Forschen mit 'digitalen Quellen'

Von
Christian Keitel

Gesucht werden Kolleginnen und Kollegen, die bereits heute mit genuin digitalen («digital born») Quellen arbeiten. Der Hintergrund dieser Umfrage: Archive stehen heute vor der Situation, dass viele Informationen sowohl in digitaler als auch in analoger Form vorliegen. Die Archivierung konventioneller Dokumente ist wohl bekannt, die der digitalen Geschwister weniger. Es bedarf also erstens neuer Argumente, um in diesen Fällen für den Erhalt der digitalen Form zu plädieren und zweitens eigener Kriterien, die die notwendigen Auswahlprozesse steuern können.

Um die Archivierung digitaler Unterlagen voranzubringen (und damit das Feld für die künftigen Historiker/innen zu bereiten), wären Antworten auf die nachfolgenden Fragen sehr hilfreich:

- Wo arbeiten Historiker bereits heute mit genuin digitalen Quellen (Quellen, die digital entstanden und geblieben sind)?

- Ist es für die Forschungen erheblich oder unerheblich, dass diese Quellen in digitaler Form vorliegen? Warum?

- Welche Eigenschaften sollten digitale Quellen für die Forschungen besitzen (z.B. Durchsuchbarkeit, statistische Auswertbarkeit etc.)?

- Welche Typen digitaler Quellen (z.B. Webseiten, Blogs, elektronische Akten) erscheinen heute in besonderem Maß interessant für künftige Historiker?

- Welche Bereiche der heutigen Informationsgesellschaft (z.B. bestimmte Vereine oder Gerichte) sollten für künftige Generationen archiviert werden?

- Oft sind die rechtsverbindlichen Quellen noch auf Papier, während die digitalen Formen zugleich leichter zu benutzen sind. Wie lassen sich diese beiden Aspekte (Rechtsverbindlichkeit / digitale Benutzbarkeit) für eigene Forschungsprojekte gewichten?

Kontakt:
Dr. Christian Keitel
Landesarchiv Baden-Württemberg
christian.keitel@la-bw.de

Zitation
Forschen mit 'digitalen Quellen', in: H-Soz-Kult, 04.12.2008, <www.hsozkult.de/query/id/anfragen-1055>.
Redaktion
Veröffentlicht am
04.12.2008
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