6. Workshop zur Historischen Netzwerkforschung: 'Von der Tücke des Objekts'. Werkstattgespräche zu theoretischen und methodischen Herausforderungen in der Historischen Netzwerkforschung

Ort
Dresden
Veranstaltungsort
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Veranstalter
Militärhistorisches Museum
Datum
18.05.2012 - 20.05.2012
Bewerbungsschluss
02.04.2012
Von
Linda Keyserlingk

Wird der Netzwerkbegriff nicht nur als Metapher gebraucht, sondern strukturanalytisch mit Bezugnahme auf die theoretischen und methodischen Ansätze der modernen Netzwerkforschung verwendet, bietet er mehr Möglichkeiten, als die bloße Einsicht, dass einzelne Akteure in irgendeiner Weise mit anderen Akteuren in Verbindung stehen. Lassen Quellenmaterial und Fragestellung eine Netzwerkanalyse sinnvoll erscheinen, können mithilfe von Visualisierungen Zusammenhänge sichtbar werden, die mit bisherigen Analyseformen kaum deutlich gemacht werden konnten. Zudem kann eine Netzwerkanalyse die qualitativen und quantifizierenden Auswertungen von Quellen wesentlich unterstützen.

Der Workshop „Von der Tücke des Objekts – Werkstattgespräche zu theoretischen und methodischen Herausforderungen in der Historischen Netzwerkforschung“ ist die sechste Veranstaltung einer seit 2009 bestehenden Workshopreihe zur Historischen Netzwerkforschung. Die bisherigen Veranstaltungen fanden am NS-Dokumentationszentrum in Köln, am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen sowie an den Universitäten Wien, Saarbrücken und Zürich statt. (Die jeweiligen Programme und Workshopberichte sowie weiterführende Informationen zur Historischen Netzwerkforschung sind einzusehen unter: https://sites.google.com/site/historicalnetworkresearch/.)

Auf den bisherigen Workshops wurden anhand von verschiedenen Forschungsprojekten die Möglichkeiten und Vorteile der Historischen Netzwerkforschung sowie die vorhandenen Softwareprogramme und Analysemethoden vorgestellt.

Da die Anwendung der Netzwerkanalyse in den Geschichtswissenschaften jedoch noch relativ neu ist, begleiten jeden Nutzer und jede Nutzerin unbequeme und schwierige Fragen, ob und wie eine Netzwerkanalyse genau angewendet werden kann, welche Schritte notwendig, welche sinnvoll und welche irreführend sind. Ein wiederholtes Trial-and-Error-Verfahren kostet nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Der 6. Workshop bietet ein Forum für Erfahrungsberichte und befasst sich nicht nur mit den Vorteilen, sondern auch mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten der komplexen Netzwerkanalyse. Welche Probleme können während des Arbeitsprozesses entstehen und welche Annahmen oder auch Analyseformen können das Forschungsergebnis verfälschen? Was für Trugschlüsse lauern in den Visualisierungen einfacher oder auch komplexer Netzwerkgrafiken und wie können Probleme erkannt und gelöst werden?

Der Workshop dient wie die bisherigen Workshops als Forum für Historiker und Historikerinnen, die bereits mit der Netzwerkanalyse arbeiten oder an ihr interessiert sind. Eigene Erfahrungsberichte zur Anwendung der Netzwerkanalyse, zu ihren Möglichkeiten, ihren Grenzen und Problemen sind herzlich willkommen.

Zur aktiven Teilnahme wird um die Einreichung eines Abstracts (ca. 500 Wörter) bis zum 2. April 2012 per E-Mail an den Veranstalter gebeten. Alle Interessierten, die in Betracht ziehen, die Netzwerkanalyse als Theorie oder Methode für die eigene historische Forschungsarbeit anzuwenden, sind ebenfalls herzlich willkommen. Ihnen steht die passive Teilnahme nach Anmeldung per E-Mail offen. Die Kosten für Anreise und Unterbringung sind wie gewöhnlich von den Teilnehmern selbst zu tragen. Informationen über Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten werden vom Veranstalter bereitgestellt.

Kontakt

Linda Keyserlingk

Militärhistorisches Museum
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
0351-8232828
0351-8232805

lindakeyserlingk@web.de

Zitation
6. Workshop zur Historischen Netzwerkforschung: 'Von der Tücke des Objekts'. Werkstattgespräche zu theoretischen und methodischen Herausforderungen in der Historischen Netzwerkforschung, 18.05.2012 – 20.05.2012 Dresden, in: H-Soz-Kult, 06.03.2012, <www.hsozkult.de/event/id/termine-18617>.
Redaktion
Veröffentlicht am
06.03.2012