Erich Mühsam in Meiningen. Ein historischer Überblick zum Anarchosyndikalismus in Thüringen. Die Bakuninhütte und ihr soziokultureller Hintergrund

Ort
Meiningen
Veranstalter
Wanderverein Bakuninhütte e.V.; Stadt Meiningen – Meininger Museen; Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V.
Datum
11.07.2015 - 14.07.2015
Von
Robert Schmieder, Berlin

Der Anarchosyndikalismus hat in der Historiografie zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Deutschland vergleichsweise wenig Beachtung gefunden, was dem historischen Übergewicht der sozialdemokratischen und parteikommunistischen Strömungen in diesem Teil Europas geschuldet ist. Anarchosyndikalismus war eine Strömung innerhalb der Arbeiterbewegung und des Anarchismus, die in der Gewerkschaftsorganisation die Keimzelle einer sozialistischen Gesellschaft erblickte. Sie entstand im Ausgang des 19. Jahrhunderts zunächst in Frankreich durch Verbindungen zwischen Gewerkschaftern und Anarchisten. Die Anarchosyndikalisten glaubten nicht, dass eine Befreiung der Menschheit auf dem Wege der Parteiorganisation und der Eroberung der politischen Macht (d. h. Übernahme des Staatsapparates) erreicht werden könne. Der Anarchosyndikalismus ist insofern historisch bedeutsam, als er im späten 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert die Arbeiterbewegung der romanischen Länder Europas vorrangig bestimmte und von dort aus auch nach Lateinamerika „exportiert“ wurde. Nach dem II. Weltkrieg beeinflussten Anarchismus und Anarchosyndikalismus soziale Bewegungen und die „Neue Linke“ der westlichen Hemisphäre maßgeblich. Aus diesen Gründen lohnt es durchaus, diesem Teil der Arbeiterbewegung mehr Beachtung zu schenken. Neben dem Rhein-Main-Gebiet und einigen Großstädten war Mitteldeutschland ein regionaler Schwerpunkt der anarchosyndikalistischen Bewegung. Deshalb befindet sich wohl auch das wahrscheinlich einzige noch erhaltende Kulturdenkmal der Bewegung – die „Bakuninhütte“ – in der Nähe der thüringischen Stadt Meiningen. Dies war Grund genug, dort eine Tagung zum Anarchosyndikalismus stattfinden zu lassen.

HARTMUT RÜBNER (Bremen/ Berlin) leitete die Tagung mit seinem Vortrag über die Genese des Anarchosyndikalismus und die Entwicklung der FAUD (Freie Arbeiter-Union Deutschlands) in der Weimarer Republik ein. Die Gründung der revolutionären Gewerkschaftsorganisation FAUD im Jahr 1919 sei das Ergebnis einer jahrzehntelangen Entwicklung gewesen. Erst ab diesem Moment könne man jedoch im eigentlichen Sinne von Anarchosyndikalismus in Deutschland sprechen. Die Mitgliederzahl der FAUD habe nie an die der sozialdemokratischen Partei und Gewerkschaften oder die der kommunistischen Organisationen herangereicht. Auf dem Höhepunkt hatte die FAUD 1922 allerdings zwischen 100.000 und 150.000 Mitglieder. Das Umfeld der FAUD habe eine wesentliche Rolle bei allen Aufständen und Kämpfen gespielt, die von 1919 bis 1923 im Anschluss an die Novemberrevolution stattfanden. In der Weimarer Republik habe es Überschneidungen zwischen der FAUD, USPD und Rätekommunisten gegeben. Nach 1923 nahm die Mitgliederzahl drastisch ab und die FAUD verlor ihre Bedeutung als Massenorganisation. Dafür habe es mehrere Gründe gegeben: Massenarbeitslosigkeit; gesetzliche Benachteiligung und Repression; zielgerichtete Abwerbung von Funktionären durch sozialdemokratische und kommunistische Organisationen und schließlich Richtungskämpfe innerhalb der FAUD. Jedoch habe sie bis zur Errichtung der Nazi-Diktatur wichtige Beiträge zur politischen Kultur und Theorie der Arbeiterbewegung geleistet.

Über den Widerstand der Anarchosyndikalisten gegen das NS-Regime im Rhein-Main-Gebiet informierte SIEGBERT WOLF (Frankfurt am Main). Da der von der FAUD beschlossene Generalstreik gegen die Machtübernahme der Nationalsozialisten aufgrund der drastisch verringerten Mitgliederzahlen (1932 weniger als 5000) aussichtslos erschien, habe sich die Mehrheit der Ortsverbände im Februar 1932 selbst aufgelöst. Die Anarchosyndikalisten seien auf die nun eintretende Situation insgesamt vergleichsweise gut vorbereitet gewesen: Gelder, Schriften und Mitgliedslisten wurden versteckt, Fluchtwege vorbereitet, illegale Netzwerke geknüpft und ein Auslandsbüro in Amsterdam eingerichtet. In der Rhein-Main-Region seien vergleichsweise viele Mitglieder der illegalen FAUD aktiv gewesen. Höhepunkt der antifaschistischen Aktivitäten sei das Jahr 1934 gewesen. Von September 1934 an hätten Verhaftungswellen stattgefunden, denen viele der aktivsten Anarchosyndikalisten zum Opfer gefallen seien. Danach sei die illegale FAUD in der Region im Wesentlichen zerschlagen gewesen. Das endgültige Aus habe der Prozess des „Volksgerichtshofes“ in Darmstadt gegen die FAUD im August 1936 bedeutet, bei dem sieben Anarchosyndikalisten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei bis siebenjährigen Haftstrafen verurteilt worden seien. Vermutlich habe nur die vergleichsweise ausführliche Berichterstattung über die Tagung eines Volksgerichtshofes außerhalb Berlins verhindert, dass die Angeklagten zum Tode verurteilt wurden. Ab 1937 sei der Widerstand im gesamten Reichsgebiet gebrochen gewesen, da nun die Mehrzahl der anarchosyndikalistischen Antifaschisten der Verfolgung zum Opfer gefallen, untergetaucht waren oder emigriert seien.

Mit den „Vagabunden“ des frühen 20. Jahrhunderts und ihrem „König“ Gregor Gog befasst sich KLAUS TRAPPMANN (Berlin). Zu dieser Zeit seien unterschiedlichste Persönlichkeiten aus verschiedenen Gründen „auf der Straße“ gewesen. Zumeist junge Menschen aus dem Arbeitermilieu hätten sich teils aus Abenteuerlust, teils aus Verdruss über die Lebensbedingungen der modernen Industriestädte, vor allem aber auch aus Not auf Wanderschaft begeben und sich als Wanderarbeiter (sogenannte „Kunden“) verdingt. Daneben habe es aber auch allerlei Künstler, frühe Aussteiger oder zeitgenössische „Propheten“ gegeben. Weder die einen, noch die anderen seien bei der Mehrheit der Gesellschaft wohl gelitten gewesen. Nichtsdestotrotz hätten sich einige prominente Figuren der sozialistischen Bewegung wie Brecht und Mühsam mit den umherziehenden Proletariern solidarisiert. Trappmann stellte anhand seltener Filmdokumente einige historische Persönlichkeiten vor, die zumindest zeitweilig ein Vagabundenleben gelebt hatten und berichtete über den Versuch, die Vagabunden politisch zu organisieren. Zu diesem Zweck habe Gregor Gog 1929 zum Vagabundenkongress nach Stuttgart geladen. Er habe hiermit eine „Bruderschaft der Vagabunden“ begründen wollen; allerdings mit mäßigem Erfolg.

KAI RICHARZ (Berlin) referierte über Geschichte und soziales Umfeld der Bakuninhütte. Einige Arbeiterfamilien aus Meiningen und Umgebung hätten aufgrund der krisenhaften Zustände nach dem I. Weltkrieg beschlossen, sich gegen die schlimmste Not abzusichern, indem sie 1920 ein Stück Land zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung erwarben. Die Gruppe stammte aus dem Umfeld der Meininger FAUD. Zunächst errichteten sie eine Wetterschutzhütte. Bis zum Jahr 1927 sei diese zu einem befestigtem Gebäude ausgebaut und von ihren Erbauern nach einem der Begründer des Anarchismus benannt worden: Michail Bakunin. Die Bakuninhütte habe sich zum Erholungsort für die Gruppe und Familien aus der Umgebung entwickelt – aber auch zum Treffpunkt für politisierte Arbeiter. Durch das Organ der FAUD – „Der Syndikalist“ – habe der Ort schließlich überregionale Bedeutung erlangt. Exponierte Vertreter des Anarchismus und Syndikalismus wie Augustin Souchy hätten Vorträge in Meiningen gehalten. Auch Erich Mühsam habe die Hütte mehrmals besucht. 1932 habe hier das „Reichsferienlager“ der anarchosyndikalistischen Jugendorganisation (SAJD) der FAUD stattgefunden. Bereits im April 1933 seien die Anarchosyndikalisten jedoch durch die Nationalsozialisten enteignet worden. Nach 1945 hätten Gebäude und Grundstück unterschiedlichen Zwecken gedient. Nach 1990 seien Bemühungen um die Rückgabe an die ursprünglichen Besitzer oder ihre Nachkommen gescheitert. Den Vereinen „Kreis der Wander- und Naturfreunde Meiningen“ und dem „Wanderverein Bakuninhütte“ sei es schließlich gelungen, das Grundstück vor dem Verfall zu retten.

USCHI OTTEN (Berlin) widmete ihren Vortrag dem Leben Kreszentia („Zensl“) Mühsams. Kreszentia Elfinger wuchs in ländlicher Region als Kind katholischer Bauern auf, habe jedoch mit dem konservativen Milieu gebrochen. Mit 31 Jahren heiratete sie 1915 den Anarchisten Erich Mühsam. In der Weimarer Republik habe sie sich für politische Gefangene engagiert. Die Pläne des Ehepaars, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Februar 1933 nach Prag ins Exil zu fliehen, wurden vereitelt. Kreszentia selbst habe 17 Monate in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern verbracht. Nach der Ermordung Erich Mühsams im KZ Oranienburg im April 1934 habe sie es sich zur Aufgabe gemacht, Mühsams Nachlass der Nachwelt zu erhalten und gegen die Lüge seines Selbstmords anzukämpfen. Auf Einladung der KPdSU sei sie im Mai 1935 nach Moskau gereist, mit dem Ergebnis, dass der Nachlass Mühsams beschlagnahmt wurde und sie de facto zur Gefangenen. Einige Parteifunktionäre wollten Mühsams Werk in ihrem Sinne deuten. Im April 1936 wurde Kreszentia erstmals wegen „konterrevolutionärer Aktivitäten“ verhaftet und im November 1936 schließlich zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im Zuge des Hitler-Stalin-Pakts wäre sie 1939 beinahe an Nazi-Deutschland ausgeliefert worden. Erst 1955 durfte sie in die DDR ausreisen, unter der Bedingung sich nicht öffentlich über ihre Gefangenschaft in der UdSSR zu äußern. Der Nachlass Mühsams war 1937 an das Gorki-Institut und später an die Akademie der Künste der DDR nach Berlin gelangt. Anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten zum 80. Geburtstag Mühsams erschien dort 1958 eine angepasste, gekürzte Ausgabe seiner Werke. Die schwer kranke Kreszentia Mühsam überließ 1962 auf dem Sterbebett die Rechte an Mühsams Nachlass und seinen Werken der Akademie.

Die Bildungspolitik der Anarchosyndikalisten war Thema des Vortrags WOLFGANG HAUGs (Grafenau). Sie hätten eine möglichst universelle Bildung des Menschen angestrebt, denn „der Sozialismus [sei] letzten Endes eine Kulturfrage“. So hieß es in der Prinzipienerklärung des Syndikalismus. Neben klassisch-humanistischer Bildung und sozioökonomischem Wissen über die strukturellen Zusammenhänge der kapitalistischen Gesellschaft sollten naturwissenschaftliche und praktisch ökonomische Kenntnisse treten. Abgesehen von den Gewerkschaftszellen sollten Arbeiterbörsen, die Gilde freiheitlicher Bücherfreunde, der Syndikalistische Frauenbund und die Jugendorganisation SAJD Bildungsaufgaben übernehmen. Die Aneignung von Wissen sollte selbstbestimmt und ohne Hierarchien ermöglicht werden, wobei der libertäre Pädagoge Francesc Ferrer hierfür Pionierarbeit geleistet habe. Man sei außerdem überzeugt gewesen, dass die Entwicklung des Kapitalismus nicht automatisch zu einer sozialistischen Revolution/ Gesellschaft führe, sondern dass diese vom „Reifegrad“ der Menschen abhängig sei. Die anarchosyndikalistische Position der 1920er-Jahre könne weder als genuin idealistisch noch materialistisch gelten. Sie habe vielmehr zwischen beiden Polen geschwankt und sie miteinander verbunden. Individuelle Freiheit sei zwar eine zentrale Forderung gewesen (auch in Bezug auf die intellektuelle Entwicklung), jedoch sei man sich darüber einig gewesen, dass wirkliche Freiheit nur im Kontext gesellschaftlicher Freiheit realisierbar ist: zentralistische autoritäre Regimes seien kulturfeindlich und blockierten die intellektuelle Weiterentwicklung des Einzelnen wie der gesamten Gesellschaft.

CORNELIA REGIN (Hannover) berichtete über „die Lebensreformbewegung und die Anfänge der Freikörperkultur in Deutschland“. Freikörperkultur und die Anfänge der Alternativkultur seien im Kaiserreich und der Weimarer Republik zunächst keiner bestimmten politischen Strömung zuordenbar gewesen. Ein breites Spektrum habe Schattenseiten der Industriegesellschaft problematisiert, von Sozialisten über Bürgerliche bis hin zu völkischen Kreisen, dabei jedoch aus sehr verschiedenen Gründen. Ein zunehmender Teil der Bevölkerung habe natürlichen Heilmitteln und der gesundheitsförderlichen Wirkung des Sonnenbadens vertraut. Während für anarchistische Bohemiens Nacktheit den Bruch mit bürgerlichen Konventionen repräsentierte, seien Andere bemüht gewesen, den Anstand zu wahren, in dem sie sich zum Sonnen ein Licht-Luft-Badekostüm anlegten. Neben „unorganisierter“ und unverkrampfter Nacktheit seien zahlreiche Vereine für Sonnenbader gegründet worden. Trotz Loyalitätsbekundungen seitens jener Vereine, die mit Sonnenbaden nun vor allem den „deutschen Volkskörper“ stählen wollten, verboten die Nationalsozialisten bereits im März 1933 in einem Grunderlass alle öffentliche Nacktheit.

ANNEGRET SCHÜLE (Erfurt) setzte sich mit einer einstigen Hochburg der FAUD – der thüringischen Kleinstadt Sömmerda auseinander. Sie wuchs im 19. Jahrhundert mit ihrer Bedeutung als Rüstungsproduktionsstätte (Gewehre, später Zünder). Schon im Ersten Weltkrieg habe es hier eine organisierte Arbeiterschaft gegeben, die sich 1918 noch mehrheitlich zur USPD bekannte. Nach einem Besuch Rudolf Rockers habe sich eine FAUD-Gruppe mit 600 Mitgliedern konstituiert. Diese sei bis ins Jahr 1919 auf 1500 Mitglieder angewachsen – bei einer Bevölkerung von 8.000 Einwohnern. Während des Kapp-Putsches 1920 beteiligten sich die Anarchosyndikalisten am Generalstreik, setzten den Bürgermeister ab und gründeten Arbeiterwehren. Bei der Niederschlagung durch Reichswehr und Freikorps seien 20 Vertreter der FAUD gestorben. Die antimilitaristische FAUD habe die Rüstungsproduktion durch Bummelstreiks verzögert und schließlich sogar bewirkt, dass ein Teil der Produktion auf Büromaschinen umgestellt wurde. Wie überall erlitt die Arbeiterbewegung durch die Nationalsozialisten einen vernichtenden Schlag. Einige Anarchosyndikalisten aus Sömmerda wurden im KZ Buchenwald interniert. In der DDR wurden sie bisweilen zu Partei-Kommunisten umgedeutet. Ein 1992 entstandener Film veranschaulichte, wie wenig die Bevölkerung der Stadt heute noch von dieser Vergangenheit weiß und – im Falle älterer Generationen – unter Umständen auch nicht mehr wissen will. Ein Anarchosyndikalist, der die Nazi-Diktatur überlebte und bereit war, über die Strukturen der FAUD in der Weimarer Republik zu berichten, konnte jedoch ausfindig gemacht werden.

Den Tagungsteilnehmer_innen wurde eine ausführliche Einführung in das Thema Anarchosyndikalismus geboten. Dabei brachten die Referent_innen die Bakuninhütte immer wieder in Verbindung mit allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit und den überregionalen Tendenzen und Netzwerken der anarchosyndikalistischen Bewegung. Verschiedene offene Fragen wurden mehrfach diskutiert, beispielsweise welche Rolle Frauen in der Bewegung spielten und wie sich das Verhältnis der Geschlechter gestaltete. Es ist keine Neuheit, dass auch die Arbeiterbewegung mehrheitlich von Männern dominiert wurde, was jedoch kein Grund sein sollte, dieses historische Ungleichgewicht in der Forschung zu reproduzieren. Eine Schwierigkeit bei allen Fragestellungen zum Thema Anarchosyndikalismus ist die Quellenlage (zumindest in Deutschland). Denn viel Material ist verloren gegangen, zerstört worden und historische Dokumente haben in viel geringerem Umfang Eingang in Archive und Datenbanken gefunden. Die Suche nach Quellen ist also eine dringende und zugleich spannende Aufgabe. An der Basis der Arbeiterbewegung waren die Gräben zwischen den verschiedenen Lagern häufig weniger tief, als es an der Oberfläche manch ideologischer Auseinandersetzung erschien. Somit verdient auch die Frage nach den Querverbindungen und Gegensätzen der verschiedenen Fraktionen weiterhin Beachtung. Insgesamt gibt es also noch genügend Raum für weitere Forschungstätigkeit. In Kürze wird auch ein Tagungsband erscheinen, in dem die Inhalte der Tagung ausführlicher dargestellt sind.

Konferenzübersicht

Hartmut Rübner (Berlin): Anarchnosyndikalismus in Deutschland: Eine freiheitliche Tradition der Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung.

Siegbert Wolf (Frankfurt am Main): „… bis die Bestie Kapitalismus niedergerungen und der Moloch Staat zertrümmert ist.“: Der erste Prozeß des Volksgerichtshofs gegen die Freie Arbeiter-Union Deutschlands in Darmstadt 1936.

Klaus Trappmann (Berlin): Generalstreik das Leben Lang: Gregor Gog und die Bruderschaft der Vagabunden.

Kai Richarz (Berlin): Vom Acker zum Ferien- & Schulungsheim: Ein Einblick in die Geschichte der Bakuninhütte und ihren soziokulturellen Hintergrund.

Uschi Otten (Berlin): „Den Tagen, die kommen, gewachsen sein.“: Die Lebensgeschichte Zensl Mühsams in Briefen und Dokumenten.

Wolfgang Haug (Grafenau): „Bekämpfen wir die Unwissenheit!“: Die Bildungspolitik der Anarchosyndikatlisten.

Cornelia Regin (Hannover): Die Lebensreformbewegung und die Anfänge der Freikörperkultur in Deutschland.

Annegret Schüle (Erfurt): Anarchosyndikalismus in Thüringen am Beispiel der Stadt Sömmerda.

Zitation
Tagungsbericht: Erich Mühsam in Meiningen. Ein historischer Überblick zum Anarchosyndikalismus in Thüringen. Die Bakuninhütte und ihr soziokultureller Hintergrund, 11.07.2015 – 14.07.2015 Meiningen, in: H-Soz-Kult, 06.01.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6302>.
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Veröffentlicht am
06.01.2016
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