Deutsch-Polnische-Ukrainische Sommerakademie

Ort
Darmstadt
Veranstalter
Deutsches Polen Institut (DPI), Darmstadt
Datum
31.08.2014 - 07.09.2014
Von
Christoph Maisch, Deutsch Polnische Literatur und Kulturbeziehungen und Genderstudies, Europa-Universität Viadrina

Die Deutsch-Polnische-Ukrainische Sommerakademie des Deutschen Polen Instituts (DPI) fand zwischen dem 31. August und 07. September 2014 in Darmstadt statt. Ihr Ziel war es, Nachwuchswissenschaftler/innen aus Polen, Deutschland und erstmalig der Ukraine zusammenzubringen, um wissenschaftliche Projekte und die aktuelle politische Krise der Ukraine zu untersuchen. Die Teilnehmenden erhielten so die Möglichkeit, ihre aktuellen Forschungsprojekte einem interdisziplinären Kreis vorzustellen sowie die Geschichte und Gegenwart Polens, Deutschlands und der Ukraine zu diskutieren. Organisiert wurde die Sommerakademie von Dieter Bingen, Peter Oliver Loew und Manfred Mack aus dem DPI. Christoph Mick (Warwick), Stefan Garsztecki (Chemnitz) und Alexander Wöll (Greifswald) leiteten die inhaltliche Arbeit durch ihre Vorträge und Moderation an. Abgerundet wurde die Akademie neben der Bibliotheksnutzung durch ein Kultur-, Film- und Freizeitprogramm.

CHRISTOPH MICK (Warwick) begann die Sommerakademie mit seinem Vortrag „Kriegserfahrungen und Kriegserinnerungen des 20 Jahrhunderts“, in welchem er individuelle Erfahrungen, kollektive Gedächtnisse sowie Nationen unter dem Gesichtspunkten der Erinnerungskultur und dem Narrativ der Weltkriege in Deutschland, Polen, der Ukraine und Russland verglich. Die „Weltkriegs-Narrative“ dienten dabei als Stabilisierungsmomente der politischen Ordnungen und der Legitimierung zukünftiger Kriege und wurden auf ihr Konfliktpotenzial untersucht. Dabei standen Grenzkonflikte zwischen Deutschland und Polen sowie Polen und der Ukraine bis 1989, Entschädigungsfragen, Täter/Opfer und Vertriebene im Fokus. Die Möglichkeit eines tabulosen Dialogs wurde besonders hervorgehoben, da dies bis 1989 undenkbar gewesen wäre.

Es folgte MARIA ALBERS‘ (Frankfurt an der Oder) Präsentation „Der Ukrainische ‚Anarchist‘ Nestor Machno in der polnischen Emigration, 1921/22-1925“. Über Machnos polnische Zeit herrsche bis heute Unklarheit, da es Forschungs- und Archivlücken zwischen seiner Flucht nach Rumänien 1921 und seiner Ankunft in Paris 1925 gebe. Dies erkläre sich durch das zwiegespaltene Verhältnis der polnischen Regierung zu Machno, dessen Ruf 1921 zwischen Freiheitskämpfer und Mörder schwankte. Man habe zwar ukrainischen Anarchisten Zuflucht gewährt, allerdings nur um einen Verteidigungsring gegen Sowjetrussland aufzubauen. Eine Unterstützung Machnos habe es nicht wirklich gegeben, und dies sei im Sinne einer Vereinnahmung der Person Machnos im gegenwärtigen Kontext zu lesen.

IZABELA MRZYGŁOD (Warschau) zeigte in ihrer Projektvorstellung „Wiener und Warschauer Studenten in den 1930er-Jahren“ die Sozialisation und das Engagement polnischer und österreichischer Studierender zwischen 1929-1939 in antidemokratischen Bewegungen. Studentische Universitätszeitungen, die diskursanalytisch betrachten werden, dienen als Korpus, um die politische Orientierung dieser zukünftigen Eliten und politischen Akteure aufzuzeigen. Hier fehlen bis heute Untersuchung im polnischen Kontext; eine Vergleichsstudie, die den Weg in die Diktatur beleuchtet, könnte daher die Gleichzeitigkeitsprozesse aufzeigen.

ZORIANA MELNYK (Florenz) präsentierte ihr Thema „Allgemeines Männerwahlrecht in Galizien und sein Einfluss auf die gesellschaftliche Transformation (1907)“, am Beispiel der Komplexität des galizischen Wahlrechts. Es folgte eine Fokussierung auf die Organisation der verschiedenen kirchlichen Gruppierungen und ihrer Interessenzeitungen, um deren politische Ideen und Potenzial zur Massenmobilisierung aufzuzeigen. Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss der Kirchen auf die gesellschaftliche Transformation und den Einfluss des Wahlrechts auf die kirchlichen Gruppierungen darzustellen, der bis jetzt noch nicht ausreichend untersucht wurde.

Es folgte HUBERT LESCHNIK (Gießen) mit seinem Dissertationsprojekt „Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Polen von 1998 bis 2010“, in dem er die These vertrat, dass sich die Geschichtspolitik Polens nach Smolensk radikal geändert habe und der Sejm als aktiver Akteur eingreife. Er verdeutlichte dies an Interviews und einer Analyse der schulischen Geschichtserziehung. Hier zeichne sich ab, dass der Zweite Weltkrieg nicht mehr allein im Zentrum der polnischen Erinnerungskultur stehe, sondern die Unabhängigkeit 1918, das Pontifikat Johannes Pauls II. und der Fall des Kommunismus 1989 sich etabliert hätten. Gleichzeitig befinde sich Polen aber im Konflikt mit der Erinnerungspolitik der Nachbarländer, mit denen es noch Aussöhnung gab.

IELYZAVETA STEFANOVA (Leipzig) präsentierte einen ersten Auszug aus ihrem Untersuchungsfeld „Regionale Besonderheiten und ihre Rolle in der Geschichte und Politik in europäischen Ländern. Eine vergleichende Analyse am Beispiel von Deutschland, Polen und der Ukraine“. Gezielt bezog sie sich auf Minderheiten in Polen (Schlesier und Kaschuben), Deutschland (Sorben) und der Ukraine (Krimtataren). Die eigentliche Schwierigkeit liege bei der Identifikation, Definition und Schutz der Minderheiten, denn diese würden oft das erste Opfer bei Konflikten; deshalb sei ihr politischer und kultureller Schutz zur Konfliktvermeidung unerlässlich.

STEFAN GARSZTECKI (Chemnitz) hielt den Vortrag „Europäische Nachbarschaftspolitik und Östliche Partnerschaft auf dem Prüfstand – Polen und die Ukraine im Fokus europäischer Politik“, der einen multiperspektivischen Blick auf den Ukrainekonflikt und seine Entstehung nach 1989 warf. Polen habe seitdem versucht, die Ukraine als strategischer Partner für die EU zu etablieren. Diese sah aber nur Russland als Partner. Polen hingegen verfolgte Grenzsicherheit, Demokratieaufbau und die Unabhängigkeit der Ukraine, Belarus und Litauens als Ziel. Um die eigene Politik durchzusetzen, strebte Polen eine Führungsrolle in der Ost-Politik der EU ab 2012 an. Der Ukraine-Konflikt habe zum Umdenken in der europäischen Nachbarschaftspolitik und der Östlichen Partnerschaft geführt und zu einem Einigungsprozess zwischen NATO und EU beigetragen, der gleichzeitig nicht die EU-Softpower- und Peace-keeping-Kompetenzen angreifen dürfe.

LUKAS BECHT (München) stellte im Anschluss seinen Forschungsansatz „Politische Zeithorizonte und demokratisches Regieren in der Republik Polen“ vor. Ziel sei eine Definition von Zeit, die sowohl institutionalisierte Rhythmen in der Politik als auch den Faktor des Regierens auf Zeit in der Demokratie als Konzept behandle und am Beispiel Polens aufzeige. Weiterhin stehen Fragen nach Funktion und Rationalität von Zeitkonzeptionen und Zeitvorstellungen von Sozialismus und Kapitalismus in der Politik im Fokus, die anhand von Regierungsdokumenten untersucht werden sollen.

JAKUB SAWICKI (München) referierte über „Esskulturen im modernen Europa. BRD, DDR und PRL, 1965-1975 im Vergleich“. In allen drei Ländern sei in den 1970er-Jahren die erste Nachkriegsgeneration ohne Mangelernährung aufgewachsen; daraus ergab sich eine vielfältige Esskultur. Dies spiegle sich in statistischen Jahr- und Kochbüchern, Massenmedien und Fachliteratur wider. Anhand der Geschichte der Esskulturen sollen Rückschlüsse auf das gesellschaftliche Verhalten (Organisation, Geschlechterrollen etc.) im Anschluss an die Nachkriegsperiode (Fressphase) und dem Ende des Stalinismus mit seiner Internationalisierung gezogen werden.

HANNA GRZEMPA (Braunschweig) präsentierte ihre Dissertation „Deutung des Sozialismus zwischen Geschichtspolitik und Eigensinn pädagogischer Akteure. Ein deutsch-polnischer Vergleich“. Dabei fragte sie, wie Erinnerungen des Lehrpersonals und Schulbücher als Kondensat der staatlichen und gesellschaftlichen Verhandlung kritisch aufgearbeitet würden. Dafür untersuchte sie Lehrpläne von Polen und Sachsen (Sekundarstufe 1) und führte Interviews mit Lehrern. Ein Vergleich zwischen den Ländern stellte sich als schwierig heraus; bedingt durch die Biographie der Lehrenden finde in Sachsen selten eine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit statt, zudem werde in vielen polnischen Lehrbüchern die kommunistische Zeit nicht selbstkritisch genug aufgearbeitet. Es entstehe der Eindruck, wer nicht im Geschichtsbild auftauche, könne nichts zur Deutung der Geschichtspolitik beitragen.

VIKTORIIA SOLOSHENKO (Kiew) stellte erste Ideen ihr Projekts „Ukrainisch-deutsche Beziehungen am Ende des XX. – Anfang des XXI. Jahrhunderts“ vor. Dabei stand die Ostausrichtung Deutschlands nach 1990 im Vordergrund, die auf das Interesse der Ukraine gestoßen sei, obwohl der Blickwinkel der BRD auf die GUS immer durch eine russische Brille erfolgte. Nichtsdestotrotz habe Deutschland bis 2008 eine Vorreiterrolle in den Beziehungen zur Ukraine gehabt. Dies habe sich erst mit dem „Assoziierungsabkommen“ 2008 geändert und in den ukrainischen Medien das stereotype Deutschlandbild unter russischem Einfluss gestärkt.

Der Beitrag von KATERYNA HAIDARZHYI (Mykolayiv) „Constructing the image of Europe in the Ukrainian Media“ befasste sich mit Europa-Diskursen in den Regionen Lviv, Kyiv, Kharkiv, Donetsk und Mykolaiv. Am Beispiel von lokalen Online-Medien wurde eine semantische Stichwortsuche im Sommer 2014 durchgeführt. Daraus ergab sich, dass in der West-Ukraine ein positiveres Europabild vorherrsche als im Osten. Auf der Nord-Süd-Achse erschienen die meisten Beiträgen, da hier ein Informationsdefizit herrsche und die Bevölkerung unentschlossen sei. Es zeige sich, dass es zwar eine geographische Trennlinie zwischen Pro und Contra Europa gebe; der russische postulierte Dnepr sei sie aber nicht.

HANNA URSZULA SZUMELDA (Lüneburg) stellte ihre Dissertation „Der Beitrag kleiner landwirtschaftlicher Betriebe zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume. Eine Untersuchung“ vor. Etwa 70 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Polen seien Kleinbetriebe (0,5-5 Hektar), auf denen ca. 2 Millionen Menschen arbeiteten. Dennoch ziele die polnische Agrarpolitik darauf ab, diese Kleinhöfe aufgrund mangelnder Produktivität zu beseitigen. Interviewbefragungen zeigten, dass EU Fördermittel kaum bei kleinen Betrieben ankämen, da die Eigenanteile zu hoch seien und Großbetriebe systematischen begünstigt würden. So lohne sich nur Massenproduktion. Nichtsdestotrotz gebe es durch den Erhalt der Biodiversität und lokale Arbeitsplatzsicherung das Potenzial für nachhaltige soziale Entwicklung.

ALEXANDER WÖLL (Greifswald) beendete den Abend mit seinem öffentlichen Vortrag „Václav Havel, Viktor Juschtschenko und Lech Wałęsa – drei entzauberte europäische Hoffnungen“. Dabei stellte er die unterschiedliche Wahrnehmung der Politiker im jeweils eigenen Land und im Ausland heraus. Während Havel, Juschtschenko und Wałęsa im Ausland sehr geachtet wurden, habe in ihren eigenen Ländern eine Entfremdung von den Wählern stattgefunden. Der um sie aufgebaute Mythos der Rebellen und Reformer habe der Realität nicht standhalten können. Dennoch hätten sich alle ein Denkmal gesetzt, indem sie auf ihre Weise trotz institutioneller Zwänge Geschichte geschrieben hätten.

ALEXANDER WÖLL (Greifswald) eröffnete am nächsten Tag die Sitzung mit seinem Vortrag „Männlichkeit und Gender in der polnischen Gegenwartskultur“, in dem er kurz Rückbezug zu den Männlichkeitsbildern aus seinem Abendvortrag nahm. Dabei verband er die gegenwärtigen Debatten um die „Ideologie Gender“ in Polen mit vorherrschenden Geschlechterbildern und führte deren Hintergründe auch durch literarische Beispiele auf ihre Entstehungsgeschichte zurück. Es folgte eine intensive Diskussion über Gender in Deutschland und der Ukraine.

SEBASTIAN BORCHERS (Essen) referierte über die „Grundlagen der deutsch-polnischen Wechselbeziehungen in der Neuen Musik zwischen 1956 und 1989“ und verwies auf enge Zusammenhänge des Kulturaustauschs in der zeitgenössischen Musik. Hier standen Werke im Mittelpunkt, die das Komponieren mit Klangfarben zum zentralen Ausdrucksmerkmal haben. Borchers zeigte, dass die Beteiligung am Musikleben der Bundesrepublik eine wesentliche Basis für die internationale Reputation polnischer Neuer Musik bildete. Für die Entstehungsfaktoren einer polnischen Musikavantgarde in den 1960er-Jahren und dem damit verbundenen Bild einer „polnischen Komponistenschule“ sei die rege Zusammenarbeit mit bundesdeutschen Rundfunkanstalten und Musikverlagen mitverantwortlich.

DOMINIK LEUGERING (Nürnberg) betrachtete in seinem Vortrag „Joseph Roth als Brieferzähler. Korrespondenz als Medium autobiographischer Narration“ die oft in Briefform stattfindenden „Reportagen“ Roths und deren Publikumsausrichtung. Ihr Ziel sei es, auch wenn sie an Einzelpersonen gerichtet waren, eine alternative Erzählung von Roths Biographie durch intertextuelle Bezüge zu erreichen. Dies sei weniger faktisch historische Aufzählung als ein literarisches Werk in Briefform. Dabei fand eine erste Analyse des riesigen Briefkorpus statt, die Roths Fiktionalisierungsstrategien durch besondere Motive, Anekdoten, Schriftbilder usw. unter die Lupe nahm.

ANNA-MARIA MEYER (Bamberg) stellte ihr Forschungsprojekt „Das Romani in Polen und der Ukraine. Sprachpolitik und Sprachkontakt“ am Beispiel der Sprachgruppe der Polska Roma vor. Hier zeigte sie erste Ergebnisse des Spracheinflusses des Slawischen auf die Romani-Dialekte. Das Romani habe schnell polnischen Wortschatz adaptiert, sei aber strukturell sehr konservativ geblieben. Daran könnten viele sprachliche Wanderbewegungen festgemacht und Neuland bei der Untersuchung des Romani in der Ukraine und Belarus betreten werden.

MIKE PLITT (Frankfurt an der Oder) referierte über „Die Wahrnehmung der polnischen Opposition durch westdeutsche und französische Intellektuelle 1980-1989“. Plitt setzt dabei Intellektuelle als gesellschaftliche Akteure voraus, die durch „engagiertes Beobachten“ Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs nehmen. Dies wird unter anderem durch Essays und ihre direkten oder indirekten Auswirkung in der Presse deutlich. Plitts Ziel ist ein Vergleich der Meinungen Intellektueller mit der Realpolitik in Deutschland und Frankreich, der mit Interviews der polnischen Oppositionsführer gegengeprüft werden soll. Seine Arbeitshypothese ist, dass eine gemeinsame deutsch-französische Perspektive ausblieb und die Linksintellektuellen die Opposition in Polen kritisch betrachteten, da sie eine Bedrohung für die sozialistische Welt hätte bedeuten können.

CHRISTOPH MAISCH (Frankfurt an der Oder) stellte sein Dissertationsprojekt „Eine Kritische Theorie Polens. Rand und Grenzperspektive auf das Verständnis von Wissenschaft und Erkenntnis“ vor. Ziel dabei sei es, Denkkonzepte der ästhetischen Wissenschaftskritik der Frankfurter Schule in Polen aufzuzeigen. Die hier titulierten polnischen (Chwistek, Flecks) und deutschen Forscher (Adorno, Horkheimer) wurden miteinander gegengelesen, um Parallelen und Wanderbewegungen ihrer Denkkonzepte in Ästhetik und Wissenschaft in einer Verflechtungsgeschichte aufzuzeigen. Es wird als Hypothese angenommen, dass die „polnischen kritischen Theoretiker“ ähnliche Denkkonzepte zum logischen Positivismus der Lemberger-Warschauer Schule entwickelten wie die Frankfurter Schule zum Wiener Kreis.

Die diesjährige Sommerakademie stellte exemplarisch vor, wie Geschichte und gegenwärtige Politik multiperspektivisch miteinander verbunden und kritisch diskutiert werden können, ohne instrumentalisiert zu werden. Die oft vielschichtigen Diskurse zeigten das Potenzial, das in der trinationalen Variante der Sommerakademie steckt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Deutsch-Polnische Ukrainische Sommerakademie als konstantes Projekt am DPI etabliert und weiterhin durch die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung gefördert wird.

Konferenzübersicht:

Sektion 1: Projektvorstellungen
Moderation: Christoph Mick (Warwick)

Maria Albers (Frankfurt an der Oder), Nestor Machno im polnischen Exil, 1921-1925

Izabela Mrzygłod (Warschau), Wiener und Warschauer Studenten in den 1930er-Jahren

Zoriana Melnyk (Florenz), Allgemeines Männerwahlrecht in Galizien und sein Einfluss auf die gesellschaftliche Transformation (1907)

Hubert Leschnik (Gießen), Polen und seine Nachbarn: Erinnerungskulturelle Verflechtungen und ihr Einfluss auf die jeweiligen bilateralen Beziehungen

Ielyzaveta Stefanova (Leipzig), Regionale Besonderheiten und ihre Rolle in der Geschichte und Politik in europäischen Ländern. Eine vergleichende Analyse am Beispiel von Deutschland, Polen und der Ukraine

Sektion 2
Moderation: Stefan Garsztecki (Chemnitz)

Lukas Becht (München), Politische Zeithorizonte und demokratisches Regieren in der Republik

Jakub Sawicki (München), Esskulturen im modernen Nachkriegseuropa. BRD, DDR und PRL 1965-1975 im Vergleich

Hanna Grzempa (Braunschweig), Deutungen des Sozialismus zwischen Geschichtspolitik und Eigensinn pädagogischer Akteure. Ein deutsch-polnischer Vergleich

Viktoriia Soloshenko (Kiew), Ukrainisch-deutsche Beziehungen Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts

Kateryna Haidarzhyi (Mykolayiv), Constructing the Image of Europe in the Ukrainian Media

Hanna Urszula Szumelda (Lüneburg), Der Beitrag kleiner landwirtschaftlicher Betriebe zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume. Eine Untersuchung in ausgewählten Regionen Polens

Sektion 3:
Moderation: Alexander Wöll (Greifswald)

Sebastian Borchers (Essen), Grundlagen der deutsch-polnischen Wechselbeziehungen in der Neuen Musik zwischen 1956 und 1989

Dominik Leugering (Nürnberg), Joseph Roth als Brieferzähler. Korrespondenz als Medium autobiographischer Narration

Anna-Maria Meyer (Bamberg), Das Romani in Polen und der Ukraine – Sprachpolitik und Sprachkontakt

Mike Plitt (Frankfurt an der Oder), Die polnische Oppositionsbewegung und ihre Wahrnehmung durch die französischen und bundesdeutschen Intellektuellen in den Jahren 1976 bis 1989

Christoph Maisch (Frankfurt an der Oder), Eine Kritische Theorie Polens. Rand und Grenzperspektive auf das Verständnis von Wissenschaft und Erkenntnis

Zitation
Tagungsbericht: Deutsch-Polnische-Ukrainische Sommerakademie, 31.08.2014 – 07.09.2014 Darmstadt, in: H-Soz-Kult, 08.01.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5758>.