Der Krieg ist vorbei. Heimkehr, Trauma, Weiterleben

Ort
Seelow
Veranstaltungsort
Gedenkstätte Seelower Höhen und Kreiskulturhaus Seelow
Veranstalter
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur; Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst; Gedenkstätte Seelower Höhen; Institut für Zeitgeschichte München–Berlin; Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam; Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Datum
11.06.2015 - 12.06.2015
Bewerbungsschluss
05.06.2015
Von
Zuendorf, Irmgard

Im Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal das Ende des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs in Europa und damit die Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst, die Gedenkstätte Seelower Höhen, das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin, das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam nehmen den Jahrestag zum Anlass und laden zu einer Tagung ein, die sich mit der Heimkehr der Soldaten und den daraus entstehenden Folgen für die jeweiligen Gesellschaften beschäftigt.

Im Mittelpunkt der Tagung sollen Gewalterfahrungen und Traumatisierungen von Kriegsteilnehmern stehen sowie die Frage, wie die Nachkriegsgesellschaften mit diesen Herausforderungen umgegangen sind. Ferner stehen Anerkennungsrituale und Formen der Vergemeinschaftung von ehemaligen Kriegsteilnehmern im Fokus. Angestrebt ist eine transnationale Perspektive, für die Phänomene verschiedener nationaler Integrationsmodelle unter Siegern und Besiegten nebeneinander gestellt werden.

Die Tagung findet in der Gedenkstätte Seelower Höhen statt, die an die letzte große Schlacht vor dem Sturm der Roten Armee auf Berlin erinnert. Die Gedenkstätte umfasst ein sowjetischen Ehrenmal, einen Ehrenfriedhof und eine neue Dauerausstellung, an deren Konzipierung und Umsetzung ein wissenschaftlicher Beirat mit Kolleginnen und Kollegen aus den oben genannten Einrichtungen maßgeblich beteiligt war.

Es wird ein Busshuttle von Berlin-Ostbahnhof (Donnerstag um 9.00 Uhr und am Freitag um 7.15 Uhr) nach Seelow eingerichtet. Der Bus fährt jeweils abends nach der Tagung zurück nach Berlin. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung bis 5. Juni erbeten unter:
gedenkstaette@kulturmol.de oder Telefon: 03346 597

Im Hotel: Waldhotel Seelow, Waldsiedlung Eichendamm 9, 15306 Vierlinden (Telefon: 03346 88883) sind Zimmerkontingente reserviert zum Preis von 55 € für EZ mit Frühstück.

Programm

Donnerstag, 11. Juni 2015

11.00 Uhr Begrüßung
Gerd-Ulrich Herrmann (Gedenkstätte Seelower Höhen)

11.15 Uhr Führung durch die Gedenkstätte Seelower Höhen

12.15 Uhr Mittagsimbiss
anschließend Spaziergang oder Bustransfer zum Tagungsort im Kulturhaus der Stadt Seelow

13.30 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter

13.40 Uhr Eröffnungsvortrag
Prof. Dr. Christoph Kleßmann (Potsdam)
Der Krieg ist vorbei. Wege in die deutsche Nachkriegsgesellschaft

14.30 Uhr Heimkehr und Nachkriegsgesellschaften
Moderation: PD Dr. Olga Kurilo (Europa-Universität Viadrina)

Prof. Dr. Alexander von Plato (Neuenkirchen)
Erinnerungen an die Heimkehr

Dr. Ramona Saavedra Santis (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück)
800.000 Rotarmistinnen kehren heim

N.N.
Heimkehr im Westen (AT)

Kommentar: Prof. Dr. Dorothee Wierling (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)

17.00 Uhr Pause

17.30 Uhr Kriegserfahrung im 20. Jahrhundert und ihre Wirkungsmacht

Filmpräsentation: "Die Heimkehr der Verlierer" von Heike Römer-Menschel (MDR)

Podiumsgespräch
Prof. Dr. Monika Flacke (Deutsches Historisches Museum, Berlin)
Prof. Dr. Bernd Greiner (Hamburger Institut für Sozialforschung)
Prof. Dr. Gerhard Paul (Universität Flensburg)
Heike Römer-Menschel (MDR)

Moderation: Dr. Jürgen Danyel (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

20.00 Uhr Empfang

Freitag, 12. Juni 2015

9.00 Uhr Gewalterfahrungen im gesellschaftlichen Kontext

Moderation: Dr. Thomas Vogel (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam)

Dr. Klaas Voß (Hamburger Institut für Sozialforschung)
Die Reintegration von Soldaten als Motor gesellschaftlicher Innovation

Prof. Dr. Beate Fieseler (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Arme sieger?: Die Reintegration der sowjetischen Kriegsversehrten in die Nachkriegsgesellschaft

Dr. Wolfgang Schmidt (Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg)
Krieg malen – aber wie und wozu? Kriegserfahrungen und Kriegsdeutungen in der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts

Kommentar: Dr. Jan C. Behrends (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

11.30 Uhr Mittagsimbiss

12.15 Uhr Anerkennungsrituale und Vergemeinschaftung

Moderation: Dr. Sabine Kuder (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

PD Dr. Elke Scherstjanoi (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin)
Reintegrationsstrategien in der DDR

Dr. Jörg Morré (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst)
Siegesfeiern und Veteranenverbände in der UdSSR bzw. Russland

Prof. Dr. Arnd Bauerkämper (Freie Universität Berlin)
Soldatenverbände, Kriegsgräberfürsorge und ,Schlachtfeldtourismus‘ in der Bundesrepublik

Kommentar: PD Dr. Jörg Echternkamp (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam)

15.00 Uhr Schlusswort

Kontakt

gedenkstaette@kulturmol.de
Telefon: 03346 597

Zitation
Der Krieg ist vorbei. Heimkehr, Trauma, Weiterleben, 11.06.2015 – 12.06.2015 Seelow, in: H-Soz-Kult, 01.05.2015, <www.hsozkult.de/event/id/termine-27837>.
Redaktion
Veröffentlicht am
01.05.2015
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