Räume in der Internationalen Geschichte: Von der Antike bis zur Gegenwart

Räume in der Internationalen Geschichte: Von der Antike bis zur Gegenwart

Veranstalter
AG Internationale Geschichte; Sönke Kunkel (Berlin); Johanna Sackel (Paderborn); Martin Deuerlein (Tübingen); Michael Homberg (Potsdam); Jonas Klein (Potsdam); Leonie Werle (Berlin)
Veranstaltungsort
John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, Freie Universität Berlin
PLZ
14195
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
29.09.2022 - 30.06.2022
Von
Jonas Klein, Historisches Institut, Universität Potsdam

Die „Arbeitsgruppe Internationale Geschichte“ im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) veranstaltet vom 29. – 30. September 2022 ihre 5. Jahrestagung zum Thema „Räume in der Internationalen Geschichte: Von der Antike bis zur Gegenwart“.

Räume in der Internationalen Geschichte: Von der Antike bis zur Gegenwart

Ziel der 5. Jahrestagung der AG ist es, zur historischen Reflektion über die Bedeutung von Räumen in der Internationalen Geschichte beizutragen.
Räume sind seit jeher konstitutiv für die Geschichte grenzüberschreitender Interaktionen und rufen eine Vielzahl an Assoziationen auf: denken lässt sich etwa an die Makro-Räume der Geopolitik, den ‚kolonialen Raum‘ oder den Weltraum. Ebenso gibt es die in der Geschichte immer wieder beschworenen ‚zivilisatorischen Kulturräume‘ oder den Territorialstaat und seine Grenzregime, die Räume des Zugangs und der Zugehörigkeit definieren und Interaktionen begrenzen. Räume prägen und gestalten internationale Beziehungen auf vielen Ebenen mit, sind Bezugspunkte des Denkens historischer Akteure, werden durch das transnationale Handeln von Staaten, Organisationen und gesellschaftlichen Akteuren immer wieder verändert und haben als Handlungs- und Imaginationsräume vielfältig auf die internationale Geschichte eingewirkt. Gleichwohl steht eine systematische und transepochale Betrachtung der räumlichen Dimensionen Internationaler Geschichte bisher aus. Dies anzugehen erscheint umso dringlicher, als sich der Raumbegriff im Zuge des spatial turns diversifiziert und von seinen geographischen und geopolitischen Bezugsrahmen emanzipiert hat.

Programm

Donnerstag, 29. September

15:00 Uhr: Begrüßung

15:15 - 16:45 Uhr: Panel 1: Mobilitäten
Moderation: Jonas Klein/Martin Deuerlein

Christian Reitzenstein-Ronning (München): „spatial punishments“ im antiken Rom – Verbannungsstrafe und internationale Politik zwischen Republik und Früher Kaiserzeit.

Christin Hansen (Paderborn): Von (un)zivilisierten Räumen und ihren Bewohner:innen – Raum-Mensch-Beziehungen und ihre Stereotypisierung in deutschsprachigen Reiseberichten des 19. Jahrhundert.

Mathias Haeussler (Regensburg): Beautiful Wiesbaden? Die Kurstädte des Deutschen Kaiserreichs als touristische „Hotspots“ zwischen transnationaler Vernetzung und nationaler Imagination, circa 1850 bis 1914.

17:15 - 18:45 Uhr: Panel 2: Fluide Räume
Moderation: Johanna Sackel

Lennart Schmidt (Düsseldorf): Die Genese der Supranationalität als Folgekonkurrierender Raumvorstellungen in der Integration der europäischen Binnenschifffahrt im frühen 19. Jahrhundert.

Katrin Kleemann (Bremen): Die Entdeckung, Erforschung und Vermessung der Tiefsee: Raumvorstellungen über die Meere von 1850 bis heute.

Anja Westermann (Paderborn): Die Vereinten Nationen und die Narration eines internationalen Flussbeckens.

anschließend gemeinsamer Tagesausklang mit Abendessen

Freitag, 30. September

08:45 - 10:45 Uhr: Panel 3: Mikro-Räume
Moderation: Michael Homberg

Lena Oetzel (Salzburg): Frühneuzeitliche Friedenskongresse als diplomatische Handlungsräume. Raumtheoretische Überlegungen am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresse.

Till Knobloch (Chapel Hill/Berlin): Der Berghof als Raum außenpolitischer Entscheidungen.

Paul Hähnel (Düsseldorf): Das Europahaus in Straßburg als mehrdimensionaler parlamentarischer Raum.

Lene Faust (Bern)/Christian Henrich-Franke (Siegen): Catanesische Räume und Identitäten: Territoriale (Re-) Konfigurationen im Spannungsfeld von Tradition und Moderne.

11:00 - 12:30 Uhr: Panel 4: Grenzräume
Moderation: Jost Dülffer

Marc Tipold (Potsdam): Grenzgänge – Raumkonstruktionen in der Spätantike oder die Frage nach einer Grenzziehung zwischen Rom und dem Sāsānidenreich.

Sandra Schieweck (München): Herrschaftsgrenzen als Gegenstand von Außenbeziehungen. Raumanalytische Perspektiven am Beispiel der mittelalterlichen Iberischen Halbinsel.

Alexandr Osipian (Berlin): Buffer zones and territorial sovereignty in international politics: inventing Novorossiya from Catherine II to Putin.

anschließend Abschluss der Tagung mit gemeinsamem Imbiss

13:00 - 14:00 Uhr: Mitgliederversammlung der AG Internationale Geschichte (hybrid)

Kontakt

homberg@zzf-potsdam.de