Zeitungsöffentlichkeit im 17. Jahrhundert – ein neues Medium und seine Folgen

Ort
Wolfenbüttel
Veranstalter
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel; Institut für Deutsche Presseforschung an der Universität Bremen; Gesellschaft für Deutsche Presseforschung zu Bremen e.V.
Datum
06.10.2009 - 08.10.2009
Von
Jorun Poettering, Hamburg

Vor fast genau zwei Jahren wurde auf einer Tagung anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des Bremer Instituts für Deutsche Presseforschung das breite Spektrum der historischen Presseforschung vorgestellt.[1] Die diesjährige Folgeveranstaltung mit dem Titel „Zeitungsöffentlichkeit im 17. Jahrhundert – ein neues Medium und seine Folgen“ fand vom 6. bis 8. Oktober 2009 unter der Leitung von Holger Böning (Bremen) und Volker Bauer (Wolfenbüttel) in Wolfenbüttel statt. Die ursprüngliche Zielsetzung der Tagung bestand in der Erörterung der Frage, welche Rolle der Zeitung im Mediensystem des Untersuchungszeitraums zukam und ob ihr Einfluss auf die kulturelle Praxis groß genug war, um von einer frühneuzeitlichen Zeitungsöffentlichkeit sprechen zu können.

Bedauerlicherweise wurde die Frage nach der Zeitungsöffentlichkeit nur in wenigen Vorträgen aufgenommen. Fast 50 Jahre nach dem Erscheinen von Jürgen Habermas’ Habilitationsschrift „Strukturwandel und Öffentlichkeit“ (1962), welche die Herausbildung einer bürgerlichen Öffentlichkeit mit der seit den 1690er-Jahren entstehenden englischen Zeitungs- und Kaffeehauskultur in Verbindung gebracht hatte, scheint nicht allein das Bild vom tiefen Einschnitt, den die Aufklärung für die Entwicklung der europäischen Gesellschaft bedeutet habe, überwunden, sondern offenbar auch die Relevanz der Öffentlichkeitsdebatte in der fachspezifischen Wahrnehmung erheblich zurück gegangen zu sein. Zumindest deutete Franz Mauelshagen die verhaltene Behandlung des eigentlichen Tagungsthemas als Zeichen dafür, dass wir mit dem Öffentlichkeitsbegriff heute nicht mehr viel anzufangen wüssten. Damit fand er seine bereits an anderer Stelle geäußerte Einschätzung bestätigt, nach der sich die historische Forschung zur Geschichte der Öffentlichkeit in einer Krise befände.[2] Nicht selten wird in der historischen Presseforschung der Öffentlichkeitsbegriff jedoch nicht in der genannten, in der Aufklärung wurzelnden Bedeutung verstanden, sondern schlicht mit Leserschaft gleichgesetzt. Gleich zu Beginn stellte MARTIN WELKE (Mainz) dazu einen Katalog von grundlegenden Fragen auf, die von der Forschung bislang nicht beantwortet worden seien, die allerdings im Rahmen dieser Tagung ebenfalls nur am Rande berührt wurden: Fragen nach Größe und Zusammensetzung der Leserschaften von Zeitungen, nach Preisen, nach der Rezeption in den verschiedenen sozialen Schichten, nach dem jeweiligen Vorwissen und nach den von den Redakteuren in Bezug auf die Leserschaft verfolgten Absichten. Der vorliegende Bericht konzentriert sich auf die Vorstellung der Tagungsergebnisse zu vier mit dem Begriff der Zeitungsöffentlichkeit in seiner weiteren Bedeutung assoziierten Aspekten und möchte zugleich auf das Potenzial der Presseforschung für andere Teilgebiete der Geschichtswissenschaft aufmerksam machen.

Die Frage der Zugänglichkeit von Zeitungen wurde in dem Vortrag von HEIKO DROSTE (Stockholm) problematisiert. Seinen Untersuchungsgegenstand bildeten die so genannten „geschriebenen Zeitungen“, die genau wie die gedruckten Zeitungen durch regelmäßiges Erscheinen, zeitnahe Berichterstattung und inhaltliche Vielfalt gekennzeichnet gewesen seien, aber im Gegensatz zu diesen von Hand geschrieben wurden. Dabei handelte es sich keineswegs nur um ein Vorgängermedium gedruckter Zeitungen, vielmehr seien sie bis weit ins 18. Jahrhundert parallel zu den gedruckten Zeitungen gebräuchlich gewesen. Während die bekanntesten geschriebenen Zeitungen, die Fugger-Zeitungen, nicht öffentlich zugänglich gewesen seien und es sich daher bei diesen streng genommen nicht um Zeitungen gehandelt habe, seien viele andere theoretisch für jeden Interessenten käuflich erwerbbar gewesen – wenn auch zu einem erheblich höheren Preis als die gedruckten Zeitungen. Insofern relativiere sich die Bedeutung der ersten gedruckten Zeitungen. Wie Martin Welke in seinem Vortrag zeigte, waren andererseits auch gedruckte Zeitungen nicht unbedingt öffentlich zugänglich. Dies trifft nach seiner Darlegung insbesondere auf den „Wolfenbütteler Aviso“ zu, dessen 400. Geburtstag Anlass für die Ausrichtung der Tagung war. Da der Aviso auch die Kriterien der Aktualität, Periodizität und Universalität nur ungenügend erfüllt habe, sprach Welke ihm den Status einer Zeitung im Grunde ganz ab. Im Gegensatz zum Aviso habe die wenige Jahre ältere Straßburger „Relation“ alle definierenden Eigenschaften einer Zeitung erfüllt, insbesondere die der öffentlichen Zugänglichkeit. Franz Mauelshagen wies in seinem Vortrag jedoch darauf hin, dass der Verleger der „Relation“ keineswegs beabsichtigt habe, eine „öffentliche Sphäre“ zu schaffen. Im Gegenteil habe er sich an den Rat seiner Heimatstadt gewandt, um seine Zeitung durch ein Privileg vor Nachahmung schützen zu lassen. Zweifellos seien seine Motive dafür rein ökonomischer und nicht politischer Art gewesen, doch sei auch dem Rat, der den Antrag ablehnte, das Potenzial der Erfindung für die Generierung einer (politischen) Öffentlichkeit sicherlich nicht bewusst gewesen.

Mit der Frage nach der Leserschaft beschäftigte sich MARINA STALLJOHANN (Osnabrück) in ihrem Vortrag über die Frankfurter Messrelationen. Messrelationen erschienen anlässlich von Messen in halbjährlichem Abstand als Druckschriften und umfassten jeweils rund 100 Seiten. Ebenso wie bei Tages- und Wochenzeitungen habe ihre inhaltliche Schwerpunktsetzung bei politischen und militärischen Themen gelegen, die auf eine Leserschaft unter den universitär gebildeten städtischen Führungsschichten und staatlichen Funktionseliten schließen ließe. Stalljohann ging jedoch der Frage nach, inwieweit die Relationen auch den spezifischen Nachrichtenbedarf von Kaufleuten decken konnten. Obwohl sie zahlreiche wirtschaftliche Informationen in den Relationen fand, vor allem im Zusammenhang mit Kriegs- und Friedensnachrichten sowie Unglücks- und Erfolgsmeldungen, aber auch den spanischen, niederländischen und britischen Kolonialhandel betreffend, wurde die Nutzbarkeit dieser Informationen in der sich dem Vortrag anschließenden Diskussion bezweifelt. Zu schwer wog das Argument der durch die halbjährliche Erscheinungsweise bedingten mangelnden Aktualität. Zwar tauchte in der Tagungsdiskussion die Behauptung auf, dass in den deutschsprachigen Tageszeitungen des 17. Jahrhunderts eine auf die Bedürfnisse der Kaufmannschaft ausgerichtete Wirtschaftsberichterstattung stattgefunden habe, doch darf dies bei Kenntnis der zeitgenössischen auswärtigen, insbesondere holländischen Presse stark bezweifelt werden. Hermann Bode stellte bereits in seiner 1908 erschienen Dissertation fest, dass eine regelmäßige wirtschaftliche Berichterstattung in Europa zuerst von der holländischen Presse gepflegt wurde, den Lesern der deutschen Zeitungen dagegen an Handelsnachrichten meist nichts gelegen habe.[3] Es ist in der Tat zu bezweifeln, dass aus der deutschsprachigen Presse Ergebnisse gewonnen werden könnten, die auch nur annähernd vergleichbar wären mit denen aus Michel Morineaus „Incroyables gazettes et fabuleux métaux“, das bekanntermaßen die Arbeiten zur globalen Wirtschaftsgeschichte bis hin zum Werk Pierre Chaunus in Frage stellte.[4] Eine übergreifende Untersuchung der Wirtschaftsberichtserstattung in den europäischen Medien und die Erklärung ihrer regionalen Unterschiede steht noch aus.[5]

Doch es wäre einfältig, ausschließlich von der praktischen Verwendbarkeit der in den Zeitungen vermittelten Informationen auf ihre Leserschaft schließen zu wollen. Zeitungen und die ihr verwandten Medien dienten jenseits aller utilitaristischen und politischen Zuschreibungen auch der Lust im Sinne von Caspar Stielers „Zeitungs Lust und Nutz“ (1695), also der Unterhaltung und Horizonterweiterung ihrer Leser. GERHILD SCHOLZ WILLIAMS (St. Louis) stellte in diesem Zusammenhang zwei historische Persönlichkeiten aus den Geschichtsromanen von Eberhard Happel (1647-1690) vor: Emmerich (Imre) Töckely (1659-1705) und Friedrich von Schomberg (1616-1690). Der als Berufsschriftsteller tätige Happel kombinierte in seinen Romanen Informationen aus verschiedenen Druckschriften, insbesondere aus Zeitungen, mit fiktionalen Elementen. Töckely wie auch Schomberg hatten in der periodischen Presse des letzten Viertels des 17. Jahrhunderts eine Prominenz gewonnen, die Williams mit der heutiger Medienstars verglich. Sowohl der rebellische und charismatische ungarische Graf Töckely als auch der unerschrockene Herzog Schomberg seien Akteure europäischer Dimension gewesen, die kulturelle, geographische und politische Grenzen, im Falle Töckelys auch die Grenzen politischer Loyalitäten, mühelos überschritten hätten. Sie verkörperten zwei gegensätzliche Typen des Barock: Schomberg den transnationalen europäischen Heerführer und leidenschaftlichen Calvinisten, Töckely den Helden eines entstehenden ungarischen Nationalbewusstseins, das der ottomanisch-muslimischen Herrschaft ebenso wie der habsburgisch-katholischen gegenüberstand. In Happels Romanen hätten die Leser die ihnen aus den Zeitungen bekannten Persönlichkeiten als Individuen erfahren, die mit ähnlichen Herausforderungen des Alltags zu kämpfen gehabt hätten, wie sie selbst. Zugleich seien sie aber auch mit kritischen oder widersprüchlichen Zügen ihrer Stars und deren politischen und militärischen Taten vertraut geworden, ohne dass der Autor den direkten Eindruck vermittelt hätte, ein persönliches Urteil gefällt zu haben. Als Literaturwissenschaftlerin war Williams vor allem an der Bedeutung der Zeitungen für die Entstehung des Romans als literarischer Gattung interessiert und zog keine explizite Verbindung zur Öffentlichkeitsdebatte. Happel und sein durch die Zeitungslektüre vorgebildetes, aber auch von eigenen Vorstellungen und Vorlieben geleitetes Publikum waren jedoch an der Konstruktion öffentlicher Persönlichkeiten und damit auch eines öffentlichen Raumes unmittelbar beteiligt. Die Transnationalität der Figuren sowie die Übersetzungen der Romane in andere Sprachen legen die Postulierung eines öffentlichen Raumes europäischer Dimension nahe.

FRANZ MAUELSHAGEN (Essen) war der einzige Teilnehmer, der sich eindeutig zur klassischen Öffentlichkeitsdefinition im Sinne aufklärerischen Verständnisses bekannte. Er lenkte in seinem Vortrag die Aufmerksamkeit auf den Zusammenhang zwischen Anonymität des Publizierens und Entstehung von Öffentlichkeit. Während in anderen literarischen Gattungen die Idee der Autorschaft eng mit Vorstellungen von Innovation und Urheberschaft verknüpft wäre, hätte bei Nachrichten, die sich oft durch anonyme Autorschaft auswiesen, die wesensbestimmende Neuigkeit kaum etwas mit Originalität zu tun gehabt. Vielmehr hätten Schreiber sie kopiert und weiterverbreitet ohne Nennung der Person, die sie zuerst in schriftliche Form gegossen hätte. Die Akzeptanz der Anonymität bei Nachrichtentexten habe im Gegensatz zu den Konventionen des handschriftlichen Nachrichtenaustausches gestanden, bei dem Anonymität die Glaubwürdigkeit einer Nachricht diskreditiert hätte. Als Verbergungsstrategie habe Anonymität Schutz für die freie Meinungsäußerung bedeuten können, um die Zensur und Okkupation des Nachrichtenmarktes durch die fürstliche Selbstrepräsentation zu umgehen. In der Aufklärung sei die vormals diskreditierende Wirkung von Anonymität schließlich durch die Vorstellung Objektivität ersetzt worden. Mauelshagen schlug daher vor, Anonymität als einen Archetypus für die Aufklärungsidee der Öffentlichkeit zu verstehen, im Sinne einer unabhängigen, unparteiischen und rationalen (von der Präsenz einer Autorität absehenden) Form der Meinungsäußerung. Der Anonymität der Autorschaft stellte er die Anonymität „der Masse“ als Adressaten der Publikationen zur Seite. Bei Mauelshagens Ausführungen handelte es sich um skizzenhafte Überlegungen, die er im Rahmen eines umfangreicheren Forschungsvorhabens zu substantiieren beabsichtigt. Entgegen seiner oben erwähnten Verlautbarung scheint die historische Öffentlichkeitsforschung also selbst für ihn noch keineswegs ihr Ende gefunden zu haben.

Die meisten Vorträge, die sich nicht mit der Zeitungsöffentlichkeit befassten, kreisten um diverse Nachbarmedien der Zeitung: neben den bereits erwähnten geschriebenen Zeitungen, Messrelationen und Geschichtsromanen waren dies Flugschriften, Zeitschriften, Schreibkalender, serielle Chroniken, Zeitungsextrakte und Zeitungslexika. Wurden sie einerseits immer wieder voneinander geschieden, zu Gattung, Typ, Form oder gar „funktioneller Gruppe“ erklärt, in ihrer historischen Besonderheit beschrieben und in ihrer erstmaligen Erscheinung identifiziert, war andererseits eine Tendenz zur Beschränkung solcher Klassifizierungen erkennbar. Insbesondere DANIEL BELLINGRADT (Berlin) und FLEMMING SCHOCK (Augsburg) betonten in ihren Vorträgen die Verflechtungen und fließenden Übergänge zwischen den Medien, ihre Permeabilität und Hybridität, ihre Intermedialität und Intertextualität. Die Medien hätten sich ergänzt und aufeinander aufgebaut, ältere Texte seien „recycelt“ und in neuen Zusammenstellungen arrangiert und kompiliert worden. Zur Behebung eines zunehmenden „information overload“ seien immer wieder neue Texte und Formen entstanden, die ihn letztendlich jedoch weiter verstärkten. Insgesamt stellte sich die Medienentwicklung des 17. Jahrhunderts als ein kontinuierlicher Prozess der Optimierung und Rückkopplung dar.

Genauso vielfältig wie die behandelten Themen war auch die Zusammensetzung der Teilnehmerrunde, die Historiker, Literatur- und Kommunikationswissenschaftler ebenso einschloss wie interessierte Laien und Sammler. Dies führte zu ungewöhnlich engagierten und fachkundigen Diskussionen. Dennoch wäre eine stärkere Fokussierung auf die Leitfrage wünschenswert gewesen, zumal ein Überblick über das aktuelle Forschungspanorama bereits auf der vorangegangenen Tagung gegeben worden war. Für die Zukunft wäre zudem eine Ausweitung der Forschungsperspektive über den deutschsprachigen Raum hinaus begrüßenswert. Eine überregionale Verortung der frühneuzeitlichen Presseerscheinungen würde für die deutsche Forschung eine erhebliche Horizonterweiterung bedeuten und zu fruchtbaren neuen Fragestellungen führen.

Konferenzübersicht:

Holger Böning (Bremen), Volker Bauer (Wolfenbüttel): Einführung

Sektion I: Die ersten Zeitungen und die Vorgängermedien

Martin Welke (Mainz): Das Desinteresse an den pressehistorischen Realien. Zur Überschätzung des Wolfenbütteler Aviso

Heiko Droste (Stockholm): Das Verhältnis der Zeitungen zum Vorgängermedium handgeschriebene Zeitungen

Daniel Bellingradt (Berlin): Zeitungen und ihr Verhältnis zur Flugpublizistik

Wolfgang Behringer (Saarbrücken): Das Verhältnis von Post und Zeitung: Der Wolfenbütteler Aviso und seine Infrastruktur

Franz Mauelshagen (Essen): Anonymität und Öffentlichkeit im Wandel der „neuen Zeitung“ zum periodischen Medium (16./17. Jh.)

Sektion II: Die Zeitungen im 17. Jahrhundert: Nachrichtenbeschaffung, Nachrichtenzentren und politische Institutionen

Klaus-Dieter Herbst (Jena): Kalender und Zeitungen

Marina Stalljohann (Osnabrück): Messen als Nachrichtenzentren im 17. Jahrhundert und die gedruckte Zeitung

Susanne Friedrich (München): Periodische Zeitungen und der Immerwährende Reichstag

Anuschka Tischer (Marburg): Obrigkeitliche Instrumentalisierung der Zeitung im 17. Jahrhundert: Die Gazette de France und die französische Außenpolitik

Sektion III: Zeitungen und die Entstehung eines neuen Mediensystems im 17. Jahrhundert

Sonja Schultheiß-Heinz (Bayreuth): Zum Verhältnis von serieller Chronik und Zeitungswesen

Esther-Beate Körber (Berlin/Bremen): Entstehung und Rolle von Zeitungsextrakten

Gerhild Scholz Williams (St. Louis): Zum Verhältnis von Roman und Zeitung: Happels Geschichtsromane

Sektion IV: Zeitung und Wissensordnung

Flemming Schock (Augsburg): Die Zeitung und ihre Bedeutung für die Entstehung
populärwissenschaftlicher Zeitschriften

Peter Albrecht (Braunschweig): Zeitung und Zeitungslexika

Christian Meierhofer (Bremen): Wissensorganisation und Zeitung im 17. Jahrhundert

Anmerkungen:
[1] Vgl. Daniel Bellingradt, Presse und Geschichte. Leistungen und Perspektiven der historischen Presseforschung. Ein kommentierter Tagungsbericht, in: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 10 (2008), S. 134-149.
[2] Franz Mauelshagen, Öffentlichkeit und Vernetzung in Forschungen zur Vormoderne (Mittelalter und Frühe Neuzeit), in: Luisa Rubini Messerli / Alexander Schwarz (Hrsg.), Stimmen, Texte und Bilder zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit, Bern 2009, S. 237-267. Ganz anders hatte Carl Hoffmann dies noch vor zehn Jahren gesehen, als er „erste Ansätze“ für „eine notwendige Neubewertung des Phänomens Öffentlichkeit in der Vormoderne“ zu erkennen glaubte und einen „erhebliche[n] methodische[n] und Erkenntnisfortschritt“ prognostizierte. Carl A. Hoffmann, „Öffentlichkeit“ und „Kommunikation“ in den Forschungen zur Vormoderne. Eine Skizze, in: Carl A. Hoffmann / Rolf Kießling (Hrsg.), Kommunikation und Region, Konstanz 2001, S. 69-110, hier S. 108.
[3] Hermann Bode, Die Anfänge wirtschaftlicher Berichterstattung in der Presse. Eine volkswirtschaftliche Studie als Beitrag zur Geschichte des Zeitungswesens, Pforzheim 1908, S. 22-23.
[4] Michel Morineau, Incroyables gazettes et fabuleux métaux. Les retours des trésors américains d'après les gazettes hollandaises (16e-18e siècles), London 1985.
[5] Eine spezielle Art der Wirtschaftsberichtserstattung wird übergreifend untersucht in John J. McCusker / Cora Gravesteijn, The beginnings of commercial and financial journalism. The commodity price currents, exchange rate currents, and money currents of early modern Europe, Amsterdam 1991.

Zitation
Tagungsbericht: Zeitungsöffentlichkeit im 17. Jahrhundert – ein neues Medium und seine Folgen, 06.10.2009 – 08.10.2009 Wolfenbüttel, in: H-Soz-Kult, 06.11.2009, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2838>.
Redaktion
Veröffentlicht am
06.11.2009