Prof. Dr. Dirk van Laak

Institution
Universität Leipzig
Abteilung
Historisches Seminar
Adresse
04105 Leipzig
Beethovenstr. 15
Telefon
0341/9737050
Email
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Wissenschaftlicher Werdegang

1982-1989: Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität - Gesamthochschule - Essen
1990-1991: Graduiertenförderung an der Fernuniversität Hagen
1991-1993: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv Düsseldorf
1993: Promotion an der Fernuniversität Hagen (Betreuer: Lutz Niethammer)
1993-2001: Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Assistent am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena
1995-1996: Robert Bosch Foundation Visiting Assistant Professor an der University of Chicago
2001: Habilitation in Neuerer und Neuester Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
2002-2007: Wissenschaftlicher Oberassistent am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena
2002-2003: Vertretungsprofessur an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
2003-2004: Vertretungsprofessur an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
2007-2016 Professor für Zeitgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen
2011: Gastwissenschaftler am Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences in Wassenaar
2015/16 Opus-magnum-Stipendium der Volkswagenstiftung

Forschungs- und Arbeitsfelder

Geschichte der Infrastrukturen, der Technokratie und des Planungsgedankens

Publikationen

Monografien

Auswahl:
'Arisierung' und Judenpolitik im ‚Dritten Reich'. Zur wirtschaftlichen Ausschaltung der jüdischen Bevölkerung in der rheinisch-westfälischen Industrieregion. Staatsexamensarbeit Universität - Gesamthochschule - Essen 1988, bearbeitet und aktualisiert im Mai 2003, in: Online-Bibliothek des 'Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher' unter: www.geschichtskultur-ruhr.de/medien/index.html
Gespräche in der Sicherheit des Schweigens. Carl Schmitt in der politischen Geistesgeschichte der frühen Bundesrepublik, Berlin (Akademie) 1993. 2. unveränderte Aufl. Berlin (Akademie) 2002
Weiße Elefanten. Anspruch und Scheitern technischer Großprojekte im 20. Jahrhundert, Stuttgart (Deutsche Verlags-Anstalt) 1999
Imperiale Infrastruktur. Deutsche Planungen für eine Erschließung Afrikas 1880 bis 1960, Paderborn u.a. (F. Schöningh) 2004
Über alles in der Welt. Deutscher Imperialismus im 19. und 20. Jahrhundert, München (C.H. Beck) 2005
Land der Städte, Städtestadt. Literatur über das Phänomen Ruhrgebiet 1911-1961, Bochum 2009 (=Schriften der Stiftung Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Bd. 29)
Literatur und Geschichte. Eine Beziehungsanalyse, Berlin (Vergangenheitsverlag) 2012 (=Reihe Pamphletliteratur, Bd. 4)
Europeans Globalizing. Mapping, Exploiting, Exchanging (= Making Europe: Tech-nologies and Transformations, 1850-2000, hg. von Johan Schot/Philip Scranton, Bd. 6), London/New York (Palgrave Macmillan) 2016 (352 S., zusammen mit Maria Paula Diogo)

Herausgeberschaften

Auswahl:
zus. mit Ingeborg Villinger (Bearb.): Nachlaß Carl Schmitt. Verzeichnis seines Bestandes im Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv, Siegburg 1993
zus. mit Andreas Göbel u. Ingeborg Villinger (Hg.): Metamorphosen des Politischen. Grundfragen politischer Einheitsbildung seit den 20er Jahren, Berlin 1995.
zus. mit Norbert Frei u. Michael Stolleis (Hg.): Geschichte vor Gericht. Historiker, Richter und die Suche nach Gerechtigkeit, München 2000.
(Hg.): Literatur, die Geschichte schrieb, Göttingen 2011
zus. mit Irene Bandhauer-Schöffmann (Hg.): Der Linksterrorismus der 1970er-Jahre und die Ordnung der Geschlechter, Trier 2013

Artikel

Auswahl:
„Am Anfang war das Wort...“ Über die Theorien zum Beginn von Geschichte, in: Saeculum. Jahrbuch für Universalgeschichte, Bd. 40, Heft 3-4/1989, S. 296-312.
Die Mitwirkenden bei der „Arisierung“. Dargestellt am Beispiel der rheinisch-westfälischen Industrieregion 1933-1940, in: Ursula Büttner (Hg.): Die Deutschen und die Judenverfolgung im Dritten Reich. Werner Jochmann zum 70. Geburtstag, Hamburg 1992, S. 231-257.
Der Tag X. Vorbereitungen für die deutsche Wiedervereinigung vor 1989, in: Enno Bünz/Rainer Gries/Frank Möller (Hg.): Der Tag X in der Geschichte. Erwartungen und Enttäuschungen seit tausend Jahren, Stuttgart 1997, S. 256-286.
Infra-Strukturgeschichte, in: Geschichte und Gesellschaft, 27. Jg., Heft 3/2001, S. 367-393.
Zwischen ‚organisch‘ und ‚organisatorisch‘: ‚Planung‘ als politische Leitkategorie zwischen Weimar und Bonn, in: Burkhard Dietz/Helmut Gabel/Ulrich Tiedau (Hg.): Griff nach dem Westen. Die „Westforschung“ der völkisch-nationalen Wissenschaften zum nordwesteuropäischen Raum (1919-1960), Münster 2003, Bd. 1, S. 67-90.
Alltagsgeschichte, in: Michael Maurer (Hg.): Aufriß der Historischen Wissenschaften, Bd. VII: Neue Themen und Methoden der Geschichtswissenschaft, Stuttgart 2003, S. 14-80.
Kolonien als „Laboratorien der Moderne“? in: Sebastian Conrad/Jürgen Osterhammel (Hg.): Das Kaiserreich transnational. Deutschland in der Welt 1871-1914, Göttingen 2004, S. 257-279.
Adolf Hitler, in: Frank Möller (Hg.): Charismatische Führer der deutschen Nation, München 2004, S. 149-169.
Die öffentliche und die unsichtbare Hand. Historische Entwicklung zwischen Planung, Chaos und Selbstorganisation, in: Miloš Vec/Marc-Thorsten Hütt/Alexandra M. Freund (Hg.): Selbstorganisation. Ein Denksystem für Natur und Gesellschaft, Köln u.a. 2006, S. 422-440
Garanten der Beständigkeit. Infrastrukturen als Integrationsmedien des Raumes und der Zeit, in: Anselm Doering-Manteuffel (Hg.): Strukturmerkmale der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, München 2006, S. 167-180
Planung. Geschichte und Gegenwart des Vorgriffs auf die Zukunft, in: Geschichte und Gesellschaft, 34. Jg., Heft 3/2008, S. 305-326.
Symbolische Politik in Praxis und Kritik. Die Weimarer Republik in neuer Perspektive, in: Ute Daniel/Inge Marszolek/Wolfram Pyta/Thomas Welskopp (Hg.): Politische Kultur und Medienwirklichkeiten in den 1920er Jahren, München 2010, S. 25-46.
Technokratie im Europa des 20. Jahrhunderts – eine einflussreiche „Hintergrund-ideologie“, in: Lutz Raphael (Hg.): Theorien und Experimente der Moderne. Europas Gesellschaften im 20. Jahrhundert, Köln u.a. 2012, S. 101-128
Mythos „Hessenplan”. Aufstieg und Wandel einer Landesplanung nach dem Zweiten Weltkrieg, in: Wendelin Strubelt/Detlef Briesen (Hg.): Raumplanung nach 1945. Kontinuitäten und Neuanfänge in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/New York (Campus) 2015, S. 127-149
Was bleibt? Erben und Vererben als Themen der zeithistorischen Forschung, in: Zeithistorische Forschungen/ /Studies in Contemporary History 13 (2016), Heft 1, S. 136-150 (auch unter www.zeithistorische-forschungen.de/1-2016/id=5334)