Dr. Ulrich Prehn

Institution
Stiftung Topographie des Terrors
Abteilung
Berlin
Adresse
10099 Berlin
Unter den Linden 6
Telefon
030/209370568
Email
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Wissenschaftlicher Werdegang

1998: Magisterarbeit: "Volksgemeinschaft im Abwehrkampf". Zur Politik und Organisation des Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA) in der Weimarer Republik
1995-1996: studentische Hilfskraft an der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg
1997-1999: freier Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, u. a. im Rahmen des Oral-History-Projekts "Hamburger Lebensläufe - Werkstatt der Erinnerung"
2001-2003: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (Assistent von Prof. Dr. Axel Schildt)
2003-2004: Historiker/Rechercheur bei Beschäftigung + Bildung e. V. im Rahmen des Projekts "Link to your Roots", einem Kooperationsprojekt mit dem Staatsarchiv Hamburg im Bereich Migrations-/Auswanderer-Forschung
Seit 2004: Mitarbeit im Zentrum für Biographik (ZetBi, vormals: Arbeitskreis für moderne Biographik)
2007-2009: Erstellung von drei wissenschaftlichen Gutachten über die Deportationen von Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland, die Hamburger Deportationsorte von Juden, Roma und Sinti, den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof am Lohseplatz sowie über die ehemaligen Fruchtschuppen A, B und C im Hamburger Freihafengebiet (im Auftrag der Hamburger Kulturbehörde und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg; 2. Gutachten vom November 2007 zusammen mit Sylvia Necker)
Januar/Februar 2008: Gastwissenschaftler des Forschungsprojekts "Ergänzungsraum Südosteuropa" - Konzepte und Strategien des Mitteleuropäischen Wirtschaftstags und die Europapolitik im Zeichen der Südosterweiterung (Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte)
August-Dezember 2008: Mitarbeit an der Ausstellung "In den Tod geschickt - Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945" (Kuratorin: Dr. Linde Apel) im Kunsthaus Hamburg (Frühjahr 2009)
Januar-Oktober 2009: Fertigstellung der Dissertation: "Max Hildebert Boehm und die geistige Mobilmachung der 'Volksgemeinschaft'. Radikales Ordnungsdenken vom Ersten Weltkrieg bis in die frühe Bundesrepublik"
November 2009-November 2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin

Forschungs- und Arbeitsfelder

Fotografie-, Film- / Medientheorie und -geschichte; Ideen- und Organisationsgeschichte des deutschen Konservatismus und des völkischen Nationalismus; Geschichte des Nationalsozialismus und der Bundesrepublik Deutschland; Intellektuellenkulturen und das Verhältnis von Wissenschaft und Politik im 20. Jahrhundert; kollektives Gedächtnis, Kollektivmentalitäten und politische Kultur in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg; Geschichte von Arbeitswelt und Arbeiterbewegung; Biographieforschung.

Publikationen

Monografien

Max Hildebert Boehm. Radikales Ordnungsdenken vom Ersten Weltkrieg bis in die Bundesrepublik (= Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte, Bd. 51), Hamburg 2013.

Artikel

Auswahl:
Working Photos: Propaganda, Participation, and the Visual Production of Memory in Nazi Germany, in: Central European History 48, 3 (2015) [Special Issue: Photography and Twentieth-Century German History], S. 366-386.
Von roter Glut zu brauner Asche? Fotografien der Arbeit in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in: Marc Buggeln und Michael Wildt (Hrsg.): Arbeit im Nationalsozialismus, München 2014, S. 187-213.
[zusammen mit Linda Conze und Michael Wildt:] Sitzen, baden, durch die Straßen laufen. Überlegungen zu fotografischen Repräsentationen von »Alltäglichem« und »Unalltäglichem« im Nationalsozialismus, in: Annelie Ramsbrock, Annette Vowinckel, Malte Zierenberg (Hrsg.): Fotografien im 20. Jahrhundert. Verbreitung und Vermittlung, Göttingen 2013, S. 270-298.
»... dass Hamburg mit als erste Stadt an den Abtransport herangeht«. Die nationalsozialistische Verfolgung der Sinti und Roma in Hamburg, in: Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus (= Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland, H. 14), Bremen 2012, S. 35-54.
»Kaderschmiede« für den »Tag X«: Max Hildebert Boehm und die (Nord-)Ostdeutsche Akademie, in: Alexander Gallus und Axel Schildt (Hrsg.): Rückblickend in die Zukunft. Politische Öffentlichkeit und intellektuelle Positionen in Deutschland um 1950 und 1930, Göttingen 2011, S. 238-253.
Die »Entgrenzung« des Deutschen Reiches. Europäische Raumordnungsentwürfe in der Zeitschrift »Volk und Reich« (1925-1944), in: Carola Sachse (Hrsg.): »Mitteleuropa« und »Südosteuropa« als Planungsraum. Wirtschafts- und kulturpolitische Expertisen im Zeitalter der Weltkriege (= Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert, Bd. 4), Göttingen 2010, S. 169-196.