„A Peopleʹs History of the Cold War“: Motive, Spielräume und Schicksale von Akteuren an den Fronten des Kalten Kriegs in Mitteleuropa von den 1940er bis zu den 1960er Jahren

„A Peopleʹs History of the Cold War“: Motive, Spielräume und Schicksale von Akteuren an den Fronten des Kalten Kriegs in Mitteleuropa von den 1940er bis zu den 1960er Jahren

Organisatoren
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam; in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung Graz und dem Deutschen Historischen Institut Moskau
PLZ
14467
Ort
Potsdam
Land
Deutschland
Vom - Bis
11.04.2022 - 12.04.2022
Von
Sebastian Nagel, Stasi-Unterlagen-Archiv, Bundesarchiv

Im Zentrum der von der Bundesstiftung Aufarbeitung und vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Fachtagung standen die „Akteure“, welche – wie es in der Einladung hieß - „in der vordersten Front des Kalten Krieges agierten und seinen Verlauf sowie seine Ergebnisse durch ihre eigenen Motivationen, Handlungsstrategien und -möglichkeiten wesentlich mitprägten“. Es sollte um die Spion:innen, Informant:innen und Kurier:innen gehen, die zwischen den 1940er- und 1960er-Jahren ihre geheimdienstliche Tätigkeit östlich des Eisernen Vorhangs mit langen Haftstrafen oder dem Tod bezahlten.

Von dieser Gefahr konnten sich die Teilnehmer:innen vor Tagungsbeginn bei einer Führung in der Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam einen Eindruck verschaffen. Besuchten sie doch das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr in Ostdeutschland, in dem neben sowjetischen Militärangehörigen und Zivilangestellten bis 1955 auch Deutsche zumeist unter dem Vorwurf der Spionage für westliche Geheimdienste inhaftiert waren. Nach den Entbehrungen und zum Teil Folterungen in der Untersuchungshaft wurden sie von sowjetischen Militärtribunalen zu langen Haftstrafen oder zum Tode verurteilt. Seit dem Jahr 2012 informiert eine Dauerausstellung über die Geschichte des Ortes.

In ihrer Begrüßung brachte Gastgeberin und Gedenkstättenleiterin INES REICH (Potsdam) die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Tagung neue Einsichten fördert. Sie stellte kurz die Ergebnisse der mehrjährigen Forschungsarbeit in der Gedenkstätte Leistikowstraße vor. Demnach waren viele Inhaftierte der sowjetischen „Kontrrazvedka“ in den 1940er- und 1950er-Jahren nachweislich an der Spionage gegen die sowjetischen Truppen in der SBZ und frühen DDR beteiligt. Vor diesem Hintergrund könne die Geschichte des Gefängnisses nicht bruchlos in eine Reihe mit der Geschichte stalinistischer Verfolgung in den 1930er-Jahren in der Sowjetunion gestellt werden. Eine bemerkenswerte Aussage, wenn man daran erinnert, dass in den zurückliegenden erinnerungspolitischen Kontroversen um die Gedenkstätte[1] meist von „angeblicher Spionage“[2] die Rede war und mitunter der Eindruck erweckt wurde, die Geschehnisse an diesem Ort seien allein Ausdruck stalinistischer Paranoia und Spionagehysterie. Die Auseinandersetzungen um die Geschichte des Ortes waren außerdem davon geprägt, Opfergedenken und historische Erkenntnis gegeneinander in Front zu bringen, statt beidem Raum zu geben.

ANDREAS HILGER (Moskau) betonte die Wichtigkeit kleiner Akteur:innen in der großen Politik und plädierte dafür sich einen multiperspektivischen Blick auf die Geschichte zu bewahren. ANNA KAMINSKY (Berlin) konstatierte in ihrer Begrüßung die gute Verankerung des NS-Widerstandes in der deutschen Erinnerungskultur. Dagegen gelte dies für die Erinnerung an den Widerstand gegen die kommunistische Herrschaft nur partiell, etwa mit Blick auf den Aufstand von 1953, den Prager Frühling 1968 oder das Wirken der DDR-Bürgerrechtsbewegung in den 1970er-/1980er-Jahren. Hingegen werde der Widerstand der 1940er- und 1950er-Jahre ausgeblendet. Schulen und Straßen würden nicht nach Widerständlern benannt. Es werde mit zweierlei Maß gemessen und man müsse „diese Geschichte von Spinnweben kommunistischer Propagandabilder befreien“. Die Konfliktparteien des Kalten Krieges dürften nicht in Äquidistanz betrachtet werden. Die Fehler des demokratischen Westens rechtfertigten keinesfalls eine Gleichsetzung mit dem kommunistischen System. Sie forderte Respekt für Menschen, die im Kampf gegen die kommunistische Diktatur Opfer brachten.

DIETER BACHER (Graz) würdigte stellvertretend für die wegen technischer Probleme nicht zugeschaltete BARBARA STELZL-MARX (Graz) den bereits seit 2014 bestehenden wissenschaftlichen Austausch zwischen dem Grazer Institut für Kriegsfolgenforschung und der Gedenkstätte Leistikowstraße. Spannend sei der Austausch besonders vor dem Hintergrund der Tatsache, dass das ehemalige sowjetische Untersuchungsgefängnis in Baden bei Wien bis heute kein vergleichbarer Gedenkort sei, obwohl doch mehr als 100 Österreicher dort inhaftiert und später hingerichtet worden seien.

WOLFGANG KRIEGER (Marburg) verortete zu Beginn des ersten Panels die Intelligence History in der Geschichte des Kalten Krieges. Die Disziplin entstand seit den 1970er-Jahren u.a. im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der von den Alliierten während des Zweiten Weltkrieges entschlüsselten deutschen Enigma-Funksprüche, der Freigabe von Akten des US-Militärgeheimdienstes Office of Strategic Services (OSS) und weiteren Geheimdienstakten nach dem US-amerikanischen Freedom of Information Act. Laut Krieger war der Kalte Krieg ein „heißer Krieg zwischen den Geheimdiensten“ im Ringen um Informationen über die Atombombenentwicklung, Präventivschlagabsichten und militärische Potentiale.

JULIA LANDAU (Weimar) berichtete von der schillernden Lebensgeschichte des Speziallager-Insassen Aleksandr Agafonov (1920-2009), der sich Spionagevorwürfen von sowjetischer Seite ausgesetzt sah. Anschließend schilderte die Filmregisseurin KATHARINA WYSS (Berlin) die gleichermaßen spannende wie mühsame Recherche für ein Filmprojekt über den Nachrichtenhändler Rudolf Rößler (1897-1958), wobei Wahrheit, Fiktion und Selbstmystifizierung von Geheimdienstlern offenbar nur schwer voneinander abzugrenzen waren.

Mit Alfred Pietruszka (1928-1954) und Henryk Koj (1928-1954) stellten WŁADYSŁAW BUŁHAK (Warschau) und PAWEŁ SKUBISZ (Szczecin) zwei der ca. 280 Spione der Organisation Gehlen in Polen vor. Beide rekrutierten Bekannte, Freunde und Familien zur geheimen Informationssammlung, wurden unzureichend ausgebildet und schon nach kurzer Zeit enttarnt, zum Tode verurteilt und von der volkspolnischen Justiz hingerichtet.

Am Beispiel des sowjetischen GRU-Offiziers Pëtr Popov (1923-1960) schilderte MATTHIAS UHL (Moskau) die US-amerikanischen Spionageoperationen Redcap und Redsox, die sich der Anwerbung sowjetischer Überläufer:innen bzw. der Einschleusung von Agent:innen in den sowjetischen Machtbereich widmeten. Letzteres war nach Aussage Uhls in der Regel erfolglos.

HELMUT MÜLLER-ENBERGS (Berlin) stellte klar, dass sowohl die Nachrichtendienste der Bundesrepublik als auch der DDR in der Nachkriegszeit in engen Abhängigkeitsverhältnissen zu den jeweiligen Diensten der Großmächte USA, Großbritannien, Frankreich und UdSSR standen und belegte dies anschaulich am Beispiel des Berliner Landesamtes für Verfassungsschutz. Die Spionage des MfS in der Bundesrepublik bezeichnete Müller-Enbergs als erfolgreich, die auf alte braune Netzwerke gestützte westliche Spionage im Osten flog dagegen vielfach auf. Außerdem beschrieb er das „Menetekel der deutschen Geheimdienstgeschichtsschreibung“: Informationen aus der Provenienz befreundeter Nachrichtendienste aus den USA, Frankreich und anderen Staaten dürfen nicht unautorisiert veröffentlicht oder aus ihnen zitiert werden. Oft widersprechen diese Dienste bis heute der Nutzung.

PROKOP TOMEK (Prag) erläuterte die spezifische Entwicklung des tschechoslowakischen Geheimdienstes nach 1945, die sich in Abwesenheit sowjetischer Truppen im Land vollzog. Die Sowjetisierung der Dienste und Ausbootung nicht-kommunistischer Kräfte war deshalb erst 1953 abgeschlossen. Zur Zäsur verbunden mit geringerer Leistungsfähigkeit des Geheimdienstes wegen danach abnehmender Fach- und Fremdsprachenkompetenz wurde der Einmarsch sowjetischer Truppen im Zusammenhang mit der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968.

Den zweiten Konferenztag eröffnete INES REICH (Potsdam) mit einer Fallstudie zu einem Spionagenetzwerk der Organisation Gehlen in Ostdeutschland, dessen Mitglieder in der Familie sowie unter Freunden und Kriegskameraden rekrutiert wurden. Sie zählte monetäre Beweggründe als auch eine tradierte „antibolschewistische Einstellung“ zu den Motiven der Akteure.

BODO HECHELHAMMER (Berlin) suchte in seinen Ausführungen nach Motiven für den Verrat des hochrangigen BND-Mitarbeiters und KGB-Agenten Heinz Felfe (1918-2008) und bescheinigte ihm, weniger aus Geld- und Gewinnsucht denn aus (wechselnder) Loyalität gegenüber seinen Auftraggebern gehandelt zu haben. Er sei ein „Chamäleon ohne moralischen Kompass“ gewesen.

SIEGFRIED BEER (Graz) widmete sich dem tschechoslowakischen Geheimdienstoffizier Ladislav Bittman (1931-2018), der 1968 in den Westen flüchtete und in den USA danach intensiv befragt worden ist.

In der folgenden Diskussion um die Motive für geheimdienstliche Tätigkeit und Verrat dominierten die unter der MICE-Formel zusammengefassten Begriffe: Money (Geld), Ideology (Ideologie), Coercion/Compromise (Zwang/Kompromat) und Ego (Selbstbestätigung).

Danach blickte zunächst PHILIPP LESIAK (Graz) auf Gendarmen, Grenzwächter und Zivilisten, die an der tschechoslowakisch-österreichischen Grenze sowohl aus materiellen Beweggründen als auch oft wegen familiärer Bindungen in die ČSSR (Ausreiseofferte für Angehörige) in die Zusammenarbeit mit dem Prager Geheimdienst einwilligten. Anschließend resümierte PAUL MADDRELL (Loughborough) die westlichen Spionageerfolge in der DDR: Die Zeit von ca. 1949 bis etwa 1965 sei eine Zeit mäßigen Erfolgs gewesen, während danach bis zum Ende der kommunistischen Herrschaft durch massive Überwachung die HUMINT, d.h. die Informationsbeschaffung durch menschliche Quellen, nahezu ausgeschaltet worden sei. ENRICO HEITZER (Oranienburg) stellte eine idealtypische Unterteilung der V-Männer der antikommunistischen Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) in „Militante“, „Idealisten“ und „Informanten“ zur Diskussion und unternahm damit einen Versuch, von der Deskription zu strukturierter Analyse zu gelangen.

MAGDOLNA BARÁTH (Budapest) zeigte, wie die Emigrantenorganisation „Kameradenvereinigung der Ungarischen Kämpfer“ (MHBK) in Österreich und Ungarn für westliche Dienste Spionage und Spionageabwehr betrieb und von der ungarischen Staatssicherheit energisch bekämpft wurde. Ehemalige Kriegsgefangene, Flüchtlinge und Displaced Persons waren im Österreich der Nachkriegszeit begehrte Ziele von Befragungen und Agentenrekrutierungen westlicher Dienste, wie DIETER BACHER (Graz) erläuterte. PAVEL POLIAN (Freiburg) traf mit seinem Vortrag über die geheimdienstliche Überprüfung der sowjetischen Repatriant:innen und die Repressalien gegen sie auf Interesse, da die Gedenkstätten Sachsenhausen, Ravensbrück als auch Brandenburg/Görden Standorte früherer Repatriierungslager sind, über die nach wie vor relativ wenig bekannt ist.

In der abschließenden Podiumsdiskussion, deren Publikum leider weitgehend auf die Konferenzteilnehmenden beschränkt blieb, brachten RAINER VON ZUR MÜHLEN (Bonn) und JOCHEN FIEDLER (Bamberg) mit dem persönlichen Blick auf ihre Väter, KgU-Führungsmitglied Heinrich von zur Mühlen (1908-1994) und damals in Potsdam inhaftierter Spion Siegfried Fiedler (1922-2019), eine neue Perspektive ein. Sowohl der Zweite Weltkrieg als auch die folgende Ost-West-Systemauseinandersetzung wirkten stark bis in die Familien hinein.

ARMIN WAGNER (Potsdam) konstatierte zusammenfassend, dass mit der Konzentration auf Personen und Fallstudien im Bereich der HUMINT sowohl die Open-Source- als auch die Technical Intelligence zu wenig Beachtung erfahren. Es werde zu wenig von den Fallstudien abstrahiert und kaum die politischen Folgen von „Intelligence“ betrachtet. DIETER BACHER (Graz) wies nochmals auf die Schieflage des Forschungsstandes angesichts noch gesperrter Akten hin (in Ost wie West).

AXEL DRECOLL (Oranienburg) resümierte mit Blick auf den erinnerungskulturellen Streit in der Potsdamer Leistikowstraße, dass von der Geschichtswissenschaft oft normative Eindeutigkeit erwartet würde, die aber an ihre Grenzen stoße, wenn beispielsweise ein Opfer des Stalinismus zuvor Einsatzgruppenmitglied gewesen sei. Auch müsse mit der Gleichsetzung mit dem Nationalsozialismus Schluss sein. Gastgeberin INES REICH brach in ihrem Schlusswort eine Lanze für die weitere wissenschaftliche Erforschung des Haftortes, für die Beachtung des Beutelsbacher Konsens und mahnte, nicht nach „guten und schlechten Opfern“ zu trennen.

Nach langer pandemiebedingter Abstinenz tat der wissenschaftliche Austausch vor Ort erkennbar gut. Forschungsergebnisse zur noch keineswegs auserzählten Geheimdienstgeschichte des Kalten Krieges wechselten sich mit Beispielen menschlichen Leids ab, die diese Geschichte verursachten. Erfrischend auch, dass die meisten Teilnehmenden die „vergangenheitspolitischen Schlachten“ hinter sich gelassen haben, die Daniel Siemens unlängst treffend beschrieben hat: „In den 1990er und frühen 2000er Jahren standen vor allem die Demaskierung der ‚SED-Diktatur‘ und der Kampf zwischen vermeintlich klar zu unterscheidenden ‚Opfern‘ und ‚Tätern‘ im Mittelpunkt der öffentlichen Auseinandersetzung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund erstrahlte die Bundesrepublik als Hort von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit umso heller. Diese gewissermaßen mit Schwert und Holzhammer ausgetragenen vergangenheitspolitischen Schlachten sind vorbei; die Folgen aber wirken nach.“[3]

Konferenzübersicht:

Begrüßung
Ines Reich (Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam), Andreas Hilger (Deutsches Historisches Institut Moskau), Anna Kaminsky (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Dieter Bacher (Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung)

Panel I: Geheimdienste im Kalten Krieg. Rahmen und Erinnerungskulturen
Moderation: Christoph Meißner (Museum Berlin-Karlshorst)

Wolfgang Krieger (Philipps-Universität Marburg): Intelligence History und Geschichte des Kalten Kriegs

Julia Landau (Gedenkstätte Buchenwald), Die Narrative der Zeitzeugen

Katharina Wyss, Fiktionen in Literatur und Film

Panel II: „Schlachtfelder“ und Operationen, Teil 1
Moderation: Dieter Bacher

Matthias Uhl (Deutsches Historisches Institut Moskau), US-amerikanische Tätigkeiten: „Redsox“ und weitere Operationen

Władysław Bułhak/Paweł Skubisz (Institut für Nationales Gedenken, Szczecin/Warschau), Westliche Spionage in Polen – Alfred Pietruszka und Henryk Koj

Panel II: „Schlachtfelder“ und Operationen, Teil 2
Moderation: Rüdiger Bergien (Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Berlin)

Helmut Müller-Enbergs, Deutsch-deutscher Nachrichtendienstkrieg und das Beispiel Wilhelm Zaisser (1893-1958)

Prokop Tomek (Militärhistorisches Institut Prag), Geheimdienste der ČSSR im Kalten Krieg

Panel III: Motive und Zwänge nachrichtendienstlicher Tätigkeit – Agenten in fremder und/oder eigener Sache, Teil 1
Moderation: Dieter Bacher

Ines Reich, „Die Panne Penzel“: V-Leute der Organisation Gehlen in den Fängen der sowjetischen Spionageabwehr

Bodo Hechelhammer, Der Fall des Doppelagenten Heinz Felfe

Siegfried Beer, Spion, Gelehrter und Künstler: Die drei Karrieren des Ladislav Bittman

Panel III: Motive und Zwänge nachrichtendienstlicher Tätigkeit – Agenten in fremder und/oder eigener Sache, Teil 2
Moderation: Ines Reich

Philipp Lesiak (Ludwig Boltzmann Institut Graz), Österreicher und die tschechoslowakischen Dienste

Paul Maddrell (Loughborough University), Motive, Spionage und Schicksale der Spione westlicher Geheimdienste in der DDR während des Kalten Krieges

Enrico Heitzer (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen), Die V-Männer der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit

Panel IV: Geteilte Loyalitäten? Emigration, Remigration und Geheimdienste
Moderation: Gerhard Sälter (Gedenkstätte Berliner Mauer)

Magdolna Baráth (Historisches Archiv der Staatssicherheitsdienste Ungarns), Die Emigrantenorganisation „Kameradenvereinigung der ungarischen Kämpfer“

Dieter Bacher, Migration und Nachrichtendienste im Österreich des frühen Kalten Krieges

Pavel Polian, Jagd nach Spionen: Repatriierung und Filtration

Podiumsdiskussion: Motive, Spielräume und Schicksale von Akteuren an den Fronten des Kalten Kriegs in Mitteleuropa von den 1940er bis zu den 1960er Jahren
Moderation: Armin Wagner (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Potsdam)

Jochen Fiedler, Rainer von zur Mühlen, Thomas Wegener Friis (Syddansk Universitet Odense/Europa-Universität Flensburg), Dieter Bacher, Axel Drecoll (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Oranienburg)

Anmerkungen:
[1] Vgl. Wolfgang Benz (Hrsg.): Ein Kampf um Deutungshoheit. Politik, Opferinteressen und historische Forschung. Die Auseinandersetzungen um die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam, Berlin 2013.
[2] So auch die Pressemitteilung 115 der Bundesregierung vom 18.4.2012: (https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/kulturstaatsminister-bernd-neumann-eroeffnet-gedenkstaette-leistikowstrasse-in-potsdam-388790), abgerufen am 1.6.2022.
[3] Daniel Siemens: Hinter der Weltbühne. Hermann Budzislawski und das 20. Jahrhundert, Berlin 2022, S. 14f.

Redaktion
Veröffentlicht am
08.09.2022
Klassifikation
Region(en)
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprache(n) der Konferenz
Deutsch
Sprache des Berichts