Eliten und Elitenkritik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Tagung des Archivs für Sozialgeschichte

Eliten und Elitenkritik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Tagung des Archivs für Sozialgeschichte

Veranstalter
Archiv für Sozialgeschichte/ Friedrich-Ebert-Stiftung
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
29.10.2020 - 30.10.2020
Deadline
30.06.2020
Von
Kufferath, Philipp

Eliten und Elitenkritik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
Tagung des Archivs für Sozialgeschichte (AfS) für Band 61 (2021)

[english version below]

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg hatten Eliten ein gutes Image. Ihnen wurden hohe Qualifikationen, besondere Fähigkeiten zur Führung und ein hohes Leistungsvermögen zugeschrieben. In der westlichen Welt setzte sich sogar die Überzeugung durch, Eliten seien in Demokratien unverzichtbar und mit den ausgleichenden Tendenzen des modernen Sozialstaats in Einklang zu bringen. Im Zeitalter der Globalisierung sind die Eliten allerdings mehr und mehr in Verruf geraten. In der aktuellen Debatte werden politische Eliten von rechten Populisten im Namen des »wahren« Volkes als abgehobene Akteure präsentiert, die nur egoistische Interessen verfolgten. Linke Antikapitalisten machen in den Eliten, die ökonomisch von der Globalisierung profitieren, ebenso wie in den »Superreichen« jene Kräfte aus, die der Verwirklichung ihrer Gerechtigkeitsideale entgegenstünden.

In der politisch-sozialen Sprache verbinden sich mit dem Begriff der Elite also Fragen nach der Organisation von Herrschaft und weitreichende Vorstellungen über soziale Ordnungen und politische Zukunftsentwürfe. Insofern stellen Eliten auch für die Geschichtswissenschaft ein vielversprechendes Forschungsfeld dar. In diesem Zusammenhang wird der Begriff der Elite – ähnlich wie in der Soziologie – als analytische oder beschreibende Kategorie verwendet. Demnach wären Eliten als Gruppen von meist der Oberschicht angehörenden Menschen zu verstehen, die – auf unterschiedlichen Ebenen von Staat, Gesellschaft, Politik oder Kultur – Leitungsfunktionen übernehmen und bestimmend in Entscheidungsprozesse eingreifen. Eine Sozialgeschichte der Eliten verspricht insofern Erkenntnisse über die grundlegenden sozialen Strukturen der Gesellschaft, die Verteilung und Legitimation von Macht und die politischen Partizipationschancen in den Prozessen des gesellschaftlichen Wandels seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert.

Wir laden Historikerinnen sowie historisch arbeitende Sozial- und Kulturwissenschaftlerinnen ein, über die Sozialgeschichte von Eliten vom 19. bis zum 21. Jahrhundert nachzudenken. Dabei können Eliten aus unterschiedlichen Bereichen in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur in den Blick genommen werden, beispielsweise der Adel, Unternehmerinnen, hohe Kleriker, Managerinnen, Intellektuelle, Staatsbeamte oder auch Politikerinnen, Parteifunktionäre und Künstlerinnen. Im Fokus stehen sozialgeschichtliche Fragen nach den Rekrutierungsmustern von Eliten, in kulturgeschichtlicher Perspektiven können Mechanismen der Einflussnahme, die Selbstbilder und schließlich die Legitimationsstrategien von Eliten untersucht werden. Von großer Relevanz ist zudem die Elitenkritik, ohne die man die Bildung und die Handlungsmuster von Eliten nicht verstehen kann. Willkommen sind schließlich auch Beiträge zur soziologischen oder kulturwissenschaftlichen Theorie der Eliten, die der historischen Elitenforschung wichtige Impulse vermitteln kann.

Leistung oder Herrschaft? Funktions- und Machteliten
Die zentralen Fragen der sozialgeschichtlichen Elitenforschung lauten: Wie kommt es zur Bildung von Eliten? Wie offen sind Eliten? Dominieren Mechanismen sozialer Selbstrekrutierung oder spielen die individuelle Leistung und der soziale Aufstieg eine vorherrschende Rolle? Besonders relevant erscheint diese Problematik zunächst für traditionale Eliten, beispielsweise für den europäischen Adel im langen 19. Jahrhundert, der sich mit aufsteigenden bürgerlichen Wirtschafts- und Bildungseliten in den Städten zu messen hatte. Hier könnten Adels- und Bürgertumsforschung gleichermaßen anknüpfen und fragen, aus welchen Herkunftsschichten die Mitglieder von Eliten stammten, wie typische Bildungswege aussahen, welche Karriereverläufe sich feststellen lassen, welche Heiratspolitik verfolgt wurde, kurzum, warum jemand überhaupt zur Elite gehörte oder auch nicht. In diesem Zusammenhang kann die Forschung sich an unterschiedliche Angebote sozialwissenschaftlicher Begriffsbildung anschließen, etwa an die Unterscheidung von Funktionseliten zum einen, die sich idealtypisch aufgrund von Leistung rekrutieren, und von »Machteliten« (Mills) zum anderen, die eher Cliquen gleichen und sich abschotten, um die eigene Herrschaft zu stabilisieren. Solche Forschungsperspektiven können für die neuere Reichtumsforschung ebenso relevant sein wie für die Parteiengeschichte, die sich mit der Rekrutierung und Rolle von politischen Führungsgruppen befasst. Auch in räumlicher Hinsicht ist die Elitenforschung offen, denn Eliten formierten sich auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene ebenso wie in internationalen oder transnationalen Kontexten. In diesem Zusammenhang könnte man etwa an die Eliten der Sozialistischen beziehungsweise Kommunistischen Internationalen oder auch die Elitenbildung im Prozess der Globalisierung des frühen 21. Jahrhunderts denken.

Soziale und kulturelle Praktiken von Eliten
Die Sozialgeschichte von Eliten ist nur zu verstehen, wenn ihre spezifischen sozialen Handlungsmuster untersucht und ihr Verhältnis zu jenen gesellschaftlichen Gruppen berücksichtigt wird, die nicht der jeweiligen Elite angehören und häufig allzu undifferenziert als »Massen« bezeichnet werden. Welche gesellschaftlichen Vorstellungen von Eliten bildeten sich also in unterschiedlichen Schichten aus, welche Selbstbilder lassen sich identifizieren? Ferner ist nach den spezifischen Formen der Soziabilität der Eliten zu fragen, nach Assoziationen wie Clubs, Vereinen, Geheimgesellschaften oder Salons, aber auch nach dem Heiratsverhalten, Mentalitäten oder Lebensstilen, mit denen Eliten die soziale Distanz zu den »einfachen Leuten« untermauerten. In diesem Zusammenhang können höchst unterschiedliche Eliten in den Blick genommen werden, von Unternehmerinnen und Gewerkschaftsfunktionären bis hin zu Basiseliten wie Betriebsräten oder Aktivistinnen globalisierungskritischer Bewegungen. Relevant sein könnten ferner Verwaltungseliten, deren Mitglieder etwa in Frankreich nicht nur einen rigorosen Bildungsweg zu absolvieren hatten, sondern – folgt man Pierre Bourdieu – einen eigenen Habitus entwickelten und auf die Distinktion durch »feine Unterschiede« setzten. Daran könnte auch die Geschlechtergeschichte mit ihren Problemstellungen anknüpfen. Inwieweit waren Eliten männlich geprägt, welche spezifische Rolle übernahmen Frauen in den Prozessen der Elitenbildung? Männerbünde könnten ebenso ein Thema sein wie die Führungseliten der Frauenbewegungen und des Feminismus im 19. und 20. Jahrhundert.

Elitenkontinuität und Elitenwechsel
Auch wenn Eliten generell bestrebt waren, ihre Position auf Dauer zu festigen, ist es seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert immer wieder zu einem Wechsel, dem Austausch oder dem Transfer von Eliten gekommen. Warum wurde die Kontinuität von alten Eliten gebrochen, und so könnte man fragen, wie kam es zum Aufstieg neuer Eliten? In diesem Zusammenhang stellt etwa die Epoche der Französischen Revolution von 1789 ein klassisches Forschungsfeld dar, denn die Revolution war mit einem Aufstieg neuer bürgerlicher Eliten verbunden. Ferner stellt sich das Problem, ob und inwieweit Nationalstaatsgründungen zu Elitenwechseln führten, so etwa in Deutschland nach 1871 oder auch in Italien in den Jahrzehnten nach dem Risorgimento. Der Blick könnte sich aber auch auf Prozesse der Dekolonisation im 20. Jahrhundert richten, in denen sich neue Eliten formierten. In der deutschen Zeitgeschichte dürften Zäsuren wie jene von 1933 und 1945, aber auch der Elitenaustausch nach der deutschen Einheit und der Auflösung des Ostblocks eine große Rolle spielen.

Legitimationsstrategien und Elitenkritik
Eliten setzten sich nicht nur durch soziale Praktiken von der »Masse« ab, sondern auch durch den Versuch, ihre herausgehobene Position diskursiv zu rechtfertigen. Ungleichheit wird in kapitalistischen Gesellschaften, darauf hat jüngst der Ökonom Thomas Piketty hingewiesen, immer auch auf politischem Wege, mittels legitimatorischer Ideologien der herrschenden Klassen stabilisiert. Welche Legitimationsstrategien von Eliten lassen sich also ausmachen? Wie sahen diese Elitendiskurse aus und in welche gesellschaftspolitischen Entwürfe waren die Konzepte von Eliten eingebunden? Welche Rolle spielten im 20. Jahrhundert die Verwissenschaftlichung des Sozialen und die Soziologie der Eliten etwa von Gaetano Mosca oder Vilfredo Pareto?
Die Legitimationsstrategien der Eliten antworten immer auf Elitenkritik. Zu nennen ist hier etwa die Adelskritik des frühen 19. Jahrhunderts oder die Kritik von Tendenzen der Oligarchisierung, mangelnder Demokratie und der Herrschaft der »Führer« über die »Massen« in den sozialistischen Arbeiterbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts. Generell ließe sich fragen, wie die Kritik von Eliten begründet wurde: Wie fügte sich die Elitenkritik in gesellschaftliche Visionen ein, wie spielten Elitenkritik und Forderungen nach Demokratisierung zusammen? Und schließlich: Lassen sich im 19. und 20. Jahrhundert auf lange Sicht Phasen der Entwicklung der Elitenkritik ausmachen? Veränderte sich etwa im späten 20. Jahrhundert die Form der Elitenkritik nach dem Ende des Ost-West-Konflikts oder im Prozess zunehmender Globalisierung?

Auf einer Tagung, die nach jetzigen Planungen am 29./30. Oktober 2020 bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin stattfinden wird, möchten wir Beitragsideen, Themenangebote und gemeinsame Fragen des hier skizzierten Rahmenthemas des Archivs für Sozialgeschichte 61 (2021) entwickeln. Sollte aufgrund anhaltender Kontaktbeschränkungen eine Präsenzveranstaltung im Oktober noch nicht möglich sein, werden wir eine andere Form der gemeinsamen Diskussion entwickeln. Wir laden daher alle Interessierten ein, uns bis zum 30. Juni 2020 Vorschläge einzureichen. Sie sollten 3.000 Zeichen nicht überschreiten und können, ebenso wie die Vorträge und die späteren Texte, auf Deutsch oder Englisch verfasst werden. Die anschließend von der Redaktion für den Band ausgewählten Beiträge im Umfang von etwa 60.000 Zeichen sollten bis zum 31. Januar 2021 fertiggestellt werden.

Das Archiv für Sozialgeschichte wird herausgegeben von Kirsten Heinsohn, Thomas Kroll, Anja Kruke, Philipp Kufferath (geschäftsführend), Friedrich Lenger, Ute Planert, Dietmar Süß und Meik Woyke.

Elites and the Critique of Elites from the 19th to the 21st Centuries

In the decades after the Second World War, elites had a rather good image. They were attributed high qualifications, namely the capacity for leadership and a high performance capability. In the Western world it even became a widespread view that elites are indispensable for democracies and can be brought in line with the equalizing tendencies of the modern welfare state. In the recent age of globalization, however, elites have increasingly fallen into disrepute. In current debates, right-wing populists, in the name of the »real« people, present political elites as out of touch with reality and only in pursuit of their egoistic interests. Leftist anti-capitalists identify those among the elites who profit economically from globalization as well as the »super-rich« as forces that obstruct the realization of their ideals of justice.
In political and social discourse, the term elite is thus connected with questions about the organization of power and with far-reaching ideas about social order and political designs for the future. In this perspective, elites are a promising field of inquiry also for historical research. Historians use the term elite – comparable to sociologists – as an analytical or descriptive category. Elites are hence understood as groups within the upper strata of society who occupy leadership roles in different fields of the state, society, politics or culture, and who have a crucial role in decision-making processes. A social history of elites promises insights into fundamental social structures of society, into the distribution and legitimation of power and into the chances for political participation in the process of societal changes since the late eighteenth century.
We invite historians and scholars who work in cultural studies and the social sciences from a historical angle to reflect on the social history of elites from the nineteenth to the early twenty-first century. We anticipate studies on elites from different fields in the economy, society, politics and culture: for instance, but not exclusively, members of the aristocracy, entrepreneurs, high-level clerics, managers, intellectuals, upper-level civil servants, but also politicians, party functionaries and leading artists. The focus should be on questions about recruitment patterns of elites in a socio-historical perspective. From the vantage point of cultural history, mechanisms through which influence is exerted, self-perceptions and legitimization strategies of elites can be analysed. Of high relevance are also studies of the critique of elites, which allow to understand the formation and the patterns of agency among elites. We do also welcome contributions on the history of theories of elites in sociology and cultural studies insofar as they help to inform historical research into elites. We envisage contributions that connect with one of the following four major themes.

Performance or Domination? Functional Elites and Power Elites
Central questions within the social history of elites are: how does the formation of elites occur? How open are they? Do they predominantly rely on mechanisms of self-recruitment or is there space for social risers and those who excel through their individual performance? This approach is particularly relevant for traditional elites, for instance for the European aristocracy in the long nineteenth century, which had to compete with the ascending urban bourgeois economic and educated elites. This topic provides an entry point for social historians of both the aristocracy and the middle classes, allowing to probe into the social strata from which elite members originated, into typical trajectories of their education and subsequent careers and into marriage policies they pursued; in short: inquiries into the reasons why certain people belonged to the elites whereas others did not. In this context, historians can adopt different categories and conceptual frameworks from the social sciences, for instances the distinction between functional elites – typically recruited on the grounds of performance – and power elites (C. Wright Mills) that rather resemble cliques and to seal themselves off from competition to stabilize their own hegemony. Inquiries in this vein can be relevant for the new emerging research into the wealthy as well for a history of parties that focuses on recruitment and the role of political leadership groups. The spatial dimension is another relevant aspect of research into elites, as the can constitute themselves on the local, regional and national level as well as in inter- and transnational contexts. Another potential topic in this perspective are the elites of the Socialist and Communist International and elite formation in the context of early twenty-first century globalization.

Social and Cultural Practices of Elites
Analysing the social history of elites requires to scrutinize their specific patterns of agency and their relation to non-elite groups, those who are often lumped together as the »masses« in a rather undifferentiated fashion. Which assumptions about those who belonged to the elites were prevalent in different social strata, which self-conceptions can we identify? Relevant are also the specific forms of sociability, i.e. clubs, associations, secret societies and salons in which members of the elite mingled, as well as marriage patterns, mentalities or social practices which allowed them to emphasize their distance to the »common folk«. A range of different elites can come into view here, entrepreneurial and trade union elites, in addition to lower ranking elites such as members of works councils in factories or activists in anti-globalization movements. Relevant are also administrative elites whose members – as Pierre Bourdieu has emphasized for the French case – did not only have to achieve educational qualifications but also required a specific »habitus« and tried to distinguish themselves socially through a distinctive »taste«. Gender historical questions come into play here as well. To what extent were elites dominated by men, and what was the role of women in elite formation? Male bonding in »Männerbünde« is a potential topic, as are the elites of the women’s movements and feminist groups of the nineteenth and twentieth centuries.

Continuity and Change among Elites
In principle, elites were keen to cement their position in enduring fashion. However, since the late eighteenth century we increasingly see a change, a substitution and a transfer of elites. Why was the continuity of established elites broken, and how did the rise of new elites occur? The epoch of the French Revolution from 1789 is a classic field of research in this context, as the Revolution led to the ascendency of new bourgeois elites. Another facet of this approach is the question whether periods of national unification, as in Germany after 1871 or in Italy during the Risorgimento, ushered in changes in elites. Yet also the formation of new elites during the process of decolonization throughout the twentieth century could come into view. In a focus on German contemporary history, caesuras as those of 1933 and 1945 as well as the collapse of the GDR and German reunification could be relevant for the circulation of elites.

Legitimization Strategies and the Critique of Elites
Elites are not only trying to distinguish themselves from the »masses« through specific habitualized practices. They also try to justify their eminent position in society through discursive strategies. Inequality in capitalist societies is always stabilized, as the economist Thomas Piketty has argued recently, by political means, via ideologies of legitimization that the ruling classes produce. Which specific legitimization strategies can we identify? What form did these elite discourses take and how where elite concepts tied up with blueprints for societal order? What was the role of the »scientization of the social« throughout the twentieth century in this context, for instance the sociology of elites that, among others, Gaetano Mosca and Vilfredo Pareto developed?
Legitimization strategies by the elites always responded to a public critique of elites. It does suffice to mention the critique of the aristocracy in the early nineteenth century or the trenchant criticism of the trend towards an oligarchy, the lack of democracy and the proliferation of »leaders« who silenced the »masses« in socialist labour movements around 1900. The general question arises which justifications a critique of elites relied upon: was it embedded in visions of social reform, or linked to demands for democratization? Finally: can we distinguish specific periods in which a critique of elites proliferated across the long-term, from 1800 to the early twenty-first century? Did the form of any criticism of the elites change in the late twentieth century after the demise of the Cold War and in the context of increasing globalization?

We are planning to organize an authors’ workshop at the premises of the Friedrich Ebert Foundation in Berlin on 29/30 October 2020 to discuss individual article contributions, thematic ideas and shared questions that relate to the thematic focus on elites for the Archiv für Sozialgeschichte, volume 61 (2021). In case that it might not be possible to hold a face-to-face workshop in October due to continuing restrictions in regard to social distancing, we will devise another forum for the discussion of these topics among the contributors to the volume. We invite interested scholars to submit abstracts that sketch out a potential contribution by 30 June 2020. These abstracts should not exceed 3,000 characters. Abstracts, presentations at the authors’ workshop and subsequent article manuscripts can be held and submitted in either German or English. The editors of the Archiv für Sozialgeschichte will select those contributions that will be included in volume 61 (2021). The deadline for the finalized article manuscripts with a length of about 60,000 characters is 31 January 2021.

The Archiv für Sozialgeschichte is edited by Kirsten Heinsohn, Thomas Kroll, Anja Kruke, Philipp Kufferath (managing editor), Friedrich Lenger, Ute Planert, Dietmar Süß and Meik Woyke.

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Redaktion
Veröffentlicht am
13.05.2020