Zukunft – Sicherheit – Politische Kommunikation. Relationen und Bedingtheiten in historischer Perspektive

Ort
Marburg
Veranstalter
Sonderforschunsgbereich/Transregio 138 „Dynamiken der Sicherheit, Phillips-Universität Marburg
Datum
29.06.2016 - 30.06.2016
Von
Tobias Bruns, Neuere Geschichte, Philipps-Universität Marburg

In seiner Einführung erläuterte Christoph Kampmann (Marburg) die Genese der Tagung, die aus der konzeptionellen Tätigkeit des SFB-TRR 138 „Dynamiken der Sicherheit“ und einer seiner Arbeitsgruppen erwachsen sei, in der Vertreter/innen der Geschichtswissenschaften von der Frühen Neuzeit bis zur jüngsten Zeitgeschichte, der Rechts- und der Sozialwissenschaften zusammenarbeiteten. Grundsätzlich sei die Tagung dem konstruktivistischen Grundansatz des SFB verpflichtet: Grundfrage sei, wie sich Deutungen von Sicherheit und Zukunft in der Geschichte gegenseitig beeinflusst und bedingt hätten. Leitend sei dabei die Grundannahme, dass Zukunft bzw. bestimmte Vorstellungen von Zukunft – genauso wie Sicherheit – als gesellschaftliche Konstrukte der kommunikativen Aushandlung historischer Akteure unterliegen und somit im historischen Prozess variieren. Sie ziele darauf, die wechselseitigen Bezüge zu analysieren, durch die Zukunft und (Un-) Sicherheit in Prozessen politischer Kommunikation miteinander verknüpft wurden und dadurch ihre handlungsleitende Dynamik entfalteten. Dies solle in unterschiedlichen historischen Gegenstandsbereichen und in interdisziplinärem methodischem Zugriff untersucht werden. Ein besonderes Anliegen der Tagung sei die transepochale Herangehensweise.

In vier Panels („Endlichkeit“, „Recht“, „Herrschaft“, „Entgrenzung“) wurden auf dieser Basis Fragen der Semantik, der Rolle von Akteuren, des Konzepts des Raums, der Bedeutung von Macht und der (Bedrohungs-) Kommunikation anhand einer Vielzahl von Beispielen diverser Sicherheits- und Zukunftsvorstellungen diskutiert.

Bereits der erste Vortrag des Panels „Endlichkeit“, gehalten von STEFFEN HENNE (Marburg) und CHRISTIAN WENZEL (Marburg), wurde dem transepochalen Anspruch der Tagung gerecht. In einer epochenübergreifenden Untersuchung von Endzeitdiagnosen zur Zeiten der Bundesrepublik Deutschland und im Frankreich der Religionskriege wurde aufgezeigt, dass apokalyptische Szenarien stets auf Bedrohungskommunikation zurückgreifen, welche Sicherheit und Temporalität verknüpft. Im 16. Jahrhundert war die Vorstellung verbreitet, dass das Eintreten des Weltendes noch zu Lebzeiten der Zeitgenossen mit Gewissheit zu erwarten sei, auch wenn das genaue Eintrittsdatum ungewiss und strittig war. Dieser geschlossene Zeithorizont war durchaus vereinbar mit Vorstellungen einer Gestaltbarkeit der unmittelbaren Zukunft, deren Beschaffenheit als durchaus (sicherheits-) relevant angesehen wurde. Auch der der Apokalypse vorangehende Zeitabschnitt wurde als bedrohlich angesehen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hingegen stellte die, angesichts des Kalten Krieges ebenfalls durchaus erwartete, nukleare Apokalypse ein Schreckenszenario dar. Die Zukunft war dabei zugleich radikal offen als auch absolut verschlossen. Wie am Beispiel von Texten von Günther Anders aufgezeigt wurde, galt die Menschheit in der paradoxen Lage gefangen: zum einen die vormals als göttlich angesehene Allmacht zu besitzen, um ihren eigenen Untergang herbeizuführen, zum anderen diesem jedoch auch ohnmächtig gegenüberzustehen.

ELKE SEEFRIED (Augsburg) zeigte anhand des politischen Nachhaltigkeitsdiskurses der 1980er- bis 2000er-Jahre auf, wie sich ein erweitertes Verständnis von Sicherheit, welches die Felder der Umwelt und wirtschaftlichen Entwicklung verband, herausbilden und festigen konnte. Im Bewusstsein der sich intensivierenden globalen Verflechtung und der damit einhergehenden weltweiten ökologischen Interdependenz wurde die Wahrung der natürlichen Lebensgrundlagen als Bedingung für das dauerhafte Überleben der Menschheit versicherheitlicht. Nachhaltigkeit wurde spätestens in den 1990er-Jahren zu einem Kernbegriff der politischen Sprache, auf den sich alle Parteien beziehen mussten. Ab Ende des Jahrzehnts wurden Umweltgefahren im Rahmen der zunehmenden Dominanz des wirtschaftsliberalen Wettbewerbsdenken jedoch immer mehr als kalkulierbare Risiken aufgefasst, was eine Entsicherheitlichung der Nachhaltigkeit und deren Bedeutungsverlust zur Folge hatte.

Dass Versuche eine sichere Zukunft zu schaffen tatsächlich eine gegensätzliche Wirkung haben können, veranschaulichte HANNES ZIEGLER (München) mit seinem Vortrag zur Vorgeschichte des Dreißigjährigen Krieges. Spätestens ab dem Jahr 1608 wurde die normative Ordnung des Augsburger Religionsfrieden als gescheitert angesehen und alternative Sicherheitsentwürfe konnten keine Allgemeingültigkeit erlangen. Dazu trug auch bei, dass Vorstellungen von Sicherheit bzw. einer sicheren Zukunft theologisch diskreditiert waren. Die ständige Beschäftigung mit Fragen der Sicherheit hielt Akteuren konstant mögliche Kriegsszenarien vor Augen, welche berechnet und antizipiert werden mussten. In der Wahrnehmung anderer stellte diese ständige Beschäftigung mit der erwarteten kriegerischen Bedrohung bzw. der Kriegsvorbereitung jedoch ihrerseits wiederum eine Bedrohung dar, auf die es sich vorzubereiten galt. Der Kriegsausbruch war entsprechend Ergebnis eine „self-fulfilling prophecy“.

In ihrem Kommentar zu den frühneuzeitlichen Beiträgen des Panels hob TERESA SCHRÖDER-STAPPER (Duisburg-Essen) hervor, dass Sicherheitspraktiken generell stärkere Berücksichtigung in der Forschung finden sollten. STEFAN BRAKENSIEK (Duisburg-Essen) wiederum wies auf die epochenübergreifend wirksame Rolle von „Endzeitpropheten“ hin und deren prekäre Lage nach Nichteintreten der Apokalypse. Die anschließende Diskussion konzentrierte sich auf die Bedeutung der unterschiedlichen Zeithorizonte der vorgestellten Beispiele.

Das zweite Panel zum Thema „Recht“ wurde von SASCHA WEBER (Gießen) eröffnet. In einer Auseinandersetzung mit dem Augsburger Religionsfrieden zeigte er auf, wie sich Akteure der unterschiedlichen Konfessionen trotz unüberbrückbarer theologischer Differenzen und gerade im lutherischen Bereich verbreiteter Endzeiterwartungen, durch eine Versicherheitlichung der Religionsfrage, auf die Nichtausübung von Gewalt einigen konnten. Differenzen wurden auf eine politische Ebene verschoben, in der das Herrschaftsinstrument des Landfriedens zur Verfügung stand. Durch den Verzicht auf ein zukünftiges „Verfallsdatum“ dieser Ordnung konnte den individuellen Sicherheitsinteressen der Beteiligten nachgekommen werden.

Mit der Figur des Hochstaplers beschäftigte sich der Vortrag von LIVIA GERTIS (Konstanz). Anhand der so genannten „Klementschen Händel“ im frühen 18. Jahrhundert identifizierte sie diese als spezifisch modernes Phänomen. Die Karriere des Betrügers speise sich von einem Spiel mit Zeithorizonten, in dem dieser eine riskante Zukunft suggeriert, welche er durch (vermeintliches) Expertenwissen beeinflussen bzw. verhindern kann. Entscheidend für seinen Erfolg sei, ob es ihm gelingt bei seinem Gegenüber Unsicherheit zu erzeugen. Die eigene Zukunft des Hochstaplers sei dabei aufgrund des Risikos der Enttarnung jedoch zeitlich verknappt und für ihn ebenfalls sicherheitsrelevant.

CHRISTOPH KAMPMANN (Marburg) verwies am Beispiel dynastischer Heiratsverträge und konkret des Ehevertrages zwischen Maria I. Tudor und Philipp von Spanien von 1553/54 darauf, dass – stärker als es in der einschlägigen Literatur geschehe – zwischen unterschiedlichen Formen des Zukunftshandelns, positiv-planerischen und negativ-abwehrenden, unterschieden werden müsse. Präventives Zukunftshandeln habe es auch in der Vormoderne (und lange vor der „Sattelzeit“ bzw. vor dem 17. Jahrhundert) gegeben. In dem untersuchten Vertrag wurden weit in die Zukunft weisende Zeiträume geregelt, neue strukturelle Gefahren sollten abgewehrt werden und durch die Veröffentlichung des Vertrages einem breiten Publikum gegenüber sollten Aufstände verhindert werden. Die These, dass erst ab der Sattelzeit ein Zukunftsdenken möglich war, sei fragwürdig und müsse zumindest relativiert werden.

Die Bedeutung von Sicherheit und Zukunft im Völkerrecht war Thema des Beitrags von MARIE-CHRISTIN STENZEL (Gießen). Die Wahrnehmung der Vergangenheit als unsicher und gefährlich habe, sowohl nach Ende der Napoleonischen Kriege als auch in der Nachkriegszeit ab 1945, ein gemeinsames Ziel einer sicheren Zukunft in den Mittelpunkt des Völkerrechts gerückt. Um weitere Katastrophen zu vermeiden, wurde das Recht zu einem kollektiven Handlungsraum, bei dessen Ausgestaltung Planbarkeit von zentraler Bedeutung war.

REBECCA VALERIUS (Gießen) kommentierte die Vorträge des Panels. Insbesondere die Frage, ob und in welcher Hinsicht sich frühneuzeitliche und moderne Prävention unterscheidet sei noch weiter zu reflektieren. In der Diskussion wurde daran erinnert, dass das Festhalten an konventionellen Narrativen einer Moderne oder Modernisierung wichtige mögliche Erkenntnisse blockieren können.

LAWRENCE FROHMAN (Stony Brook, New York) eröffnete das Panel „Herrschaft“ mit Überlegungen zur erbitterten politischen Debatte über den Ausbau staatlicher Überwachungsmaßnahmen in den 1970er-Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Ausgehend von Michel Foucault interpretierte er diese Auseinandersetzung als Reaktion auf die Abwendung des Staates von einer liberalen hin zu einer illiberalen Gouvernementalität. Angesichts einer innenpolitischen und wirtschaftlichen Krise der Regierbarkeit habe sich ein neues, erweitertes und auch problematisches Verständnis von Innerer Sicherheit herausgebildet. Sicherheitsakteure hätten eine „transgressive, exceptional logic of precautionary surveillance” entwickelt, mit der sie auf eine zunehmend ungewisse und als unberechenbar empfundene Zukunft reagierten.

Ein weiterer Beitrag zur Thematik der Überwachung wurde von STEFAN WILLER (Berlin) beigesteuert, der diese aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive untersuchte. In der Auseinandersetzung mit historisch-sozialwissenschaftlichen Arbeiten zum Thema wies er darauf hin, dass Überwachung neben einer räumlichen, auch eine, mitunter vernachlässigte, zeitliche Ebene besitzt. Bei einer narratologischen Zugangsweise, welche auf eine Fülle von Literatur zurückgreifen kann, fallen Willer zufolge weitere Aspekte bzw. Ebenen ins Auge: Überwachung als Gegenstand einer Erzählung, als erzählerischer Vorgang und das Verhältnis von Durchsichtigkeit und Undurchsichtigkeit bei Überwachern und Überwachten. Diese verdeutlicht sich etwa am Beispiel des literarischen Werks von Rainald Goetz im Fall des Verdachts des „Beobachtet-Werdens“, welche in eine latent paranoide Gegenobservation umschlagen könne.

ANGELA MARCINIAK, EVA-MARIA NITZ und MAX WEHN (alle Marburg) analysierten anhand der Utopia von Thomas Morus das Verhältnis von politischer Sicherheit und Zukunft. Ein absolut sicherer Staat wie Morus Inselstaat Utopia bedeute zugleich auch ein System absoluter Transparenz, welches letztlich keine individuelle Gestaltung der Zukunft zulasse und jede Abweichung von der Norm ahnde. Morus Utopia aber sei als ein Gedankenexperiment zu verstehen, das einen neuen Denk- und Vorstellungsraum eröffnet. Ganz gleich, wie der Leser zu Utopia stehe, er wird dazu provoziert die Wirklichkeit kritisch zu prüfen und zu verändern. Anhand des Gesellschaftsmodells Utopia könne über ein anderes bestehendes diskutiert werden. Eine ideale Ordnung erfüllt sich nicht erst in der Heilsordnung Gottes, sondern ist durch vernünftiges menschliches Handeln herbeizuführen.

Den Abschluss des dritten thematischen Block bildete der Kommentar von ACHIM LANDWEHR (Düsseldorf), der die Auseinandersetzung mit Zeitlichkeit als größte Herausforderung für die Sicherheit verstand, die Kontingenz der Zukunft sei ihr stetiger Gegenspieler. In der anschließenden Diskussion wurde in Bezugnahme auf die Vorträge betont, dass auch fiktionale Literatur einen lohnenswerten und sinnvollen geschichtswissenschaftliche Untersuchungsgegenstand darstelle.

Der erste Vortrag des Panels „Entgrenzung“, den ANDREA WIEGESHOFF (Marburg) auch im Namen ihres kurzfristig verhinderten Kollegen MALTE THIESSEN (Oldenburg) hielt, beschäftigte sich mit der internationalen und nationalen Seuchenbekämpfung im deutschen Kaiserreich. Während gesundheitspolitische Akteure in innenpolitischen Diskussionen eine „seuchenfreie Zukunft“ versprachen und anstrebten, zielten sie im supranationalen Raum lediglich auf eine Berechenbarkeit zukünftiger Gefahren. Diese unterschiedliche Ausrichtung ist durch den zeitgenössischen sozialdarwinistischen Diskurs eines Wettkampfs der Nationen zu erklären. Es galt das Deutsche Reich als auch medizinisch und wirtschaftlich führend darzustellen, etwa in Bezugnahme auf Statistiken. International hingegen dominierte ein Pragmatismus, der wirtschaftliche und gesundheitspolitische Interessen auszugleichen versuchte.

WENCKE METELING (Marburg) erläuterte die Verbindung von Sicherheits- und Zukunftsdenken anhand der Standortdebatte in der Bundesrepublik Deutschland nach der Wiedervereinigung. Wirtschaftsvertreter forderten ab den 1980er-Jahren Reformen, welche Deutschland wettbewerbsfähiger machen sollten. Während sie zunächst als „Standort-Kassandras“ verspottet wurden, gewannen sie nach Beendigung des Kalten Krieges aufgrund einer post-euphorischen Krisenstimmung und der Intensivierung der Globalisierung eine Vormachtstellung in der politischen Debatte. Ihr düsteres Bild der deutschen Wirtschaft, welche von der internationalen Konkurrenz ausgeschlagen zu werden drohte, hatte jedoch den unerwünschten Nebeneffekt, dass dies auch die Fremdwahrnehmung beeinflusste. Mitte der 2000er-Jahre wurde die Bedrohungskommunikation zunehmend von einer positiven Darstellung der ökonomischen Lage Deutschlands abgelöst.

Sicherheitsroutinen in Atomkraftwerken des postsowjetischen Raums waren Thema des Beitrags von ANNA VERONIKA WENDLAND (Marburg). In der nuklearen Expertenkultur habe sich, nach der Katastrophe von Tschernobyl, ein Sicherheitsregime durchgesetzt, das nicht mehr auf Erfahrungsbeständen beruhte, sondern eine Antizipation jedweder möglicher Gefahrenszenarien anstrebte. Nicht mehr der GAU, welcher im Rahmen des Erwartbaren bleibe, stelle nun den Handlungshorizont dar, sondern der ihn überschreitende, nicht mehr kalkulierbare, Super-GAU.

TOBIAS BRUNS (Marburg) kommentierte die vorangegangen Vorträge. Er wies darauf hin, dass das Charakteristikum der Entgrenzung der Fallbeispiele jeweils Präventionsregime zur Folge hat, welche nicht mehr den Schadenseintritt verhindern, sondern dessen Ausmaß und Folgen mindern sollen. Ein diskutierter Aspekt der Vorträge war der so genannte „double speak“, das gleichzeitige Vertreten vollständig konträrer Positionen derselben Akteure auf nationaler und internationaler Ebene.

Konferenzübersicht:

I. „Endlichkeit“

Steffen Henne (Marburg) / Christian Wenzel (Marburg): „Der Weltuntergang ist sicher.“ Endzeitdiagnosen im transepochalen Vergleich: Die Bundesrepublik Deutschland im Zweiten Kalten Krieg und das Frankreich der Religionskriege

Elke Seefried (Augsburg): Der politische Nachhaltigkeitsdiskurs der 1980er bis 2000er Jahre

Hannes Ziegler (München): Im „Schlaff der Sicherheit“. Die Endlichkeit des Religionsfriedens und die Zukunft des Reiches (1608-1618)

Kommentar: Teresa Schröder-Stapper (Duisburg-Essen) / Stefan Brakensiek (Duisburg-Essen)

II. „Recht“

Sascha Weber (Gießen): Vom „Ewigen“ Landfrieden zum Augsburger Religionsfrieden. Sicherheit und Zukunftsvorstellungen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts

Livia Gertis (Konstanz): Die „Klementschen Händel“. Riskante Zeiten und politisches Wissen eines Hochstaplers

Christoph Kampmann (Marburg): „Contra pericula futura“. Gefahrenprognose, Prävention und politisches Zukunftshandeln in der Frühen Neuzeit am Beispiel des dynastische Ehevertrags

Marie-Christin Stenzel (Gießen): Aufgeschobene Zukunft? Beobachtungen zum Völkerrecht des 19. Jahrhunderts zwischen Prävention und aktiver Gestaltung

Kommentar: Rebecca Valerius (Gießen).

III. „Herrschaft“

Lawrence Frohman (Stony Brook, NY): Eine unerkennbare Zukunft regieren: Polizeiliche Überwachung, Datenschutz und das Aufkommen des Präventionsstaates

Stefan Willer (Berlin): „Der Verdacht, man beobachte mich“. Zur Narratologie der Überwachung.

Angela Marciniak (Marburg), Eva-Maria Nitz (Marburg) & Max Wehn (Marburg): “…nirgends ist der Staat glücklicher als dort”? Überlegungen zum Verhältnis von Sicherheit und Zukunft am Beispiel von Morus‘ Utopia

Kommentar: Achim Landwehr (Düsseldorf)

IV. „Entgrenzung“

Malte Thießen (Oldenburg) / Andrea Wiegeshoff (Marburg): Sicherheit vor Seuchen. Zum Spannungsverhältnis von Zukunftsentwürfen, Internationalisierung und Staatlichkeit im Deutschen Kaiserreich

Wencke Meteling (Marburg): Standortsicherung = Zukunftssicherung. Zur ökonomischen Modellierung von Zukunft in der „Standortdebatte“

Anna Veronika Wendland (Marburg): Reaktorsicherheit als Zukunftskommunikation

Kommentar: Tobias Bruns (Marburg)

Zitation
Tagungsbericht: Zukunft – Sicherheit – Politische Kommunikation. Relationen und Bedingtheiten in historischer Perspektive, 29.06.2016 – 30.06.2016 Marburg, in: H-Soz-Kult, 01.10.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6722>.
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Veröffentlicht am
01.10.2016
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