Cover
Titel
Heimaturlaub. Soldaten zwischen Front, Familie und NS-Regime


Autor(en)
Packheiser, Christian
Reihe
Das Private im Nationalsozialismus
Erschienen
Göttingen 2020: Wallstein Verlag
Anzahl Seiten
533 S.
Preis
€ 36,00
Rezensiert für H-Soz-Kult von
Katerina Piro, Wirtschaftsgeschichte, Universität Mannheim

Als der Heimaturlaub des Soldaten Willi Leib im Sommer 1943 nach mehreren Wochen endete, begleiteten ihn Frau und Kind zum Fürther Bahnhof. Dass er sein Kind den gesamten Weg auf dem Arm trug und seine Frau sich mit dem Gepäck abmühte, verstieß eigentlich gegen die Wehrmachtsregeln, sowie gegen die gängigen Geschlechterrollen; allerdings wurde für den sichtlich braven Familienvater jedes Auge zugedrückt. Als der Zug abfuhr, trennte sich die Familie. Was folgte, waren Gedanken und Briefe voller Erinnerungen an die verlebten Urlaubstage, Hoffnungen auf erneute Wiedersehen und immer weiter auseinanderdriftende Alltagserlebnisse. Solche Momentaufnahmen gehören für viele Menschen zum Familiengedächtnis des Krieges.[1] Umso überraschender ist es, dass sich die Geschichtswissenschaft noch nicht eingehender mit dem Thema Heimaturlaub beschäftigt hat. Christian Packheisers Buch schließt also eine erstaunliche Lücke. Obwohl das Thema Heimaturlaub im Krieg viele Forschungsbereiche tangiert – Militärgeschichte, Alltagsgeschichte und, dem Fokus der Arbeit entsprechend, nicht zuletzt NS-Geschichte – fehlte es bislang an dezidierten Arbeiten zum Urlaub militärischer Angehöriger im Zweiten Weltkrieg. Packheiser hat nun, mit seiner 2018 an der LMU angenommenen und bei Wallstein publizierten Dissertation, eine auf profunden Quellenstudien basierende Studie zu diesem Thema vorgelegt.

Der Heimaturlaub im Zweiten Weltkrieg war nicht nur ein militärisches Zugeständnis, das Soldaten Regeneration und Familien ein kurzes Wiedersehen erlauben sollte, sondern, wie könnte es im „Dritten Reich“ anders sein, auch ein wichtiges politisches Instrument, „um Stimmung und Haltung von Front und Heimat zu lenken“ (S. 13). Die auch als Fronturlaub bekannte und damals offiziell „Erholungsurlaub“ genannte (S. 16) „befristete Freistellung von Soldaten“ (S. 13) stellte jedenfalls, so Packheiser, eine wichtige Schnittstelle „zwischen Front, Familie und NS-Regime“ dar.

Der Fokus der Arbeit liegt, in Anlehnung an Klaus Latzels Standardwerk von 1998[2], auf der Erfahrungswelt männlicher Soldaten. Weibliche Mitglieder des Militärs wurden bewusst ausgeklammert, da Frauen „in der Regel“ nur bis zur Heirat im Dienst blieben (S. 16). Diese Begründung ist nicht ganz ausreichend, da die Erfahrungen sowohl verheirateter als auch lediger männlicher Soldaten in die Untersuchung eingeflossen sind. Auch wenn weibliche Kriegsteilnehmerinnen nur einen personellen Bruchteil darstellten[3], so hat zum Beispiel Margarete Dörr gezeigt, dass der Krieg auch von den Erfahrungen der Frauen her gedacht werden muss.[4] Immerhin geht Christian Packheiser auf die Perspektiven von Frauen in verschiedenen Teilen seiner Arbeit ein: denn auch für Ehefrauen, Freundinnen, Töchter und Mütter war der Soldatenurlaub ein wichtiger Teil ihrer Kriegserfahrung.

In Teil 1 wird zunächst das militärische Regelwerk und die Urlaubsvergabepraxis vorgestellt. Packheiser skizziert die Entwicklung anhand von eng aufeinander folgenden Militärverordnungen eher knapp, zeigt aber einen Teil davon im Appendix. Nach einem Rückbezug auf die als gescheitert erachtete Urlaubspraxis im Ersten Weltkrieg (S. 31f.) folgt ein kurzer transnationaler Vergleich (S. 111f.). Packheiser will den Heimaturlaub als weiteres „privates Zugeständnis“ der NS-„Gefälligkeitsdiktatur“ verstanden wissen (S. 460) und sieht dies als deutsches Spezifikum, im Vergleich zur zurückhaltenden Urlaubsvergabe von britischen oder amerikanischen Streitkräften. Er betont den Stellenwert, den NS-Politik und Militär dem Heimaturlaub beimaßen, in dem sie diesen in Abhängigkeit vom Kriegszeitpunkt entsprechend formten, kontrollierten, sowie ihrer Ideologie zu unterwerfen suchten.

An dieser Stelle hat Christian Packheiser auch eine quantitative Analyse zur Urlaubsvergabe durchgeführt. Anstatt Themencluster in disparaten Ego-Dokumenten zu suchen oder gar Briefe zu zählen, was bislang zu nicht sonderlich überzeugenden quantitativen Ergebnissen in ansonsten hochwertigen qualitativen Studien geführt hat[5], hat Packheiser anhand von rund 400 Soldbücher die Urlaubsvergabe im Kriegsverlauf untersucht und abgeglichen (S. 71f.). Wenig überraschend ist, dass die Zeitspanne zwischen den Urlauben im Kriegsverlauf länger wurde (S. 94). Interessant ist jedoch, dass auch nach der Ausrufung des „Totalen Kriegs“ bis in die ersten Monate 1945 weiterhin und in großem Umfang Urlaub vergeben wurde (S. 80) und dies obwohl Goebbels bereits im Juni 1943 notierte: „Fronturlauber [fuhren] mit schlechterer Stimmung […] aus der Heimat an die Front zurück, als sie aus der Front an die Heimat gekommen waren“ (S. 298). Allerdings handelte es sich in der zweiten Kriegshälfte vermehrt um „Sonder“- bzw. „Genesungsurlaub“ nach einem Lazarettaufenthalt (S. 82). Christian Packheiser macht dabei auf den ständigen „Personenkreislauf“ im Zusammenhang mit der variierenden Truppenstärke aufmerksam (S. 460). Eine wichtige Erkenntnis des ersten Studienteils ist, dass sich die Urlaubsvergabepraxis im Zweiten Weltkrieg nicht nur gefühlt, sondern auch tatsächlich vom Ersten Weltkrieg unterschied: Während 1914–18 hauptsächlich wirtschaftliche Aspekte bei der Urlaubsvergabe im Fokus standen und Männer aus der Landwirtschaft oder anderen wichtigen Betrieben bevorzugt wurden (S. 42), waren es im Zweiten Weltkrieg insbesondere Soldaten mit ausgezeichneten militärischen Leistungen oder Verheiratete, später auch Bombengeschädigte, die Urlaub bekamen (S. 106). Die Erteilung des Urlaubs bewertet Packheiser denn auch als „Zugeständnis [der Politik] an das Privat- und Familienleben“ (S. 111).

In Teil 2 der Studie werden die staatlichen Steuerungsversuche und politischen Zugeständnisse thematisiert. Hier geht Christian Packheiser dem Urlaubsverlauf nach, zeichnet konkrete Reisewege und die „innere Transformation“ der Soldaten auf dem Weg zwischen Front und Heimat nach (S. 146f.). Thematisiert werden unter anderem die Organisation des Transports, der Aufenthalt und die Betreuung der Urlauber an bestimmten Verkehrsknotenpunkten, Gepäck und Mitbringsel, sowie das Verhalten auf der Reise und am Heimatort. Packheiser liefert Schlaglichter aus diversen Archiven, etwa eine Beschreibung der vielfältigen Fronturlauberbetreuung der Stadt München (S. 239f.). Interessant sind auch die verschiedenen Anlässe zur Ahndung von Fehlverhalten: Packheiser untersucht Urlaubserschleichungen, unerlaubte Urlaubsübertretungen, falsche Bekleidung oder falsches Auftreten (z.B. als Packesel), sowie falsche Äußerungen im oder über den Urlaub (unter anderem S. 251, 283, 310f.). Der Fokus liegt auf dem Wechselverhältnis zwischen „Konzession und Kontrolle“ durch das NS-Regime. Unter anderem wurden Fronturlauber für Propagandazwecke instrumentalisiert (S. 178f.), im Gegenzug wurden ihnen bessere Versorgung oder kulturelle Erlebnisse zugestanden (S. 235f.). Für die Soldaten ergab sich daraus nach Packheiser ein ständiges Austarieren von Handlungsmöglichkeiten, oder ein „komplexes Ringen um Privatheit im Krieg“ (S. 322).

Das Regime hatte laut Packheiser vor allem folgende Motive: Die Soldaten sollten sich im Urlaub von Kriegsstrapazen erholen, die Geburtenrate sollte gesteigert und im späteren Kriegsverlauf auch die Moral der Heimat gestärkt werden (S. 366f.). Angehörige (vor allem Frauen) wurden aufgefordert, den Urlaub so angenehm und konfliktfrei wie möglich zu gestalten, allerdings sollten im späteren Kriegsverlauf auch die Männer die Heimat unterstützen (S. 376). Insbesondere solange es um die Heimat gut stand, „gingen individuelle Absichten und Intentionen des Regimes über weite Strecken konform“ (S. 424). Beispielsweise wurde manche Ehe geschlossen oder manches Kind gezeugt, „aus Eigeninteresse mehr oder weniger bewusst“ entlang der „bevölkerungspolitischen Ziele der Nationalsozialisten“ (S. 466).[6] Doch gerade weil Soldaten (und ihre Angehörigen) im Urlaub physisch und psychisch gestärkt wurden, trug der Heimaturlaub auch zum Durchhalten und somit zur Festigung des NS-Regimes und der Verlängerung des Krieges bei (S. 466). Dies änderte sich spät und Packheiser findet Belege, „dass die Hoffnung auf weitere Fronturlaube zusehends mit dem Wunsch nach Frieden und endgültiger Heimkehr verwischte“ (S. 448).

Christian Packheiser verwendet „Privatheit“ als zentrale Analysekategorie, was nicht zuletzt dem Entstehen der Arbeit im Rahmen des IfZ-Forschungsprojektes „Das Private im Nationalsozialismus“[7] geschuldet ist. Methodisch versteht Packheiser Handeln und Praxis als „Performanz“, die das durch Verordnungen oder in Medien vorgestellte „Drehbuch“ der Machthaber mehr oder weniger verinnerlichte oder davon abwich (S. 21). Nach dem Drehbuch sucht er in Zeitungsartikeln (exzellent ist hier die breite Auswertung sogenannter „Front“- oder „Grabenzeitungen“), Filmen, Broschüren, Verordnungen oder in Aussagen von Machthabern; nach der Performanz sucht er in Ego-Dokumenten (Briefen, Tagebüchern, Fotos, Abhörprotokollen, Gerichtsakten, SD-Berichten). An vielen Stellen macht er auf die Vor- und Nachteile der jeweiligen Quellengattung aufmerksam, was die Forschung auch methodisch weiterbringen sollte. Zudem sucht er nach Erkenntnispotenzialen durch Zugänge der Emotionsgeschichte.

Im dritten Teil der Studie positioniert sich Christian Packheiser zu der Frage, ob Familienbeziehungen durch die kriegsbedingten Trennungen eher zerstört oder intensiviert wurden.[8] Er tendiert zur negativen Sichtweise auf Beziehungen im Krieg und zweifelt an „eine[r] reale[n] Vertiefung zwischenmenschlicher Bande“ (S. 427) im Krieg. Er argumentiert, dass in erster Linie die Kriegserfahrungen sehr unterschiedlich waren, was mehr oder minder automatisch zu Entfremdung führen musste (S. 335f.). „Befürchtungen und Zweifel an privater Stabilität“ fand er weit verbreitet (S. 414f.) – sowohl direkt oder indirekt ausgedrückt in Ego-Dokumenten, als auch gespiegelt in Artikeln, Broschüren oder Verordnungen. So konnte „fast jedes familiäre Wiedersehen im Krieg wie ein schmerzhafter Neuanfang“ erscheinen (S. 431). Er fand „überhöhte Erwartungen“ an den Urlaub (S. 404) und ein überwiegendes Verharren in tradierten Geschlechterrollen, wonach insbesondere Männer „mit der Sehnsucht nach Häuslichkeit, Geborgenheit und Regeneration im Krieg geschlechtsspezifische Rollenzuweisung verband[en]“ (S. 412, 422).

Anhand eines breiten Samples an Ego-Dokumenten, sowie einigen Scheidungsakten, versucht Christian Packheiser zu zeigen, „inwieweit NS-Ideale intime Hoffnungen und privates Handeln steuerten und bis zu welchem Grad sich die Familien resistent zeigten“ (S. 402). Die Vielzahl der Beispiele und Zitate macht die Studie lebendig und die Erfahrungswelten und Deutungsvarianz gut nachvollziehbar. Ein „Grad“ der Beeinflussung ist allerdings kaum auszumachen, auch wenn die Menschen mitunter für ihre privaten Rückzugsmöglichkeiten kämpften, indem sie gegen Normen verstießen und Sanktionen in Kauf nahmen. Was aus diesem Teil der Arbeit jedenfalls deutlich wird, ist die Bandbreite der „äußerst vielfältig[en]“ individuellen Erwartungen (S. 413) und Praktiken.

Willi Leib und seine Familie erlebten die endgültige Heimkehr: nach kurzer Kriegsgefangenschaft konnte er bereits 1945 zu Frau und Kind zurückkehren. Doch die Erlebnisse von damals beschäftigen das mittlerweile über 80 Jahre alte Kind bis heute. Die alte Dame erinnert sich an das erlebte Abschiedstrauma am Fürther Bahnhof und assoziiert jeden Trennungsschmerz mit der Farbe und dem Geruch von Vaters Uniform, sowie der Machtlosigkeit der Mutter. „Die Mutti hat so geweint“, erzählt sie. Damals will sie die Mutter gefragt haben, warum diese denn den Vater fortgehen lasse, wenn sie so traurig darüber sei. Eine befriedigende Antwort sucht sie bis heute.[9] Dieses Beispiel soll veranschaulichen, dass der Heimaturlaub aus der Perspektive von allen Beteiligten gedacht werden sollte, während Christian Packheisers Fokus bei den Soldaten und Paarbeziehungen liegt. Eine größere Differenzierung zwischen den Erlebnissen und Wertungen von Ledigen oder Verheirateten, von Eltern oder Kindern – die durchaus, aber weniger prominent vorkommen – wäre an mancher Stelle wünschenswert gewesen.

Christian Packheisers Arbeit, die 2019 mit dem 1. Preis des „Förderpreises für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte“ ausgezeichnet wurde, ist ein wichtiges, lesenswertes Buch über Militär- und NS-Geschichte, das sicherlich über den Forschendenkreis hinaus ein breites Publikum finden wird. Die enthaltene quantitative Auswertung zur Heimaturlaubvergabe wird neben den Arbeiten von Rüdiger Overmans und Christoph Rass[10] ihren gebührenden Platz in der quantitativen Untersuchung des Zweiten Weltkriegs einnehmen, während sich der qualitative Part verdienterweise neben Standardwerken zur Militärgeschichte, der Beziehungsgeschichte zwischen Front und Heimat, sowie der Geschichte der Diktaturen einreihen wird.

Im Hinblick auf das Forschungsdesiderat hätte der eher technische Teil der Arbeit (Teil 1 und 2) durchaus noch ausführlicher sein können. Gerade weil es sich um eine „Pionierstudie“ handelt, wie der Verlag auf dem Buchdeckel betont, würde man sich eine einfachere Navigation wünschen. Das Inhaltsverzeichnis ist sehr oberflächlich, die Unterkapitel erschließen sich nur durch aufwendiges Vor- und Zurückblättern. Außerdem fehlt schmerzlich ein Sachregister: Mehr noch als nach Personen und Orten sucht man nach Themen. Der vergleichende Teil der Arbeit (Fronturlaub anderer Streitkräfte) scheint im ersten Kapitel außerdem fehlplatziert, da hier stark vorgegriffen wird. Auch die Legenden der Grafiken könnten exakter auf ihre Inhalte abgestimmt sein.

Künftige Forschende können an Christian Packheisers Studie aber gut anknüpfen und nach der Urlaubserteilungspraxis im Kriegsverlauf, in einzelnen Kriegsgebieten oder in unterschiedlichen Einheiten fragen, sowie einzelne Themen wie „Sonderurlaub“, „Genesungsurlaub“ oder „Urlaubssperren“ vertiefen. Ebenfalls konnte von Packheiser nur angerissen werden: der „Erholungsurlaub für Soldaten im Ausland“ z.B. an der italienischen Riviera (S. 274). Vertieft werden könnte auch die Untersuchung des Urlaubs von Ledigen, die eben nicht in den Schoß der Kleinfamilie zurückkehrten, und wie bereits eingangs moniert, der Urlaub von wehrtätigen Frauen. Das Thema Heimaturlaub, von Christian Packheiser fundiert angelegt, ist jedenfalls noch lange nicht ausgeschöpft.

Anmerkungen:
[1] Aus der Familiengeschichte der Rezensentin. Zum Zweiten Weltkrieg im Familiengedächtnis vgl. Harald Welzer u.a., „Opa war kein Nazi“. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis, Frankfurt am Main 2002.
[2] Klaus Latzel, Deutsche Soldaten – nationalistischer Krieg? Kriegserlebnis – Kriegserfahrung 1939–1945, Paderborn 1998.
[3] Bei rund 18 Millionen männliche Soldaten zählt die Forschung rund 450.000 Wehrmachthelferinnen sowie weitere SS-Helferinnen, siehe: Franz Seidler, Frauen zu den Waffen? Marketenderinnen, Helferinnen, Soldatinnen, Koblenz 1978, S. 59f.
[4] Margarete Dörr, „Wer die Zeit nicht miterlebt hat…“ Frauenerfahrungen im Zweiten Weltkrieg und in den Jahren danach, Band 1–3, Frankfurt am Main 1998. Für eine Perspektive beider Geschlechter entschloss sich Nicholas Stargardt, A German War. A Nation Under Arms 1939–1945, London 2015.
[5] Latzel, Deutsche Soldaten, S. 117f.; Hester Vaizey, Surviving Hitler’s War. Family Life in Germany, 1939–48, Basingstoke 2010, S. 156f.
[6] Zu Reproduktionsentscheidungen im Krieg vgl.: Katerina Piro, Kinderwunsch im Krieg. Kriegserfahrung und Fertilität in Deutschland im Zweiten Weltkrieg, in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 2/2018, S. 471–506.
[7]https://www.ifz-muenchen.de/aktuelles/themen/das-private-im-nationalsozialismus/ (25.04.2021).
[8] Vaizey, Surviving Hitler's War, verteidigte die Festigungsthese, während Eva Schulze und Sibylle Meyer oder Elizabeth Heineman zur Zerrüttungsthese tendierten. Sibylle Meyer / Eva Schulze, Von Liebe sprach damals keiner. Familienalltag in der Nachkriegszeit, München 1985; Elizabeth Heineman, What difference does a Husband make? Women and Marital Status in Nazi and Postwar Germany, London 1999.
[9] Siehe Anmerkung 1. Zur Reflexion der Kindheit im Krieg: Luise Reddemann, Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie, Stuttgart 2015; Lu Seegers / Jürgen Reulecke, Die „Generation der Kriegskinder“. Historische Hintergründe und Deutungen, Gießen 2009; Ulla Roberts, Starke Mütter – ferne Väter. Töchter reflektieren ihre Kindheit im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit, Frankfurt 1994.
[10] Rüdiger Overmans, Deutsche militärische Verluste im Zweiten Weltkrieg, München 2014; Christoph Rass, „Menschenmaterial“. Deutsche Soldaten an der Ostfront. Innenansichten einer Infanteriedivision 1939–1945, Paderborn 2003.

Redaktion
Veröffentlicht am
05.05.2021
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