Geschichtsforschung in der preußischen Provinz Sachsen und in Anhalt im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Geschichtsforschung in der preußischen Provinz Sachsen und in Anhalt im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Veranstalter
John Palatini, Martin Müller (Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V.), Ulf Dräger (Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.) (Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V., Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt)
Ausrichter
Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V., Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt
Veranstaltungsort
Museum der Stadt Zerbst
Gefördert durch
Land Sachsen-Anhalt
PLZ
39261
Ort
Zerbst/Anhalt
Land
Deutschland
Vom - Bis
11.11.2022 - 12.11.2022
Deadline
15.09.2022
Von
John Palatini, Landes- und Regionalgeschichte, Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V.

Die Tagungen widmet sich der Erforschung der Vergangenheit auf dem Gebiet der preußischen Provinz Sachsen und Anhalts im "langen" 19. Jahrhundert. Erbeten werden Beiträge, die sich in diesem Kontext mit Institutionen (Geschichts- bzw. Altertumsvereine, Gesellschaften, Archive, Museen, Bibliotheken), Protagonisten (Heimatforscher, Universitätslehrer, Mäzene und Förderer) und deren Themen und Vorhaben (z.B. Grabungen, Sammlungen, Editionen, Publikationen) befassen.

Geschichtsforschung in der preußischen Provinz Sachsen und in Anhalt im 19. und frühen 20. Jahrhundert

„Nun war es wieder ein erhebendes Gefühl, eine Ehre, ein Triumph, ein Deutscher zu seyn, nun wandte man sich forschend auch nach der Deutschen Urzeit und den Jahren der früheren Größe und des Glantzes der Deutschen Nation zurück.“ Diese in Bezug auf den Sieg über Napoleon getätigte Aussage des Theologen und Nestors der südwestdeutschen Altertumsforschung Johann David Karl Wilhelmi steht paradigmatisch für den rasanten Aufschwung des Interesses an der eigenen Vergangenheit im deutschen Bürgertum der Vor- und Nachmärzzeit. Geschichtsvereine entstanden, deren Protagonisten Grabungen durchführten, Funde zusammentrugen und Sammlungen anlegten, Vorträge hielten und Ergebnisse veröffentlichten. Diese Akteure trugen zu einer sich neu etablierenden Museums- und Forschungslandschaft bei, die einen ungeahnten Impuls für die Beschäftigung mit und Konservierung von historischen Hinterlassenschaften mit sich brachte. Zugleich war die Motivation jener Pioniere oftmals geprägt von einem romantischen Blick auf die Vergangenheit und getragen von nationalem Hochgefühl, was nicht immer ohne Einfluss auf den Gegenstand ihrer Forschungen und Darstellungen blieb.

Die Tagung fokussiert auf eine regionale Untersuchung des Themas mit dem Ziel, auch kleinere Geschichtsvereine und im ländlichen Raum agierende Protagonisten in den Blick nehmen zu können. Unterteilt in die zwei räumlichen Sektionen Anhalt (11. November 2022) und preußische Provinz Sachsen (12. November 2022) sollen Institutionen (Vereine, Archive, Museen und Kommissionen), Protagonisten sowie deren Betätigungsfelder und Vorhaben (z.B. Grabungen, Sammlungen, Editionen, Publikationen) vorgestellt und in Beziehung zueinander gesetzt werden. Zugleich soll gefragt werden, welche Motivationen die Akteure leiteten und damit ihre Forschungsschwerpunkte bestimmten. Die Tagung knüpft an zwei vorangegangene Tagungen zur Geschichte des Thüringisch-Sächsischen Altertumsvereins 2018 und 2019 an.

Bitte senden Sie bei Interesse ein Exposé (max. 300 Wörter) für einen Vortrag von ca. 20 bis 30 Minuten sowie einen kurzen Lebenslauf bis zum 15. September 2022 an:

E-Mail: palatini@lhbsa.de

Die Tagung soll, sofern dies möglich sein wird, als Präsenzveranstaltung in Zerbst stattfinden. Ein Tagungsband ist geplant.

Kontakt

John Palatini
Tel.: 03452928613
E-Mail: palatini@lhbsa.de

Redaktion
Veröffentlicht am
12.08.2022
Beiträger