Feste Stand(es)punkte oder fließende Hierarchien? Konsense und Konflikte zwischen Klerus und Laien in geschlechtergeschichtlicher und epochenübergreifender Perspektive

Feste Stand(es)punkte oder fließende Hierarchien? Konsense und Konflikte zwischen Klerus und Laien in geschlechtergeschichtlicher und epochenübergreifender Perspektive

Veranstalter
Arbeitskreis für historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG) e.V., Region West (Saarland/Rheinland-Pfalz) Anne Conrad, Lina Peiffer, Susanne Schulz
Veranstaltungsort
Universität des Saarlandes, Graduate Center
Ort
Saarbrücken
Land
Deutschland
Vom - Bis
16.02.2018 - 17.02.2018
Deadline
01.07.2017
Von
Conrad, Anne

Standeszugehörigkeiten und hierarchische Konzepte bildeten und bilden Orientierungspunkte für den sozialen Umgang und die Vernetzung zwischen Personengruppen. Insbesondere „der Klerus“ und „die Laien“ stellen in Altertum, Mittelalter wie auch in Früher Neuzeit und neuerer Geschichte zwei Gruppen dar, deren Interaktionen vielfältige Rückschlüsse auf die Selbstwahrnehmung der Gruppen und auch ihre Einbindung in den sozio-kulturellen Kontext der Zeit zulassen. Doch stellt sich hier auch die Frage, inwiefern es Einzelpersonen (vor allem weiblichen Laien) oder auch Gruppen möglich war, diese festen hierarchischen Grenzen zu durchbrechen und eigene, unabhängige Handlungsspielräume zu schaffen. Steht in der jeweiligen Epoche und im jeweiligen gesellschaftlichen und/oder kirchlichen Zusammenhang ein konsensfähiges Miteinander zwischen Klerikern und Laien im Vordergrund oder agieren die Gruppen gegeneinander, um ihre Interessen durchzusetzen? Entsprechen die Hierarchien den Geschlechterasymmetrien oder stehen sie ihnen entgegen bzw. werden diese dadurch unterlaufen? Wel-che Konsequenzen ergeben sich daraus?

Entlang dieser Leitgedanken bietet der Workshop ein Forum für Forschungsberichte und Projektideen zum Thema des Verhältnisses von Klerus und Laien in verschiedenen historischen Epochen, wobei ins-besondere Zugänge und Methoden der historischen Geschlechterforschung im Blick sein sollten. Interessierte aus der Geschichtswissenschaft, Theologie, Literaturwissenschaft und verwandten Disziplinen sind eingeladen, ihre Forschungsergebnisse, Projekt- und/oder Qualifikationsarbeiten in kurzen (Impuls-)Vorträgen und mit Hilfe von Postern vorzustellen und zu diskutieren. Zum lebendigen Austausch sind zudem ForscherInnenwerkstätten geplant, in denen in Kleingruppen intensiver an jeweils einer epochentypischen oder spezifischen geschlechtergeschichtlichen Problematik gearbeitet und der interdisziplinäre Austausch gefördert wird.

Programm

Kontakt

Lina Peiffer

Universität des Saarlandes, Philosophische Fakultät, Katholische Theologie, A 4.2, 66123 Campus

lina.peiffer@uni-saarland.de


Redaktion
Veröffentlicht am
18.05.2017
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Klassifikation
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