Mehr als Desinteresse und Abschottung? Zum Stellenwert des Militärs in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Mehr als Desinteresse und Abschottung? Zum Stellenwert des Militärs in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Veranstalter
Prof. Dr. Marcus Payk und Dr. Jan Stöckmann
Veranstaltungsort
Helmut-Schmidt-Universität, H1, Seminarraum 405/406
PLZ
20043
Ort
Hamburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
29.09.2022 - 30.09.2022
Deadline
11.09.2022
Von
Jan Stöckmann, Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

Der Workshop versammelt eine Reihe aktueller Forschungsprojekte – von politischen Einstellungen in der Truppe über die Debatte um Auslandseinsätze bis hin zu geschlechter-, technik- oder bildungshistorischen Perspektiven. Interessierte Gäste sind nach verbindlicher Anmeldung bis 11. September 2022 unter jan.stoeckmann@hsu-hh.de herzlich willkommen.

Mehr als Desinteresse und Abschottung? Zum Stellenwert des Militärs in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Welche Rolle spielt das Militär in der Geschichte der Bundesrepublik? Welche Brüche und Kontinuitäten sind für die Beziehungen zwischen Militär und ziviler Welt kennzeichnend? Während die Bundeswehr in der Militärgeschichte einen festen Platz hat, gibt es aus allgemeinhistorischer Perspektive bislang nur wenig Forschungen zur politischen Relevanz und gesellschaftlichen Einbettung der deutschen Streitkräfte nach 1955. Bei einem zweitägigen Workshop widmen wir uns diesem Thema anhand einer Reihe aktueller Forschungsprojekte – von politischen Einstellungen in der Truppe über die Debatte um Auslandseinsätze bis hin zu geschlechter-, technik- oder bildungshistorischen Perspektiven. Unser Ziel ist es, das vielfach beklagte Desinteresse der Gesellschaft und die daraus angeblich resultierende Abschottung der Bundeswehr historisch zu reflektieren und in längeren Entwicklungslinien der (west-)deutschen Geschichte einzuordnen.

Programm

29. September

14:00 Uhr Begrüßung und Einführung in das Thema

Marcus PAYK/Jan STÖCKMANN

14:15 Uhr Panel 1: Politische Akteure in einer unpolitischen Institution?

Jakob SAß: Skandale in Uniform: Radikale Rechte und die Bundeswehr (1955-1998)
Jan TATTENBERG: Zwischen Zivilgesellschaft und militärischem Gehorsam: Die Soldaten des Darmstädter Signals

16:00 Uhr Panel 2: Nicht nur Landesverteidigung? Entwicklungen in der äußeren Sicherheitspolitik der Bundesrepublik

Patrick MERZIGER: „Engel der Lüfte“? Die Auslandseinsätze der Bundeswehr im Rahmen der humanitären Hilfe 1960-1990
Marc CHAOUALI: „Runter von der Zuschauertribüne“. Die Debatte um Auslandseinsätze vor und nach 1990 zwischen Selbstbeschränkung und neuem außenpolitischen Selbstbewusstsein
Christopher MUHLER: Transformation des Scheiterns? Die Auslandseinsatzpolitik der Bundesregierung und der Stellenwert des Militärischen seit der Wiedervereinigung im Spiegel des Streitkräfteurteils 1994

30. September

9:00 Uhr Panel 3: Das Militär als Impulsgeber und Resonanzraum von Wirtschaft und Gesellschaft

Janine FUNKE: Der Einfluss von Bundeswehr und militärischer Forschung auf die Ausbildung digitaler Strukturen in der Bundesrepublik
Friederike BRÜHÖFENER: Ein Spiegelbild der bundesrepublikanischen Gesellschaft? Die Bundeswehr im Zeitalter des Kalten Kriegs – Geschlechterhistorische Perspektiven
Lukas GRAWE/Niklas LENHARD-SCHRAMM/Jan STÖCKMANN: Kämpfer oder Denker: Zur Geschichte der Universität der Bundeswehr Hamburg

11:30 Uhr Bilanz: Debatten und Desiderate einer Zeitgeschichte des Militärischen in der Bundesrepublik

Dagmar BUSSIEK/Jörg ECHTERNKAMP/Marcus PAYK/Jan STÖCKMANN

Interessierte Gäste sind nach verbindlicher Anmeldung bis 11. September 2022 unter jan.stoeckmann@hsu-hh.de herzlich willkommen.

Kontakt

jan.stoeckmann@hsu-hh.de

Redaktion
Veröffentlicht am
24.08.2022
Beiträger
Klassifikation
Epoche(n)
Region(en)
Thema
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch
Sprache der Ankündigung