FQS Review: Ein Online-Rezensionsdienst fuer qualitative Forschung

Forum Qualitative Sozialforschung (FQS) - Forum: Qualitative Social Research


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Von
Katja Mruck/Günther Mey

FQS - Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research

FQS Review: Ein Online-Rezensionsdienst für qualitative Forschung

Günter Mey und Katja Mruck

FQS - Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research <http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs.htm> wurde 1999 als mehrsprachiges Online-Journal gegründet, um die Diskussion und den Austausch zwischen Forschenden unterschiedlicher Nationalitäten und Disziplinen im Bereich der qualitativen Sozial- und Kulturwissenschaften zu fördern. Hierzu sollen insbesondere die Eigenschaften des Internet - Geschwindigkeit, Flexibilität, Interaktivität - genutzt werden, um verglichen mit traditionellen Printmedien neue Diskursformen zu erreichen (zu Idee, Realisierung und Perspektiven von FQS siehe Mruck 2000). Dieser Anspruch gilt für alle in FQS angebotenen Rubriken: Dies sind neben den dreimal jährlich erscheinenden Schwerpunktausgaben <http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-d/weiterebaende-d.htm> die Rubrik FQS Debatte <http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-d/debate-d.htm>, in der kontroverse Diskussionen zu Fragen qualitativer Sozialforschung geführt werden, und die Rubrik FQS Review <http://www.qualitative-research.net/fqs/book-reviews/buchbesprechungen-d.htm>, in der für FQS relevante Medieneinheiten vorgestellt werden (mit Medieneinheiten sind gemeint: Bücher, Filme, CD-Rom, Online-Angebote etc.).

FQS Review wurde im Juni 2000 als eigene Rubrik in das Angebotsspektrum von FQS aufgenommen und hat sich mittlerweile als fester Bestandteil etabliert (zur Zwischenbilanz siehe Mruck & Mey 2001, Mey 2002): Bis Januar 2002 sind über 70 Rezensionen bzw. Rezensionsaufsätze (in deutsch und/oder englisch)[1] erschienen, und neben dem im Mai 2001 veröffentlichten Special Issue: FQS Reviews I <http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-d/inhalt2-01-d.htm> ist ein weiteres Special Issue: FQS Reviews II für November 2002 geplant.

1. Ansprüche und Zielsetzungen des Rezensionsdienstes in FQS

Zunächst waren für die Rubrik FQS Review vorrangig Besprechungen zu dem Themenbereich "Methodologie und Methoden" vorgesehen, da diese für die Leserinnen und Leser als besonders relevant erachtet wurden. Mehr und mehr wurden dann auch zusätzliche Anwendungsfelder qualitativer Forschung berücksichtigt, so dass bereits früh zwei weitere Themenbereiche - "Zeichen - Kultur - Identität" und "Online-Forschung - (Neue) Medien" - entstanden sind. Neben diesen mittlerweile zum Standardrepertoire von FQS Review gehörenden Bereichen befinden sich andere im Aufbau, u.a. "Arbeit - Beruf - Schule - Familie - Institution" und "Studien zu Gesundheit und Medizin". Die Ausweitung des Themenspektrums wurde vor allem notwendig, weil FQS als transdiziplinäres Angebot konzipiert ist und von unterschiedlichen Personen (-kreisen) genutzt wird - wobei qualitative Forschung als gemeinsame Klammer leitend bleibt. Letzteres unterscheidet den Adressant(inn)enkreis von FQS Review auch von anderen originären Print-Rezensionszeitschriften, die sich zumeist auf eine bestimmte Disziplin spezialisieren (wie etwa "Contemporary Psychology" <http://www.apa.org/journals/cnt.html> bzw. die "Psychologische Revue", die Ende 2001 erstmals erschienen ist), und von (frei zugänglichen) Rezensionsdiensten im Internet: Zu erwähnen sind hier vor allem "Rezensionen" <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensio/rez.htm> bei H-Soz-u-Kult <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/>, Querelles-Net <http://www.querelles-net.de/>, literaturkritik.de <http://www.literaturkritik.de/) oder die vom Server Frühe Neuzeit <http://www.sfn.uni-muenchen.de/> publizierten Online-Rezensionsmagazine PERFORM <http://www.sfn.uni-muenchen.de/rezensionen/rez_perform_start.htm>, KUNSTFORM <http://www.sfn.uni- muenchen.de/rezensionen/kunstform/rez_kunstform_start.htm> und INFORM <http://www.sfn.uni-muenchen.de/rezensionen/inform/rez_inform_start.htm>.

Am ehesten finden sich - was den deutschsprachigen Raum angeht - Überschneidungen mit zwei 2000 gegründeten Print-Zeitschriften für qualitative Sozialforschung - Zeitschrift für qualitative Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung <http://mlucom6.urz.uni-halle.de/erzwiss/gliederung/paed/zbbs/index.html> und Sozialer Sinn <http://www.rz.uni-frankfurt.de/~hermeneu/sozialer_sinn.htm> - oder zu der seit 1992 bestehenden Zeitschrift Handlung Kultur Interpretation <http://www.edition-diskord.de/Zeitschriftenhandlung_kultur_interpretation.html>. In diesen Zeitschriften - wie auch in dem an qualitativ Forschende gerichteten Journal für Psychologie <http://www1.uni-bremen.de/~sichler/jfp.htm> oder in Psychotherapie und Sozialwissenschaft. Zeitschrift für qualitative Studien <http://www.qualitative-research.net/fqs/beirat/buchholz-pus-d.htm> - kommt Rezensionen allerdings schon wegen der limitierten Seitenzahlen und verglichen mit reinen Rezensionszeitschriften oder den Online- Rezensionsdiensten ein geringer Stellenwert zu.

Im Unterschied zu Print-Zeitschriften war FQS Review von Anfang an so konzipiert, dass die Potentiale, die mit Online-Angeboten einhergehen können, offensiv genutzt werden sollten: Insbesondere wurden anfängliche Überlegungen bald verworfen, für Besprechungen Zeichen- oder Wortvorgaben als Orientierung für die Rezensierenden zu geben, bzw. es wurde angesichts der flexiblen Platzressourcen forciert, dass jeder Beitrag in Umfang und Gestaltung so anzulegen ist, wie dies aus Sicht des/der Rezensierenden und bezogen auf die jeweils behandelte Medieneinheit notwendig und sinnvoll erscheint. Diese Entscheidung war auch notwendig, weil Rezensionen in FQS nicht wie in vielen Zeitschriften üblich nur als knappe Wiedergaben des Inhalts (-verzeichnisses) angelegt sein sollten, sondern sie sollten als konstruktiv-kritische Auseinandersetzungen mit der besprochenen Medieneinheit - eingebettet in den jeweiligen Forschungskontext - verfasst werden (zu Ansprüchen von und ersten Erfahrungen mit FQS Review siehe ausführlicher Mey 2000).

FQS kooperiert mit unterschiedlichen Verlagen, die Besprechungsexemplare bereitstellen (siehe hierzu die Liste verfügbarer Medieneinheiten <http://qualitative-research.net/fqs/book-reviews/review-liste-d.htm>), und mit unterschiedlichen Print-Zeitschriften, z.B. indem wir in Absprache mit den jeweiligen Herausgeber(inne)n/Verlagen für uns besonders interessante Besprechungen in FQS veröffentlichen[2]. Dies ist auch insoweit sinnvoll, als zumindest für einen nicht unerheblichen Teil der Autor(inn)en angenommen werden kann, dass diese nach wie vor die unterschiedlichen Publikationsorte (online vs. Print-Version) nicht gleichgewichtig nutzen (dazu Mruck & Mey i.Dr.) und mit der Online-Veröffentlichung einen höheren Verbreitungsgrad erreichen.

2. Formen und Formate

Im Rahmen von FQS Review werden vorrangig Neuerscheinungen behandelt, teilweise aber auch Medieneinheiten aus zurückliegenden Jahren (also älter als zwei Jahre), wenn sie für qualitativ Forschende besonders interessant erscheinen. Vorgesehen ist zudem, "Klassiker" zu besprechen oder aber wichtige ältere Rezensionen, die bereits (in Print-Zeitschriften) veröffentlicht wurden, kommentiert neu zu publizieren.

Unabhängig davon, um welche Art von Medieneinheit es sich handelt und ob eine oder mehrere Medieneinheiten als "Sammelrezension" in einen Beitrag behandelt werden, stehen unterschiedliche Formate zur Auswahl. Allerdings dominieren bisher - trotz der eigens auf unseren Seiten gegebenen Hinweise zur Besprechung von Medieneinheiten <http://www.qualitative-research.net/fqs/book- reviews/medieneinheiten-d.htm>, mit denen wir unterschiedliche Möglichkeiten vorstellen und zu deren Realisierung einladen - eher am traditionellen Printmodell orientierte (und durch dieses sozialisierte) Besprechungen als "Review Note" oder als "Review Essay"[3], und auch die Gestaltung der Beiträge selbst folgt immer noch weitgehend der für Printmedien üblichen Darstellungsweise.[4] Zusätzlich wurde in den zurückliegenden Ausgaben damit begonnen, zu einigen Medieneinheiten eine zweite Rezension zu veröffentlichen, um zu verdeutlichen, dass Rezensionen immer eigene Lesarten/Stellungnahmen beinhalten, die von einem (je individuellen, disziplinären oder schulischen) Standpunkt aus geschrieben werden.

Hingegen konnten Review-Symposien - obwohl seit Beginn von FQS Review vorgesehen - bisher nicht realisiert werden. Gegenüber Mehrfachbesprechungen, mit denen die mit einer Medieneinheit verbundene Rezeptions- und Darstellungsbreite verdeutlicht werden kann, bieten (moderierte) Review- Symposien noch mehr die Möglichkeit, divergierende Sichtweisen auf eine Medieneinheit zu entfalten (Beispiele für [unterschiedlich organisierte] Review Symposionen gibt etwa die Rubrik Review-Symposium von H-Soz-u-Kult <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensio/symposiu/symp.htm>. Auch können neben den an einem Review-Symposium beteiligten (und eingeladenen) Rezensierenden Fragen, Kommentare, Kritiken und Anmerkungen von Lesenden einbezogen werden. Denkbar ist hier zusätzlich die Nutzung des in FQS bereitgestellten Discussionsboards <http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-d/diskussionsforum-d.htm>, das einen direkten Austausch zwischen dem/der Autor(in) einer Rezension, dem/der Autor(in) der rezensierten Medieneinheit und den Lesenden erlaubt. Da FQS derzeit mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu einem Online-Portal für qualitative Sozialforschung ausgebaut wird (also neben Online-Publishing auch Informations- und Kommunikationsangebote für qualitative Forschende vorgehalten werden sollen, dazu Mruck & Mey 2001), können perspektivisch neben der via Discussionboard möglichen asynchronen Kommunikation auch synchrone Kommunikationsangebote etabliert werden: In solchen thematischen Chats können dann der/die Autor(in) z.B. Erwiderungen einbringen oder Anmerkungen und Ergänzungen vornehmen; Rezensierende können spezifische Nachfragen stellen und auch die Lesenden oder Nutzer(innen) von FQS können - sofern ihnen die Medieneinheit bekannt ist - zusätzliche Anregungen geben.

3. Ausblick

Anliegen von FQS Review - dies sollte die vorangegangene Darstellung verdeutlichen - ist es nicht nur, über (neue) Medieneinheiten zu informieren, sondern mittels Rezensionen sollen für interessierende Themengebiete zusätzliche Perspektiven gefördert und möglicherweise sogar wissenschaftliche Diskurse neu eröffnet werden: Rezensionen "are not infrequently cited as sources of ideas", so die Editoren von Contemporary Psychology in ihren an die Rezensierenden verschickten Guidelines. Dies macht deutlich, welcher Stellenwert Rezensionen zukommen kann, wenn eine Medieneinheit wirklich zum Anlass genommen wird, Schwierigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten in einem Forschungsfeld aufzuzeigen, statt nur deren Inhalt nachzeichnend vorzustellen. Mit einer solchen Orientierung kann mittelfristig auch eine Aufwertung von Rezensionen (und von dem Rezensieren als wissenschaftlicher Tätigkeit) einhergehen entgegen dem "Schattendasein", das Rezensionen bisher in vielen Zeitschriften führen (und wohl wegen der eingeschränkten Platzressourcen weiterhin führen müssen), weshalb Buchbesprechungen oft - und was ihre Potentiale angeht: zu Unrecht - als Beiträge minderer Art gelten (also z.B. bei der Abfrage so genannter Leistungsdaten, die zukünftig für die Budgetierung an Universitäten herangezogen werden, unberücksichtigt bleiben).

Literatur

Mey, Günter (2000, Dezember). Editorial Note: Wozu Rezensionen? oder: Warum Rezensionen eigenständige Beiträge sein sollten [20 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum Qualitative Social Research [Online- Journal], 1(3). [Verfügbar über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/3-00/3-00mey-d.htm]

Mey, Günter (2002, Mai). Editorial Note: 2 Jahre FQS Rezension - Eine Zwischenbilanz [16 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum Qualitative Social Research [Online-Journal], 2(2). [Verfügbar ab Mai 2002 über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-01/2-01mey-d.htm]

Moes, Johannes (2000, Januar). Von der Text- zur Hypertextanalyse: Konsequenzen für die Qualitative Forschung [15 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [On-line Journal], 1(1). [Verfügbar über: http://qualitative-research.net/fqs-texte/1-00/1-00moes-d.htm]

Mruck, Katja (2000, Januar). FQS - Idee, Realisierung, Perspektiven [25 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [Online Journal], 1(1). [Verfügbar über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/1-00/1-00hrsg1-d.htm]

Mruck, Katja & Mey, Günter (2001, Mai). FQS - In eigener Sache [45 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [On- line Journal], 2(2). [Verfügbar über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-01/2-01hrsg-d.htm]

Mruck, Katja & Mey, Günter (2001, im Druck). Wissenschaftliches Publizieren in Online-Zeitschriften: Über das schwierige Vertrautwerden mit einem neuen Medium. Zeitschrift für Qualitative Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung, 4.

Roth, Wolff-Michael (2001, Mai). The Politics and Rhetoric of Conversation and Discourse Analysis. Review Essay [21 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [On-line Journal], 2(2). [Verfügbar über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-01/2-01review-roth-e.htm]

Zu den Autor(inn)en:

Günter Mey; Dr. phil, Diplom-Psychologe; wissenschaftlicher Assistent im Fachgebiet Entwicklungspsychologie an der Technischen Universität Berlin; Forschungsschwerpunkte: qualitative Methodologie und Methoden, Identitätsforschung, kultur- und ökologisch orientierte Psychologie; Online- Kommunikation/-Publishing; Günter Mey ist Book Review-Editor von FQS - Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research (http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs.htm )

Anschrift: Technische Universität Berlin, Fakultät VII - Architektur Umwelt Gesellschaft, Institut für Soziologie; Fachgebiet Entwicklungspsychologie, Sekr. HAD 40, Hardenbergstr. 4-5; D-10623 Berlin; Email: mey@gp.tu-berlin.de; URL: http://www.tu-berlin.de/fb7/ifs/psychologie/entwicklung/mey/

Katja Mruck; Dr. phil, Diplom-Psychologin; Projektleitung/Koordination des DFG-Projektes "Ausbau der wissenschaftlichen Online-Zeitschrift FQS zum Informations-, Kommunikations- und Vernetzungsportal qualitative- research.net"; Forschungsschwerpunkte: qualitative Methodologie und Methoden; Online-Kommunikation/-Publishing; Katja Mruck ist Geschäftsführende Herausgeberin von FQS - Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research (http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs.htm )

Anschrift: Freie Universität Berlin, FB 12, WE 09 - FQS / qualitative-research.net, Habelschwerdter Allee 45, D-14195 Berlin; Email: mruck@zedat.fu-berlin.de; URL: http://userpage.fu-berlin.de/~mruck

[1] Vereinzelt werden Besprechungen (ebenso wie andere Beiträge in FQS) auch in zusätzlichen Sprachen veröffentlicht (französisch oder spanisch); seit September 2001 werden für alle Rezensionen - unabhängig von der Sprache des Volltextes - Abstracts in deutsch, englisch und spanisch erstellt.

[2] Bislang wurden Rezensionen aus folgenden Zeitschriften in FQS "zweit-" bzw. zum Teil auch vorveröffentlicht: "Handlung Kultur Interpretation", "Journal für Psychologie", "Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie", "Psychomed. Zeitschrift für Psychologie und Medizin" sowie "Psychotherapie und Sozialwissenschaft". Auch umgekehrt besteht die Möglichkeit, dass Rezensionen aus FQS in Print-Zeitschriften - in Absprache mit uns und den jeweiligen Autor(inn)en und unter Angabe des Erstveröffentlichungsortes - ein zweites Mal veröffentlicht werden, ein Verfahren, das für andere Beiträge in FQS bereits praktiziert wird (u.a. mit "Historical Social Research / Historische Sozialforschung" und mit der tschechischen Zeitschrift "Biograf").

[3] In Review Notes (Rezensionen) werden Medieneinheiten nach einer knappen Skizze des Forschungsgebietes in ihren wesentlichen Umrissen vorgestellt, gerahmt durch eine kurze einleitende Standortbestimmung und eine abschließende Bewertung. Gegenüber diesem Besprechungsformat wird in Review Essays (Rezensionsaufsätze) das jeweilige Forschungsfeld - auch mit Hinweisen auf andere Publikationen - umrissen, um davon ausgehend den speziellen Beitrag zu verdeutlichen, den die vorgestellte Medieneinheit (nicht) leistet; zu weiteren Ansprüchen an die Formate und an FQS Review generell, siehe Mey 2000.

[4] Die mit dem Internet gebotene Möglichkeit auch experimenteller Schreibpraxen (etwa über die Nutzung verschachtelter Hyperlink-Strukturen) wird bislang nur in Ausnahmen realisiert. Für einen ersten Versuch siehe den in FQS erschienenen Review Essay "The Politics and Rhetoric of Conversation and Discourse Analysis: A reflexive, phenomenological hermeneutic analysis" <http://qualitative-research.net/fqs-texte/2-01/2-01review-roth-e.htm> von Wolff-Michael Roth, 2001; allgemeiner zu dem Schreiben von Hypertexten siehe Moes 2000.

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Veröffentlicht am
11.03.2002
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