Jahrestreffen 2015 des Arbeitskreises Psychiatriegeschichte Baden-Württemberg

Ort
Bad Schussenried
Veranstalter
Württembergisches Psychiatriemuseum; Forschungsbereich für Geschichte und Ethik der Medizin, ZfP Südwürttemberg (Ravensburg)
Datum
15.07.2015 - 16.07.2015
Von
Thomas Müller / Uta Kanis-Seyfried / Bernd Reichelt, Forschungsbereich Geschichte und Ethik in der Medizin, ZfP Südwürttemberg

Auf Einladung des Zentrums für Psychiatrie, ZfP Südwürttemberg, am Standort Bad Schussenried tagte der Arbeitskreis Psychiatriegeschichte Baden-Württemberg anlässlich des Jahrestreffens 2015 in den Räumlichkeiten der 1875 gegründeten, ehemals dritten württembergischen Heil- und Pflegeanstalt Schussenried. Die Tagung, veranstaltet vom Württembergischen Psychiatriemuseum und vom Forschungsbereich für Geschichte und Ethik der Medizin am ZfP Südwürttemberg (Ravensburg) wurde am Mittwoch, den 15. Juli 2015 mit einem Vortrag von SABINE MÜCKE (Friedrichshafen), wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zeppelin Museums Friedrichshafen, eröffnet. Der Vortrag mit dem Titel „Gustav Mesmer. Mit dem Fahrrad fliegen“ gab einen Überblick über die bisher umfassendste Werkschau und Ausstellung zum Werk Gustav Mesmers, in Friedrichshafen, 2015. Gustav Mesmer, viele Jahre Patient der psychiatrischen Kliniken in Schussenried und Weissenau bei Ravensburg, gilt als einer der bekanntesten oberschwäbischen Vertreter der Outsider-Kunst. Sein Werk umfasst dabei weit mehr als die bekannten Flugräder, die Aufnahme in den deutschen Pavillon der Weltausstellung in Sevilla 1992 fanden.

Mit einem Überblick über aktuelle Forschungsprojekte zur Psychiatriegeschichte Baden-Württembergs führten THOMAS MÜLLER, Uta Kanis-Seyfried und Bernd Reichelt (alle Ravensburg) als Vertreter des Württembergischen Psychiatriemuseums in den traditionellen Vortragsteil der Tagung ein. Geplante und bereits etablierte museologische Initiativen zur Geschichte der Psychiatrie standen hier im Vordergrund.

SYLVIA LUIGART (Ravensburg) trug in ihrem Beitrag „Zur Geschichte des ‚Hilfsvereins für Nerven- und Gemütskranke in Württemberg‘“ den aktuellen Stand der Forschung im Rahmen ihrer akademischen Qualifikationsarbeit vor. Dieses Forschungsprojekt fokussiert auf bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftliche Reintegration psychisch Kranker in historischer Perspektive. In dieser Annäherung wird über die institutionsinternen Quellenbestände hinaus vor allem auf historische Quellen jenseits der „walls of the asylum“ (Bartlett and Wright) zurückgegriffen und damit Familiennetze und Verbindungen zwischen Angehörigen psychisch Kranker einbezogen, die geeignet sind, die Arbeit der Hilfsvereine am Beispiel Württembergs zu untersuchen. Zeitgenössische journalistische Beiträge und literarische Quellen ergänzen das vorhandene und reichhaltige Sample an psychiatrischen Primärquellen. Im Erkenntnisinteresse steht hier auch die Sicht auf die Anstalt von „außen“ seitens medizinischer Laien.

BERND REICHELT (Ravensburg) setzte sich in seinem Vortrag „Indische Krankenschwestern in Baden-Württemberg. Einblicke in die Geschichte der psychiatrischen Pflege der 1960er Jahre“ mit den indischen Krankenschwestern auseinander, die 1965 – vor dem Hintergrund des sogenannten Schwesternmangels – in den Psychiatrischen Landeskrankenhäusern in Baden-Württemberg ihren Dienst antraten. Alle 48 jungen Inderinnen waren Mitglied der katholischen Nirmala-Gemeinschaft, die von dem badischen Pfarrer Hubert Debatin gegründet worden war, um jungen Frauen aus Kerala den Weg zur Ordensschwester zu ebnen und ihnen die Ausbildung zur Krankenschwester zu ermöglichen. Inhalt und Ziel des Vortrags, der auf einer Auswertung von Printmedien, Jahresberichten und anderen Archivalien des ehemaligen Psychiatrischen Landeskrankenhauses in Zwiefalten beruht, war es einerseits, die Hintergründe der Anstellung im Rahmen der Arbeitsmigration ausländischer Pflegekräfte auszuleuchten, sowie andererseits den Lebens- und Arbeitsalltag der indischen Pflegekräfte in der südwestdeutschen Psychiatrie der sechziger Jahre erstmals darzustellen. Als vorläufiges Fazit der erst begonnenen Forschungen konstatierte der Referent, dass sich das Anwerbungsmodell als praktikabel erwies: alle acht jungen Inderinnen absolvierten erfolgreich das Staatsexamen nach dem Krankenpflegegesetz von 1957 und alle kamen nach einer 1970 erfolgten Rückkehr nach Indien später wieder nach Deutschland zurück, drei von ihnen wieder nach Zwiefalten. Der Referent hob hervor, dass das skizzierte Forschungsprojekt als Zusammenführung unterschiedlicher sozial- und geschichtswissenschaftlicher Diskurse – aus der transnationalen Migrationsforschung, den Gender Studies, der Kirchengeschichte und der Postcolonial Studies – angelegt wurde, die sämtlich in der Alltags- und Kulturgeschichte der psychiatrischen Pflege der 1960er-Jahre ihren spezifischen Ausdruck fanden.

LAURA RICHTER (Mannheim), trug in Ihrem Referat neue „Ergebnisse der Forschung zu Dr. Martha Fauser (1889-1975) und ihrer Rolle in der württembergischen NS-Psychiatrie“ bei. Gegenstand dieses Forschungsprojekts ist die Biografie der in den ehemaligen psychiatrischen Anstalten Weissenau und Zwiefalten tätigen Ärztin Dr. Martha Fauser und ihrer Rolle in den Jahren des Nationalsozialismus. Die Forschung integriert biografische und institutionshistorische Methodologien mit dem Forschungsinteresse der Gender Studies und der Studien zur Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus. Fauser war eine prominente Funktionsträgerin im Rahmen der sogenannten T4-Aktion bzw. der regionalen „Euthanasie“, die sich in der Bundesrepublik Deutschland auch im Rahmen eines juristischen Prozesses für ihr Fehlverhalten zu verantworten hatte. Zugleich war sie eine der ranghöchsten Frauen in der württembergischen Medizin bzw. Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus.

Zwischen den Programmteilen der Tagung am Vormittag und Nachmittag führten Thomas Müller und Uta Kanis-Seyfried durch den von ihnen gestalteten psychiatriehistorischen Teil (Die säkulare Nutzung von Klöstern nach 1803) einer Dauerausstellung von „Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ im Neuen Kloster Schussenried.

UTA KANIS-SEYFRIED (Ravensburg) stellte in ihrem Vortrag „ ‚Grenzgänger zwischen den Welten‘. Friedrich Pöhler – Fotograf und Patient (1867–1924)“ den Fotografen und Psychiatriepatienten Friedrich Pöhler (1867–1921) vor, dessen Lebensgeschichte und bemerkenswerter fotografischer Nachlass bereits 2014 Gegenstand einer umfangreichen Ausstellung des Württembergischen Psychiatriemuseums, am Standort Zwiefalten, war. Friedrich Pöhler war einer der frühen Fotografen, die sich im württembergischen Südwesten professionell mit der Herstellung von Porträtaufnahmen und Alltagsfotografie beschäftigten. Während seiner beruflichen Selbstständigkeit zwischen 1909 und 1910 in Wilhelmsdorf entstanden Aufnahmen, die das dörfliche und bürgerliche Leben in Oberschwaben zu Beginn des 20. Jahrhunderts eindrucksvoll widerspiegelten. Seit dem frühen Erwachsenenalter psychisch erkrankt, balancierte Friedrich Pöhler auf dem schmalen Grat zwischen der Normalität der Alltagswelt und einer Vielzahl von Aufenthalten in psychiatrischen Anstalten und Kliniken, dies vor allem aufgrund einer Suchterkrankung. Der Zufallsfund eines Antiquitätenhändlers in den 1990er-Jahren auf einem Dachboden in Wilhelmsdorf brachte das fotografische Werk Pöhlers mit 300 Glasnegativen erstmals wieder ans Licht der Öffentlichkeit. Eine Ausstellung der entwickelten Aufnahmen folgte bald, die Biografie des Fotografen, hier insbesondere seine psychische Erkrankung, blieb jedoch weitgehend im Dunkeln. Neue Forschungen und die Erarbeitung und Auswertung verschiedenster Aktenbestände des Forschungsbereichs für Geschichte der Medizin des ZfP Südwürttemberg machten nun die umfassende Rekonstruktion seines Lebensweges schließlich möglich. Als Fotograf wird Friedrich Pöhler durch seinen beeindruckenden und bilderreichen Nachlass repräsentiert. Seine Krankenakten und weitere Dokumente zeigen eine andere Seite: Die des alkoholkranken, unter vielfältigen Symptomen leidenden Mannes, dem es nicht gelang, dauerhaft im Leben Fuß zu fassen. Die Krankheit beeinflusste sein Dasein und gefährdete ständig aufs Neue seine materielle und soziale Existenz. Sie zwang ihn zum lebenslangen Ringen um Gesundung, um Selbstbestimmung und eine, wenn auch bescheidene, Lebensqualität. Ein zufrieden stellender Beruf, ein regelmäßiges Einkommen, eine stabile Ehe – die Normalität eines gesicherten Daseins – war Pöhler nur kurzzeitig möglich. Kanis-Seyfried zeichnete ein ambivalentes und schwieriges Bild von Friedrich Pöhler, seiner Biografie und seiner Zeit: das Bild eines Individuums, das im starren gesellschaftlichen Korsett des wilhelminischen Kaiserreichs ein selbstbestimmtes Leben zu führen versuchte. Deutlich wurden auch sein Gefangensein in Krankheit und (klein-) bürgerlichen Konventionen, sowie die Grenzen und begrenzten Erfolge der zeitgenössischen Medizin an der Wende zum 20. Jahrhundert.

JASMIN NICKLAS (Saarbrücken/Paris) erweiterte mit ihrem Vortrag „Die Evakuierung von Psychiatrien in Südwestdeutschland und Elsass-Lothringen während des Zweiten Weltkriegs“ den geographischen Untersuchungsraum im Vergleich zu den vorherigen Referaten in ihrem Forschungsprojekt, einer Masterarbeit an der Universität des Saarlandes, deutlich. Wie die psychiatrischen Anstalten mitsamt Patienten und Personal ins Landesinnere verbracht wurden – also quasi eine vergleichende Geschichte der Evakuierung von Psychiatrien im deutsch-französischen Grenzraum während des Zweiten Weltkriegs – zeigte die Referentin am Beispiel der Einrichtungen in Rastatt (Baden), Klingenmünster (Pfalz), Merzig, Homburg (beide Saarland), Brumath (Elsass) und Sarreguemines (Lothringen) auf. Unabhängig davon, dass es deutlich systembedingte Unterschiede in der Planung und Durchführung der Evakuierung in Deutschland und Frankreich gab, stellte die Referentin in einem ersten Schritt ihre These vor, nach welcher das Chaos als durchgängiges Merkmal die Durchführung der Evakuierung auf beiden Seiten der Grenze charakterisierte. In einem zweiten Schritt analysierte Nicklas den Zusammenhang der Evakuierung mit der „NS-Euthanasie“ beziehungsweise der sogenannten Aktion T4. Überdurchschnittlich viele Patienten der evakuierten deutschen Anstalten wurden im Rahmen der zentralen Krankenmorde getötet. Indem die Referentin analysierte, inwiefern die Evakuierung möglicherweise der Verschleierung der Morde diente, zeigte sie in Hinblick auf die aktuelle Forschung zur Psychiatrie im Nationalsozialismus neue Forschungsperspektiven auf, die in aktuellen Diskursen zur „NS-Euthanasie“ noch nicht angedacht oder gar erschöpfend bearbeitet wurden. Auch wenn im Zusammenhang mit der sogenannten Aktion T4 bei den Evakuierungen nicht von zielgerichteten vorsätzlichen Maßnahmen gesprochen werden kann, so stellten sie dennoch, so die abschließende These der Referentin, einen erheblichen Dynamisierungsfaktor der Krankenmorde dar.

FRANK JANZOWSKI (Wiesloch) berichtete im Rahmen eines Werkstattberichts über seine aktuellen Forschungen zu den zwischen 1942 und 1944 aus der ehemaligen Großherzoglich Badischen Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch ins Elsass verlegten Patienten und Patientinnen. Da die Wieslocher Anstalt bereits wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs nahezu 300 Betten für ein noch auszubauendes Reservelazarett zur Verfügung stellen musste, war die Anstaltsleitung gezwungen, Patienten zu verlegen, hierfür Kapazität zu schaffen. Als Aufnahmeanstalten fungierten unter anderem die auf französischem Staatsgebiet gelegenen und von den Deutschen besetzten elsässischen Anstalten Stephansfeld und Hördt. Im Rahmen der NS-„Euthanasie“ zu Beginn der 1940er Jahre war bereits eine große Zahl von Patienten direkt von Wiesloch aus nach Grafeneck auf der Schwäbischen Alb deportiert und in der dort installierten Gaskammer ermordet worden. Nach der Schließung Grafenecks im Herbst 1940 waren als Zielorte der „Verlegungen“ unter anderem Auschwitz, Mauthausen und Hadamar verzeichnet, nachweislich ebenfalls Tötungsanstalten, im Falle Hadamars auch der sogenannten „Euthanasie“ psychisch kranker und geistig behinderter Menschen. Den Fokus seiner Forschungsarbeit hatte Frank Janzowski auf einen Transport im Januar 1944, im Rahmen dessen 100 Männer – unter ihnen 41 Franzosen – nach Hadamar „verlegt“ worden waren. Hierbei handelte es sich sämtlich um Patienten, die entweder keine Angehörigen mehr hatten oder dem Eindruck des medizinischen Personals nach nur wenig Besuch bekamen, so dass die Verantwortlichen der Verlegungen und Tötungsaktionen relativ sicher vor etwaigen Nachfragen bezüglich des Schicksals dieser Männer sein konnten. Der Transport erfolgte in Eisenbahnwaggons, die man an Züge des regulären Streckennetzes bzw. Fahrplans angehängt hatte. Wie die Ermittlung und Auswertung der Akten ergeben hat, kamen von den 100 Männern 97 in Hadamar zu Tode (die durchschnittliche Überlebensdauer seit ihrer Ankunft betrug 31 Tage), zwei Patienten wurden ins Elsass zurücktransportiert, einer konnte rechtzeitig entweichen. Diese „als wenig arbeitsfähig eingeschätzten“ Patienten, waren offenbar bereits in Wiesloch selektiert worden. Es handelte sich dabei zu 60 Prozent um Menschen mit psychischen Erkrankungen, 20 Prozent der Männer hatten die Diagnose „Schwachsinn“ erhalten, die restlichen Patienten waren alkoholkrank, an Epilepsie erkrankt oder ähnliches. Allesamt wurden als „nicht arbeitende, zum Teil bettlägerige, gewalttätige oder pflegeintensive Menschen“ klassifiziert, und in der zeitgenössischen Definition nationalsozialistischer Medizin somit also als „lebensunwert“ erachtet. Die Aktenführung über die 100 Männer erwies sich, so Janzowski, als typisch für die bekannten Verschleierungsmethoden der „Euthanasie“-Verantwortlichen. Demnach enthielten sie keine Aufnahmebefunde, dagegen wurde gleich zu Beginn auf krankheitsbedingte Komplikationen verwiesen, die später mit der angeblichen Todesursache in kausalen Zusammenhang gebracht wurden.

ROLF BRÜGGEMANN (Göppingen) berichtete für das Psychiatriemuseum MuSeele an der Klinik Christophsbad in Göppingen vom aktuellen Ausstellungsprojekt „Psychiatrie in Ketten“, das in Kooperation mit dem Verein Freundeskreis St. Camille e.V. mit Sitz in Reutlingen geplant wird. Hintergrund ist das Schicksal psychisch kranker Menschen in Westafrika, wo diese in den Dörfern der Elfenbeinküste und des Benin als „Kettenmenschen“ in Verliese gesperrt oder an Baumwurzeln gekettet werden. Den religiösen Vorstellungen der indigenen Gesellschaft zufolge seien diese Menschen von Dämonen befallen. Von der staatlichen Entwicklungshilfe und den Hilfsorganisationen ignoriert, werden sie seit 1991 von der katholischen Organisation St. Camille de Lellis und ihrem Direktor, dem früheren Taxifahrer Gregoire Ahongbonon, im engen Wortsinn ‚von den Ketten befreit‘ und in nunmehr fünfzehn Therapiezentren an der Elfenbeinküste und im Benin betreut, zum Teil offenbar auch mit Psychopharmaka therapiert. In kontrastierendem Vergleich zur europäischen Entwicklung im späten 18. Jahrhundert wies der Referent im Rahmen seines Vortrags anhand von Ausschnitten aus der US-amerikanischen Filmproduktion „Stairway to Light“ aus dem Jahr 1946, der in der ganz eigenen Dramaturgie Hollywoods die „Befreiung“ der psychisch Kranken in Paris durch Philippe Pinel filmisch und in äußerst fiktiver Manier in Szene setzte, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Darstellung hin. Dem Topos der „Befreiung von den Ketten“, der aus heutiger Sicht einen medizinhistorischen Mythos der europäischen Aufklärung darstellt, stellte der Referent aktuelle Filmausschnitte aus Westafrika entgegen, in welchen die Befreiung angeketteter psychisch kranker Menschen dargestellt und dokumentiert wurden. Die Ausstellung zum Schicksal der afrikanischen „Kettenmenschen“ wird ab Dezember 2015 in Göppingen zu sehen sein. Geplant ist, die Ausstellung im Frühjahr 2016 auch im Württembergischen Psychiatriemuseum, am Standort Zwiefalten, zu eröffnen. Die Publikation ausgewählter Tagungsbeiträge ist vorgesehen.

Konferenzübersicht:

Sabine Mücke, Zeppelin Museum Friedrichshafen: „Gustav Mesmer. Mit dem Fahrrad fliegen“. Vortrag anlässlich der bisher umfangreichsten Werkschau zu Gustav Mesmer, Friedrichshafen 2015

Einführung: Aktuelle Forschungsprojekte zur Psychiatriegeschichte Baden-Württembergs. Thomas Müller / Uta Kanis-Seyfried / Bernd Reichelt

Sylvia Luigart, Ravensburg: Zur Geschichte des „Hilfsvereins für Nerven- und Gemütskranke in Württemberg“. Stand der Forschung

Bernd Reichelt, Ravensburg: Indische Krankenschwestern in Baden-Württemberg – Einblicke in die Geschichte der psychiatrischen Pflege der 1960er Jahre

Laura Richter, Mannheim: Neue Ergebnisse der Forschung zu Dr. Martha Fauser und ihrer Rolle in der württembergischen NS-Psychiatrie

Führung durch die Ausstellung: Die säkulare Nutzung von Klöstern nach 1803. Der psychiatriehistorische Teil der Dauerausstellung von „Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ im Neuen Kloster Schussenried (Thomas Müller und Uta Kanis-Seyfried)

Uta Kanis-Seyfried, Ravensburg: „Grenzgänger zwischen den Welten“. Friedrich Pöhler – Fotograf und Patient (1867-1924)

Jasmin Nicklas: Die Evakuierung von Psychiatrien in Südwestdeutschland und Elsass-Lothringen während des Zweiten Weltkriegs

Franz Janzowski: Die zwischen 1942 und 1944 aus Wiesloch ins Elsass verlegten Patienten der Psychiatrie. Ein Werkstattbericht

Rolf Brüggemann: Psychiatrie in Ketten, damals in Europa, heute in Afrika. Ein Bericht

Abschlussdiskussion / AK Psychiatriegeschichte 2016 in Baden / Verschiedenes

Zitation
Tagungsbericht: Jahrestreffen 2015 des Arbeitskreises Psychiatriegeschichte Baden-Württemberg, 15.07.2015 – 16.07.2015 Bad Schussenried, in: H-Soz-Kult, 24.10.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6217>.
Redaktion
Veröffentlicht am
24.10.2015
Beiträger
Klassifikation
Weitere Informationen
Sprache Beitrag
Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung