The Art of Listening – Trends und Perspektiven einer Geschichte des Musikhörens

Ort
Berlin
Datum
12.07.2012 - 14.07.2012
Veranstalter
Christian Thorau (Universität Potsdam, Humanwissenschaftliche Fakultät, Bereich Musik / Musikwissenschaft); Hansjakob Ziemer (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin); in Zusammenarbeit mit dem RADIALSYSTEM V Berlin
Von
Janine Wiesecke, Bereich Musik / Musikwissenschaft, Universität Potsdam

Die Konferenz „The Art of Listening – Trends und Perspektiven einer Geschichte des Musikhörens“ fand im Rahmen des Festivals des Musikhörens im RADIALSYSTEM V in Berlin statt. Diese Kooperation ermöglichte es, die Konferenz künstlerisch mit Konzerten einzufassen, bei denen die Musiker ihr Publikum in unterschiedlichste Hörsituationen versetzten.

Wie CHRISTIAN THORAU (Potsdam) und HANSJAKOB ZIEMER (Berlin) in ihrer Begrüßungsrede darlegten, war es das Ziel der Konferenz, Forschungsansätze der letzten 15 Jahre aufzugreifen und an einem Ort zusammenzubringen. Weiterhin sollte die Konferenz ein interdisziplinäres Forum für die Diskussion vorhandener Forschungsprojekte sowie noch vorhandener Forschungsdesiderate bieten. Die Forschung zum Musikhören wurde Mitte der 1990er-Jahre, angestoßen durch die Monographien von James Johnson[1] und Peter Gay[2] sowie durch den Sammelband von Wolfgang Gratzer[3], neu aufgriffen und gegenüber den vorherigen Ansätzen erweitert. Bereits die hier erwähnten Autoren machen deutlich, dass das Forschungsfeld interdisziplinär ausgerichtet ist, was sich auch in der Konferenz widergespiegelt hat.

Eine der zentralen Fragen der Konferenz war jene nach der Entwicklung des Musikhörens in unterschiedlichen kulturellen Kontexten vom 18. bis ins 21. Jahrhundert. Diese Frage besteht aus zwei Teilen – der Frage nach einzelnen Detailstudien zum Musikhören in spezifischen historischen und kulturellen Kontexten sowie der Frage ob und wie es realisierbar wird, eine Geschichte des Musikhörens als Entwicklung einer kulturellen Praxis zu schreiben. Während die erste Frage sehr viele der Referenten in ihren Vorträgen geleitet hat, wurde die zweite Frage weit häufiger in den an die Referate anschließenden Diskussionen zur Sprache gebracht. Mit dem Fokus der Referenten auf Detailstudien lässt sich ein Trend ausmachen, den man nicht nur auf der Konferenz, sondern auch in den zum Thema publizierten Arbeiten wiederfinden kann.

Den Anfang der Konferenz machte JAMES JOHNSON (Boston), der in seiner Keynote an seine bereits erwähnte Publikation „Listening in Paris“ anschloss. Sein Vortrag verwies bereits auf viele der derzeit scheinbar präferierten Quellen und Vorgehensweisen. Johnson näherte sich verschiedenen Situationen des Musikhörens mithilfe von Bildern. Gleichzeitig zog er Analogien zur Entwicklung des stillen Lesens und der Entwicklung von Verhaltensweisen unter Museumsbesuchern, die er wiederum mit der Hilfe von Bildern rekonstruierte. Johnson stellte die Frage, wie es sein könne, dass nachfolgende Generationen nicht dieselbe Entwicklung wie ihre Vorgänger durchmachen müssen. Er fragte wie und wo die gesellschaftliche Praxis des Hörens gespeichert werde, sodass nachfolgende Generationen an die Erfahrungen anschließen können. Johnson griff in seinem Vortrag auf die Emotionsforschung von William Reddy[4] zurück und stimmte so bereits auf die Beiträge von Hansjakob Ziemer und Neil Gregor ein, die sich näher mit der emotionalen Landschaft innerhalb der Gesellschaft im Kontext des ersten respektive zweiten Weltkrieges beschäftigten.

WOLFGANG GRATZER (Salzburg) näherte sich der Charakterisierung des Musikhörens in seiner Keynote über einen anderen Pfad. Er beschäftigte sich zunächst mit der Formulierung „The Art of Listening“. Hierin sah er eine Modebegriffsformel, die das Hören (nicht nur das Musikhören) in eine Vielzahl von Verwendungskontexte stellen würde. Im weiteren Verlauf seines Vortrages charakterisierte Gratzer den Zusammenhang von Musikhören und Musikverstehen, wobei er letzteres als eine Handlungssequenz mit unterschiedlichen Fortsetzungsoptionen verstand. Gratzer schlussfolgerte aus seinen Überlegungen, dass es nicht Ziel sein sollte, ein Modell des richtigen oder falschen Hörens zu finden, sondern vielmehr typische Handlungsmuster und Routinen des Musikhörens zu identifizieren und zu reflektieren.

Auf die Keynotes folgten Vorträge von Richard Leppert, Alexandra Supper und Holger Schulze, die jeweils den Versuch unternahmen das Musikhören in einer abstrakten Konzept-Form näher zu charakterisieren. RICHARD LEPPERT (Minneapolis) stellte diesbezüglich heraus, dass im Gegensatz zum Hören („hearing“), das Zuhören („listening“) eine erlernte kulturelle Praxis sei, bei der es vor allem darum ginge, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Taxonomien von Modi des Musikhörens, wie sie ALEXANDRA SUPPER (Maastricht) vorstellte, hätten das Potential, der Vielschichtigkeit des Musikhörens im Kontext der unterschiedlichen Hörsituationen gerecht zu werden, implizieren aber mitunter ein mehr oder weniger einheitlich strukturiertes Publikum, das es, wie besonders Sven Oliver Müller in seinem Vortrag betonte, so in der Realität nicht gäbe.

SVEN OLIVER MÜLLER (Berlin) näherte sich dem Musikhören über eine Untersuchung des Konzertpublikums. Auf dieses fokussierte er sich, weil es innerhalb dieser Gruppe zwar durchaus unterschiedliche Hörweisen geben würde, aber dennoch gewohnheitsmäßige Verhaltensweisen ausgemacht werden könnten. Er zeigte, dass das Publikum, und nicht nur die Musik allein, eine aktive Rolle in der Herstellung von Bedeutungszusammenhängen spielen würden. Damit zeigte Müller, wie auch im Anschluss daran Hansjakob Ziemer und Neil Gregor, dass das Musikhören als kulturelle Praxis stets in historischen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Kontexten verankert sei und daher nicht ohne diese untersucht werden könne. Dies, so lässt sich vermuten, könnte einer der Gründe sein, weshalb es zunächst Erfolg versprechender zu sein scheint, das Musikhören über Einzelfallstudien zu untersuchen anstatt zu eilig zu Verallgemeinerungen auf Epochenebene überzugehen.

Die Beiträge von Hansjakob Ziemer und Neil Gregor haben gezeigt, dass man sich den emotionalen Zuschreibungen zur Musik auf unterschiedliche Weise nähern kann. NEIL GREGOR (Southhampton) wählte den Weg über die Rezeptionsgeschichte von Strauss’ „Metamorphosen“, welche kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges fertig gestellt wurden und somit in einem Kontext der Zerstörung und der Trauererfahrung standen. Gregor argumentierte mit Hilfe von Rezensionen, vor allem zur Uraufführung, dass in diesen Texten ein spezifisches Vokabular der Trauer und Nostalgie verwendet wurde. Die Verwendung und Veränderung dieses Vokabulars zeige, wie verschieden in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten gehört wurde.

HANSJAKOB ZIEMER (Berlin) zeigte hingegen nicht die Unterschiedlichkeit des Hörens damals und heute, sondern die bereits vorhandene Diversität in der Interpretation innerhalb des Konzertpublikums im Kontext des Ersten Weltkrieges. Ziemer argumentierte, dass das Konzertereignis und die Musik für die Hörer ein Mittel gewesen sei, mit ihrer individuellen Kriegserfahrung umzugehen. Er maß dabei den Hörern eine wesentlich aktivere und individuellere Funktion bei als Peter Gay das in seinem eingangs erwähnten Text tat.[5]

Ein auf der Konferenz dominanter Kontext des Musikhörens war der des Konzerts. So untersuchte KATHARINE ELLIS (London) das Konzertpublikum im Paris des 19. Jahrhunderts. Während James Johnson in seiner Arbeit, die sich mit demselben Zeitrahmen und Ort befasst, nach dem stillen und konzentrierten Hörer forscht, zeigte Ellis, dass viele „noisy habits“ bei den Hörern im 19. Jahrhundert weiterhin bestehen geblieben seien. Einer der Gründe dafür, so Ellis, war die sich nicht sofort ändernde Theaterarchitektur. Diese folgte in Paris immer noch dem italienischen Vorbild, bei dem verhangene Logen das soziale Interagieren während der Vorstellung begünstigt hätten. Ellis machte in ihrem Beitrag außerdem auf eine quellenmethodische Problematik aufmerksam: Man findet durchaus unterschiedliche Berichte von denselben Konzerten, die es notwendig machen, dass man sich mit den Autoren dieser Rezensionen näher auseinandersetzt. Dieses Problem stellt sich auch bei der Verwendung von Bildern, die jeweils auf eine bestimmte Aussage hin angefertigt wurden.

Die Beiträge von Christina Bashford und Christian Thorau beschäftigten sich ebenfalls mit dem Konzertpublikum des 19. Jahrhunderts. Sie fokussierten sich dabei auf die Frage nach dem Einfluss von Publikationen, wie Programmheften bzw. Konzertführern, auf das Publikum und dessen Hörverhalten. CHRISTINA BASHFORD (Urbana-Champaign) stellte in diesem Zusammenhang die britischen „Program Notes“ vor und zeigte, wie durch diese Veröffentlichungen das Publikum zu einem idealisierten Hören angeleitet wurde. Deutlich wurde dadurch, dass durch die sich im 19. Jahrhundert entwickelnde Kultur des stillen und fokussierten Hörens ein Bedarf an zusätzlicher Information zum Konzertprogramm entstand. CHRISTIAN THORAU (Potsdam) führte Bashfords Ausführungen weiter und zeigte, dass die Konzertführer in dieser Zeit in ihrer Struktur Reiseführern glichen. Sie lenkten mitunter sogar vom eigentlichen Hörerlebnis ab. Auch diese Form der Publikation war dazu gedacht, einen idealisierten Hörer heranzubilden und konnte durch ihren Konsum identitätsstiftend wirken.

Auch ethnologische Perspektiven auf das Musikhören spielen in der Forschung zur Geschichte des Musikhörens eine Rolle. VANESSA AGNEW (Ann Arbor) und KIRA THURMAN (Notre Dame) thematisierten in ihren Vorträgen, wie im 18. bzw. 19. Jahrhundert die afrikanische respektive afro-amerikanische Musikkultur auf Westeuropäer, die solche Musik vorher noch nie gehört hatten, gewirkt haben mag. Es wurde bei beiden Vorträgen deutlich, dass die zur Verfügung stehenden Dokumente (hauptsächlich Briefe, Tagebücher und Zeitungsberichte) besonders die Andersartigkeit der Instrumente und Musiker hervorhoben und weniger Praktiken des Hörens charakterisierten. An dieser Stelle wurde die methodologische Schwierigkeit deutlich, die mit der Quellenlage zu historischen Hörern einhergeht.

Ausblicke auf die Problematik des Musikhörens im Kontext der Entwicklung technischer Medien wurde in den Panels „Technisierung des Musikhörens in den 1950ern“ und „Neue Medien und die Krise des Musikhörens“ thematisiert. Deutlich wurde dabei im Allgemeinen, dass die Technisierung der Musik den Hörern nicht nur den Zugang zum Musikereignis erleichterte, indem sie das Klangerlebnis von den Musikern und somit von der Aufführung trennte, sondern dass sich dadurch auch die Praxis des Musikhörens verändern musste. Während JENS PAPENBURG (Berlin) und JONATHAN STERNE (Montreal) sich jeweils auf die Medien respektive Techniken der Digitalisierung bzw. Medialisierung fokussierten, zeigten THOMAS SCHOPP (Oldenburg) und SONJA NEUMANN (München) neue Möglichkeiten auf, die sich den Hörern durch die Integration der technischen Musikabspielgeräte in den Alltag eröffneten. Über die Veränderungen des Hörens war man sich bereits zur Blütezeit der jeweiligen Medien bewusst, wie der Vortrag von ALEXANDRA HUI (Starkville) zeigte. Hui stellte die von der Edison Company veranstalteten Konzertvorführungen mit dem Phonographen vor, bei denen die Hörer im Anschluss gezielt nach ihren Höreindrücken gefragt wurden. In der Annahme, dass Musik spezifische Emotionen beim Hörer auslösen würde, nutzte der Psychologe W. V. Bingham diese Vorführungen, um seine These zu testen. Hui schloss mit der Feststellung, dass die Technisierung zur Objektifizierung der Musik beigetragen und so eine andere Art und Weise des Hörens hervorgerufen hätte, die Hui selbst als „Threshold Listening“ bezeichnete.

Zum Ende der Konferenz wurden in der Abschlussdiskussion nochmals dominante Themen, methodische Probleme sowie verschiedene Forschungsdesiderate angesprochen. Was im Verlauf der Konferenz sehr deutlich wurde war, dass, wie Wolfgang Gratzer betonte, sich seit der Wiederaufnahme des Forschungsfeldes Mitte der 1990er-Jahre die Fragestellungen exponentiell vervielfacht haben. Daher wurde in der Diskussion auf das Fehlen einzelner Themengebiete hingewiesen. Darunter zählten Fragen nach aktuellen Hörerfahrungen im Popmusikkontext, dem Zusammenhang von Musikhören und anderen Sinnen und dem Zusammenhang zwischen intentioniertem und unbewusstem Hören.

Es konnten weiterhin einige größere methodische Problematiken identifiziert werden, die in der zukünftigen Forschung aufgegriffen werden müssten: Zum einen wurde als problematisch herausgehoben, dass viele der Referenten ihre Studien auf den Konzertkontext limitierten. Diese Tendenz kann man auch in der Literatur feststellen. James Johnson erklärte dies damit, dass sich durch die Fokussierung die Faktoren reduzieren würden, die bei der Charakterisierung des Hörers beachtet werden müssten. Gleichzeitig könne man sich so auf nur ein kleines, relativ spezifisches Publikum konzentrieren und andere Hörer außen vor lassen, die nicht ins Profil passen würden. Während diese Fokussierung in vielen historischen Settings zudem durch die Quellenlage bedingt ist, ergibt sich für das 20. und 21. Jahrhundert ein anderes Bild. Hier, so Johnson, bestünde die Schwierigkeit in der Menge von Faktoren. Wie man damit methodisch umgehen sollte, blieb in der Diskussion offen.

Zum anderen wurde hervorgehoben, dass während der Konferenz erstaunlicherweise kaum Musikbeispiele verwendet und statt dessen zahlreiche Bilder von Hörsituationen gezeigt wurden. Wie Johnson in seiner Keynote bereits darlegte, können Bilder eine willkommene Ergänzung zu lückenhaften Textquellen darstellen, was besonders für die Erforschung historischer Praktiken von Bedeutung ist. Ob die Musik selbst wieder einen größeren Stellenwert in den Studien einnehmen sollte, blieb unbeantwortet.

Die Konferenz hat gezeigt, dass das Musikhören zwar weiterhin schwer zu greifen bleibt, es aber dennoch möglich ist über Einzelfalluntersuchungen verschiedenste Charakteristika des Hörens herauszuarbeiten. Die Forschung zur Geschichte des Musikhörens befindet sich derzeit in der Sammlung solcher Einzelstudien. Wann und wie der darauf folgende Schritt der Geschichtsschreibung und demzufolge der Verallgemeinerung auf Basis der Einzelstudien gelingen wird, bleibt abzuwarten.

Konferenzübersicht:

Begrüßung:

Folkert Uhde (RADIALSYSTEM V), Christian Thorau (Potsdam), Hansjakob Ziemer (Berlin)

Keynote I

Moderation: Hansjakob Ziemer (Berlin)

James H. Johnson (Boston): Capturing the Landscape Within. Inner Experience and the Art of Listening

Keynote II

Moderation: Christian Thorau (Potsdam)

Wolfgang Gratzer (Salzburg): Ist Musikhören (k)eine Kunst?

Panel: Konzepte des Musikhörens – Concepts of Listening

Moderation: Karsten Mackensen (Gießen)

Richard Leppert (Minneapolis): Music, Listening and the Acculturation to Social Order (Sonic Trajectory and Self Formation)

Alexandra Supper (Maastricht): Appealing to the Ear. Taxonomies of Listening in Historical Context

Holger Schulze (Berlin): The Corporeality of Listening. A Historical & Systematic Critique of Modern Concepts of Listening

Panel: Musikhören und Emotionen – Listening and Emotions

Moderation: Yaron Jean (Leipzig)

Sven Oliver Müller (Berlin): What is the Audience? Audience Behaviour in Musical Life

Hansjakob Ziemer (Berlin): Listening as Social Practice in German Concert Halls during World War I

Neil Gregor (Southampton): „Die lichten Gefilde seliger Rückerinnerung“. Richard Strauss’ „Metamorphosen“, Memory, and the „Period Ear“ after WWII

Panel: Technisierung des Musikhörens in den 1950ern – Listening and Technology in the 1950s

Moderation: Axel Volmar (Siegen)

Thomas Schopp (Oldenburg): „So long to you and you ... and especially to you.“ Disc-Jockey-Shows and the Organization of Listening in American Radio before 1950

Jens Gerrit Papenburg (Berlin): Serial Songs and Coherent Works. Technization of Music Listening through Single and LP around 1950

Panel: Kulturen des Musikhörens I – Cultures of Listening I

Moderation: Martin Rempe (Konstanz)

Vanessa Agnew (Ann Arbor): Songs from the Edge of the World – Europeans Listening to African Music in the 18th Century

Kira Thurman (Notre Dame): Listening to the Black Voice. African American Music in Late-19th Century Germany

Panel: Räume des Musikhörens – Spaces of Listening

Moderation: Ruth Müller-Lindenberg (Berlin / Hannover)

Viktoria Tkaczyk (Berlin / Amsterdam): Listening in Circles. George Saunders „Treatise on Theatres“ (1790)

Gesa zur Nieden (Mainz): Musiktheaterbauten in reurbanisierten Metropolen als Hörräume des 20. Jahrhunderts

Sarah Zalfen (Berlin): Listeners in Solitude, Listeners as Collectives – Opera Audiences in the Age of Mass Media.

Panel: Hören und Sehen – Hearing and Seeing

Moderation: Richard Leppert (Minneapolis)

Tobias Plebuch (Berlin): Metadiegese. Imaginäre Musik im Spielfilm

Lydia Goehr (New York): Listening to Music Made Visible. Thoughts on the Arts of Christian Marclay

William Lockhart (Berlin): „Listening to the Domestic Music Machine“. Cézanne, Wagner and Keyboard Arrangement

Panel: Der implizite Hörer – The Implicit Listener

Moderation: Jan Philipp Sprick (Berlin / Rostock)

Fred Everett Maus (Charlottesville): Musical Experience and Power

Wolfgang Fuhrmann (Wien): Private Space, Intimacy, Homeliness. Listening to (and Performing) Chamber Music in the 19th Century

Christoph Dennerlein (Göttingen): Emotionale Rezeptionslenkung im Lied um 1900

Panel: Musikhören im Konzert – Concert Listening

Moderation: Manuela Schwartz (Magdeburg)

Katharine Ellis (London): Who Cares if You Listen? Audience Behaviour(s) in Nineteenth-Century Paris

William Weber (Long Beach): The Plurality of Ways to Listen. Crossovers in Concert Life, 1850-1900

Christiane Tewinkel (Berlin): „Ob Spieler oder Zuhörer, jeder sollte ganz für die Musik da sein.“ Die Darstellung von „Fehlern“ und „Störungen“ im Konzert im wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Schrifttum

Panel: Musikhören und die Moderne – Listening and Modernity

Moderation: Hansjakob Ziemer (Berlin)

Benjamin Steege (New York): Max Weber and the History of Aurality

Sonja Neumann (München): Vom Musiktelegrafen zum Operntelefon – Musikhören im Zeitalter der Moderne

Panel: Musikhören der Avantgarde – Listening of the Avant-Garde

Moderation: Gregor Herzfeld (Berlin)

Martha Brech (Berlin): Hören von Musik im Raum

Marcus Zagorski (Bowling Green): Listening for Stockhausen

Panel: Kulturen des Musikhörens II – Cultures of Listening II

Moderation: Susanne Fontaine (Berlin)

Christina Bashford (Urbana-Champaign): Concert Listening the British Way? Program Notes and Victorian Culture

Christian Thorau (Potsdam): Listening as travelling: Spielarten des touristischen Hörens

Panel: Neue Medien und die Krise des Musikhörens – New Media and the Crisis of Listening

Moderation: Melissa van Drie (Maastricht)

Alexandra E. Hui (Starkville): First Re-Creations. Psychology, Phonographs and New Cultures of Listening at the Beginning of the Twentieth Century

Jonathan Sterne (Montreal): Coding Listening. Of MPEG and Measurement

Panel: Abschlussdiskussion – Final Discussion

Moderation: Christian Thorau (Potsdam) und Hansjakob Ziemer (Berlin)

Melanie Wald-Fuhrmann (Berlin), Jutta Toelle (Berlin), Jan-Friedrich Missfelder (Zürich): Tagungskommentar

Anmerkungen
[1] James Johnson, Listening in Paris, Berkeley 1995.
[2] Peter Gay, The Naked Heart, New York 1995.
[3] Wolfgang Gratzer (Hrsg.), Perspektiven einer Geschichte des abendländischen Musikhörens, Laaber 1997.
[4] William Reddy, The Navigation of Feeling: A Framework for the History of Emotions, Cambridge 2001.
[5] Peter Gay, The Naked Heart.

Zitation
Tagungsbericht: The Art of Listening – Trends und Perspektiven einer Geschichte des Musikhörens, 12.07.2012 – 14.07.2012 Berlin, in: H-Soz-Kult, 26.10.2012, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4434>.