als Ausdruck von „Heimat“. Schließlich hob Reichelt den hohen Grad der Internationalität am Vorabend des Ersten Weltkriegs hervor und erinnerte dabei auch an die Pionieraktivitäten von Walther Bensemann als Gründer der Fachzeitschrift „Kicker“ und als deutsch-französischer Mittler im Fußball.[6]

Über die Entwicklung der saarländisch-lothringischen bzw. deutsch-französischen Beziehungen im Frauenfußball sprach SASKIA LENNARTZ (Saarbrücken) und betonte dabei, dass die Fußballerinnen in der Grenzregion sich zunächst in Eigeninitiative miteinander vernetzt hätten und so erste grenzüberschreitende Spiele und Turniere ausgetragen worden seien. Erst später habe die Kooperation auf institutioneller Ebene begonnen und schließlich 1987 zum ersten Fußballländerspiel zwischen der deutschen und der französischen Frauennationalmannschaft geführt.

ALEXANDER FRIEDMAN (Saarbrücken) erweiterte den Blick auf die Großregion Saar-Lor-Lux mit einer Analyse der Rezeption des luxemburgischen Fußballs aus Sicht der UdSSR und der DDR. Länderspiele gegen den vermeintlichen Fußballzwerg hätten für die Länder nicht nur propagandistische Bedeutung gehabt, um die luxemburgische Bevölkerung für sich zu gewinnen, sondern Begegnungen zwischen der DDR bzw. der UdSSR und Luxemburg seien auch zur Selbstinszenierung gegenüber dem Westen instrumentalisiert worden.

Einen literaturwissenschaftlichen Exkurs unternahm DANIEL KAZMAIER (Saarbrücken) mit einer Untersuchung der medialen Aufbereitung von Radrennen, insbesondere der Tour de France. Nicht nur in allegorischer Form – beispielsweise bei Alfred Jazy – fanden Radrennen Eingang in literarische Texte, es entwickelte sich auch die Reportage als unmittelbar beschreibende Darstellungsform des Sports, wie das Beispiel „Les forçats de la route“ von Albert Londres zeige. Zudem sei es ein neuerer Trend, dass Radsportler wie Guillaume Martin selbst Schriftsteller werden.

Die großen Linien der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen thematisierte HÉLÈNE MIARD-DELACROIX (Paris) in ihrem öffentlichen Festvortrag zur französischen Deutschlandpolitik seit 1945. Ausgehend von der „doppelten Deutschlandpolitik“ Frankreichs nach dem Zweiten Weltkrieg[5] unternahm sie einen Parforceritt durch beinahe acht Jahrzehnte deutsch-französischer Geschichte.

Die Festtagung veranschaulichte nicht nur das breite Forschungsfeld von Dietmar Hüser, sondern unterstrich durch die Fülle an länderübergreifenden empirischen Einzelstudien, wie ergiebig eine konsequent transnationale Forschung in der Zeitgeschichte ist. Die thematisch unterschiedlich ausgelegten Panels hoben dabei die Koppelung der Massenphänomene Sport und Unterhaltungsmedien an gesellschaftliche und politische Trends der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hervor. Zukünftig scheint nicht nur eine Weiterverfolgung der bereits eingeschlagenen Pisten in deutsch-französisch-europäischer Perspektive sinnvoll für die Erforschung politischer, gesellschaftlicher und kultureller Phänomene der Nachkriegszeit, auch eine Ausweitung dieser Forschungsausrichtung auf andere Länder sowie auf soziale Praktiken verspricht wichtige Erkenntnisse.

Konferenzübersicht:

Jasmin Nicklas / Philipp Didion / Sarah May (Saarbrücken): Auftakt, Begrüßung, thematische Einführung

Katharina Böhmer (Bern): Glückwünsche und Würdigung

Wolfgang Behringer (Saarbrücken): Grußwort

Panel 1: Populärkultur I

Clemens Zimmermann (Saarbrücken): Einführung und Moderation

Jasmin Nicklas (Saarbrücken/Paris): Zwischen gesellschaftlichem Wandel, kultureller Veränderung und Tradition – Kult als historisches Analysekonzept

Ann-Kristin Kurberg (Saarbrücken): Fernsehen im Dienst der Völkerverständigung – Europäische Koproduktionen in der Fernsehunterhaltung der 1960er-Jahre

Panel 2: Populärkultur II

Andreas Fickers (Luxembourg): Einführung und Moderation

Lukas Schaefer (Lauenburg): Europas neue Wellen – französische Prägungen der westdeutschen Filmkultur nach 1945

Maude Williams (Saarbrücken): „Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte“ – deutsch-französischer Austausch populärer Musik in den langen 1960er-Jahren

Abendvortrag

Hélène Miard-Delacroix (Paris): Von der Ambivalenz zur Reife? Französische Deutschlandpolitik seit 1945

Jasmin Nicklas (Saarbrücken / Paris): Einführung und Moderation

Panel 3: Politik & Gesellschaft I

Hélène Miard-Delacroix (Paris): Einführung und Moderation

Birgit Metzger (Saarbrücken): Eine nationale Debatte transnational perspektiviert – das deutsche Waldsterben, die grenzenlose Umweltkrise und die Deindustrialisierung Westeuropas

Paul Maurice (Paris/Saarbrücken): Permanence des élites traditionnelles et intégration des permanents dans l'élite socialiste en RDA – Jürgen Kuczynski, figure de sage et marxiste-bourgeois à l'Avant-garde de l'histoire économique est-allemande

Jürgen Dierkes (Saarbrücken/Paris) / Katrin Groß (Saarbrücken): Das Politische und Gesellschaftliche in Städtepartnerschaften westdeutscher, französischer und ostdeutscher Kommunen von den 1950er-Jahren bis zum Fall der Mauer

Panel 4: Sport I

Malte König (Saarbrücken): Einführung und Moderation

Ansbert Baumann (Saarbrücken/Tübingen): Le coq sportif – wie ein schwäbischer Hahn zum französischen Fußballstar wurde

Saskia Lennartz (Saarbrücken): Die Entwicklung der saarländisch-französischen Beziehungen im Frauenfußball

Panel 5: Sport II

Andreas Gelz (Freiburg): Einführung und Moderation

Daniel Kazmaier (Saarbrücken): Transmissions / Übersetzungen: Wie den Radsport schreiben?

Philipp Didion (Saarbrücken/Besançon) / Sarah May (Saarbrücken): Sport denken – gestalten – praktizieren. Der „unumstrittene Sportregent des Bundestages“ Adolf Müller-Emmert 1961–1987

Panel 6: Sport III

Armin Heinen (Aachen): Einführung und Moderation

Bernd Reichelt (Zwiefalten): Zwischen Vaterland, Heimat und Internationalität – der Fußballsport im Grenzraum Saarland / Moselle am Vorabend des Ersten Weltkriegs

Alexander Friedman (Saarbrücken): „In Luxemburg kann man nur verlieren, wenn es in der eigenen Mannschaft nicht stimmt“. Der Luxemburger Fußball und seine Rezeption in der UdSSR und DDR

Panel 7: Politik & Gesellschaft II

Gabriele B. Clemens (Saarbrücken): Einführung und Moderation

Gwendolin Lübbecke (Kassel): Die Cité nationale de l'histoire et de l'immigration im Palais de la Porte Dorée – Transformationen eines Kolonialpalastes. Von der Exposition coloniale 1931 bis heute

Melanie Bardian (Saarbrücken): „The Key to a United Europe”. Die deutsch-französische Aussöhnung und die amerikanische Kulturdiplomatie an der Saar

Panel 8: Politik & Gesellschaft III

Rainer Hudemann (Saarbrücken/Paris): Einführung und Moderation

Étienne Dusblaff (Montpellier): „Oser plus de social-démocratie“. La recréation et l'établissement du Parti social-démocrate en RDA, 1989–1990

Jost Richter (Saarbrücken/Metz): Die politische Auseinandersetzung mit der Euro-Krise in Deutschland und Frankreich – nationale Lösungsstrategien und Europäisierungstendenzen

Anmerkungen:

[1] Siehe auch Lukas Schaefer, Kritik ohne Grenzen. Nonkonformistische Filmkultur in Italien und Westdeutschland nach 1945 in transnationaler Perspektive, Stuttgart 2019.
[2] Siehe auch Birgit Metzger, „Erst stirbt der Wald, dann Du!“ Das Waldsterben als westdeutsches Politikum (1978–1986), Frankfurt am Main 2015.
[3] Siehe auch Gwendolin Lübbecke, Die „Cité nationale de l'histoire de l'immigration“ im Palais de la Porte Dorée. Transformationen eines Kolonialpalastes von der „Exposition coloniale“ 1931 bis heute, Stuttgart 2020.
[4] Siehe auch Étienne Dubslaff, „Oser plus de social-démocratie“. La recréation et l’établissement du Parti social-démocrate en RDA, Bern 2019.
[5] Dietmar Hüser, Frankreichs „doppelte Deutschlandpolitik“. Dynamik aus der Defensive. Planen, Entscheiden, Umsetzen in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, innen- und außenpolitischen Krisenzeiten, Berlin 1996.
[6] Siehe auch Bernd Reichelt, Fußball im deutsch-französischen Grenzraum Saarland/Moselle 1900–1952. Eine transnationale Geschichte politischer Inszenierung und sportlicher Emanzipation, Stuttgart 2014.