Lateinschulen im mitteldeutschen Raum

Lateinschulen im mitteldeutschen Raum

Veranstalter
Professur für Literatur-und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Technische Universität Chemnitz
Veranstaltungsort
Aula der Westsächsischen Hochschule
Ort
Zwickau
Land
Deutschland
Vom - Bis
20.09.2012 - 22.09.2012
Von
Gesine Mierke

Die ‚Lateinschule‘ des ausgehenden Mittelalters ist eine prekäre Institution im Spannungsfeld stadtbürgerlicher, kirchlicher und landesherrlicher Kräfte, deren Einrichtung sich zumeist heterogenen Zielsetzungen verdankte. Ambulantes Lehrpersonal wurde mit der Vermittlung international anerkannter Wissensgüter betraut, die in regionaler Ausprägung Anwendung etwa in Verwaltung oder Kirche finden sollten. Am Beispiel der seinerzeit in besonders hohem Ansehen stehenden Einrichtungen im (ost-)mitteldeutschen Raum fokussiert die Tagung die Konstituenten der Institution ‚Lateinschule‘ im Spannungsfeld ihrer Bedingungen. Fragen der Institutionalisierung stehen dabei ebenso im Blick wie Wissensbiographien und Karrieremuster von Schülern und Lehrern, ihre Mobilität und ihre Vernetzung, die Organisation des Wissens in Schulordnungen sowie Spezifika der Curricula, wie sie sich in den erhaltenen Zeugnissen des Unterrichtswesens manifestieren.

Programm

Donnerstag, 20. 09. 2011

12.30 Uhr Stadtführung

14.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung der Tagung durch Prof. Dr. Stefan Pfeiffer, Dekan der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz

Sektion I: Konstituenten der Lateinschule

14.30 Uhr Dr. Sita Steckel (Münster): ›Wissensgeschichten‹. Schulen des Mittelalters als Gegenstand neuerer Forschungen

Diskussion

15.15 Uhr Prof. Dr. Christoph Fasbender (Chemnitz): Die Überlieferung aus den Lateinschulen Mitteldeutschlands. Eine Bestandsaufnahme.
Diskussion

16.00 Uhr Kaffeepause

16.30 Uhr Dr. des. Marek Wejwoda (Leipzig): Die Artistenfakultät als Lateinschule? – Institutionen, Träger, Rezipienten und Inhalte elementarer Bildung in Leipzig (15. Jh./frühes 16. Jh.)

Diskussion

17.15 Uhr PD Dr. Robert Gramsch (Jena): Von ›Schulstreiten‹ und Universitätsgründungen. Das höhere Schulwesen im Spannungsfeld von Kirche und städtischer Welt im späten Mittelalter (13.-15.Jh.)

Diskussion

20.00 Uhr Lesung: Dr. Eske Bockelmann (Chemnitz)

Freitag, 21. 09. 2011

Sektion II: Zwischen Stadt, Landesherr und Kirche

9.30 Uhr Stefanie Weiß, M.A.: Wie ein schulmeister Regiren sol - Die Jenaer Schulordnung von 1490

Diskussion

10.15 Uhr Dr. Gesine Mierke (Chemnitz): ›Zcu dem grab clagende kam wir alle gegangen‹ - Osterspiele in Zwickau

Diskussion

11.00 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Prof. Dr. Franz Körndle (Augsburg): Das Eisenacher Cantionale und die Rolle der Lateinschüler in der Liturgie

Diskussion

14.00 Uhr Gregor Hermann, M.A. (Zwickau): Müssen sie ein genus Carminis Horatij eintrechtig mit vier stymmen singen - Odengesang und Odenkomposition an der Zwickauer Ratsschule (1500-1650)

Diskussion

14.45 Uhr Dr. Klaus Kipf (München): Balthasar Crusius - ein sächsischer Schuldramatiker

Diskussion

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Prof. Dr. Cora Dietl (Gießen): Johannes Krügingers Schulspiele in Marienberg

Diskussion

20.00 Uhr Abendvortrag: Prof. Dr. Volker Honemann (Münster): Das spätmittelalterliche Spiel – Autoren und Organisation

Samstag, den 22. 09. 2011

Sektion III: Kanon und Curriculum

9.30 Uhr Posterpräsentation: Sandy Rücker, B.A. (Chemnitz): De scolasticali informatione

Diskussion

10.15 Uhr PD Dr. Michael Baldzuhn (Hamburg): Die Schülergespräche des Montanus.

Diskussion

11.00 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Dipl.-Germ. Andrea Kramarczyk (Chemnitz): Lehrer, Schüler und Eltern in den Schülergesprächen des Paulus Niavis.

Diskussion

12.15 Uhr Abschlussdiskussion

Kontakt

Gesine Mierke

Institut für Germanistik und Kommunikation, Thüringer Weg 11, 09107 Chemnitz

0371/53136974

gesine.mierke@phil.tu-chemnitz.de


Redaktion
Veröffentlicht am
23.08.2012
Beiträger