Zehntes Netzwerktreffen Oral History 2022

Zehntes Netzwerktreffen Oral History 2022

Organisatoren
Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg; Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung
Veranstaltungsort
Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung
PLZ
53175
Ort
Bonn
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.05.2022 - 06.05.2022
Von
Janne Grashoff, Fachbereich Geschichte, Universität Hamburg

Seit 2014 tagt das Netzwerk Oral History regelmäßig mit dem Ziel, sich interdisziplinär auszutauschen, Forschungsprojekte vorzustellen und Vernetzungen anzuregen. Das zehnte Treffen des Netzwerks war in Präsenz im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn geplant, fand aufgrund der Covid-19-Pandemie aber online statt. Veranstaltet und organisiert wurde es von Linde Apel (Hamburg) und Stefan Müller (Bonn), die das Netzwerk mitgegründet haben.[1] Im Zentrum des diesjährigen Treffens stand die Reflexion von Oral History als Methode sowie die damit verbundene Chance, Aufarbeitungsprozesse, Wiedergutmachung und Empowerment zu befördern. Gemeinsame Bezugspunkte der Beiträge waren daher die Aufarbeitung von Marginalisierungs- und Diskriminierungserfahrungen sowie die Befähigung von (vormals) Diskriminierten, ihre Erfahrungen in einem selbstbestimmten Rahmen zu erzählen. Daneben bereicherten zwei Projektvorstellungen sowie drei Kurzpräsentationen das Programm. Die Teilnehmer:innenzahl war wie in den letzten Jahren hoch, bis zu 80 Personen nahmen gleichzeitig teil.

Den Auftakt machte STEFAN ZEPPENFELD (Bonn) mit der Vorstellung des Oral-History-Projekts „Gewerkschaftliche Sozialisation(en) und demokratische Praxis“, das im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung angesiedelt ist. Seit November 2020 untersucht das Projekt die Demokratisierung in der Bundesrepublik nach 1945 aus der Perspektive gewerkschaftlicher Mitbestimmung. Dafür werden lebensgeschichtliche Video-Interviews mit Zeitzeug:innen durchgeführt, die auf einer mittleren Ebene der DGB-Gewerkschaften agieren und damit innerhalb der Gewerkschaften eine Scharnierfunktion zwischen Spitze und Basis einnehmen. Anhand von Interviewauszügen wurde dargestellt, welche Themen und Initialmomente die Befragten für die Erzählung ihrer eigenen politischen Sozialisierung setzten. Stefan Zeppenfeld betonte, dass gegenwartspolitische Erzählungen in den Interviews eine bedeutende Rolle spielen und in diesen Zusammenhang auch das politische Engagement der Kinder- und Enkelgeneration eingeordnet wird.

Im ersten Panel, das sich den Chancen und Herausforderungen der Oral History im Zusammenhang mit Aufarbeitung und Empowerment widmete, stellte zunächst DOROTHEE WEIN (Berlin) Ergebnisse des Projekts „Colonia Dignidad. Ein chilenisch-deutsches Oral History-Archiv” vor, mit dessen Konzeption und Durchführung sie betraut war. Da die Geschichte der deutschen Colonia Dignidad im südlichen Chile sowie die dort verübten schweren Menschenrechtsverbrechen noch in vieler Hinsicht nicht aufgearbeitet sind, wurde nach dreijähriger Forschungsarbeit eine bilinguale Online-Plattform mit 64 lebensgeschichtlichen, deutsch-spanischen Interviews veröffentlicht.[2] Die Erzählungen verschiedener Opfergruppen sowie an der Aufarbeitung beteiligten Expert:innen fügten sich laut Wein zu einem „vielstimmigen Erinnerungsraum“ zusammen. Wein betonte, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen Interviewer:in und Interviewpartner:in bei den Gesprächen von entscheidender Bedeutung war. An den Schwerpunkt des diesjährigen Netzwerktreffens anknüpfend wurde ausgeführt, inwiefern die Methode der Oral History einen Beitrag zum Empowerment der Betroffenen leisten könne. Die Interviewpartner:innen könnten demnach nach ihrer von Entrechtung geprägten Geschichte als ermächtigte Akteur:innen auftreten und Handlungsspielräume im Interview selbstbestimmt gestalten. In diesem Zusammenhang wurden die Motivationen der Interviewpartner:innen und deren Erwartungen an Aufarbeitung thematisiert.

Über Möglichkeiten und Grenzen von Aufarbeitungsprozessen durch Oral History sprach auch CHRISTOPH HUBER (Heidelberg), der mithilfe intersektionaler Ansätze sowie Perspektiven der Disability Studies die Aufarbeitung von Zwangssterilisationen und „Euthanasie“ im Nationalsozialismus untersucht. Huber führte aus, dass sich die Forschung zu diesem Zusammenhang lange auf die Täter:innenperspektive konzentriert und Erfahrungen der Betroffenen erst in den 2000er-Jahren berücksichtigt habe. In einer Sekundäranalyse eines Interviewkorpus von 22 Interviews mit Zwangssterilisierten und Angehörigen von „Euthanasie“-Opfern arbeitete er wiederkehrende Narrative heraus und stellte die Selbstlegitimation der Betroffenen den Fremdzuschreibungen gegenüber. Huber reflektierte den Anspruch der Oral History, Diskriminierten einen Raum für die eigene Erzählung zu geben auch aus der Perspektive der Disability Studies. Da die Interviews von einem Opferverband durchgeführt wurden, ermögliche die Kooperation einerseits eine vertraute Atmosphäre, die den Schutz der Befragten gewährleiste, andererseits seien die Verbände von eigenen Interessen geleitet und die Auswahl von Interviewpartner:innen berge die Gefahr, dass wiederholt besonders engagierte Menschen zu Wort kommen. Aus den Erfahrungen seines Dissertationsprojekts leitete Huber Bedingungen für ein Empowerment durch Oral History ab. So müssten Befragten ihre gesamte Geschichte erzählen können, um eine ausschließliche Fokussierung auf die Verbrechen zu vermeiden, und sowohl Interviewer:innen als auch Opferverbände ihre Interessen offenlegen.

Oral History in kirchlichen „Aufarbeitungs“-prozessen war der Bezugspunkt des zweiten Panels, auf dem CHRISTINE HARTIG (Paderborn) zur Einordnung von Missbrauch im Erzbistum Paderborn und JOHANNA SIGL (Wiesbaden) zur Aufarbeitung von Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche sprachen. In beiden Beiträgen wurden narrative Interviews im jeweiligen kirchlichen Kontext reflektiert. Christine Hartig koordiniert das Projekt „Kirchenhistorische Einordnung zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn (1941–2002)“.[3] Sie betonte, dass sie das Projekt zwar als Teil des Aufarbeitungsprozesses begreife, eine Trennung von Aufarbeitung und Forschung aber notwendig sei. Das Projekt ziele darauf ab, Strukturen zu identifizieren, die sexualisierten Missbrauch ermöglicht oder deren Aufdeckung verhindert haben, damit Schutzkonzepte entwickelt werden können. Durch die Verwendung von Oral History solle sich die Forschung den teils politischen und juristischen Erwartungen entziehen. Die Studie ging Fragestellungen nach, die Mitwissende und Ansprechpartner:innen von Betroffenen ausmachen sowie die Reaktionen des Erzbistums offenlegen sollten. Im Projekt liegen nun 30 narrative Interviews mit Betroffenen, Familienangehörigen und Klerikern vor. Als Motivation zur Teilnahme führte Hartig den Abbau der Stigmatisierung, die Hoffnung, anderen Betroffenen zu helfen und eine Öffentlichkeit herzustellen sowie die eigene Angst und Scham zu überwinden an. Außerdem habe der Wunsch, dass die Kirche Verantwortung übernehmen müsse, eine tragende Rolle gespielt.

Daran anschließend stellte Johanna Sigl in ihrem Beitrag ein Teilprojekt des Forschungsverbandes „ForuM – Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland“ vor. [4] Im Rahmen des Teilprojektes zur historischen Perspektive auf den kirchlichen und öffentlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche werden narrative Interviews mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt geführt. Auch dieses Projekt stellt Fragen nach den systematischen und organisatorischen Strukturen, die sexualisierte Gewalt und andere Missbrauchsformen ermöglichten, fokussiert sich aber auf Spezifika im Kontext der evangelischen Kirche. Dafür wurden narrative Interviews mit Betroffenen und beteiligten Akteur:innen aus Ost- und Westdeutschland geführt. Diese Methodik ermögliche es den Befragten laut Sigl, das Interview nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Sigl thematisierte die Herausforderung, die Interviews traumasensibel zu begleiten und empathisch mit den Betroffenen umzugehen, ohne in die Rolle als Verbündete:r zu geraten. In Hinblick auf die Bezugspunkte Empowerment und Aufarbeitung resümierte Sigl, dass die Interviewsituation innerhalb des Forschungsrahmens ermächtigend wirken könne, indem Räume für die Bedarfe der Betroffenen geschaffen werden. Diskutiert wurde die wissenschaftliche Verwertbarkeit der Interviews beider Projekte, die aufgrund der hohen Schutzbedürftigkeit der Betroffen nicht langfristig archiviert und für eine Weiterverwendung nicht zugänglich sein werden.

CONSTANZE SCHLIWA (Hamburg) und MICHAEL JOHN (Linz) referierten auf dem gemeinsamen Panel „Heimerziehung in Ost und West“ über Kinder- und Jugendheime. Constanze Schliwa gab Einblicke in ihre Dissertation, die sich mit Erinnerungen an das Aufwachsen in Normalkinderheimen der DDR zwischen 1965 und 1989 auseinandersetzt und betonte, dass gerade Biografien aus Normalkinderheimen in der Heimforschung unterrepräsentiert seien. Sie führte 16 biografisch-narrative Interviews mit ehemaligen Heimkindern, die mit Blick auf Muster der politisch angestrebten Kollektiv- und Selbsterziehung ausgewertet werden. Anhand von Interviewausschnitten konnten methodische Herangehensweisen der Transkription nachvollzogen und Interpretationen am Interview festgemacht werden.

Anschließend berichtete Michael John von verschiedenen Interviewprojekten über Kinder- und Jugendheime, die von 1950 bis 2000 in Österreich bestanden haben. In den 2000er und 2010er Jahren führte er eine Vielzahl von zum Teil lebensgeschichtlichen Interviews, die sich mit den Erfahrungen von Heim- und Pflegekindern beschäftigen, wobei Gewalt- und Missbrauchserfahrungen aufgearbeitet werden sollten. Er war unter anderem von 2011-2013 Mitglied der Untersuchungskommission des Wiener Landtages, die mit der Aufarbeitung von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt im Kinderheim Wilhelminenberg betraut war. John betonte den Wert der Oral History in diesem Kontext, da es an schriftlichen Quellen über Gewalt und Missbrauch fehle und den Betroffenen durch die mündlichen Erhebungen Gehör geschenkt werden könne. Gerade weil das Erkenntnisinteresse von Historiker:innen nicht von strafrechtlicher Schuld abhängig sei, könnten sie laut John einen Beitrag zur Aufarbeitung von Missbrauchserfahrungen leisten. Wie bereits andere Redner:innen stellte auch John heraus, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen Interviewten und Interviewer:in von großer Bedeutung sei, gleichzeitig aber Distanz gewahrt werden müsse.

Den Nutzen von lebensgeschichtlichen Interviews für die historisch-politische Bildungsarbeit demonstrierten LYDIA DOLLMANN und CHRISTINE MÜLLER-BOTSCH (beide Berlin) in einer gemeinsamen Projektvorstellung. Für die Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand entwickelten sie eine Medienstation, die Interviews mit ehemals Widerständigen im Nationalsozialismus mitsamt begleitenden Texten, Fotos und Dokumenten verfügbar macht. Seit 2018/19 wurden bislang zehn Interviews geführt, die von einem biografisch-narrativen Zugang geprägt waren. Müller-Botsch erläuterte, dass vor allem die Motive, Formen und biografischen Wege in den Widerstand, die Erfahrungen von Verfolgung und Solidarität, aber auch Erlebnisse nach 1945 für das Projekt von Interesse waren. Zur Diskussion stand insbesondere der inhaltliche Auswahlprozess beim Schnitt der Interviews, in der der Nutzungszusammenhang für die historisch-politischen Bildung in Abgrenzung zur wissenschaftlichen Auswertung herausgestellt wurde. Müller-Botsch und Dollmann stellten den didaktischen Wert biografischer Materialien heraus, da diese die vielfältigen Wege in den Widerstand aufzeigten und es Besucher:innen ermöglichten, sich zu den Biografien in Beziehung zu setzen.

Die Sekundäranalyse von Oral-History-Interviews machte LISA HELLRIEGEL (Hamburg) in einer Projektvorstellung auf der Basis ihrer Masterarbeit zum Thema. Bei ihrem Untersuchungsgegenstand handelt es sich um 21 Interviews, die Hans Ellger um die Jahrtausendwende mit Frauen führte, die verschiedene Außenlager des KZ Neuengamme überlebt hatten. Dabei interessierte er sich vor allem für „weibliche Überlebensstrategien“.[5] Hellriegel überprüfte die These Ellgers, nach der die deutlich niedrigere Sterberate von Frauen in Konzentrations- und Außenlagern mit „weiblichen Überlebensstrategien“, darunter die Formierung von „Lagerfamilien“, zu erklären sei. Sie gab zu bedenken, dass gesellschaftliche Erwartungshaltungen an Geschlechtsidentitäten sowohl Interviewführung und -auswertung als auch die Erzählung der Interviewten beeinflusst hätten. Demnach seien die Überlebensstrategien vielfältig gewesen und die von Ellger herangezogenen Gemeinschaften spielten dabei ebenso eine Rolle, wie externe Faktoren. Hellriegel erläuterte ihr Vorgehen bei der Zweitverwertung der Interviews sowie die Vor- und Nachteile eines Interviews, das sie mit Hans Ellger über seine Interviews geführt hat.

Das Netzwerktreffen bot außerdem die Möglichkeit, geplante Oral-History-Projekte vorzustellen. KATARZYNA NOGUEIRA und STEFAN MOITRA (beide Bochum) gaben Einblicke in „Oral History Ruhr“, ein von der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets gefördertes Projekt, das auf den Bedarf nach regionaler Vernetzung verschiedener Oral History Akteur:innen im Ruhrgebiet reagieren, bereits abgeschlossene Projekte sichtbar machen und über zukünftige Forschung informieren möchte. Ein Auftaktworkshop wird noch in diesem Jahr stattfinden. CORD PAGENSTECHER (Berlin) stellte das Projekt „Oral History.Digital“ vor, das eine Erschließungs- und Rechercheumgebung für Interviewarchive entwickelt. An dem seit 2020 von der DFG geförderten Projekt beteiligen sich unter anderem die Werkstatt der Erinnerung, das Archiv „Deutsches Gedächtnis“, der Lehrstuhl Neueste Geschichte an der Friedrich-Alexander-Univeristät Erlangen-Nürnberg, die Medieninformatik der Universität Bamberg, das Bayerische Archiv für Sprachsignale und die Digitalen Interview-Archive der FU Berlin. Adressiert werden sowohl Sammlungsinhaber:innen als auch Forschende. Die Plattform soll Benutzer:innen durch eine sammlungsübergreifende Recherche, variable Suchmöglichkeiten, Audio- und Videodateien sowie Möglichkeiten der Nachnutzung entgegenkommen. Mit Blick auf die Niederlande präsentierte SUSAN HOGERVORST (Heerlen, Niederlande) ihr Vorhaben „Center for Oral History, Storytelling and Digital Culture“, das unter anderem die Oral History Arbeitsgruppe des Huizinga Instituut und das Portal Knooppunt Oral History vernetzen wird. Das Zentrum ist institutionell an die Open Universiteit angebunden und soll durch eine Vielzahl von Formaten sowohl Forscher:innen als auch Sammlungsinhaber:innen ansprechen.

Die zehnte Tagung des Netzwerks Oral History ermöglichte es, den Themen Aufarbeitung und Empowerment aus verschiedenen Forschungs- und Projektperspektiven zu begegnen und gemeinsam über Chancen und Grenzen von Interviewprojekten zu reflektieren.

Konferenzübersicht:

Linde Apel (Hamburg) / Stefan Müller (Bonn): Begrüßung, Vorstellung des Programms

Stefan Zeppenfeld (Bonn): Gewerkschaften und Demokratie im Interview

Katarzyna Nogueira / Stefan Moitra (beide Bochum): Kurzpräsentation Oral History Ruhr

Panel 1: Aufarbeitung und Empowerment

Dorothee Wein (Berlin): Colonia Dignidad. Ein chilenisch-deutsches Oral History Archiv.

Christoph Huber (Heidelberg): Wer spricht wie mit wem über wessen Stimme? Oral history, Empowerment und disability studies im Kontext der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zwangssterilisation und „Euthanasie“.

Cord Pagenstecher (Berlin): Kurzpräsentation Oral History digital

Panel 2: Oral History in kirchlichen „Aufarbeitungs“-Projekten

Christine Hartig (Paderborn): Interviews im Projekt „Kirchenhistorische Einordnung zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn (1941–2002)“

Johanna Sigl (Wiesbaden): Zwischen Erforschung Empowerment: Narrative Interviews mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt.

Panel 3: Heimerziehung in Ost und West

Constanze Schliwa (Hamburg): „Und für mich ist es wichtig, dass ich an diese ganze Zeit und an diese ganzen Geschichten einfach erinnere.“ Vorstellung des Dissertationsprojekts „Erinnern und Verarbeiten des Aufwachsens in Normalkinderheimen der DDR von 1965 bis 1989“

Michael John (Linz): Kinder- und Jugendheime in Österreich 1950 – 2000. Interviews mit Betroffenen

Projektvorstellung 1: Interviews in Medienstationen

Lydia Dollmann / Christine Müller-Botsch (beide Berlin): Interviews zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Die Verwendung von Video-Interviews in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Projektvorstellung 2: Sekundäranalyse

Lisa Hellriegel (Hamburg): Geschlechterbilder im Gespräch – Eine Sekundäranalyse von Oral History-Interviews mit KZ-Überlebenden

Susan Hogervorst (Heerlen, Niederlande) Kurzpräsentation Center for Oral History, Storytelling and Digital Culture

Linde Apel (Hamburg) / Stefan Müller (Bonn): Auswertung und Planung

Anmerkungen:
[1] Linde Apel / Stefan Müller, Netzwerk Oral History gegründet, in: H-Soz-Kult, 07.02.2017, https://www.hsozkult.de/news/id/news-197 (23.05.2022).
[2] Colonia Dignidad. Ein chilenisch-deutsches Oral History-Archiv, https://www.cdoh.net/ (03.06.2022).
[3] Forschungsprojekt: „Missbrauch im Erzbistum Paderborn – Eine kirchenhistorische Einordnung. Die Amtszeiten von Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941–2002)“, https://kw.uni-paderborn.de/institut-fuer-katholische-theologie/kirchen-und-religionsgeschichte/forschungsprojekte/projekte-des-lehrstuhls/missbrauch-im-erzbistum-paderborn-eine-kirchenhistorische-einordnung (03.06.2022).
[4] ForuM-Studie, https://www.forum-studie.de/ (03.06.2022).
[5] Hans Ellger veröffentlichte die Auswertung dieser Interviews in seiner Dissertation, vgl. Hans Ellger: Zwangsarbeit und weibliche Überlebensstrategien. Die Geschichte der Frauenaußenlager des Konzentrationslagers Neuengamme 1944/45, Berlin 2007.

Redaktion
Veröffentlicht am
21.07.2022
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