0,65 Wiss. Mitarb. (m/w/d) "Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit" (Univ. Kiel)

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (0,65 TV-L 13) am Historischen Seminar, Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein (Prof. Dr. Oliver Auge), befristet

Arbeitgeber
Abteilung für Regionalgeschichte, Historisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Gefördert durch
Deutsche Forschungsgemeinschaft
PLZ
24098
Ort
Kiel
Land
Deutschland
Vom - Bis
01.10.2021 - 30.09.2024
Bewerbungsschluss
15.04.2021
Von
Henning Andresen, Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

An der Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist im Rahmen des DFG-Forschungsvorhabens „Lehnswesen revisited: Das Beispiel Dänemarks als regionaler Sonder- oder europäischer Normalfall im Mittelalter?“ ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters mit Ziel Promotion (0,65 TV-L 13) befristet für 36 Monate zu besetzen.

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (0,65 TV-L 13) am Historischen Seminar, Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein (Prof. Dr. Oliver Auge), befristet

1994 stellte Susan Reynolds mit ihrer Monographie „Fiefs and Vassals“ das im 19. und 20. Jahrhundert entworfene, idealtypische Modell des Lehnswesens grundsätzlich in Frage und erschütterte damit nicht zuletzt die deutsche Mediävistik. Mittlerweile haben regionale Beispieluntersuchungen Reynolds’ Thesen zum Teil relativiert und gezeigt, dass durchaus von der Existenz eines mittelalterlichen Lehnswesens gesprochen werden kann, aber mit regionalen Varianten und nicht in einer zu starren, gesetzmäßigen Form. Am Beispiel des bisher in dieser Hinsicht nicht näher betrachteten Dänemarks will das auf drei Jahre angelegte Projekt auf die neue Forschungssituation reagieren. Dänemark eignet sich in besonderer Weise als Gegenstand einer regional angelegten Studie mit europäischer Aussagekraft. Denn in der Vergangenheit wurde die Existenz eines Lehnswesens in Dänemark teilweise überhaupt negiert. Möglicherweise ergab sich die frühere Einschätzung daraus, dass die hergebrachte Definition des Lehnswesens insgesamt nicht zutreffend war. Die engen Kontakte der dänischen Könige zum Reich, der Streit Erichs VII. mit den Grafen von Holstein um die Frage, ob das Herzogtum Schleswig ein Lehen sei, die Namensähnlichkeit der dänisch- und deutschsprachigen Bezeichnung des Lehens und anderes mehr lassen vermuten, dass auch hier durchaus von einem Lehnswesen gesprochen werden sollte. Ziel des Projekts ist es, eine fundierte Neubewertung der bisherigen Forschungspositionen zur (Nicht-)Existenz des Lehnswesens in Dänemark vorzunehmen, Erkenntnisse aus dem aktuellen geschichtswissenschaftlichen Diskurs zum Reich und zu anderen Teilen Europas einfließen zu lassen und schließlich die Projektergebnisse mit einem Definitionsversuch wieder auf die allgemeinmediävistische Forschung zum Lehnswesen zurück zu spiegeln.

Vorausgesetzt werden ein mit sehr gutem Erfolg abgeschlossenes Hochschulstudium (Master, Magister oder Erstes Staatsexamen) der Geschichte, die Befähigung zu selbstständigem forschendem Arbeiten, hilfswissenschaftliche Fähigkeiten, tiefergehende Dänischkenntnisse sowie ein ausgeprägtes Interesse für die Arbeit im Bereich der mittelalterlichen und/oder Landes-/Regionalgeschichte. Wünschenswert sind bereits vorhandene Archiv- und Publikationserfahrungen und die Bereitschaft, zum innovativen, auf Forschung, Lehre und Transfer ausgerichteten Profil der Professur aktiv und nachhaltig beizutragen.

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist bestrebt, den Anteil von Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Die Hochschule setzt sich für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ein. Daher werden schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 15. April 2021 zu richten an:

Kontakt

Prof. Dr. Oliver Auge
Leibnizstr. 8, Raum 114
Telefon: +49 431 880-2300
Telefax: +49 431 880-1524
oauge@email.uni-kiel.de

Postadresse
Olshausenstraße 40
24098 Kiel (Briefe)
24118 Kiel (Pakete)

Redaktion
Veröffentlicht am
22.02.2021
Klassifikation
Region(en)
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung