Tagung der (in Gründung befindlichen) AG Internationale Geschichte

Tagung der (in Gründung befindlichen) AG Internationale Geschichte

Veranstalter
Peter Hoeres / Anuschka Tischer, Universität Würzburg für die zu gründende AG Internationale Geschichte
Ort
Würzburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
19.03.2015 - 20.03.2015
Deadline
30.04.2014
Von
Thiemeyer, Guido

Die in Gründung befindliche AG Internationale Geschichte im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) veranstaltet am 19./20. März 2015 ihre erste Fachtagung „Medien der Außenbeziehungen von der Antike bis zur Gegenwart“. Dabei sollen in diachroner Perspektive verschiedene Formen und Träger von Außenkommunikation in den Blick genommen werden. Die grundsätzliche Überlegung ist dabei, dass die Kommunikation zwischen Gesellschaften und Staaten spezifischer Übermittlungskanäle bedarf. Dabei spielt die persönliche Begegnung zwischen offiziellen Entscheidungsträgern ebenso eine Rolle wie die außenpolitische Kommunikation über Dritte: Diplomaten und das breite Spektrum formeller und informeller Akteure. Neben die persönliche tritt die mediale Kommunikation, die je nach Zeit und Ort unterschiedlich stattfinden kann: über Korrespondenzen, Depeschen, Telegramme, Telefongespräche etc. Kommuniziert werden kann symbolisch, über kulturelle Medien (Theater, Kino) sowie in direkter und indirekter (inspirierter oder geleakter) Form über die Massenmedien. Die Spannbreite außenpolitischer Kommunikation reicht letztlich bis hin zu Atomtests und Kriegseinsätzen. Jenseits der außenpolitischen Kommunikation lassen Reiseverkehr, Reiseberichte, Migration, grenzüberschreitende Beziehungen in gemeinsamen Kulturräumen, Publizistik und Belletristik, Herrscherpropaganda, staatliche und private Werbung, Bilder (Postkarten, Graphiken, Gemälde) und Berichte der Massenmedien die Bürger unterschiedlicher Gemeinwesen voneinander Kenntnis nehmen und definieren beziehungsweise konstruieren erst das Innen und Außen einer Gesellschaft.

Die Tagung will insbesondere erörtern,
- welche Formen der Außenbeziehungen koexistierten und einander ablösten
- inwiefern einerseits technische Innovationen die Außenkommunikation veränderten und determinierten und
- inwiefern andererseits gesellschaftliche, politische und kulturelle Anforderungen und Bedürfnisse diese technischen Innovationen erst hervorbrachten oder implementierten
- welche Rolle jeweils neue Medien, politisch-kulturelle Codes und die Beschleunigung der Kommunikation spielten
- welche Trends zur Verschriftlichung, Kodifizierung, Formalisierung, Depersonalisierung, Versachlichung, Beschleunigung und Ausweitung der Akteure sich in den Außenbeziehungen ausmachen lassen
- welche retardierenden Momente es innerhalb dieser Entwicklungen gibt und welche Renaissancen zu beobachten sind (Vermehrung der Face-to-Face-Kommunikation durch schnellere Reisemöglichkeiten oder Errichtung neue Arkanräume etwa durch Backchannels)?

Die Tagung verortet sich im Schnittfeld von (neuer) Diplomatiegeschichte, Geschichte der Internationalen Beziehungen, transnationaler Geschichte und Technik- und Kulturgeschichte. Die Beiträge sollen dezidiert ihren eigenen Ansatz reflektieren und auf empirischer Grundlage Antworten auf die aufgeworfenen Fragen geben. Erwünscht sind Beiträge aus allen Epochen, gerne auch interdisziplinäre Ansätze. Für die Referenten werden die Fahrt- und Übernachtungskosten übernommen. Neben einem zweiseitigen Abstract (5.000 Zeichen) zum geplanten Vortrag soll ein einseitiges Kurz-CV als e i n PDF eingesandt werden. Der Abstract soll neben inhaltlichen Angaben auch Überlegungen zum gewählten Ansatz enthalten. Einsendungen werden bis zum 30.4.2014 erbeten an: Peter.Hoeres@uni-wuerzburg.de

Programm

Kontakt

Peter.Hoeres@uni-wuerzburg.de


Redaktion
Veröffentlicht am
11.12.2013
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch
Sprache der Ankündigung