'Soziale Medien – Neue Massen?' 2. Medienwissenschaftliches Symposium der DFG

Ort
Lüneburg
Veranstalter
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Datum
02.02.2012 - 04.02.2012
Von
Malte Pelleter, Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien, Leuphana Universität Lüneburg

Wir haben Gesellschaft bekommen. Mit der Rede von den ,Sozialen Medien‘ sind diese ganz buchstäblich unsere Freunde geworden. Und damit nicht genug – sie ordnen zugleich Geschäftskontakte neu, funktionieren als Tagebücher und Beichtstühle und führen für einige Kommentatoren zurzeit gar Revolutionen an. Nicht zuletzt aber sind diese Sozialen Medien eines: ein großes Geschäft. Noch am Abend bevor sich das zweite medienwissenschaftliche Symposion der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vom 2. bis zum 4. Februar 2012 in Lüneburg in Klausur begab, machten Gerüchte um den geplanten Börsengang von Facebook die Runde. 100 Milliarden US-Dollar soll ein Unternehmen wert sein, das – zumindest laut eigener Aussage – nichts anderes tut, als uns mit sogenannten ,Menschen‘ und ,Inhalten‘ in Verbindung zu bringen, uns zu assoziieren. In Anbetracht solcher Zahlen und all der weiteren Aufgeregtheiten, die diese scheinbar neue Sozialität der Medien dieser Tage hervorruft, wäre unter dem Titel 'Soziale Medien – Neue Massen?' leicht eine ebenso aufgeregte Konferenz zu befürchten gewesen. Doch die wurde es – glücklicherweise – nicht. Weder wurden Apokalypsen noch Utopien beschworen, statt dessen ging es darum, die Situation auf neue Begriffe zu bringen, in einem Moment, in dem die alten Konzepte von Massen und ihren Medien offenbar nicht mehr greifen.

So erwähnte Claus Pias, der das Symposion im Namen der DFG und unterstützt von der Leuphana Universität Lüneburg ausrichtete, in seinen einleitenden Worten weder Facebook noch Twitter und sprach stattdessen über „Formen akademischen Zusammenseins“. Die stets vorhandene Sozial-Dimension der Wissenschaften sei gleichfalls immer eine medial vermittelte gewesen. Wie solche Vermittlung statt fand – über welche medialen Konstellationen hinweg –, wäre dann im Einzelnen genauer zu benennen. Ein Symposion wie das in Lüneburg entstamme insofern einer vielleicht vergangenen Zeit, in der „akademisches Leben [...] etwas mit Anwesenheit zu tun hatte“. Pias wies damit auf das besondere Format der Veranstaltung hin, das keine öffentlichen Einzelvorträge vorsah, sondern statt dessen in geschlossener Runde die zuvor eingesandten Beiträge der Teilnehmer/innen nach einer knapp gehaltenen Respondenz intensiv diskutieren sollte. Diese Diskussionen, die zumindest teilweise doch in klassische Vortragsbesprechungen mündeten, liefen dabei immer wieder auf drei Frageachsen hinaus, entlang derer hier einige Argumente nur ausschnitthaft rekonstruiert werden können: Erstens wurde die klassische medienepistemologische Frage gestellt, wie bestimmte mediale Verfahren ,Masse‘ als ein erfahrbares und erkennbares Objekt zuerst konstituieren, wie sie ein Wissen über die Massen bereitstellen. Zweitens ging es um die ethisch-politischen Implikationen neuer Formen von Kollektivität und drittens schließlich wurde nach geeigneten forschungs-praktischen Zugängen gesucht, um den aktuellen Phänomenen medienwissenschaftlich beizukommen.

I. Die Idee der Medien und die der Massen haben (phasenweise) eng verwandte Geschichten. Medien lassen Elemente – Menschen, Dinge, usw. – in Verbindung treten, Kollektive bilden. Sie stiften und formieren Wahrnehmungen und Wissen von Masse; wie solche Kollektivität andererseits auch spezifische Modi oder Medialitäten des Wahrnehmens wie des Wissens bedingt und sich in konkreten medientechnische Konstellationen niederschlägt.

Massen – darauf wurde immer wieder hingewiesen – bedurften stets spezieller medialer Einrichtungen ihrer Erfassung und Wahrnehmbarmachung. Sie sind insofern Ergebnis ihrer historisch unterschiedlichen Diskursivierungen und gerade auch Imaginationen.[1] Erst die Abstraktion individueller Eigenschaften in eine Statistik anthropometrischer Merkmale etwa konstituiert die Massen des späten 19. Jahrhunderts als deren Träger, ebenso wie die Massenpsychologie diese mit einer eigenen Psyche ausstatte – das zeigten die Papiere von CHRISTIANE HEIBACH (Karlsruhe) und ROLAND MEYER (Berlin). Während solche ,klassischen‘ Massen noch als opake Einheiten gedacht wurden, die jede Individualität als Standardabweichung tilgten [2], hätte man es heute mit augmented crowds zu tun, so Meyer, die sich weitgehend automatisch selbst identifizierten: Durch manuelles gigatagging, also dem massenhaften gegenseitigen Verlinken der Teilnehmer/innen, oder durch maschinelle Gesichtserkennung ließe sich so auf Fotos von Großereignissen beliebig zwischen den Dimensionen des Individuums und des Kollektivs skalieren. Somit erscheint ,die Masse‘ hier als ein paradoxes Doppel, oszilliert sie doch unablässig zwischen der vollständigen Auflösung des Individuellen und andererseits gerade dessen totaler Adressierbarkeit und sicherheitstechnischer Erfassung. Im von CHRISTOPH ENGEMANN (Weimar) beschriebenen Extremfall wird solches Wissen über die Masse, über das human terrain dann selbst zur Karte militärischer Aktionen.

Neben einem solchen expliziten Wissen über die Massen wären gerade aus einem geteilten, impliziten ästhetischen Formwissen heraus neue Konzepte von Kollektivität – „soziales Netzwerk, Schwarm oder Multitude“ – zu formulieren, so SASCHA SIMONS (Gießen). Es seien oft solche formästhetische Gemeinplätze, um die herum sich Gruppierungen herausbildeten, seien es selbstähnliche Videoformate auf YouTube oder Bewegungen wie Occupy oder Anonymous, die sich weder anhand von zentralen Persönlichkeiten noch Inhalten, sondern zunächst ausschließlich anhand ihrer Erscheinung, ihrer Ornamentalität, identifizieren ließe. Ornamentalität, verstanden durchaus als Moment, in dem eine Epoche ihrer selbst ansichtig wird – wie Hartmut Winkler Sigfried Kracauer zusammenfasste.

Medien würden einerseits repräsentativ funktionieren, unterschied Claus Pias, indem sie solche Darstellungen von Masse ermöglichten. Andererseits meinte Medialität aber auch eine operationale Dimension: Das Herstellen von Verbindungen, die „sinnfreie Konnektivität“, die einzelne Elemente erst zu einer Masse assoziiert. Im Fluchtpunkt der Medientheorien McLuhan‘scher Prägung fände sich dann das Phantasma einer universalen, unmittelbaren Verbindung aller mit allen, wie FLORIAN SPRENGER (Wien) erläuterte. Die Weltgemeinschaft als global village kenne kein Außen mehr und würde damit gerade Differenzen sowie das Moment ihrer medientechnischen Überbrückung unterschlagen. Schon historische Konzepte von Masse waren dabei fasziniert wie zugleich beängstigt von solchen Phantasmen unmittelbarer – und das hieß hier: vor-rationaler, affektiver, körperlicher – Interaktion, wie in Heibach‘s Papier und der anschließenden Diskussion betont wurde. Dabei wären aber – darauf wiesen besonders Inge Baxmann und Marie-Luise Angerer hin – die Dimensionen des Körpers, bzw. des Affekts nicht als Gegenkategorien zum Medialen zu verstehen. Hier gälte es vielmehr deren spezifische Verschränkungen zu benennen. Außerdem müsste gefragt werden, so Stefan Rieger, ob nicht die Rede von der Unmittelbarkeit vielmehr ein Beschreibungseffekt der Medientheorie sei, als dass sie dem alltäglichen Erleben heutiger medialer Prozesse angemessen wäre.

Statistik und Soziometrie stellten zunächst ein Wissen über die zumeist bedrohlichen Massen bereit, die Kybernetik modellierte diese schließlich als ein – durch entsprechende Regulierungs- und Feedback-Mechanismen – lösbares Problem. Sie stellten insofern zwei historische Ansätze zur „Bewältigung“ von Massen dar, so DIRK BAECKER (Friedrichshafen) in seiner Antwort auf das Papier von SEBASTIAN VEHLKEN (Lüneburg). Mittlerweile, so zeigte Vehlken, wird die Masse selber zur epistemologischen Folie, wenn in Strategien des agent-based-modelling Gesellschaften simulierter Agenten gesellschaftliches Wissen produzieren oder aber kollektiv nebenbei anfallende Datenbestände als Steinbrüche für ein data-mining in den neuen Rechenleistungs-Dimensionen des social-supercomputing genutzt werden. Die Neuen Massen des Veranstaltungstitels würden auf diese Weise „mit sich selbst kurzgeschlossen“.

II. Die öffentlichen Debatten um die scheinbar neue Gesellschaftsfähigkeit der Medien kreisen oft um deren ethische und auch politische Implikationen. Soziale Medien fordern Vorstellungen von öffentlichen und privaten Räumen, von politischer Teilhabe heraus. Während von der einen Seite ein allgemeiner Voyeurismus und eine totale kontrollgesellschaftliche Durchleuchtung und Erfassung befürchtet wird, sieht die andere die seit jeher an Medien geknüpften Utopien der Transparenz und Demokratisierung in den Ereignisse des sogenannten Arabischen Frühlings handfeste Wirklichkeit werden.

Dass die Situation komplexer ist, als dass sie in solchen Dichotomien beschreibbar wäre, zeigten eine Reihe von Beiträgen in aller Deutlichkeit. Zunächst leitete MARTIN WARNKE (Lüneburg) her, dass gesellschaftliche Vernetzung zwangsläufig über hochkonzentrierte Knoten verlaufe. Um einen hohen Vernetzungsgrad technisch zu gewährleisten, würden große Netzstrukturen wie das Internet notwendigerweise „stark ungleich verteilte“ Vernetzungstopologien ausbilden. Egalitäre Hoffnungen werden weiter dadurch getrübt, dass eben diese Knoten im Internet zuallermeist privatwirtschaftlich organisiert sind. Man erhalte in Diensten wie Facebook das Paradox warenförmiger, fragmentarischer Kommunikationsräume, die in sich repressive und emanzipatorische Momente vereinen, so MIRKO TOBIAS SCHÄFER (Utrecht). Solche Plattformen wären deshalb immer auch nach ihren spezifischen diskursiven Ausschließungsmechanismen zu befragen, das betonten sowohl Warnke als auch Schäfer. Als ebenfalls problematisch arbeitete CAROLIN WIEDEMANN (Hamburg) den Anspruch einer hierarchiefreien Kommunikation innerhalb des soziotechnischen Kollektivs Anonymous heraus. Der Status einer politischen Äußerung, die ohne individuelle oder kollektive Identität als ihrem Subjekt funktionieren will, wirft neue Fragen auf, die – darauf wies Hartmut Winkler hin – vor dem Hintergrund einer ganzen Geschichte der medientechnischen Maskierung zu untersuchen wären.

Vielfach wurde ein Unbehagen darüber geäußert, dass die neuen Modi der Kollektivität und Kommunikation weiterhin nur in jenen Begriffen (etwa dem der ,Transparenz‘) eines klassischen Modells bürgerlicher Öffentlichkeit besprochen werden, die zu unterminieren sie im Begriff sind. In diesem Sinne fragte auch Stefan Rieger sich, ob nicht das „Handwerkszeug der Kritischen Theorie“, im Angesicht klassischer ,Massenmedien‘ entwickelt, an sein Ende gekommen und ,Kritik‘ an sich neu zu bedenken sei. Eine „Aufklärung 2.0“, von der STEFAN ULLRICH (Berlin) sprach, hätte somit jedenfalls – wenn es sie gäbe – auf einem gänzlich anderen Betriebssystem zu laufen als die erste Version.

III. Die kulturwissenschaftlich orientierten Medienwissenschaften haben sich mit Kommentaren und Bewertungen dessen, was als ‚Soziale Medien’ interdiskursiv so intensiv verhandelt wird, erstaunlich zurückgehalten. Eine medientheoretisch informierte ,Erdung‘ der zwischen Euphorie und Verdammung pendelnden Debatten erscheint mithin wünschenswert. Gleichzeitig verlieren etablierte Begriffe und Methoden ihre Zuständigkeiten, wenn etwa empirisch repräsentative Panels innerhalb der neuen Kollektive nicht mehr zu bestimmen sind – so der Hinweis von Wolfgang Hagen.

Solche Repräsentativität wird allerdings ohnehin obsolet, wenn individuelles Umgehen mit Medien wie in dem von IRINA KALDRACK und THEO RÖHLE (beide Paderborn) untersuchten Facebook-Open-Graph-Protokoll systematisch beobachtbar wird. An diesem Protokoll, das es ermöglicht, aus Facebook heraus Elemente externer Websites zu referenzieren, wurde noch einmal die Untrennbarkeit von „Mitteilung und Einteilung“, von scheinbar grenzenloser Kommunikation und deren unweigerlicher Registrierung und Bewertung deutlich. Es ist genau diese Ebene der Protokolle und die hier prozessierten machtvollen Ordnungen von Sichtbarkeiten/Lesbarkeiten, (Nicht-)Identifizierbarkeiten usw., die einen Ansatzpunkt für dringende medienwissenschaftliche Auseinandersetzung und vielleicht Kritik böte, darauf wies unter anderen Martin Warnke hin. Kaldrack und Röhle schlugen vor, Open-Graph als eine Schichtung spezifischer Ordnungen von Kollektiven, Mengen, Gruppen zu betrachten, um dann diese Schichten jeweils genealogisch herleiten und nach ihren historisch verschiedenen medialen Formatierungen sowie andererseits ihren Materialisierungen in Medientechnik befragen zu können.

Dirk Baecker unterstrich wiederholt das Potenzial einer systemtheoretisch zugespitzten Medienarchäologie. Er schlug eine Heuristik entlang von vier medienhistorischen „Katastrophen“ – Sprache, Schrift, Buchdruck, elektronische Medien – vor, die dann danach fragen lässt, wie Gesellschaften solche „katastrophalen“ Entgrenzungen der Kommunikation bewältigt haben. Interessant war besonders sein Hinweis, den problematisch gewordenen, substantiellen Masse-Begriff durch ein Konzept verschiedener, relational gedachter Publika zu ersetzen, die dann jeweils für sich zu analysieren wären.

Es kann an dieser Stelle sicherlich nicht entschieden werden, ob die Veranstaltung ihr Ziel, „die Entwicklung der Medienwissenschaft in Deutschland durch die Diskussion zentraler, gemeinsam interessierender Themen voranzubringen“[3], erreicht hat. Allerdings ist zu sagen, dass die Diskussionen wie die Veranstaltung insgesamt von einer sehr produktiven Stimmung geprägt waren, die nicht so sehr die persönliche Profilierung sondern die im besten Sinne kollektive Arbeit am Thema in den Vordergrund stellte. Dies mag neben der Abweichung vom klassischen Vortrags-Format auch daran gelegen haben, dass das Programm gerade für Nachwuchswissenschaftler/innen geöffnet wurde, so dass nicht der jeweils eigene Theorie-Ansatz beschworen wurde, sondern vor allem interessierende und akute Phänomene präsentiert wurden. Wünschenswert wären allerdings sicherlich – wie Hartmut Winkler kritisch bemerkte – die Weiterführung und Ergänzung der Beiträge zu generellen „Theorie-Bausteinen“ gewesen. Vielleicht markierte aber auch gerade dieses fortlaufende, unabgeschlossene „Ringen um Begriffe“, das Marie-Luise Angerer beobachtete, den Stand der Medienwissenschaften am besten, die sich – und das ist durchweg positiv gemeint – von ihren Gegenständen noch verunsichern lassen.

Konferenzübersicht:

Sektion I – Welche Massen? (Moderation: Inge Baxmann / Stefan Rieger)

Florian Sprenger (Wien): Massenträgheit. Beschleunigung und Medientheorie. (Kommentiert von C. Engemann)

Christiane Heibach (Karlsruhe): Massen in Bewegung. (Kommentiert von M. T. Schäfer)

Sascha Simons (Gießen): Ornament der mass customization. (Kommentiert von S. Ullrich)

Roland Meyer: Biometrie, Identitätsmanagement und Crowd Control. (Kommentiert von M. Warnke)

Sektion II – Welche Medien? (Moderation: Ute Holl / Claus Pias)

Michael Andreas (Bochum): Neue Massen, neue Sprachen? (Kommentiert von I. Kaldrack, T. Röhle)

Sebastian Vehlken (Lüneburg): Reality Mining. (Kommentiert von D. Baecker)

Martin Warnke (Lüneburg): Datenbanken als Zitadellen des Web 2.0. (Kommentiert von O. L. Schultz)

Peter Krapp (Irvine): Gaming Crowd Control. (Kommentiert von F. Sprenger)

Sektion III – Welche Forschung? (Moderation: Wolfgang Hagen / Timon Beyes)

Dirk Baecker (Friedrichshafen): Soziologie der Medien. (Kommentiert von C. Bieber)

Irina Kaldrack / Theo Röhle (Paderborn): Teilmengen, Menge teilen. (Kommentiert von R. Meyer)

Christoph Engemann (Weimar): Human Terrain System. (Kommentiert von P. Krapp)

Oliver Lerone Schultz (Lüneburg): Where is the Network heading? (Kommentiert von S. Simons)

Sektion IV – Welche Öffentlichkeiten? (Moderation: Wolfgang Coy)

Carolin Wiedemann (Hamburg): Anonymous und die Technologien des Gemeinsamen. (Kommentiert von S. Vehlken)

Mirko Tobias Schäfer (Utrecht): Instabile (Gegen)Öffentlichkeiten. (Kommentiert von M. Andreas)

Christoph Bieber (Essen): Ethik des Lecks. (Kommentiert von C. Heibach)

Stefan Ullrich (Berlin): Inszenierte partizipative Öffentlichkeit(en). (Kommentiert von C. Wiedemann)

Diskutant_innen:
Marie-Luise Angerer (Köln)
Charles Ess (Springfield/Aarhus)
Deborah Weber-Wulff (Berlin)

Lenkungsgremium:
Ulrike Bergermann (Braunschweig)
Lorenz Engell (Weimar; nicht anwesend)
Elena Esposito (Reggio Emilia; nicht anwesend)
Hartmut Winkler (Paderborn)

Vertreter des Fachkollegiums:
Hermann Kappelhoff (Berlin)

Vertreter der GfM:
Malte Hagener (Marburg)

Vertreterin der DFG:
Claudia Althaus

Anmerkungen:
[1] Über andere sensorische Modalitäten als die des Bildlichen wurde im Rahmen des Symposions leider kaum gesprochen. Zur Frage etwa, wie auditive Kulturen Kollektivität über spezifische Rhythmisierungen, über "micropolitics of vibration", herstellen und regulieren, vgl. aktuell Steve Goodman, Sonic Warfare. Sound, Affect and the Ecology of Fear. Cambridge 2010.
[2] Ebenso wie der Begriff der Masse wäre hier natürlich auch der des Individuums weiter zu problematisieren und darf keineswegs universal verstanden werden. Es wäre immer nach der gegenseitigen Bedingung und Individualität und Kollektivität, dem Verhältnis zum Selbst und zum Anderen zu fragen – hierauf wiesen unter anderen Charles Ess und Marie-Luise Angerer hin.
[3] Claus Pias: Projektbeschreibung Internationales medienwissenschaftliches Symposion der DFG zum Thema ,Soziale Medien – Neue Massen‘, <http://gepris.dfg.de/gepris/OCTOPUS/?module=gepris&task=showDetail&context=projekt&id=206441991id=206441991> (15.02.2012).

Zitation
Tagungsbericht: 'Soziale Medien – Neue Massen?' 2. Medienwissenschaftliches Symposium der DFG, 02.02.2012 – 04.02.2012 Lüneburg, in: H-Soz-Kult, 06.03.2012, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4160>.
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Veröffentlicht am
06.03.2012
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