„Geheimfavorit Belgien?“ 2. Workshop des Arbeitskreises Historische Belgienforschung

Ort
Köln
Veranstaltungsort
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln Kerpener Str. 20, R. 407
Veranstalter
Arbeitskreis Historische Belgienforschung
Datum
04.07.2014 - 05.07.2014
Von
Sebastian Bischoff

„Heiß, Heißer, Belgien“, so titelte der „Kicker“ Ende 2013. Und auch „Spiegel“, „BILD“, „Welt“, „Focus“ und Bundestrainer Jogi Löw sind sich einig: Belgien ist der Geheimfavorit für die Fußball-WM der Männer.Nicht nur in der Welt des Sports ist Belgien für manche Überraschung gut, sondern auch in der historischen Forschung ist dieses Land so etwas wie ein „Geheimfavorit“. Obwohl Belgien mitten in Europa liegt und großen Anteil an allen historischen Entwicklungen des Kontinents hat, ist es in der deutschsprachigen Forschungslandschaft außerhalb eines kleinen Kreises von Spezialisten nach wie vor wenig präsent. Ziel des 2. Workshops des Arbeitskreises Historische Belgienforschung ist es somit, die Bestandsaufnahme der aktuellen historischen Forschungen über Belgien im deutschsprachigen Raum oder in einem damit eng verbundenen Forschungszusammenhang fortzuführen. Wir bitten um verbindliche Anmeldung für die gesamte Tagung an mrowka@ub.uni-koeln.de, eine separate Anmeldung für den Abendvortrag ist möglich.

Die Tagung wird durch großzügige Unterstützung der Universität zu Köln, des Vereins KölnAlumni – Freunde und Förderer der Universität e.V., des Belgischen Generalkonsulats, der Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Wallonie und der Föderation Wallonie-Brüssel und des Waxmann Verlags Münster ermöglicht.

Programm

Freitag, 4. Juli 2014
14:00
Eintreffen der Teilnehmer, Kaffee

14:30
Begrüßung und Eröffnung der Tagung durch Sebastian Bischoff (Berlin), Christoph Jahr (Berlin) und Jens Thiel (München/Berlin)

14:45
Grußwort: Michael Stückradt, Kanzler der Universität zu Köln

15:00
Sektion 1: Aspekte belgischer Geschichte vor 1914
Moderation: Christoph Jahr (Berlin)

Yves Huybrechts (Marburg)
Zwischen Fremdheit und Nähe: die österreichischen Niederlande und das Heilige Römische Reich. Zur politischen Integration eines ‚fernen’ Reichsstandes.

Diana Maria Natermann (Florenz)
"The White Bibi"- Female Memories from the Congo Free State and German East Africa (1884-1914)

15:30-15:45 Pause

Christina Reimann (Berlin)
Der belgische „Schulkrieg“ (1879-1884) - Ort gesellschaftlicher Spannungslinien und transnationaler Verflechtungen

Geneviève Warland (Louvain-la-Neuve)
Einblick in die deutsch-belgischen Wissenschaftsbeziehungen. Der Fall des deutschen Historikers jüdischer Abstammung Martin Philippson (1846-1916)

16:15 Diskussion

16:45 Pause

17:00
Sektion 2: Belgiens Kulturerbe in und zwischen den Weltkriegen
Moderation: Jens Thiel (München/Berlin)

Lukas Cladders (Heidelberg)
Belgien und sein patrimoine culturel – eine schwierige Beziehung nach dem Ersten Weltkrieg

Christina Kott (Paris)
Das belgische Kulturerbe unter deutscher Besatzung – 1914-1918 und 1940-1944. Ein Überblick

Christiane Hoffrath (Köln)
Bibliothekarische Interessen im besetzten Belgien, 1940-1944

17:45 Diskussion

18:30 Abendessen

20.00 Abendvortrag
mit anschließendem Sektempfang im Belgischen Generalkonsulat Köln, Cäcilienstr. 46

Grußwort: Nicolaas Buyck, Generalkonsul des Königreichs Belgien

Moderation: Tatjana Mrowka (Köln)
Sophie de Schaepdrijver (Pennsylvania State University)
War Horizon: What Belgium meant for Germany in the First World War

Samstag, 5. Juli 2014
Ort: Universitäts- und Stadtbibliothek, R. 407

9:15
Sektion 3: Belgien und der lange Schatten des Ersten Weltkrieges
Moderation: Sebastian Bischoff (Berlin)

Winfried Dolderer (Berlin)
Der lange Weg zum 'moralischen Frieden'. Zur Debatte um den angeblichen belgischen Franktireurkrieg 1927-1958

Jakob Müller (Berlin)
Deutschland und Flandern 1914-1944 - Nation-Building avant la lettre?

9:45 Diskussion

10:15 Pause

10:45
Sektion 4: Bilder von Belgien vor und nach 1945
Moderation: Martin Kohlrausch (Leuven)

Ine Van linthout (Gent)
Belgien in Politik, Propaganda und öffentlichem Diskurs im „Dritten Reich“ (1933-1945)

Johannes Schmid (Aix-en-Provence)
Die "öffentliche Meinung" im besetzten Belgien 1940-1944

Alexander Friedman (Luxemburg)
Schokolade, Antwerpener Diamanten und Jean-Marie Pfaff. Belgien im Spiegel der Sowjetunion nach 1945

11:30 Diskussion

12:00
Kurzvorstellung des Arbeitskreises Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte

12:15 Perspektiven des Arbeitskreises und Verabschiedung
Sebastian Bischoff (Berlin), Christoph Jahr (Berlin) und Jens Thiel (München/Berlin)

12:45 Ende der Tagung

13:00 Gemeinsames Mittagessen

Kontakt

Sebastian Bischoff

Humboldt-Universität zu Berlin

s.bischoff@hu-berlin.de

Zitation
„Geheimfavorit Belgien?“ 2. Workshop des Arbeitskreises Historische Belgienforschung, 04.07.2014 – 05.07.2014 Köln, in: H-Soz-Kult, 06.06.2014, <www.hsozkult.de/event/id/termine-25185>.