Dänemark im „Dritten Reich“

: Danebrog gegen Hakenkreuz. Der Widerstand in Dänemark 1940–1945. Neumünster 2011: Wachholtz Verlag , ISBN 978-3-529-02817-5, 368 S. € 32,00.

: For Danmarks ære. Danskere i allieret krigstjeneste 1939–1945. Kopenhagen 2011: Informations forlag , ISBN 978-87-7514-272-9, 333 S. .

Rezensiert für H-Soz-Kult von
Steffen Werther, School of Historical and Contemporary Studies, Södertörn University

Bis zum heutigen Tag bildet das idealtypische Begriffspaar „Widerstand und Kollaboration“ den Kern der in schöner Regelmäßigkeit wieder aufflammenden dänischen Debatte über die Rolle des Landes, seiner Politiker und Bürger während der „fünf verdammten Jahre“ (fem forbandede år) der deutschen Okkupation 1940–1945.

Wie in fast allen besetzten Ländern prägte auch in Dänemark der Widerstandsmythos die nationale Wiedergeburt nach 1945 und auch die dänische Geschichtsschreibung fokussierte zunächst auf den Widerstand gegen die deutschen Aggressoren. Der Begriff Kollaboration wurde hingegen lange sehr eng gefasst und bezog sich unter anderem auf Mitglieder der dänischen Nazi-Partei, Gestapo-Informanten, sogenannte „tyskerpiger“ (dänische Frauen, die Beziehungen zu Deutschen pflegten), Mitglieder deutscher Hilfskorps (wie Hipo und Schalburgkorps) und SS-Freiwillige. Im öffentlichen Bewusstsein entstand so das Bild eines im Widerstand vereinten Volkes.

Das bis in die 1970er-Jahre (und teilweise darüber hinaus) vorherrschende patriotische Narrativ diente im dänischen Fall auch dazu, eine in den Augen vieler Dänen äußerst unehrenhafte Scharte wieder auszuwetzen: Die Umstände der „Friedensbesetzung“ 1940 und die darauf folgende Zeit der sogenannten „Verhandlungspolitik“ bzw. „Zusammenarbeitspolitik“ (forhandlingspolitiken/samarbejdspolitikken). Die deutschen Benennungen Dänemarks als „Sahnefront“, „Musterprotektorat“ und „Paradepferd“ sowie Churchills Wort von „Hitler‘s tame Canary“ waren Stachel im Fleisch des nationalen Selbstbewusstseins und machten den Dänen schmerzhaft bewusst, dass ihr Heimatland lange keineswegs als selbstverständlicher Teil des alliierten Lagers gesehen wurde. Die dänische Regierung hatte nämlich am 9. April 1940 die „friedliche Besetzung“ umgehend akzeptiert, wenn auch unter Protest. Durch die Annahme der deutschen Forderungen wurde erreicht, dass das politische System und seine gewählten Organe weiterbestanden. Im Gegenzug passte man sich den deutschen Wünschen an. Auch wenn die meisten Dänen den Deutschen wenig Sympathie entgegenbrachten fand der Kurs der Regierung in der Bevölkerung breite Unterstützung, wie nicht zuletzt das Ergebnis der Reichstagswahlen im März 1943 zeigt, bei denen die Parteien der Sammlungsregierung 95% der Wählerstimmen erhielten.

Erst weit in der zweiten Hälfte des Krieges wendete sich das Blatt. Die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung entlud sich in Arbeitsniederlegungen, die sich im August 1943 zu einem Generalstreik ausweiteten, dem sogenannten „Augustoprør“. Nachdem die Regierung Scavenius das deutsche Ansinnen abgelehnt hatte, den Ausnahmezustand zu verhängen und die Todesstrafe einzuführen, wurde sie abgesetzt. Mit einer Verhaftungswelle und der Entwaffnung des dänischen Heeres begann die sogenannte „Zweite Okkupation“ – und damit auch die Hochzeit des bislang marginalen dänischen Widerstands.

Die beiden hier besprochenen sehr unterschiedlichen Werke haben den dänischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer zum Thema. Bath möchte den „aus der Bevölkerung heraus geleisteten Widerstand“ (S. 9) in seiner Gesamtheit präsentieren, während sich Sørensens Studie einer sehr speziellen und bisher kaum beachteten Gruppe widmet, den ca. 1000 dänischen Soldaten in alliierten Diensten.

Bei Baths Werk handelt es sich wohl um die erste breit angelegte Monographie zu diesem Gegenstand in deutscher Sprache. Trotzdem die Standardbibliographie der dänischen Besatzungsgeschichte bereits 2002 weit mehr als tausend Titel zum Thema „Widerstand“ verzeichnete[1] – und es dürften seitdem einige hundert dazugekommen sein – sind deutsche Studien bzw. Übersetzungen nach wie vor Mangelware. Bath füllt insofern eine Lücke. Allerdings wartet er nicht mit neuen Erkenntnissen auf, vielmehr handelt es sich um eine äußerst umfassende und angenehm präsentierte Zusammenführung von Ergebnissen der existierenden Forschungsliteratur. In fünf chronologisch gegliederten Kapiteln spannt Bath einen weiten Bogen, von der „Weserübung“, also der Besetzung Dänemarks, bis zum sogenannten „Retsopgøret“, der juristischen Abrechnung mit Kollaborateuren nach der Befreiung.

Die ersten beiden Kapitel umfassen die einigermaßen ruhige Periode bis 1943 und nehmen entsprechend weniger Raum ein, als die folgenden Abschnitte. Bath schildert hier zunächst die Umstände und Bedingungen der Besatzung, die Zusammenarbeitspolitik der dänischen Regierung und die Stimmung in der Bevölkerung. Zudem skizziert er die verschiedenen (potentiell) antideutschen Persönlichkeiten und Milieus, welche insbesondere am rechten und linken Rand des politischen Spektrums zu finden waren. Hiernach werden die Anfänge der Widerstandsbewegung beschrieben: Die Bildung von Zirkeln Gleichgesinnter, symbolische Widerstandsaktionen, erste nadelstichartige Sabotageakte und die Verbreitung von Flugblättern. Durch das Verbot der Kommunistischen Partei im Juni 1941 wurden die kleine, jedoch straff organisierte Gruppe der Kommunisten in den Untergrund gedrängt. Die spezielle Situation brachte die bis dahin sehr kleinen und politisch weit auseinanderliegenden Widerstandsgruppen schnell an einen Tisch, so dass mit der Untergrundzeitung „Frit Danmark“ (Freies Dänemark) bereits Anfang 1942 ein konkretes kommunistisch-konservatives Kooperationsprojekt vorlag.

Die Kapitel drei und vier machen den Hauptteil des Buches aus. Bath beschreibt hier zunächst die allmähliche Verschärfung der dänischen Situation im Jahr 1943. Diese prozesshafte Zuspitzung hatte auch innerdänische Gründe, war jedoch hauptsächlich eine Folge des für Deutschland ungünstigen Kriegsverlaufes. Nach der Absetzung der Regierung Ende August 1943 wurde die Zusammenarbeitspolitik zwar in gewissen Rahmen fortgesetzt, entscheidend war jedoch das Wegfallen des Antagonismus’ zwischen Regierung und Widerstand. Dies machte die Widerstandsoption auch für vormalige Anhänger der Regierungspolitik attraktiv. Die Gründung von „Dänemarks Freiheitsrat“ (Danmarks Frihedsråd) war – neben erhöhtem Verfolgungsdruck – eine weitere direkte Folge der Ereignisse im August 1943. Dieses alle politischen Lager umfassende Gremium fungierte fortan als offizieller Vertreter der nationalen Einheitsfront. Ende 1943/Anfang 1944 folgte dann „Schlag auf Schlag“, wie Bath das vierte Kapitel betitelt. Das deutsche Okkupationsregime reagierte mit zunehmender Härte auf den anwachsenden Widerstand. Als „Gegenterrormaßnahme“ wurden sogenannte „Clearingmorde“ durch konspirative Einheiten des Sicherheitsdienstes der SS (SD) geplant und ausgeführt. Seitens der Widerstandsbewegung reagierte man mit der Liquidierung von Informanten. Da eine deutsche Niederlage nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien wuchs die Unterstützung der Widerstandsbewegung in der Bevölkerung. Der sogenannte „Volksstreik“ im Sommer 1944 war eine beindruckende Manifestation dessen. Das letzte Kapitel behandelt schließlich die Tage der Befreiung und die Monate danach. Bath widmet sich hier der bis heute kontrovers diskutierten „Retsopgøret“ und beschreibt auch den sinkenden Stern der Widerstandskämpfer, welche schnell ihren Einfluss auf die Gestaltung Nachkriegsdänemarks verloren.

Trotz der Materialfülle und der nuancierten Darstellung handelt es sich „nur“ um ein Überblickswerk, welches wissenschaftlichen Ansprüchen in mancherlei Hinsicht leider nicht genügt. Am gravierendsten ist in diesem Zusammenhang das vollständige Fehlen eines Fußnotenapparats. Selbst wörtliche Zitate werden nicht ausgewiesen, so dass nicht nachvollziehbar ist, aus welchen Quellen diese stammen. Dies ist umso schwerwiegender, da augenscheinlich keine unveröffentlichten Primärquellen ausgewertet wurden und im äußerst knappen Literaturverzeichnis auch veraltete und tendenziöse Titel auftauchen. Andere Standardwerke, beispielsweise von Aage Trommer und Hans Kirchhoff fehlen hingegen, genauso wie eine der umfassendsten Quellensammlungen zur Besatzungsgeschichte.[2]

Ein weiteres Manko ist das Fehlen des Forschungsstandes oder zumindest einer knappen Zusammenfassung grundsätzlicher Kontroversen und Positionen der letzten 60 Jahre. Einige spannende Debatten, wie etwa die Frage nach der tatsächlichen militärischen Bedeutung des Widerstandes, werden kurz angeschnitten, dann jedoch nicht weiter verfolgt. Hier entsteht ein wenig der Eindruck, Bath vermeide thesenhafte Positionen und sei an einer ausschließlich deskriptiven Darstellung interessiert.

„Für Dänemark Ehre“ von Jakob Sørensen bildet in gewisser Weise den Gegenentwurf zu Baths breiter Darstellung. Seine auf Archivmaterialien beruhende Nischenstudie hat die kleine Gruppe der ca. 1000 Dänen, welche in den Armeen der Alliierten kämpften, zum Thema. Es handelt sich um eine überarbeitete und gekürzte Fassung seiner Doktorarbeit, welche Sørensen im Februar 2009 an der Universität Kopenhagen verteidigte.

Der Titel des Buches ist eine Anspielung auf das Hauptmotiv dieser Freiwilligen: Durch Beteiligung am Kampf gegen Nazi-Deutschland Dänemarks (und damit die eigene) Ehre nach der schmachvollen Besetzung wiederherzustellen. Es handelt es sich bei den von Sørensen untersuchten Dänen in alliierten Diensten um eine heterogene Gruppe. Naturgemäß umfasste sie viele Auslandsdänen, wohnhaft in Kanada, Malaysia, Argentinien, Panama oder sonst wo auf der Welt. 15 Prozent hielten sich bereits in Großbritannien auf – in dessen Armee die überwiegende Mehrheit dienen sollte. Lediglich 30 Prozent befanden am Tag der Besetzung in Dänemark. Viele dieser Männer nahmen beschwerliche und kostspielige, teilweise abenteuerliche Reisen auf sich, um als Soldat in den Krieg einzugreifen.

Die Studie gliedert sich in drei chronologisch sortierte Hauptteile, welche ihrerseits in diverse thematische Kapitel unterteilt sind. Im ersten Teil werden Fragen der Organisation und Rekrutierung behandelt, im zweiten Teil geht es um „das Leben in Uniform“ und der (erheblich kürzere) abschließende Teil hat die Zeit nach 1945 zum Thema.

Zuerst beschreibt Sørensen die Gründung und die Entwicklung der Exilorganisation „Det Danske Råd“ (Der dänische Rat) und dessen Rekrutierungsbüro in London, welches die Werbung von Dänen für das britische Militär zu Ziel hatte. Wiewohl während des Krieges die dominierende Organisation der Exildänen, war die Rolle des Dänischen Rates als offizieller Repräsentant des Königreiches mindestens bis August 1943 umstritten, existierte doch eine dänische Regierung. Chef und treibende Kraft des Rekrutierungsbüros war zunächst Werner Michael Iversen, ein ehemaliger Offizier und Plantagenverwalter. Hauptmotiv für sein Engagement war der Wunsch, ein deutlich sichtbares Zeichen hinsichtlich der Haltung Dänemarks an die Alliierten zu senden. Um den Propagandawert der dänischen Freiwilligen zu erhöhen, strebte er die Aufstellung einer gesammelten dänischen Einheit innerhalb der britischen Streitkräfte an. Zur Aufnahme der dänischen Infanteristen war das „Royal East Kent Regiment“ ausersehen, kurz „The Buffs“. Es zeigte sich jedoch, dass die Briten die Dänen im „The Buffs“ aus verschiedenen Gründen nicht einzusetzen gedachten, weswegen Iversens Arbeit teilweise absurd anmutete: Er rekrutierte Dänen für eine Einheit, welche die Briten nicht in den Kampf schicken wollten. Betrachtet man den Aufwand, den einige betrieben hatten, um für Dänemarks Ehre oder gegen den Nationalsozialismus zu kämpfen, so ist es nicht überraschend, dass sich ob der Untätigkeit Unmut breit machte. Es zeigte sich, dass ein Kampfeinsatz wesentlich wahrscheinlicher war, wenn man sich individuell meldete, statt dies über den Dänischen Rat zu tun. Im Winter 1942/43 hatte beinahe jeder Däne im „The Buffs“ ein Versetzungsgesuch eingereicht. Erst gegen Ende des Krieges wurden die verbliebenen Dänen dann doch noch in Italien eingesetzt. Eventuell dienten die Männer in „The Buffs“ lediglich als Rekrutierungspotential für die dänische Abteilung des britischen SOE (Special Operation Executive), welcher auf diesen Umweg geeignete Kandidaten unverdächtig mustern und anwerben konnte.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Zwiespalt zwischen dem Wunsch, zum Einsatz zu kommen, und dem Wunsch, der dänischen Sache zu dienen. Stand letzteres im Vordergrund, so gab es gute Argumente für eine Sammlung dänischer Rekruten in einer Einheit, selbst wenn diese nur verzögert (oder gar nicht) zum Einsatz kam. Auf diese Weise wurden sie für die Heimat und insbesondere die Alliierten sichtbar und konnten propagandistisch genutzt werden, wohingegen ein paar hundert dänische Einzelmeldungen in den Millionenheeren der Alliierten schlichtweg unterzugehen drohten.

Obwohl dies in entsprechenden Studien mittlerweile zum guten Ton gehört, ist positiv hervorzuheben, dass Sørensen seine Darstellung nicht im Mai 1945 beendet. Neben der militärischen Abwicklung und der Gründung von Veteranenorganisationen, geht es in diesem Teil insbesondere um Erinnerung: Gedenkstätten und -steine, Orden und Medaillen und nicht zuletzt der Platz der Freiwilligen im kollektiven Gedächtnis und der Historiografie. Um letzteren war es bisher nicht gut bestellt. Trotz des enormen dänischen Interesses an der Periode 1940–45 handelt es sich bei dem vorliegenden Werk tatsächlich um die erste Monografie zu diesem Thema. Sørensen erklärt dies mit dem Fokus der dänischen Erinnerungskultur und Historiographie auf den „heimischen“ Widerstand sowie der dänischen Tendenz, den Zweiten Weltkrieg sehr verengt als Besatzungsgeschichte zu sehen. Die hier geschilderten Ereignisse fanden hingegen außerhalb Dänemarks statt, und nur eine Minderheit der dänischen Freiwilligen betrat während des Krieges tatsächlich dänischen Boden (meist als SOE-Agenten). Den dänischen Freiwilligen misst Sørensen eher symbolische Bedeutung zu. Sie waren ein bescheidenes Zeichen des dänischen Widerstandswillens. Er hält beispielsweise fest, dass die Briten keine Rekrutierung unter den ca. 6.000 Dänen erlaubten, welche als Besatzung auf der Atlantikroute dienten, was ein Hinweis darauf ist, dass diese der alliierten Sache weit mehr dienten.

Für die Zukunft finden sich diverse Ansatzpunkte für ergänzende und vergleichende Forschungen. So drängt sich in manchen Abschnitten ein Vergleich mit den ca. 6000 dänischen Freiwilligen in der Waffen-SS geradezu auf. Sørensen weist vereinzelt auf diese Gruppe hin, baut dies jedoch nicht weiter aus. Dabei gibt es, neben der Tatsache, dass beide Gruppen in fremden Heeren dienten, einige Parallelen: Genauso wie den Männern vom dänischen Rat war es den dänischen Nationalsozialisten ein primäres Bedürfnis, dass die SS-Freiwilligen soweit als möglich in einer geschlossenen dänischen Formation, unter dänischen Offizieren und mit dem Danebrog auf der Uniform kämpften. Wie die Organisatoren in London versprachen sich auch die dänischen Kollaborateure hiervon einen erhöhten Propagandawert, eine bessere Rekrutierungsgrundlage und den vermeintliche Wiedergewinn der am 9. April verlorenen dänischen Ehre. Nicht zuletzt glich sich die Grundmotivation und das Anliegen vieler Freiwilliger, nämlich „Für Dänemarks Ehre“ zu kämpfen – nur das der propagandistische Folgesatz auf der einen Seite „Gegen den Nationalsozialismus“ und auf der anderen Seite „Gegen den Bolschewismus“ lautete.

Anmerkungen:
[1] John T. Lauridsen, Samarbejde og modstand: Danmark under den tyske besættelse 1940–45. En bibliografi, Kopenhagen 2002.
[2] Aage Trommer, Disse fem år. Tværsnit og indsnit. Danmark 1940–45, Odense 2001; Hans Kirchhoff, Samarbejde og modstand under besættelsen, Odense 2001; Betænkning til Folketinget afgivet af den af Tinget under 15. Juni 1945 nedsatte Kommission i henhold til Grundlovens § 45 (14 Bände und Beilagen), Kopenhagen 1945–1953.

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22.04.2014
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