Ad limina - Die Historischen Grundwissenschaften im Spannungsfeld zwischen Interdisziplinarität und Profilierung

Ad limina - Die Historischen Grundwissenschaften im Spannungsfeld zwischen Interdisziplinarität und Profilierung

Veranstalter
Jun.-Prof. Dr. Étienne Doublier / Daniela Schulz, Bergische Universität Wuppertal; Dominik Trump, M.A., Universität zu Köln
Veranstaltungsort
Bergische Universität Wuppertal, Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, 42119 Wuppertal, Gebäude K, Raum K 8 (K.11.10)
Ort
Wuppertal
Land
Deutschland
Vom - Bis
07.03.2019 - 08.03.2019
Deadline
24.02.2019
Von
Dominik Trump, Historisches Institut, Universität zu Köln

Von jeher zeichnen sich die Historischen Grundwissenschaften durch einen Austausch über die eigenen Disziplingrenzen hinweg aus. Dieser beschränkt sich oftmals allerdings auf die mittelalterliche bzw. (früh-)neuzeitliche Geschichte sowie deren Methoden. Eine Auseinandersetzung mit weiteren Disziplinen, insbesondere jenen, die sich ebenfalls mit Kulturerbe befassen oder ähnliche Herangehensweisen und Fragestellungen an ihr Material haben (wie z.B. die Editionswissenschaft, germanistische Mediävistik, Altertumskunde, digitale Geisteswissenschaften, Kunstgeschichte oder auch die Sozialwissenschaften), bleibt in der Breite allerdings vielfach aus. Dass gerade diese großes Potenzial bieten würde, um einerseits die eigene Disziplin und deren Methodik kritisch zu reflektieren, andererseits neue methodische Ansätze für die eigene Forschung kennenzulernen und einzusetzen, scheint mittlerweile unstrittig. Auch deshalb wird eine Neuausrichtung grundwissenschaftlicher Curricula seit einigen Jahren intensiv diskutiert.

Neben Potenzialen, welche die Übernahme von neuen bzw. disziplinfremden methodischen Ansätzen unzweifelhaft bietet, bringt deren Anwendung aber auch Probleme mit sich. Die Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung des grundwissenschaftlichen „Werkzeugkastens“ setzt einen noch intensiveren Austausch und eine stärkere Öffnung gegenüber anderen Epochen und quellennah arbeitenden Nachbardisziplinen voraus. Gleichzeitig sollen dabei auch die traditionellen Kompetenzen und damit auch das eigenständige Profil der Grundwissenschaften nicht verloren gehen.

Die 5. Jahrestagung des „Netzwerk Historische Grundwissenschaften“ (NHG), die am 7./8. März 2019 an der Bergischen Universität Wuppertal stattfindet, bietet eine Plattform, um dieses Spannungsfeld durch Fachvorträge sowie gemeinsame Diskussionen zu thematisieren, und somit die Grenzen neu auszuloten. – Ad limina!

Programm

Donnerstag, 7. März 2019

11.00 Uhr: Begrüßung und Einleitung

Grundwissenschaftliche Methoden – Von Potenzialen und Grenzen

11.30 Uhr
Hendrik Baumbach (London/Marburg): Quantitative Urkundenforschung – Gütekriterien für die praktische Arbeit
12.05 Uhr
Anja Blode (Köln): Ein neuer Blick auf die skandinavische Geschichtsschreibung des Spätmittelalters
12.40 Uhr
Tobias Jansen (Bonn): Anfänge urkundlicher Tätigkeit der Bischöfe von Verden (11. und 12. Jahrhundert) – Am Rande des Interpretierbaren?!

13.15 Uhr: Mittagspause

Themen am Rande? – An den Grenzen traditioneller Grundwissenschaften

14.45 Uhr
Maik Schmerbauch (Berlin): Ausgewählte Metadatenkonzepte zu historischen Dokumenten als Methode ergänzender historischer Grundwissenschaft
15.20 Uhr
Pierre Smolarski (Wuppertal) und René Smolarski (Erfurt): Wissenschaftliches Stiefkind und amateurhafte Liebhaberei: Die Philatelie als historische Grundwissenschaft in einer digitalen Forschungslandschaft
15.55 Uhr
Michael Hecht (Münster): Genealogie zwischen Grundwissenschaft, populärer Praxis und Forschungsgegenstand: interdisziplinäre Perspektiven

16.30 Uhr: Pause / Empfang

18.00 Uhr: Abendvortrag (Gebäude I, Hörsaal 28)
Manfred Thaller (Köln): Kennen wir die Vergangenheit? Oder: Verflacht die IT die Beziehung zwischen HistorikerInnen und ihren Quellen oder vertieft sie sie?

19.30 Uhr: Abendessen

Freitag, 8. März 2019

9.30 Uhr: Begrüßung

Im Zentrum der Grundwissenschaften – Frische Blicke auf traditionelle Themen

9.45 Uhr
Naemi Winter (Bonn): Beglaubigungsstrategien in den Kölner Bischofsurkunden des 10. und 11. Jahrhunderts
10.20 Uhr
Daniel Luger (Wien): Geschichte von unten? Das Supplikenwesen an den Höfen der Könige Frankreichs und des römisch-deutschen Reiches im Spätmittelalter

10.55 Uhr: Kaffeepause

11.20 Uhr
Mareikje Mariak (Bonn): Vom Fremdbild zum eigenen Bild. Überlegungen zum Wandel der Siegelgestaltung in der späten Karolingerzeit

11.55 Uhr: Impulsvortrag
Clemens Rehm (Stuttgart): Inhalte und Akteure – Ein Masterplan für die Historischen Grundwissenschaften
12.20 Uhr: Plenumsdiskussion

13.10 Uhr: Mittagspause

14.30 Uhr: Organisatorisches, anschl. Verabschiedung

Um Anmeldung bis zum 24. Februar 2019 (nhg2019[at]uni-wuppertal.de) wird gebeten! Weitere Informationen unter: https://adlimina.hypotheses.org/.

Kontakt

Dominik Trump
Universität zu Köln
Historisches Institut

dtrump1[at]uni-koeln.de

https://adlimina.hypotheses.org/
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