Anthologie: Arbeiten in Zeiten der Pandemie

Anthologie: Arbeiten in Zeiten der Pandemie

Veranstalter
20blue
PLZ
04103
Ort
Leipzig
Land
Deutschland
Vom - Bis
09.02.2021 -
Deadline
26.02.2021
Von
Anja Mutschler, 20blue, Leipzig

In der Pandemie wurde New Work zur Normalität. Doch wie nachhaltig sind diese Veränderungen? Mit unserer Anthologie zum Thema „Arbeiten in Zeiten der Pandemie“ möchten wir umfassende Einblicke darüber liefern, wie die Pandemie die Geschichte unserer Arbeit beeinflusst und welche nachhaltigen Veränderungen durch die Pandemie angestoßen werden. Bis 26. Februar 2021 können Fachleute aus Wissenschaft und Praxis ihre Abstracts einreichen.

Anthologie: Arbeiten in Zeiten der Pandemie

Kein Beitrag über das (miteinander) Arbeiten kommt 2021 ohne diesen Hinweis aus: Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt tiefgreifend verändert. Ob dies als Chance oder Bedrohung wahrgenommen wird, hängt von der beruflichen Funktion und Krisenfestigkeit eines Arbeitsplatzes ab. Und möglicherweise auch vom jeweiligen Verhältnis zu technologischen Hilfsmitteln. Aber ist das wirklich alles? Wie beeinflusst die Pandemie die Geschichte unserer Arbeit? Hat die Corona-Pandemie, die nun ein Jahr wütet, unsere Arbeitswelt nachhaltig verändert? Und wenn ja, wie?

Klar ist – das Virus hat die digitale Transformation in vielen Berufen vorangetrieben. Gerade in den Ländern, denen schleppende Digitalisierung vorgeworfen wurde, werden Prozesse, aber auch ganze Jobprofile durchdigitalisiert. In diesem Kontext entstehen neue Konzepte virtueller Organisation und Zusammenarbeit, neue Arbeitsfelder, Arbeitsbeziehungen und -prozesse. Und, wie viele hoffen, auch ein neues Mindset.

Ein Moment, auf den viele schon lange gewartet haben – gerade in deutschen Debatten ist viel vom notwendigen Aufholprozess die Rede. Endlich, so könnte man annehmen, ist Frithjof Bergmanns „New Work“ (1994; 2004; 2019) zur Normalität geworden. Neues Arbeiten ist Arbeiten.

Die digitalen Helfer haben wahrscheinlich Schlimmeres verhindert. Aber viele durch die Pandemie angestoßenen Veränderungen im täglichen Arbeiten sind Ergebnis einer Notlage – digitale Messen, Meetings mit Homeschooling im Hintergrund, das Jahresgespräch als Videokonferenz:

Wie nachhaltig sind die aktuellen Veränderungen? Was bedeuten die durch die Pandemie bedingten Veränderungen und das Ausweichen auf das Virtuelle insbesondere für Branchen, in denen persönlicher Kontakt und Präsenz zentral war? Verfestigt die Pandemie digitale Gewohnheiten oder ist ein Backlash wahrscheinlich, weil Arbeiten (auch) ein sozialer Akt ist, der vom physischen Miteinander lebt?

Mit unserer Anthologie zum Thema „Arbeiten in Zeiten der Pandemie“ möchten wir umfassende Einblicke darüber liefern, welche nachhaltigen Veränderungen unserer Arbeit durch die Pandemie angestoßen werden. Ziel ist es, Ansätze unterschiedlicher Disziplinen zu vereinen und das Thema aus verschiedenen theoretischen Blickwinkeln zu beleuchten. Anhand von Praxisbeispielen sollen darüber hinaus Perspektiven für einzelne Branchen aufgezeigt werden.

Folgende Themengebiete stehen im Fokus:

1. Neues Arbeiten: Wissenschaftliche Grundlagen und die soziale Dimension
Neues Arbeiten und Diversity
- Wie wirkt sich die Veränderung der Arbeit auf bestehende Ungleichheiten aus?
- Ist das neue Arbeiten in der Pandemie Chance oder Risiko für Gender Equality? Verstärkt sich die Gender Gap? Verfestigt die Pandemie die "traditionelle", geschlechtsspezifische Rollenverteilung?

Neues Arbeiten und Didaktik
- Welche Anforderungen ergeben sich durch die Veränderungen der Arbeit im Bereich Didaktik und Lernen?
- Was sind neue Konzepte zu Didaktik und Fortbildung/Coaching in der Pandemie?

Neues Arbeiten und Kreativität/Innovation
- Wie ist Kreativität und Innovation in der Pandemie und danach möglich?
- Fördern neue Arbeitsformen Kreativität? Bieten neue Arbeitsformen Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung und Innovationskraft?
- Was sind neue, kreative Konzepte der Zusammenarbeit?

2. Neues Arbeiten: Neue Erwartungen und Herausforderungen für Arbeitnehmende und Arbeitgebende
- Was erwarten Arbeitnehmer aktuell und für die Zukunft von ihrem Arbeitgeber?
- Wie verändern sich Werte, der Stellenwert der Arbeit?
- Was sind Herausforderungen und Chancen für/Wünsche von Arbeitnehmern?
- Wie gelingt erfolgreiches Employer Branding in der Pandemie und danach?
- Wie binde ich neue Mitarbeiter ins Unternehmen ein?
- Welche Herausforderungen ergeben sich auf der Führungsebene? (Wie) wird die Rolle von Führungspersonal neu definiert?

3. Neues Arbeiten: Neue Formen der Zusammenarbeit im virtuellen Raum
- Neue Konzepte und Formen der Zusammenarbeit im virtuellen Raum. Was sind neue Arbeitsbeziehungen (und Verkaufsbeziehungen), Arbeitszeitmodelle, Arbeits-/Berufsfelder etc. für die Zeit der Pandemie und danach? Steht anstelle neuer Arbeitsformen eine Rückkehr zu alten Strukturen?
- Parasoziale Gesellschaften
- Wie sieht das Büro/ der Veranstaltungsraum/ Verkaufsraum der Zukunft aus?
- Was bedeutet der Umzug ins Virtuelle für die Architektur?
- Wie können technologische Innovationen Unternehmen/Branchen für zukünftige Krisen stärken?
- Welche Chancen ergeben sich durch Digitalisierung für Branchen mit Fokus auf Präsenz auch über die Pandemie hinaus?

Die Anthologie wird um Best Practice Cases erweitert.

Länge und Format der Beiträge
Entsprechend des multiperspektivischen Ansatzes der Anthologie sind Beiträge in unterschiedlichen Formaten willkommen: von der Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse über wissenschaftlich fundierte Debattenbeiträge und theoriebasierte Essays bis hin zu Guidelines auf der Basis von Praxiserfahrung. Auf Wunsch kann auch ein Beitrag in Interviewform erarbeitet werden.
Die Länge der Beiträge sollte 20.000 Zeichen nicht überschreiten.

Wichtige Deadlines
Bitte senden Sie uns Ihren Vorschlag für einen Beitrag in Form eines kurzen Abstracts inklusive Angaben zu Ihrer Person und Ihrem akademischen oder beruflichen Hintergrund bis 26. Februar 2021 an experts@20blue.de.

Die Einsendungen werden von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Autoren und Autorinnen angenommener Beiträge werden bis 15. März 2021 informiert.

Deadline für die Einsendung der akzeptierten Paper ist der 03. Mai 2021.
Die Anthologie wird voraussichtlich im Juni 2021 online erscheinen.

Über 20blue
20blue (bis 2020: NIMIRUM) ist die agile Denkmanufaktur für Entscheider:innen. Ob Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Diversity: Seit über 10 Jahren begleiten wir Debatten in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere handverlesene Expert Community ist das Herz unseres Unternehmens. Unsere Expert:innen forschen und recherchieren, schreiben und gestalten für Mandate in verschiedenen Themenfeldern. Der interdisziplinäre und internationale Austausch unserer Expert Community und fundierte Methodengrundlagen zeichnen die Wissensdienstleistungen von 20blue aus.

Kontakt

Anja Mutschler
anja.mutschler@20blue.de

https://www.twenty.blue/
Redaktion
Veröffentlicht am
12.02.2021
Beiträger
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