E. Schlotheuber u.a. (Hrsg.): Böhmen und das Deutsche Reich

Cover
Titel
Böhmen und das Deutsche Reich. Ideen- und Kulturtransfer im Vergleich (13.–16. Jahrhundert)


Herausgeber
Schlotheuber, Eva; Seibert, Hubertus
Reihe
Veröffentlichungen des Collegium Carolinum 116
Erschienen
München 2009: Oldenbourg Verlag
Anzahl Seiten
VIII, 362 S.
Preis
€ 49,80
Rezensiert für H-Soz-Kult von
Ulrike Hohensee, Monumenta Germaniae Historica, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Der vorliegende Band umfasst den Großteil der Beiträge der gleichnamigen Münchener Tagung vom 10.–12. September 2007 [1], erweitert um die Texte von Bernd Carqué (Heidelberg) und Josef Záruba-Pfeffermann (Prag). Hervorzuheben ist die große Zahl tschechischer Autoren und der Verdienst der Übersetzer aus dem Tschechischen und Englischen. Das eindrucksvolle inhaltliche Spektrum reicht von Architektur, Epigraphik und Wandmalerei über Finanzverwaltung, Kirchen- und Adelsgeschichte bis hin zur Musik und beschreibt anhand zahlreicher Beispiele den „Vorgang der Rezeption neuer Ideen, manueller Fähigkeiten und kultureller Errungenschaften, die von einem Kulturraum in einen anderen transferiert und dort aufgenommen, aneignend kopiert oder verwandelt werden“ (Einführung von Hubertus Seibert, S. 1). Gerade der Blick auf die produktive Aneignung des von außen Übernommenen, die Weiterentwicklung und Änderung von Bedeutungsinhalten durch Einbeziehung in die aufnehmende Kultur erweist sich als fruchtbar für die Untersuchung von Ähnlichkeit und Individualität benachbarter Regionen Mitteleuropas. Die Beiträge ordnen sich, den Sektionen der Tagung folgend, in die Rubriken „Herrschaft und kultureller Austausch“, „Schriftlichkeit und Repräsentation im Vergleich“ sowie „Architektur und Wandmalerei“ ein und sollen angesichts der Vielfalt der Themen einzeln besprochen werden.

S. Adam Hindin, „Ethnische Bedeutungen der sakralen Baukunst. ‚Deutsche‘ und ‚tschechische‘ Pfarrkirchen und Kapellen in Böhmen und Mähren (1150–1420)“, unterscheidet in der Architektur der frühesten Pfarrkirchen (1150–1300) nach Größe und Erscheinungsbild zwischen Bauten tschechischer und deutscher Pfarrgemeinden. Für das 14. Jahrhundert nimmt er einen bewussten Gegensatz in der Anlage betont schlicht gestalteter tschechischer Kirchen gegenüber zunehmend prachtvolleren deutschen Pfarrkirchen an, eine Entwicklungslinie, die in die Gestaltung der Prager Bethlehemskapelle, der Wirkungsstätte des Jan Hus, mündete.

Bernd Carqué, „Aporien des Kulturtransfers. Bau- und bildkünstlerische Zeichen von Herrschersakralität in Prag und Paris“, nimmt die Konzepte der Herrschaftsrepräsentation König Johanns von Böhmen und vor allem Karls IV. in den Blick und mahnt eine umfassende Sicht auf die untersuchten kulturellen Phänomene an, da – wie an zahlreichen Beispielen ausgeführt – aus der Übernahme einzelner Motive nicht auch die Übertragung der strukturellen und funktionalen Zusammenhänge der Ursprungskultur folgt. Je mehr Karl seine Herrschaft in Böhmen und im Reich ausbauen konnte, traten die Bezüge auf die Pariser Hofkunst zurück gegenüber Vorbildern aus dem italo-byzantinischen Kulturraum, die für die Selbstdarstellung eines universalen Kaisertums besser geeignet schienen. Carqué schließt mit einem Vergleich der Auffassungen von sakralem Herrschertum am Pariser und Prager Hof, die in ihren konkreten Ausprägungen erheblich von einander abwichen.

Richard Němec, „Kulturlandschaft und ‚Staatsidee‘. Architektur und Herrschaftskonzeption Karls IV.“, rekonstruiert die Raumaufteilung der Prager Residenz unter Heranziehung des böhmischen Krönungsordos Karls IV. von 1347 und postuliert Bezüge zur gleichzeitig erbauten Residenz der Päpste in Avignon. Mit der Wasserburg Lauf an der Pegnitz in der Oberpfalz wird die architektonische Gestalt einer luxemburgischen Residenz an der Peripherie der Lande der böhmischen Krone ebenfalls auf ihren repräsentativen Gehalt untersucht. Leider erlaubt es die mangelnde textliche Einbindung der beigefügten Abbildungen und Zeichnungen nicht, die Argumentation wirklich nachzuvollziehen; auch leidet der Aufsatz bei höchstem theoretischen Anspruch an mangelnder sprachlicher Durchformung bis hin zur Unverständlichkeit einzelner Passagen. Thesen werden nicht immer an verfügbaren Quellen geprüft: Hier sei nur die Datierung der Burg Lauf herausgegriffen (S. 89f., 99): Němec betont die repräsentative Funktion des Bildprogramms (Wappensaal, Wenzelsdarstellungen) und leitet daraus einen zeitlichen Zusammenhang des Baus mit der Verkündung des Nürnberger Teils der Goldenen Bulle im Januar 1356 ab, da er als Adressaten des Bauwerkes die Kurfürsten unterstellt (S. 100). Der Blick auf das Itinerar des Kaisers zeigt jedoch, dass dieser in Lauf erstmals 1360 Okt. 31 urkundete (Böhmer, RI VIII Nr. 7037); nur zwei der bis 1366 dort ausgestellten Urkunden nennen überhaupt Zeugen, darunter je einmal Markgraf Otto von Brandenburg, Erzbischof Gerlach von Mainz und Herzog Ruprecht von Sachsen.[2] Für längere Besuche des Kaisers oder gar repräsentative Aufenthalte in Gesellschaft der Kurfürsten finden sich keine Anzeichen.

Lenka Mráčková, „Die Kompositionen Johannes Tourouts in böhmischen Musikhandschriften. Zur musikalischen Kultur am Hofe Kaiser Friedrichs III. und ihrer Rezeption in den böhmischen Ländern“, behandelt anhand der Codices Strahov [3] von 1467/70 und Speciálník [4] 1485/1500 die Rezeption der ‚modernen’ franko-flämischen Polyphonie in Böhmen, vermittelt in erster Linie durch den kaiserlichen Hof. Während der Strahover Codex zeitgenössische Musik führender europäischer Komponisten enthält, darunter einen Großteil der Werke Johannes Tourouts, ab 1460 Hofmusiker Friedrichs III., stellt der jüngere Codex eine retrospektive Sammlung aus dem Umfeld der Prager Utraquisten dar, die das überlieferte Liedgut teils mit neuen Texten dem geistlichen Gebrauch anpasste. Seine Zusammensetzung zeigt wiederum Verbindungen zum Kaiserhof, aber auch zur Leipziger Universität und zu schlesischen Liedsammlungen.

Jiří Roháček und Franz-Albrecht Bornschlegel, „Innovation – Tradition – Korrelation. Die Inschriften Böhmens und des deutschen Reiches“, untersuchen in einem ersten Teil die deutschsprachigen Inschriften in Böhmen und fragen, inwieweit Deutsche als Auftraggeber von Inschriften fassbar werden. Der zweite Teil ist der Entwicklung der Schriftarten auf Grabdenkmälern in Böhmen und im Reich zwischen 1300 und der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gewidmet. In Prag und noch mehr auf dem Lande erweist sich der Anteil deutschsprachiger Inschriften bis einschließlich der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als außerordentlich gering, während das Tschechische seit der Mitte des 16. Jahrhunderts das Lateinische als vorherrschende Inschriftensprache ablöste. Dagegen blieb in den Gebieten mit homogen deutscher Besiedelung das Lateinische lange dominant; die dortigen deutschsprachigen Inschriften entsprechen im Formular den zeitgleichen Stücken aus Süddeutschland. Eigens besprochen werden mit den Tituli einer Wandmalerei aus dem Neuhauser Schloss von 1338 die älteste deutschsprachige Monumentalinschrift in Böhmen sowie eine dreisprachige Grabinschrift aus der Prager Neustadt.

Roman Lavička, „Jahreszahlen an mittelalterlichen Baudenkmälern“, erläutert anhand von Beispielen meist aus dem böhmischen Raum die zahlreichen Aspekte, die bei der Interpretation dieser zunächst so eindeutig erscheinenden Datierungsquelle zu beachten sind. Abgesehen vom generell zu bedenkenden Überlieferungszufall geht er auf Ort und Erhaltungszustand der Inschrift ein, berücksichtigt aber auch in retrospektiver Absicht angebrachte Daten, etwa in Erinnerung an den Stifter, in späteren Bauinschriften tradierte Zahlen sowie Schriftzeugnisse über verschwundene, nicht selten aber verlesene Jahreszahlen.

Robert Šimůnek, „Was in den Testamenten ‚fehlt‘. ‚Donationes pro anima‘ und das Fegefeuer im Spiegel böhmischer Adelstestamente“, greift die Frage nach dem Seelgerät und dessen häufiger Nicht-Erwähnung in dieser Quellengattung auf, gestützt auf seine Arbeiten an einem entsprechenden Katalog. Dabei warnt er vor voreiligen Schlüssen auf die Mentalität und Werteskala der Testatoren, da geistliche und die an Bedeutung gewinnenden karitativen Stiftungen und andere Mittel zum Seelenheil oftmals bereits zu Lebzeiten veranlasst wurden, das Testament also nur eine unter vielen Möglichkeit der Verfügung über Besitz darstellte. Berücksichtigt man ebenso außertestamentarische Quellen, ergeben sich in der Haltung zu Fegefeuer und Totenmessen keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Katholiken und gemäßigten Utraquisten.

Uwe Tresp, „Zwischen Böhmen und Reich, Ständen und Königtum. Integration und Selbstverständnis der Grafen Schlick in Böhmen um 1500“, untersucht ausgehend von der Nachricht in der Joachimsthaler Chronik David Hüters über den Verlust der Herrschaft Weißkirchen in Ungarn und die Wiederaufnahme des Titels eines Grafen von Bassano durch die Herren von Schlick im Jahre 1503 die Stellung dieser Familie innerhalb der böhmischen Adelsgesellschaft. Nach dem rasanten Aufstieg Kaspar Schlicks am Hofe König Sigmunds war die Familie gegen Ende des 15. Jahrhundert als Pfandherr des nordwestböhmischen Kreises Elbogen zunehmend mit dem Widerstand von Bürgern und Lehnsleuten und der Konkurrenz ihrer adligen Nachbarn konfrontiert. Sie versuchte dem mit Waffenhilfe der ihnen eng verbundenen Wettiner zu begegnen, was sie dem Vorwurf des Landesverrats aussetzte. Ihre Strategie, gegen eine drohende Verurteilung vor dem böhmischen Landgericht das mit der Grafschaft verbundene Gerichtsstandsprivileg geltend zu machen und auf den Schutz König Wladislaws zu setzen, ging nicht auf, vielmehr wurden die Schlicks durch ein militärisches Aufgebot der böhmischen Stände zur Integration in die von König und Landesgemeinde gemeinsam getragene Rechtsordnung Böhmens gezwungen.

Georg Vogeler, „Die böhmischen Berna-Register als ‚Steuerbücher deutscher Territorien‘?“, stellt nach einem Überblick über die Erfassung der Landessteuern im Reich im Vergleich dazu die sechs überlieferten Berna-Register vor, leider mit Fehlern in den aus den Editionen übernommenen Texten. Bei den im Verzeichnis von 1416/1418 erwähnten „deperientiae“, „alleviationes“ und „indulta“ (S. 219) handelt es sich nicht um verschiedene Abgabenarten, sondern geht es um Ausfälle, Ermäßigungen und Erlasse der Berna. Während sich die beiden Verzeichnisse aus der Zeit Wenzels IV. mit Inhaltsverzeichnis und Seitensummen als besonders modern im Vergleich zum übrigen Reich darstellen, wirkt das jüngste Exemplar von 1523 in Form eines Protokolls der Steuerveranlagung eher altertümlich. Damit stehen die böhmischen Steuerbücher außerhalb der in den anderen Territorien des Reiches zu beobachtenden Entwicklung hin zu übersichtlichen, systematischen Steuerlisten, was sich durch das Erstarken der böhmischen Landstände erklärt, die eine dauerhafte, kontinuierliche Verzeichnung der geschuldeten Steuer nicht dulden wollten.

Eva Doležalová, „Weiheregister als Quelle zur Geschichte der vorreformatorischen Geistlichkeit“, beschreibt die verschiedenen, teils beschwerlichen Wege zur Priesterweihe (die auch für die Utraquisten ein Sakrament blieb) nach der hussitischen Revolution. Die deutliche Verringerung der Zahl geweihter Priester sei in der böhmischen Gesellschaft aber nicht als Mangel, sondern bei einem allgemeinen Prestigeverlust des geistlichen Standes eher als Korrektur reformbedürftiger Zustände empfunden worden.

Pavel Soukup, „Die Predigt als Mittel religiöser Erneuerung: Böhmen um 1400“, fordert eine Einbettung der vorhussitischen Religionsgeschichte in ihr spätmittelalterliches Umfeld, wobei sich Organisationsformen besser zum Vergleich eigneten als theologische Inhalte. Die Predigt war das entscheidende Medium der böhmischen religiösen Reformbewegung; ihre Exponenten, beginnend mit Konrad Waldhauser und Milič von Kremsier über Mattheus von Janov und Nikolaus von Dresden bis zu Jan Hus, verstanden die Ausübung des Predigeramtes in der Nachfolge Christi als ihren zentralen göttlichen Auftrag, so dass das gegen Hus gerichtete päpstliche Predigtverbot folgerichtig zur Eskalation des Konflikts mit der kirchlichen Autorität führte. Während die devotio moderna besonders auf das Gebet orientiert war, verband die Betonung der Predigt die böhmischen Reformer mit den Anhängern Wyclifs, doch im Unterschied zu diesen schätzten die Utraquisten die Eucharistie hoch.

Jan Royt, „Bischof Johann IV. von Draschitz als Kunstmäzen“, behandelt dessen umfangreiche Stiftungen und Bauvorhaben in Prag und Raudnitz. Johann kehrte 1333 nach fast elf Jahren am päpstlichen Hof zu Avignon nach Böhmen zurück, brachte von dort illuminierte Handschriften mit und wirkte als aktiver Vermittler der südfranzösischen Kunsttradition. Er gab vermutlich die erste Tafelmalerei in Böhmen in Auftrag und warb Baumeister aus Avignon für den Bau einer steinernen Elbbrücke in Raudnitz an. Mit der Gründung und reichen Ausstattung des dortigen Augustiner-Chorherrenstifts förderte er einen für die Klosterreform im Sinne der devotio moderna stehenden Orden, dessen Ausstrahlung weit über die Grenzen der böhmischen Länder hinaus reichen sollte.

Magdaléna Hamsíková, „Die Einflüsse Lucas Cranachs des Älteren auf die böhmische und mährische Malerei der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts“, belegt an ausgewählten Beispielen die intensive Rezeption der Werke Cranachs vor allem in Nordwestböhmen, oftmals vermittelt durch persönliche Beziehungen in Humanistenkreisen. Besonders seit den 1520er-Jahren verbreiteten sich zunächst über graphische Vorlagen und Werkimporte aus Sachsen, später zunehmend auch durch Schüler Cranachsche Motive in den böhmischen Ländern, wobei sowohl Katholiken als auch Protestanten zu den Auftraggebern gehörten.

Josef Záruba-Pfeffermann, „Die Kirche St. Jakobus Maior in Slavětín. Eine Wappengalerie des römischen Königs Wenzel IV. und des böhmischen Adels“, stellt eine der umfangreichsten, bisher jedoch kaum untersuchten Wandmalereien in Böhmen aus der Zeit Wenzels IV. vor, erst unlängst durch eine Restaurierung zugänglich gemacht, die die Übermalungen des späten 19. Jahrhundert entfernte. Die den gesamten Chor ausfüllenden Bilder datieren auf 1376–1395, zu der Wappengalerie am Gewölbe kommen Stifterszenen und umfangreiche narrative Zyklen von Andachtsbildern, die im Einzelnen beschrieben werden. Die Auftraggeber, die Herren von Hasenburg als Besitzer des bei Laun (Louny) gelegenen Städtchens, wollten hier mit künstlerischen Mitteln ihre Nähe zum böhmischen Königshof demonstrieren; aus dem Patronat des Klosters Postelberg über die Slavětíner Pfarrkirche resultieren zahlreiche benediktinische Bezüge.

František Záruba, „Die Burgen König Wenzels IV.“, fasst den Wissensstand mit Schwerpunkt auf Chronologie und historischen Kontext der Bauten zusammen und verknüpft die Quellenaussagen zu Entstehung und Baugeschichte mit den Lebensstationen Wenzels. Die langfristige Tendenz der Burgenarchitektur zur Ausweitung des Wohnbereichs auf Kosten der Verteidigungskraft, letztlich der Weg von der Burg zum Schloss, erreichte in der Regierungszeit Wenzels einen Höhepunkt. Seine Burgen trugen eher den Charakter „privater“ Luxusresidenzen, dienten oft als Aufenthaltsorte königlicher Jagdgesellschaften, während unter seinem Vater Karl IV. noch machtpolitische und repräsentative Ziele den Burgenbau bestimmten.

Eine Zusammenfassung der Herausgeberin sowie Ortsregister mit Konkordanz der deutschen und tschechischen Namensformen, Personenregister, Bildnachweis und Mitarbeiterverzeichnis beschließen den in seiner Vielfalt anregenden Band, dem eine breite Resonanz zu wünschen ist.

Anmerkungen:
[1] Tagungsbericht Böhmen und das Deutsche Reich. Ideen- und Kulturtransfer im Vergleich (13.-16. Jahrhundert). 10.09.2007-12.09.2007, München, in: H-Soz-u-Kult, 04.11.2007, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1762>.
[2] Vgl. Böhmer, RI VIII Nr. 3760 (12. Oktober 1361) und Nr. 3851 (31. März 1362).
[3] Prag, Knihovna Královské kanonie premonstrátů na Strahově Hs. D.G.IV.47.
[4] Hradec Králové, Muzeum východních Čech Hs. II A 7.