Voices of Freedom – Western Interference? 60 Years of Radio Free Europe in Munich and Prague

Ort
München
Veranstalter
Collegium Carolinum, München; Tschechisches Zentrum, München; Institut für die Erforschung totalitärer Regime, Prag
Datum
28.04.2011 - 30.04.2011
Von
Julia Metger, Osteuropa Institut, Freie Universität Berlin

Vor sechzig Jahren nahm der Rundfunksender Radio Free Europe (RFE) mit einer Nachrichtensendung der tschechoslowakischen Abteilung seinen regelmäßigen Betrieb in München auf. Aus diesem Anlass organisierten das Collegium Carolinum (München), das Tschechische Zentrum (München) und das Institut für die Erforschung totalitärer Regime (Prag) die Konferenz „Voices of Freedom – Western Interference? 60 Years of Radio Free Europe in Munich and Prague”, die vom 28. bis 30. April 2011 an der Universität München stattfand. Die übergreifende Frage war die nach der Rolle von RFE im Kalten Krieg, gehörte der Sender unter den blockübergreifend ausgerichteten Radioanstalten doch zu den am stärksten polarisierenden. Welche Ziele verfolgte RFE, und wie wurden diese umgesetzt? Inwiefern trug der Sender zum Informations- und Wissensaustausch zwischen Ost und West bei?

Die politische Bedeutung des Senders und die Relevanz, die die heutige (Außen-)Politik ähnlichen Unternehmungen in der Gegenwart beimisst, kam u. a. darin zum Ausdruck, dass der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernahmen. Sie war auch bei dem öffentlichen Podiumsgespräch zum Thema „Auslandsfunk heute“ im Amerika-Haus evident, bei dem der frühere RFE-Redakteur und heutige estnische Präsident TOOMAS HENDRIK ILVES, der amerikanische Generalkonsul CONRAD R. TRIBBLE, der Politik- und Medienwissenschaftler Hans J. Kleinsteuber (Universität Hamburg), ABBAS DJAVADI, der Associate Director of Broadcasting von RFE/RL in Prag, sowie INGO MANNTEUFEL von der Deutschen Welle miteinander diskutierten. Bereits in den Grußworten und in den Beiträgen auf der ersten Podiumsdiskussion wurde das Spannungsverhältnis zwischen politischer Wertschätzung, wissenschaftlicher Analyse und Zeitzeugenperspektiven deutlich, das die gesamte Konferenz durchziehen sollte.

Neben diesen Debatten zur heutigen Außen- und Kulturpolitik lag ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz auf Podiumsgesprächen mit ehemaligen Beteiligten. Neben ihrem Fachwissen übermittelten sie dem akademischen Publikum einen Eindruck der intensiven und emotionalen Erfahrungen, die sie mit RFE verbanden. Unter der Moderation von ZUZANA JÜRGENS (München) schilderten die ehemaligen RFE-Mitarbeiter GÉZA EKECS (München), ANNELI UTE GABANYI (Berlin), JENNY GEORGIEV-KEISER (München), AGNES KALINA (München) und WIESLAW WAWRZYNIAK (Berlin) von der Forschungs- bzw. den verschiedenen Abteilungen Arbeitsabläufe, interne Spannungen zwischen den einzelnen Abteilungen und der RFE-Leitung sowie persönliche Lebenswege und Erinnerungen. Es wurde deutlich, dass die Mitarbeiter sich, unabhängig von ihrer Herkunft aus Ost oder West, stark mit ihrer Tätigkeit („Es war nicht nur ein Job, sondern ein Lebensstil“), nicht unbedingt jedoch mit der Leitung von RFE identifizierten. Die zweite Runde thematisierte die Wahrnehmung von außen. Unter der Moderation von PETR BROD (Prag) diskutierten die Zeitzeugen LUDMIL JANEV (langjähriger Hörer von RFE, Augsburg), WLAD MINKIEWICZ (Journalist, München), PETR POSPÍCHAL (Unterzeichner der Charta 77 und Mitbegründer des Bürgerforums, Prag), GYÖRGY VARGA (Übersetzer und früherer RFE-Korrespondet, Budapest) und MARTIN K. BACHSTEIN (ehem. Co-Director of Broadcast Analysis Department und weitere leitende Positionen bei RFE, Pöcking) miteinander. Die Teilnehmer, die damals im östlichen Teil Europas lebten, beschrieben, wie sie RFE und die anderen Sender hörten und die Nachrichten diskutierten und wie insbesondere Musiksendungen ihr Interesse weckten. Einhellig bestätigten sie, dass das Radio ihren geistigen Horizont erweitert hat. Bachstein ergänzte den Blick auf die westdeutsche Öffentlichkeit. Diese habe wegen anhaltender Ressentiments gegenüber Osteuropa zu großen Teilen eine skeptische Haltung zu RFE eingenommen. Die Podiumsgespräche zeugten von einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit RFE und einem engen Verhältnis untereinander, wobei jedoch die Beziehungen zwischen osteuropäischen Mitarbeitern und amerikanischem Management unklar und die Frage nach dem Einfluss der verschiedenen Geheimdienste weiterhin offen blieb.

Die von den Zeitzeugen angesprochen Themen spiegelten sich aus anderer Perspektive im Erkenntnisinteresse des wissenschaftlichen Teils der Konferenz wider. Im ersten Panel leiteten vier Vorträge in das Thema des internationalen Rundfunks im Kontext des Kalten Krieges ein. Die historischen Rahmenbedingungen skizzierend zeigte IGOR LUKEŠ (Boston), dass die osteuropäischen Emigranten „in einer geteilten Welt feststeckten“. Der Westen unterstützte ihre Anliegen nur kurzzeitig, bevor er sich um 1949 der Stabilisierung des internationalen Status quo zuwandte, für den die „Exilanten“ eine Belastung darstellten. Eine der wenigen Bereiche, in dem sie wirkmächtig blieben, stellten jedoch Medien wie RFE dar. ALEXANDER BADENOCH (Utrecht) beschrieb die technologischen und mentalen Landkarten, die den Rundfunkbetrieb im Kalten Krieg dominierten. Obwohl der Rundfunk durch die internationale Frequenzverteilung entlang nationalstaatlicher Denkfiguren funktionierte, war er in technologischer Hinsicht grenzüberschreitend. Damit blieb er eine ständige Herausforderung für die nationalstaatliche Souveränität. Badenoch hob hervor, dass der Rundfunk die nationalstaatlichen Grenzen einerseits zwar unterminierte, zugleich aber restrukturierte.

CHRISTIAN HENRICH-FRANKE (Siegen) und IOANA MACREA-TOMA (Sofia) wandten sich in ihren Beiträgen dem Sender RFE zu. Henrich-Franke analysierte die rechtlichen Rahmenbedingungen von RFE. Er zeigte, dass weder von technologisch-institutioneller noch von inhaltlicher Seite für die osteuropäischen Staaten eine Möglichkeit bestand, die RFE-Tätigkeit einzudämmen. Macrea-Toma untersuchte, wie RFE an seine Nachrichten gelangte. Sie beschrieb dies als Prozess von Annäherungen und Schätzungen, denn den Nachrichten lag manchmal ein Wirrwarr von schwer zu bestätigenden Informationen zugrunde.

Im zweiten Panel beleuchteten die Referenten die Errichtung von RFE im amerikanischen und westdeutschen Kontext. SIMO MIKKONEN (Jyväskylä) beschrieb, dass die Gründung von RFE (und später auch Radio Liberty) Teil der amerikanischen Antikommunismus-Strategie war. Im Gegensatz zu anderen Sendern spielten bei RFE wie auch bei Radio Liberty die Emigranten eine Schlüsselrolle. Allerdings setzten die US-Institutionen ihre ursprüngliche Absicht, den osteuropäischen Abteilungen mehr Verantwortung zu übertragen, nie um, so dass die Emigranten dem amerikanischen RFE-Management unterstellt blieben. A. ROSS JOHNSON (Washington/Palo Alto) untersuchte die paradoxe Position von RFE als einer amerikanischen, von der US-Regierung finanzierten Institution, die als privater Arbeitgeber unter deutschem Recht in der Bundesrepublik arbeitete. Aufgrund (sicherheits-)politischer Bedenken und der ablehnenden Haltung der in Bayern starken Vertriebenenverbände galt RFE häufig als „ungeladener Gast“ in der Bundesrepublik. Die tragenden Institutionen hinter RFE beschrieb RICHARD CUMMINGS (Düsseldorf). Mit der Initiative „Crusade for Freedom“ warb das „Free Europe Committee“ in der amerikanischen Öffentlichkeit in den 1950er-Jahren für die institutionelle, moralische und finanzielle Unterstützung von RFE. Alle Vortragenden des Panels rissen die Frage nach den Verbindungen zu den verschiedenen Geheimdiensten an, die aber auch in der Diskussion zu keinen eindeutigen Ergebnissen führte.

Das dritte Panel widmete sich der Nachrichtenproduktion von RFE. ANNA BISCHOF (München) zeigte am Beispiel des tschechoslowakischen Broadcasting Desks (BD) mit Blick auf den Umgang mit dem Husák-Regime in den RFE-Sendungen der späten sechziger und frühen siebziger Jahre, wie das amerikanische Management und die tschechischen und slowakischen Leiter der BDs interagierten. Das Management gab zwar die inhaltliche Grundlinie vor, die BDs wussten jedoch ihre Freiheiten zu nutzen. Im Falle der Behandlung des Normalisierungs-Regimes bekamen die Journalisten die Vorgabe, keine allzu politische Kritik an Husák zu üben, der im Westen als moderat galt. Obgleich sich die Journalisten grundsätzlich an diese Vorgaben hielten, fanden sie Wege, Husák zu kritisieren, beispielsweise durch den direkten Vergleich von Husák-Statements von 1969/70 mit seinen Äußerungen von 1968 und früher oder dadurch, dass sie ihre Kritik auf Husáks altmodisches Denken und Benehmen richteten.

SUSAN HAAS (Philadelphia) beschäftigte sich mit dem Central Newsroom von RFE, der seine Mitarbeiter aus dem Westen bezog. Bei RFE trafen diese auf die in den verschiedenen nationalen Redaktionen arbeitenden osteuropäischen Emigranten, die oft vor ihrer Tätigkeit bei RFE keine professionellen Journalisten gewesen waren. In der Interaktion miteinander mussten sie neue Normen und Standards für ihre Arbeit bei RFE definieren. PETRU WEBER (Szeged) verglich die Beiträge des rumänisch- und des ungarischsprachigen Programms von RFE im Hinblick auf ihre Darstellung der rumänischen Minderheitenpolitik. Diese war ein heikles Thema in der rumänischsprachigen Berichterstattung von RFE, die dazu tendierte, sich auf Proteste der ungarischen Minorität gegen das rumänische Regime zu beschränken. Zugleich wurde jedoch darauf geachtet, rumänische Hörer in Rumänien wie im Exil nicht zu verärgern, da RFE eine Einigung derjenigen Gruppen anstrebte, die gegen das Ceausescu-Regime waren. ANAMARIA NEAG (Lund) arbeitete am Fall der Berichterstattung des rumänischen RFE-Dienstes im Dezember 1989 heraus, dass die Sendungen eine klare, auf die Beendigung des kommunistischen Regimes gerichtete Zielsetzung verfolgten. Dabei bediente sich die rumänische Redaktion vor allem der folgenden Methoden: starke Betonung der Grausamkeit des diktatorischen Ceausescu-Regimes, Beteuerungen gegenüber den Hörern, dass die westliche Welt sich für ihr Anliegen interessiere, Außenbeiträge von westlichen Experten zu den Ereignissen sowie die Unterstützung des Programms des rasch erstarkenden Rats „Front zur Rettung der Nation“.

Die anschließende Diskussion über die Wirkung der RFE-Berichterstattung und der (fraglichen) Interaktion zwischen Journalisten und Öffentlichkeit leitete zum nächsten Panel über, in dessen Mittelpunkt die ostmitteleuropäischen Rezeptionen und Reaktionen standen. JANE L. CURRY (Santa Clara/California) wies anhand von Interviews mit Mitgliedern der früheren sozialistischen Nomenklatura in Polen nach, dass auch diese RFE hörten, um sich – den eigenen Medien und Nachrichtendiensten misstrauend – über die wichtigen Ereignisse und Probleme im eigenen Land zu informieren. RÜDIGER RITTER (Bremen) beschäftigte sich mit den Zuhörern von RFE und anderen Auslandssendern und fragte nach ihren alltäglichen Handlungs- und Kommunikationsmustern. Das Hören dieser Sender sei ein Ausdruck des Informationsdurstes wie auch des Selbstbewusstseins dieser Menschen gewesen, die frei entschieden, welchen Radiosender sie einschalteten.

In einem für viele Zeitzeugen provokanten Vortrag warf MELISSA FEINBERG (New Brunswick) die Frage nach der sozialen Konstruktion von Wahrheit auf und skizzierte diese anhand der unterschiedlichen Wahrnehmungen des Slánský-Prozesses 1952 durch RFE und die tschechoslowakische Bevölkerung. RFE vermittelte seiner Berichterstattung, dass es sich um einen Schauprozess handelte. An der Schuld der Angeklagten ließ der Sender allerdings keine Zweifel aufkommen: Diese sah er darin, dass sie Kommunisten waren – und nicht in ihrer jüdischen Abstammung. Damit brachte RFE eine konkurrierende Version von Wahrheit in das öffentliche Meinungsbild der Tschechoslowakei ein, ohne jedoch entscheidend auf dieses einwirken zu können.

PROKOP TOMEK (Prag) beschrieb die verschiedenen Ansätze der tschechoslowakischen Regierung, die Tätigkeit von RFE zu beeinflussen oder zu verhindern, die vor allem aus Störsendern, Propaganda und Aktivitäten der Staatssicherheit bestanden.

Im abschließenden fünften Panel blickten die Referenten über den Radiosender hinaus. YULIYA KOMSKA (Hanover/New Hampshire) zeigte, dass RFE in den 1950er- und 1960er-Jahren an der Schnittstelle zwischen der Hochzeit des Radios und den ersten Anfängen des Fernsehens entstand. Um ideelle und finanzielle Unterstützung einzuwerben, nutzte die Trägerorganisation von RFE, das „Free Europe Committee“ Filme wie „This is Radio Free Europe“ von 1964. Während das Radio für die Überwindbarkeit des Eisernen Vorhangs stand, wurde das Medium des Kurzfilms eingesetzt, um dem amerikanischen Publikum die Konsequenzen einer undurchlässigen Grenze zwischen Ost und West zu präsentieren. ALFRED REISCH (Szigetmonostor) erläuterte das geheime und bis heute wenig bekannte Buchverteilungsprogramm des „Free Europe Committee“, das zwischen 1956 und 1991 über zehn Millionen Bücher nach Osteuropa schickte.

In der Abschlussdiskussion, die mit Impulsstatements von MARTIN SCHULZE WESSEL (München), Ross Johnson, Yuliya Komska und Petr Brod begann, wurden zahlreiche Fragen und Erkenntnisziele für die weitere Forschung benannt. Zum einen sind die internen Funktionsmechanismen von RFE genauer aufzuklären. Wie funktionierte der Redaktionsprozess? Wie erfolgten die Herausgabe und die Umsetzung der inhaltlichen Richtlinien? Welche Spannungen bestanden zwischen der Zentralisierung und der Dezentralisierung des Redaktionsprozesses? Wie verlief die Interaktion zwischen (amerikanischem) Management und (osteuropäischen) Abteilungen? Wie lassen sich die Mitarbeiter von RFE sozialhistorisch einordnen? Wie wirkte sich die Beteiligung der (west-)deutschen Mitarbeiter aus? Welcher „Geist“ umschwebte RFE zur Zeit des Kalten Krieges? Welche Diskurse prägten RFE? Zum anderen ist eine klarere Kontextualisierung in der Geschichte des Kalten Krieges erforderlich. Wie verhielt sich die von RFE verfolgte Kampagne des Wandels mit dem von Lukeš beschriebenen Ziel der Supermächte, den Status quo zu erhalten? Welche „fantasies of the truth“ (Feinberg) konkurrierten miteinander? In diesem Zusammenhang sollte auch der normative Anspruch des Senders historisiert werden. Schließlich sollte die Bedeutung des Raumes untersucht und die Anliegen, Tätigkeit und Diskurse in der transatlantisch-europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts verortet werden. Was bedeutete es, dass der Sender in München stationiert war? Wie lassen sich die westlichen Einflüsse auf RFE beschreiben und wie wirkte RFE auf seine westeuropäische Umgebung? Die Leitbegriffe der Konferenz – „voices“, „interference“, „freedom“, „western“– warfen somit programmatische Fragen auf, die es von der zukünftigen Forschung detaillierter zu beantworten gilt.

Konferenzübersicht:

Panel 1: Auslandsrundfunk als Instrument des Kalten Krieges

Igor Lukeš (Boston University/USA): Bloc Formation an Emigration in the Cold War

Alexander Badenoch (Utrecht University/Niederlande): Iron(ic) Curtains: Technology, Territory and the New Role of Broadcasting in Post-War Europe

Christian Henrich-Franke (Universität Siegen): Within a Juridical Loophole: Radio Free Europe and the International Legality of Broadcast Transmissions across the Iron Curtain

Ioana Macrea-Toma (Center for Advanced Studies, Sofia/Bulgarien): Communicating across the Iron Curtain. RFE as a Case of (non)Interactions and (mis)Perceptions

Panel 2: Aufbau und Tätigkeit von RFE im US-amerikanischen und (west)deutschen Kontext

Simo Mikkonen (Universität Jyväskylä/Finnland): The Freedom Radios in the U.S. Cold War Strategy: A discussion about the establishment, projects and aims of Radio Free Europe and Radio Liberty

A. Ross Johnson (Woodrow Wilson Center, Washington/USA): Radio Free Europe – an American Station in the FRG

Richard H. Cummings (Düsseldorf): The Tangled Web: Central Intelligence Agency, Crusade for Freedom and Radio Free Europe

Round Table mit Zeitzeugen

Panel 3: Journalistische Praxis und Sendeinhalte von RFE

Susan Haas (Annenberg School for Communication, University of Pennsylvania/USA): Radio Free Europe’s Central News Room: A Foundational Description and Analysis

Anna Bischof (Universität München): Informationsrecherche, Sendeformate und Vorgaben der Senderleitung bei RFE am Beispiel des tschechoslowakischen Dienstes

Petru Weber (Universität Szeged/Ungarn): Die Thematisierung der Minderheitenpolitik des Ceausescu-Regimes in den rumänisch- und ungarischsprachigen Sendungen von Radio Free Europe

Anamaria Neag (Universität Lund/Schweden): Radio Free Europe and the Fall of Communism in Romania: A Study on the presentation of the events of December 1989 in Romanian RFE Broadcasting

Round Table mit Zeitzeugen

Panel 4: Rezeptionsformen und Reaktionen in den ostmitteleuropäischen Staaten

Jane L. Curry (Santa Clara University, California/USA): The Impact of Radio Free Europe on the Polish Communist Elites

Rüdiger Ritter (Forschungsstelle Osteuropa, Universität Bremen): The Unknown Listener: Reception of Radio Free Europe and Voice of America in Poland and Czechoslovakia

Melissa Feinberg (Rutgers University, New Brunswick/USA): Radio Free Europe and the Response to the Slánský Trial in Czechoslovakia

Prokop Tomek (Militärhistorisches Institut Prag/Tschechien): Counter Activities of the Czechoslovak Communist Regime against RFE Broadcasting

Milan Bárta (Institut für die Erforschung totalitärer Regime Prag/Tschechien): Die vorübergehende Einstellung der Störungen des Empfangs von Radio Free Europe in der Tschechoslowakei im Jahr 1968

Podiumsdiskussion im Amerika-Haus

Stimmen der Freiheit? – Auslandsrundfunk heute

Mit dem U.S. Generalkonsul in München, Vertretern von RFE und DW. Moderiert von Petr Dudek (Tschechischer Rundfunk)

Panel 5: Das Free Europe Committee als Dachorganisation von Radio Free Europe

Yuliya Komska (Dartmouth College/USA): „Listen and You’ll Get the Picture“: Radio Free Europe on Screen

Alfred Reisch (Hungarian Atlantic Council /Ungarn): Free Europe Committee’s Secret Book Distribution Program behind the Iron Curtain

Abschlussdiskussion

Abends öffentliche Filmvorführung

Zitation
Tagungsbericht: Voices of Freedom – Western Interference? 60 Years of Radio Free Europe in Munich and Prague, 28.04.2011 – 30.04.2011 München, in: H-Soz-Kult, 30.07.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3750>.
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Veröffentlicht am
30.07.2011
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