Hochschullehre in Osteuropa III

Hochschullehre in Osteuropa III

Veranstalter
Matthias Buergel und Andreas Umland, Hgg. (Peter Lang Verlag)
Veranstaltungsort
Frankfurt am Main: Peter Lang
Ort
Kiew / Perm
Land
Ukraine
Vom - Bis
19.02.2006 - 01.10.2006
Deadline
01.10.2006
Von
Andreas Umland

„Geistes- und sozialwissenschaftliche Hochschullehre in Osteuropa III: Transformation und Stagnation an postsowjetischen Universitäten“ (in deutscher und englischer Sprache)
Herausgegeben von Matthias Bürgel und Andreas Umland
(Frankfurt/M.: Peter Lang, 2007)

Einsendeschluss: 01.10.2006

Die ersten beiden Bände des Projektes enthielten Erfahrungsberichte von deutschen und österreichischen Gastlektoren vor allem der Geschichts-, Politik-, Literatur- und Sprachwissenschaften in verschiedenen Transformationsstaaten (siehe http://www.peterlang.de/index.cfm?vID=52801&vLang=D&vHR=1&vUR=2&vUUR=1vUR=2&vUUR=1). Der Schwerpunkt des geplanten dritten Bandes liegt auf pro- und regressiven Tendenzen an Hochschulen des postsozialistischen Raums. Die neuen Beiträge sollen über bloße Lehrerfahrungen hinausgehen, analytische Elemente inkorporieren und allgemeine oder hochschul- bzw. disziplinenspezifische Probleme des geistes- und sozialwissenschaftlichen Hochschulunterrichts in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in Zentralasien und im Kaukasus untersuchen.

Zur Illustration verweisen wir auf folgende downloadbare Beiträge mit Modellcharakter für den geplanten Sammelband:
Gennadij A. Bordjugov: Einige Probleme bei der Ausbildung der neuen Historikergeneration Rußlands, http://www.ruhr-uni-bochum.de/lirsk/pdf/gedaechtnis.pdf, S. 109-118;
Christine Teichmann: Nachfrageorientierte Hochschulfinanzierung in Russland. Ein innovatives Modell zur Modernisierung der Hochschulbildung, http://www.hof.uni-halle.de/cms/download.php?id=39;
Helen Shestopal: Observations on the Transformation of the Political Science Community in Post-Soviet Russia, http://www.apsanet.org/imgtest/TransPSCommunityPost-SovietRussia-Shestopal.pdf.

Im Mittelpunkt steht die Analyse sowohl einzelner universitärer Fächer als auch ganzer Universitäten bzw. Hochschul- und Bildungssysteme im postsozialistischen Raum. Dies betrifft sowohl die internationale Integration bzw. Abschottung von Universitäten als auch ihre Transformierung innerhalb eines größeren (nationalen) Kontextes sowie die Reformierung der Hochschullehre und -forschung im internationalen Kontext (TEMPUS-Programme, Implementierung von Bologna-Resolutionen). Mögliche Aufsatzthemen wären etwa:

- Geschichte und Philosophie der Aktivitäten westlicher Lektoren- und Förderprogramme in Osteuropa
- Erfahrungen westlich orientierter neuer Fakultäten und Hochschulen
- Unterschiede in der Ausbildung an west- und osteuropäischen Universitäten sowie im Curriculum und Selbstverständnis der Universitäten des jeweiligen Landes
- Plagiarismus, Korruption, Vetternwirtschaft
- Evaluation von Lehre und Forschung
- Kooperationen zwischen west- und osteuropäischen Universitäten und Fachbereichen
- Antihumanistische Tendenzen an postsowjetischen Hochschulen (Geopolitik, „Neoeurasismus“, Ethnogenese- und Verschwörungstheorien usw.)

Beiträge zu weiteren, hier nicht aufgezählten relevanten Themen sind ebenfalls willkommen, wobei alle Beiträge neben einer impressionistischen auch eine analytische Dimension aufweisen sollten. (Reine Erfahrungsberichte werden nicht mehr berücksichtigt.) Wir hoffen auf Beiträge nicht nur aus Deutschland, sondern auch von osteuropäischen oder anderen Wissenschaftlern mit Erfahrungen in Osteuropa. Es werden jedoch nur korrekt annotierte Beiträge in druckreifem Deutsch oder Englisch, auf muttersprachlichem Niveau, berücksichtigt.

Der Umfang Ihres Beitrages sollte 2.000 Wörter nicht unter- und 8.000 Wörter nicht überschreiten. Es wird um Abfassung der Beiträge gemäß der alten Rechtschreibregeln gebeten. Die verwendeten Primär- und Sekundärquellen müssen vollständig in Fußnoten (bei Nutzung der Word-References-Funktion) angegeben werden. Es gilt die Zitationsweise der Zeitschrift „Osteuropa“. Das heißt:
- bei Zeitschriftenaufsätzen/Zeitungsartikeln: vollständiger Name des/der Autors/en (Trennung der Namen durch Schrägstriche), Doppelpunkt, vollständiger Titel des Aufsatzes/Artikels, Komma, „in:“ Titel der Zeitschrift/Zeitung, Komma, (soweit vorhanden) Jahrgangsnummer, „Jg.“, Komma, Heft-/Ausgabennummer, Schrägstrich, Datum oder Jahr, Komma, Seitenangabe(n), Punkt oder Semikolon – Beispiele: Ann Barbara Stolz: Teaching Democratic Principles in a Traditional Russian University. Fomenting a Quiet Revolution, in: PS. Political Science & Politics, 29. Jg., 3/1996, S. 592-597; Tanja Penter: Das Hochschulwesen der Ukraine. Zu Reformen, gesetzlichen Grundlagen, Problemen und Perspektiven nach der staatlichen Unabhängigkeit, in: Osteuropa, 51. Jg., 11/2001, S. 1212-1232;
- bei Büchern: vollständiger Name des/der Autor/en bzw. Herausgeber/s (Trennung der Namen durch Schrägstriche, bei Sammelband: Komma, „Hg.“), Doppelpunkt, vollständiger Titel des Buches, Punkt, Leerzeichen, Querstrich, Leerzeichen, Verlagsort, Doppelpunkt, Verlag, Komma, Jahr, Komma, Seitenangabe, Punkt oder Semikolon – Beispiel: Civic Education Project, Hg.: Education for Transition Part II. Social Science Teaching at Central and East European Universities. A Needs Assessment. – Budapest: Civic Education Project in association with the Institut für die Wissenschaften vom Menschen, 1997;
- bei Sammelbandbeiträgen: vollständiger Name des/der Autors/en (Trennung der Namen durch Schrägstriche), Doppelpunkt, vollständiger Titel des Aufsatzes, Komma, „in:“ Name des/der Herausgeber/s, „Hg.“, Doppelpunkt, vollständiger Titel des Buches (bei Jahrbuch zusätzlich: Komma, Jahrgangsnummer, „Jg.“; bei mehrbändiger Ausgabe: Komma, „Bd.“, Bandnummer), Punkt, Leerzeichen, Querstrich, Leerzeichen, Verlagsort, Doppelpunkt, Verlag, Komma, Jahr, Komma, Seitenangabe, Punkt oder Semikolon – Beispiele: Sergej Laboda: Die Entwicklung des Hochschulwesens in Belarus in den 90er Jahren. „Back to the Future?“, in: Tristan Coignard et al., Hg.: Ost-West Perspektiven. Eine Schriftenreihe des Promotionskollegs Ost-West, Bd. 1. – Bochum: Institut für Deutschlandforschung & Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur, 2002, S. 85-94; Anne Hartmann/Christine Teichmann: Neubeginn und Altlasten. Antithetische Anmerkungen zur russischen Hochschullandschaft, in: Jahrbuch für Universitätsgeschichte, 7. Jg., 2004, S. 227-240.
- bei WWW-Seiten: (eventuell: Autor/en, Doppelpunkt, Titel der Site, Komma) Internetadresse, Klammer auf, „zuletzt geöffnet am [Datum]“, Klammer zu, Punkt oder Semikolon – Beispiele: Ray Johns: Academic Corruption in Ukraine, http://www.fulbright.kiev.ua/newsletters/06/p04en.html (zuletzt geöffnet am 02.09.2002); Anne Clift Boris: Teaching History in Belarus. Differences in Teaching and Learning Strategies, http://www.cep.org.hu/teachandlearn/doc/cliftboris.pdf (zuletzt geöffnet am 02.09.2002).
Bitte fügen Sie, soweit möglich, in die erste Zeile einer jeden Fußnote, zwischen der Fußnotennummer und dem Beginn des Textes der Fußnote ein Leerzeichen und einen Tabulator ein.

Kurze Zitate bitte in doppelte Anführungszeichen (einfache Anführungszeichen innerhalb von doppelten Anführungszeichen). Längere Zitate als abgesetzte Textblöcke. Wörter in nichtlateinischer Schrift müssen regelgerecht ins Deutsche oder Englische transliteriert sein. Siehe http://www.uni-bonn.de/%7Edbuncic/keyb/translit.htm bzw. http://library.princeton.edu/departments/tsd/katmandu/sgman/sltrans.html.

Unkorrekt annotierte oder unvollständig redigierte Beiträge werden zunächst berücksichtigt, müssen jedoch spätestens bis zum 1.12.06 druckreif, in der Endredaktion eines deutschen oder englischen Muttersprachlers, vorliegen. Beiträge die bis zum 1.12.06 nicht endbearbeitet bzw. abschließend redigiert wurden, können nicht mehr angenommen werden.

Herausragende bereits veröffentlichte Zeitschriftenaufsätze oder Sammelbandbeiträge können unter Umständen ein zweites Mal abgedruckt werden. In diesem Fall muss eine schriftliche Zustimmung des ersten Herausgeberorgans sowie eventueller weiterer Copyright-Besitzer zum Wiederabdruck vorliegen. Unser Band soll 2007 bei Peter Lang – Europäischer Verlag für die Wissenschaften (Bern, Berlin, Frankfurt am Main, New York, Oxford, Brüssel) erscheinen.

Reichen Sie bitte ebenfalls Ihre Kurzbiographie nach dem folgenden Muster ein:
Matthias Bürgel, 1. Staatsexamen, studierte Anglistik und Russisch auf Lehramt an Gymnasien in Oldenburg. 2002-03 Sprachlektor der Robert Bosch Stiftung an der Uraler Staatlichen Universität Jekaterinburg und ab 2003 DAAD-Lektor an der Staatlichen Universität Perm. Aufsatz zum Thema Reformen des russischen Bildungssystems in Subsidiarität - Regionalismus - Föderalismus Jahrbuch 03/04. Schwerpunkt: Kaliningrad. Region – Internationales Forum für lokale, regionale und globale Entwicklung, Hg. Winfried Böttcher (LIT 2004).

Andreas Umland, Dr.phil., studierte Politikwissenschaft und russische Geschichte in Leipzig, Berlin, Oxford, Cambridge und Stanford. 1997-99 Visiting Fellow an der Hoover Institution on War, Revolution and Peace und 2001-02 am Weatherhead Center der Harvard University. 1999-2001 Fachlektor der Robert Bosch Stiftung an der Uraler Staatlichen Universität Jekaterinburg und 2003 & 05 an der Nationalen Universität „Kyjiv-Mohyla-Akademie“. 2004 Vertretungsdozent an der University of Oxford. Seit 2005 DAAD-Lektor an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kyïv. Herausgeber der Buchreihe Soviet and Post-Soviet Politics and Society (http://www.ibidem-verlag.de/spps.html). Aufsätze in Osteuropa, Jahrbuch für Ostrecht, Journal of Slavic Military Studies, Demokratizatsiya, Problems of Post-Communism, East European Jewish Affairs, Ab Imperio, Neprikosnovennyj zapas, Polititscheskie issledovanija, Voprosy filosofii u.a.

Die Arbeitstitel der bisher eingereichten Beiträge sind:

‚Bildung und Reformen – Was tun? Einschätzungen über den Weg des russischen Bildungssystems’
Matthias Bürgel

‘Teaching Social Sciences at a Post-Soviet University: A Survey of Challenges for Visiting Lecturers in the Former USSR’
Andreas Umland

‚Aufstieg und Niedergang einer „Liberal Arts Institution“: Die American University – Central Asia in Kyrgyzstan’
Julia Droeber

‚Innenansichten einer Disziplin im Wandel: Politikwissenschaft in Rumänien’
Annette Freyberg-Inan

‚Die Geisteswissenschaften in Litauen: Perspektiven der Internationalisierung’
Bernd Gliwa

‚Nachwuchsjournalisten in Deutschland und Russland: Zieldefinitionen bei der Ausbildung und Berufsperspektiven’
Franka Kühn

‚Erfahrungen einer Hochschulkooperation zwischen Hannover und Omsk’
Olga Frick und Jörn Fehr

‚Die „Jena-Kaliningrad-Kooperation“: Erfahrungen mit dem Aufbau des Studienprogramms „Internationale Beziehungen und Europäische Studien“ an der Staatlichen Universität in Kaliningrad’
Stefan Gänzle und Guido Müntel

‚Interkulturelles Lernen im deutsch - russischen Kooperationsprozess: Kompetenzentwicklung von Hochschulen’
Kerstin Pezoldt und Marina Kolesnikova

‚Berufs- und Karriereverlauf der AbsolventInnen des Instituts für Internationale Studien der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag: Eine Verbleibstudie’
Dieter Segert und Jürgen R. Weber

‚Reform des deutschsprachigen Fachunterrichts an der Europäischen Humanistischen Universität in Minsk, Belarus’
Tobias Knubben und Ina Werner

Senden Sie bitte alle Nachfragen sowie die Beiträge als Word Document Attachements bis zum 1.10.06 an: Matthias Bürgel, MatthiasBuergel@web.de und Andreas Umland, andreas.umland@stanfordalumni.org oder

Dr. Andreas Umland
DAAD-Lektorat Schewtschenko-Universitaet
Deutsche Botschaft Kiew
wul. Bohdana Chmelnyzkoho 25
UA-01901 Kyjiw
UKRAINE

(Stand: 19.2.06)

Programm

Kontakt

Andreas Umland

DAAD, Deutsche Botschaft Kiew, vul. Bohdana Khmelnitskoho 25
UA-01901 Kyjiv, UKRAINE

andreas.umland@stanfordalumni.org

http://www.peterlang.de/index.cfm?vID=52801&vLang=D&vHR=1&vUR=2&vUUR=1
Redaktion
Veröffentlicht am
26.02.2006
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