Abrahams Erbe. Konkurrenz, Konflikt, Koexistenz im Mittelalter

Ort
Heidelberg
Datum
03.03.2013 - 06.03.2013
Veranstalter
Mediävistenverband e.V.
Von
Daniel Beeker / Lisa Horstmann / Theresa Jäckh / Manuel Kamenzin / Nora Küppers, Historisches Seminar, Ruprecht-Karls-Universität

Juden, Christen und Muslime – die Angehörigen der drei Religionen prägten die historische Entwicklung Europas maßgeblich. Trotz oder gerade aufgrund des gemeinsam geglaubten Ursprungs – sinnbildlich im gemeinsamen Stammvater Abraham greifbar – kam es in der Vergangenheit nicht selten zu Auseinandersetzungen. Dass es ebenso ein friedliches Mit- und Nebeneinander gab, wurde in der Forschung lange übersehen. Wohl auch vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen widmen sich die historischen Geisteswissenschaften jüngst aber verstärkt einschlägigen Themen. Davon zeugen nicht zuletzt die Konjunktur der Islamwissenschaft, die immer intensivere Untersuchung der jüdischen Minderheit im mittelalterlichen Europa und die Studien zu Interaktionen der monotheistischen Religionen untereinander.

Das 15. Symposium des Mediävistenverbands, das vom 3. bis 6. März 2013 unter dem Titel „Abrahams Erbe. Konkurrenz, Konflikt, Koexistenz im Mittelalter“ in Heidelberg stattfand, nahm sich vor, die bisherigen Untersuchungen zu vertiefen und die Ergebnisse verschiedener Disziplinen zu bündeln. Verteilt auf 35 international besetzte Sektionen in sechs Themenfeldern waren insgesamt 96 Einzelvorträge und drei Plenarvorträge zu hören. Umrahmt wurde das Symposium von einem Eröffnungskonzert und zahlreichen Führungen sowohl durch Heidelberg als auch durch die Ausstellung „Begegnung mit Schwert und Wort in Heidelberger Handschriften des 12. bis 15. Jahrhunderts“ in der Universitätsbibliothek.

Zur Eröffnung des Symposiums betonte VOLKER LEPPIN (Tübingen) als Präsident des Mediävistenverbands die interdisziplinäre Ausrichtung des Verbands und die Notwendigkeit der Nachwuchsförderung. Dieser Vorsatz wurde sowohl durch die Verleihung eines neugestifteten Dissertations-Preises an Philippe Cordez als auch durch die hohe Beteiligung junger Wissenschaftler am Symposium in die Tat umgesetzt. LUDGER LIEB (Heidelberg), der die Tagung mit seinem Team in Zusammenarbeit mit Johannes Heil organisiert hatte, erläuterte in seiner Begrüßung die Rolle Abrahams, der für die drei monotheistischen Religionen einen „Fluchtpunkt in der Vergangenheit“ darstelle. Von diesem Bild ausgehend, stellte er das Thema des Symposiums vor, dessen Schwerpunkt er im Mit-, Neben- und Gegeneinander der abrahamitischen Religionen und in deren Einfluss auf religiöse, politische und kulturelle Entwicklungen verortete.

Im ersten Plenarvortrag griff CHRISTEL MEIER-STAUBACH (Münster) ein Konzept des Münsteraner Islamwissenschaftlers Thomas Bauer auf, indem sie den Begriff „Ambiguitätstoleranz“ auf die theologischen Debatten des lateinischen Westens anwandte. Auf der Basis lateinischer Bibelübersetzungen, exegetischer Schriften sowie antiker Dichtung und liturgischer Texte arbeitete Meier-Staubach heraus, dass in der christlich-lateinischen Theologie des Mittelalters Vielfalt und Mehrdeutigkeit durchaus ausgehalten wurden. Einen komplementären methodischen Zugriff wählte ARNOLD ESCH (Rom) in seinem Abendvortrag: Er schilderte nicht die theoretische Auseinandersetzung mit der eigenen Religion, sondern die alltägliche Praxis im Umgang mit anderen Religionen in der mediterranen Wirklichkeit anhand ausgewählter Bittgesuche an die Poenitentiaria Apostolica. Dabei wurde die Intensität und Vielfalt der Kontakte zwischen Juden, Christen und Muslimen im Mittelmeerraum deutlich, die über alle Verbote und Embargos hinweg existierten. Die von Esch ausgewerteten Suppliken sind der Forschung erst seit Kurzem zugänglich und sollen zeitnah publiziert werden.

Das Themenfeld „Abrahambilder“ rückte explizit den gemeinsamen Stammvater ins Zentrum, wobei die Beiträge unterschiedliche Darstellungsmodi, Deutungsansätze und Rezeptionsformen der Figur Abrahams vorführten: Die Verwendung der Figur in unterschiedlichen Gattungen der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters als Exempel oder Präfiguration wurde untersucht (Kalning, Ukena-Best, Ullrich) und einzelne Bildsujets wie die Bindung Isaaks oder Abrahams Schoß analysiert (Paranou, Keil). Im jüdischen (Langer, Lederer-Brüchner, Miklautsch, Weber), christlich-lateinischen (Harlos, Knapp) und muslimischen (Enderwitz) Kontext bis in die Neuzeit (Grothues) arbeiteten die Referenten eine Vielzahl unterschiedlicher Adaptionen, Distinktionen und Entwicklungen von Motiven aus den verschiedenen Varianten der Abrahamsgeschichte heraus.

Im Themenfeld „Bilder vom Anderen“ beleuchteten die Referenten die Auseinandersetzung mit anderen Religionen sowohl diachron als auch synchron. So wurden zum einen die Wahrnehmung der eigenen paganen Vergangenheit (Imhoff, Schlüter) und die Rezeption antiker literarischer Stoffe (Busch) thematisiert. Zum anderen standen die Wahrnehmungen der abrahamitischen Religionen untereinander (Bradács, Bade) sowie die Instrumentalisierung des ‚Fremden‘ zur Abgrenzung und eigenen Identitätsbildung (Feldmann, Kynast, Lauer, Schmid, Wagner) im Mittelpunkt. JÜRGEN BÄRSCH (Eichstätt/Ingolstadt) stellte das Potential dar, das die christliche Liturgie für die Erforschung antijüdischer Tendenzen sowohl im Schriftdiskurs als auch in ihren performativen Aspekten bieten kann. Am Beispiel der fehlenden Kniebeuge in der Karfreitagsfürbitte für das jüdische Volk zeigte er, wie antijüdische Botschaften durch performative Akte über die Sprachbarriere hinweg vermittelt werden konnten.

Die drei monotheistischen Religionen waren und sind in ihren Kultausübungen geprägt vom Zusammenspiel von Performanz und Schrift – dieses verbindende Element der abrahamitischen Religionen wurde im Themenfeld „Medialitäten und Performanz“ betrachtet. Die Vorträge zeigten die Vielfalt der möglichen Zugriffe auf das Thema: Den musikalischen Aspekt betonten die Vorträge zu rituellem Gesang (Nieten) und Musikkulturen im mittelalterlichen Spanien (Randhofer, Ferreira). Den Zusammenhang von Performanz und Schriftlichkeit demonstrierten die Beiträge zu Oralität in Überlieferung und Vortrag (Neuwirth, Haug), Fixierung von Betonung und Melodie durch masoretische Traditionen im Judentum (Zimmermann) und verschiedenen Notationssysteme im Vergleich (Haas). Die kunsthistorische Herangehensweise wurde schließlich am Beispiel von Synagogen-Standorten und -Gestaltungen (Paulus), Malerei und Schrift (Weinryb, Griebeler, Rathmann-Lutz) und Übernahmen architektonischer Stilelemente (Keller) vorgestellt. ANDREAS HAUG (Würzburg) stellte in seinem Vortrag eine Methodik vor, um diese verschiedenen Ebenen der Performanz analysieren zu können. Er betonte, dass die stimmliche Darstellung heiliger Schriften als gemeinsames „kulturelles Schlüsselelement“ der abrahamitischen Religionen anzusehen sei. Die Eigenheiten bei der Inszenierung der heiligen Schrift im Ritus der lateinischen Kirche thematisierte FELIX HEINZER (Freiburg), während HANNS PETER NEUHEUSER (Köln) die Adaption jüdischer Grundlagen und die spätere Abgrenzung von dieser Grundlage innerhalb der christlichen Sakralkonzeption anhand biblischer Textpassagen deutlich machte. Einen weiteren Schwerpunkt des Themenfeldes bildete das Medium der Passionsspiele: Hierbei wurde der immanent judenfeindliche Charakter der Aufführungen (Vogelgsang) sowie die Funktion der Juden als Projektionsfläche und Platzhalter für innerchristliche Diskurse (Schwarz) betont.

Im Themenfeld „Zusammenleben“ wurde das Spannungsfeld zwischen Anpassung, Ausgrenzung und kulturellem Austausch erörtert, das durch ein Miteinander entstehen konnte. Vor allem die Rolle von Klöstern als Begegnungsstätte der Kulturen wurde von mehreren Referenten hervorgehoben, wobei der Kontakt zwischen lateinischem und griechischem Christentum im Vordergrund stand. Die Beiträge griffen unter anderem Prozesse kultureller Hybridisierung im regnum Sicilie (Burkhardt) auf, sowie interreligiöse Kontakte und Handlungsgeflechte in Südosteuropa und dem östlichen Mittelmeerraum (Popović, Mersch, Mitsiou). JULIA DÜCKER (Heidelberg) untersuchte, wie die ungarischen Anjou ihre territorialen und kirchenpolitischen Ansprüche in den Randgebieten ihres Reiches durch die Institutionalisierung der franziskanischen Mission festigten. Eine Adaption christlich-monastischer Ideale hingegen konnte ISRAEL YUVAL (Jerusalem) bei seiner Vorstellung der moralisch-ethischen Vorstellungen der ‚Frommen von Aschkenas‘ herausarbeiten. Er stand damit in einer Reihe von Vorträgen, die das Zusammenleben von Christen mit dem jüdischen Volk thematisierten: In den unterschiedlichen Beiträgen wurde nicht nur die kulturelle Anpassungsfähigkeit der Juden deutlich, die als Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft lebten (Colella, Slimane), sondern auch der rechtliche Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit der Minderheit (Sagasser) aufgezeigt. Wie einflussreich etwa die Haltung des Herrschers zum Umgang mit Juden sein konnte, arbeitete ELIAS H. FÜLLENBACH (Bonn/Düsseldorf) anhand der dominikanischen Judenmission in England heraus. Mehrere Beiträge widmeten sich auch innerjüdischen Phänomenen: So stellte CHRISTOPH CLUSE (Trier) hebräische Notizen auf der Rückseite lateinischer Urkunden als bisher unbeachtete Quellen zu jüdischem Leben und Sprachgebrauch dar. Eine multilinguale Polemik, das Sefer Nizzahon Yashan, führte MARTIN PRZYBILSKI (Trier) vor: Die abwechselnde Verwendung von Hebräisch, Mittelhochdeutsch und Latein, so der Referent, zeige die umfangreiche Kenntnis christlicher Bräuche und dezidierte Ablehnung derselben.

Wie Ablehnung in Diskursen innerhalb einer Gemeinschaft durch die pejorative Verwendung von ,Fremdheits‘-Zuschreibungen ausgedrückt werden konnte, verdeutlichten insbesondere Beiträge mit begriffsgeschichtlichem Zuschnitt (Rickelt, Jostkleigrewe). Die Schilderung andersgläubiger ‚Fremder‘ wurde allerdings auch durch handfeste militärische Konfrontationen geprägt, wie Janez Mlinar anhand des Osmanenbilds in ausgewählten österreichischen Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts vorführte. Am Beispiel der Händlerfamilie Zaccaria auf Chios ist dagegen nachzuvollziehen, wie politische und wirtschaftliche Interessen durchaus religiöse und ideologische Prämissen dominieren konnten (Carr). Dass es neben den Konflikten und wirtschaftlichen Interessen auch ein alltägliches Zusammenleben und kulturellen Austausch gab, wie bereits der Abendvortrag von Arnold Esch betont hatte, wurde am Beispiel christlicher Gäste auf jüdischen Festen (Wenninger) sowie der Verwendung ,fremder‘ Narrative und Topoi in verschiedenen Schriftzeugnissen, wie etwa dem Mayse-bukh, weiter vertieft (Raspe). Einen besonderen Aspekt des kulturellen Austauschs erhellte der Vergleich der Frauenrolle in einigen christlichen Texten und ihren jiddischen Übersetzungen: Einzelne Elemente einer Erzählung konnten im Verlauf einer Übersetzung an das neue Zielpublikum angepasst werden (von Bernuth). So weist etwa die jiddische Erzählung Viduvilt im Vergleich zur lateinischen Vorlage, dem Wigalois-Roman, Frauenrollen auf, die aktiv handeln und das Geschehen beeinflussen (Oehme).

Übersetzungen im Sinne sprachlicher wie kultureller Transfers wurden auch im Themenfeld „Wissenschaft“ diskutiert. ASTRID LEMBKE (Berlin) untersuchte, wie höfisch-literarische Stoffe christlicher Provenienz in einem jüdischen Umfeld adaptiert und für die eigene Lebenswelt aktualisiert, aber nicht in ihrem Kern verändert wurden. Die Rolle von Übersetzern und Dolmetschern, die einen paradigmatischen ,third space‘ im Mittelmeerraum eröffneten, indem sie als multiethnische, religiöse und linguale Berufsgruppe wirkten, arbeitete DANIEL KÖNIG (Frankfurt a. M.) heraus: Im ḥafṣidischen Tunis wurde die Exaktheit und systematische Verbesserung des Übersetzens durch institutionalisierte Kontrollmechanismen bis hin zur Regulierung des Dolmetschermarktes garantiert. Die Bedeutung von Übersetzungen für den Wissenstransfer unterstrichen auch die Beiträge zur inhaltlichen und ideologischen Galen-Rezeption (Leven), zu den Kontroversen um die Auslegung und Deutung medizinischer Schriften (Kottek, Jankrift) sowie zu den Sprach- und Kulturkenntnissen frühneuzeitlicher Humanisten (Eckart, Rotzoll, Gómez Aranda). Welche Funktionen dialektale Sprachformen übernehmen konnten, wurde anhand der Alltagssprache von Juden und Christen als Mittel für den Transfer von Wissen im 13. Jahrhundert in Nordfrankreich vorgestellt (Kiwitt). Darauf aufbauend diskutierte HANNA LISS (Heidelberg) die altfranzösischen Glossen in hebräischen Kommentaren des hohen Mittelalters.

Im Themenbereich „Interreligiöse Kommunikation“ traten Zeugnisse vom Mit-, Neben- und Gegeneinander der drei abrahamitischen Religionen aus unterschiedlichen Gattungen in den Vordergrund. Insbesondere wurden die im Verlauf des Symposiums mehrfach thematisierten Disputationen zwischen Christen und Andersgläubigen hier ausführlich diskutiert, die in ihrer schriftlich tradierten Form als Reden und Gegenreden zum Teil als Anlehnung an spätantike Apologien gelesen werden können (Sauer). Andere Texte dienten möglicherweise als Handreichungen für eine spätere Disputation (Heß) oder als innerchristliches didaktisches Material, um die ‚Wahrheit‘ der eigenen Lehre zu unterstreichen (von Contzen). Als Beispiel für die Aneignung ‚fremder‘ Lehren stellte GÖRGE HASSELHOFF (Bochum) die Verwendung der Texte von jüdischen Autoren im Pugio fidei des Ramon Martí vor. In diesem Kontext wurde auch die Rezeption muslimischer Schriften bei Judah Halevi (La Sala) sowie die Kenntnis und Weitergabe biblischer Texte unter jüdischen Gelehrten (Attia) thematisiert. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Darstellung von Juden und Judenverfolgungen, sie wurde in chronikalischen Quellen (Miedema, Weber, Scholl, Kies), den Bürgermeisterbüchern der Stadt Frankfurt (Schnur) und normativen Texten der Stadt Magdeburg (Pacyna) untersucht. Darüber hinaus wurden der Blick auf Andersgläubige anhand mittelhochdeutscher Brautwerbungserzählungen (Kohnen) sowie das Abstammungsbild der Ungarn in volkssprachigen Chroniken (Radek) analysiert. Ein Beispiel aus der Diplomatik präsentierten EVELINE BRUGGER, MARTHA KEIL und BIRGIT WIEDL (alle St. Pölten) mit ihrer Arbeit an einer Edition von Urkunden zu jüdisch-christlicher Geschäftstätigkeit. Auf den vorgestellten Urkunden finden sich, z. T. dorsal oder auf Plica, hebräische Begriffe oder ganze Textpassagen – sie zeigen somit die selbstbewusste Repräsentation einer eigenständigen jüdischen Geschäftskultur (Keil) und geben Zeugnisse von einer gemeinsamen Alltagswelt (Wiedl). Im Gegensatz hierzu diskutierte JÖRG WIDMAIER (Tübingen) eine Form christlicher Abgrenzung durch die Bebilderung von Taufbecken mit Synagoga und Ecclesia. Auch die Verwendung von literarischen und/oder malerisch dargestellten ,Figuren‘ eröffnet Zugriffe auf die Mechanismen der Selbstvergewisserung innerhalb des Christentums: Als Identifikations- oder Grenzfiguren konnten sie zum Element der religiösen Kommunikation werden (Bedeković, Seidl, Dümpelmann). So wurde die Figur der Maria von Raimundus Lullus in seinem Libre de Sancta Maria sowohl als Mittlerin als auch als Grenzfigur genutzt und erhielt damit allegorisch die Züge einer Parallele zwischen Islam und Christentum (Herberichs).

Als eine der zentralen Figuren für den spätmittelalterlichen Dialog zwischen den monotheistischen Religionen stand Raimundus Lullus auch im Mittelpunkt des abschließenden Abendvortrags von PETER WALTER (Freiburg), der die Möglichkeiten und Grenzen von Religionsdialogen besprach. Anhand dreier Beispiele stellte Walter dar, wie Lullus versuchte, ‚Andersgläubige‘ mit rationalen Argumenten zu bekehren. Die praktischen Experimente auf muslimischem Boden endeten jedoch in Kerkerhaft – folglich diskutierte Walter die Frage, ob Lullus bei der Niederschrift seines späteren Kreuzzugsplans die Möglichkeit des Religionsdialogs als gescheitert ansah. Auch bei diesen militärischen Überlegungen, so Walter, habe Lullus den Dialog als den abschließenden Schritt der Missionierung betrachtet, militärische Unternehmungen sollten lediglich die Voraussetzungen schaffen. Als Vorbild für zeitgenössische Dialoge könnten diese historischen Beispiele dennoch keinesfalls dienen, betrachtete Lullus das Streitgespräch doch nicht als ergebnisoffen. Zusammenfassend betonte Walter die menschenverbindende Vernunft und das Gespräch auf Augenhöhe als wichtige Voraussetzung für den Religionsdialog, damals wie heute.

Im Überblick zeigten die einzelnen Beiträge die enorme Spannbreite des Themas auf: Das Verhältnis der drei ‚abrahamitischen‘ Religionen im Mittelalter, das Mit-, Neben- und Gegeneinander über den Zeitraum von fast 1000 Jahren, bietet eine Vielzahl verschiedenster Einzelthemen und Zugriffe, die nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg bearbeitet werden können. Als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen ist eine Publikation der Symposiumsbeiträge in Form eines Tagungsbands geplant.

Konferenzübersicht:[1]

Plenarvortrag
Christel Meier-Staubach: „unusquisque in suo sensu abundet“ (Rom 14,5). Ambiguitätstoleranz in der Theologie des lateinischen Westens?

Themenfeld I: Abrahamsbilder

Sektion 1: Deutungen der Abrahamsfigur

Susanne Enderwitz: Abraham aus der Sicht des Islam

Pamela Kalning: Abraham in deutschsprachiger Didaxe

Elke Ukena-Best: Abrahamsbilder im dt. geistlichen Drama des 15. und 16. Jhs.

Themenfeld II: Medialität und Performanz

Sektion 2: Neue Sichtweisen auf den Komplex Judenfeindschaft – Stadtgesellschaft – Passionsspiel

Klaus Vogelgsang: Judaica im Geistlichen Spiel am Beispiel der ›Hessischen Passionsspielgruppe‹

Ulrike Schwarz: ›Abraham iud spricht‹. Neue Erkenntnisse zu den Figuren der Juden im Augsburger Passionsspiel (Cgm 4370)

Johannes Heil: Judenfeindschaft, Frömmigkeit, Politik und Stadtgesellschaft im 15. Jahrhundert

Themenfeld III: Wissenschaft

Sektion 3: Übersetzungsfreiheiten. Sprachliche Vermittlungsprozesse zwischen und in mittelalterlichen Sprach- und Religionsgruppen

Daniel König: ›Den Sinn verständlich zu machen, war das Ziel des Übersetzers‹: Übersetzungsfreiheiten im lateinisch/romanisch-arabischen Kontext

Astrid Lembke: Freiheit und Fremdheit. Möglichkeiten des Wiedererzählens höfischer Stoffe in der jüdischen Literatur

Themenfeld III: Wissenschaft

Sektion 4: Galen unter Christen, Moslems, Juden. Griechische Medizin im religiösen Kontext

Karl-Heinz Leven: Galen und die abrahamitischen Religionen

Christian Schulze: Christliche Ärzte als Vermittler Galens – Medizin im arabischen Frühmittelalter?

Nadine Metzger: Vom Wolf zum Wasserfloh. Transkulturelle Rezeptionsprozesse spätantiker Psychopathologie

Themenfeld I: Abrahambilder

Sektion 5: Abraham in Exegese und Kommentar

Fritz Peter Knapp: Die göttlichen Segnungen Abrahams in der mittelalterlichen christlichen Bibelexegese und das Bekehrungsproblem

Ingeborg Lederer-Brüchner: Motive aus der Abrahamserzählung in mittelalterlichen Kommentaren zum Buch Rut

Themenfeld II: Medialität und Performanz

Sektion 6: Musikkulturen im mittelalterlichen Spanien: Befund – Rekonstruktion – Interaktion

Regina Randhofer: Spanisches Erbe? Sephardische Musik zwischen Tradition und Rekonstruktion

Manuela Cortes: Garcia Medieval Arabo-Andalusian Music traditions

Manuel Pedro: Ferreira A case of cross-fertilization: The Medieval Andalus, Islamic Music and the Cantigas de Santa

Themenfeld III: Wissenschaft

Sektion 7: Acquirement of Knowledge by Translation

Mariano Gomez: Aranda Arias Montano’s Translation of Abraham Ibn Ezra’s Commentaries on the Ten Commandments

Marc Kiwitt: The Vernacular as a Tool for the Transfer of scientific Knowledge between Jews and Christians in Medieval France

Hanna Liss: The Old French Glosses in Medieval Bible Commentaries and the Adoption of the Vernacular Literary Culture

Themenfeld III: Wissenschaft

Sektion 8: Heilende Religion? Mittelalterliche Medizin im Schnittpunkt von kulturellen und konfessionellen Einflüssen

Wolfgang Eckart: Iatrotheologie. Konzept und Bedeutung

Samuel S. Kottek: Maimonides and Moses ben Nahman on the duty to care for the health of body and soul

Maike Rotzoll: Abrahams Erbe im Spiegel der Bibliothek eines italienischen Mediziners des Quattrocento. Zwischen Religion und Medizin, zwischen persisch-jüdisch-islamischer und westlicher Tradition

Kay-Peter Jankrift: Der Blick des Anderen: Mittelalterliche ›Judenärzte‹ aus ›christlicher‹ Sicht

Öffentlicher Abendvortrag

Arnold Esch Neue Quellen zu Handel und Umgang zwischen Christen und Muslimen im Mittelmeerraum. Die Gesuche an die Poenitentiarie im 15. Jahrhundert

Themenfeld I: Abrahambilder

Sektion 9: Abrahambilder in der Antike und im Mittelalter und deren Rezeption in der Literatur der Neuzeit

Gerhard Langer: Abraham als ›unser Vater‹ und ›Vater aller Völker‹ – Das Bild Abrahams in der rabbinischen Literatur und dessen Auswirkungen auf das Mittelalter

Lydia Miklautsch: Abrahams Kindheit: hebräisch, jiddisch, deutsch

Christine Ivanovic: Heines ›Rabbi von Bacherach‹ als Antwort auf die zeitgenössische Romantisierung des Mittelalters

Themenfeld II: Medialität und Performanz

Sektion 10: Medialitäten des Gotteswortes: Die vokale Performanz sakraler Texte in den Buchreligionen des Mittelalters I

Andreas Haug: Die Festigkeit des Buchstabens und die Beweglichkeit der Stimme: eine Einführung

Heidy Zimmermann: Die Kantillationen der Tora nach dem Zeugnis rabbinischer Quellen

Felix Heinzer: Die Inszenierung von Buch und Performanz im Ritus der lateinischen Kirche

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Sektion 11: Klöster als Begegnungsräume der Kulturen I

Stefan Burkhardt: Klöster in Süditalien als transkulturelle Räume

Israel Yuval: Die Frommen von Aschkenaz – städtisches Mönchtum im deutschen Judentum

Margit Mersch: Zyperns Mendikanten zwischen den Konfessionen

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 12: ›Grenzfiguren‹. Interreligiöse Kommunikation in literatur- und kunstwissenschaftlicher Perspektive

Cornelia Herberichs: Maria als Grenzfigur und Mittlerin. Das Buch über die heilige Maria des Ramon Lull

Britta Dumpelmann: Johannes der Täufer in der bildenden Kunst. Prophezeiter Prophet und Wandler zwischen den Welten

Stephanie Seidl: Nicolaus Cusanus: ›De pace fidei‹

Themenfeld I: Abrahambilder

Sektion 13: Abraham in Kunst und Bauskulptur

Anna Paranou: Die Gestalt Abrahams in Darstellungen der Opferung Isaaks in der byzantinischen und in der italienischen Bildkunst. Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Versuch einer Interpretation anhand der schriftlichen Quellen

Wilfried E. Keil: Abrahams Schoß in der mittelalterlichen Bauskulptur

Themenfeld II: Medialität und Performanz

Sektion 14: Medialitäten des Gotteswortes: Die vokale Performanz sakraler Texte in den Buchreligionen des Mittelalters II

Max Haas Traditionssicherung oder Traditionsbruch: Ambiguitäten des Notierens

Angelika Neuwirth: Koran und Schrift

Ulrike-Rebekka Nieten: Orientalischer Kirchengesang zwischen jüdischer und islamischer Tradition

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Sektion 15: Klöster als Begegnungsräume der Kulturen II

Julia Dücker: Klöster in Ungarn als Begegnungsräume der Kulturen

Mihailo Popović: Räume der religiösen Begegnung und Interaktion – Die Klosterlandschaften der Zeta und Raška zwischen lateinischem Westen und byzantinischem Osten

Ekaterini Mitsiou: Die Netzwerke einer kulturellen Begegnung: byzantinische und lateinische Klöster in Konstantinopel im 13. und 14. Jahrhundert

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 16: Begegnung im Gespräch. Literarische Dialoge zwischen einem Juden und einem Christen

Jochen Sauer: Sprechaktstrategien in Gilbert Crispins ›Disputatio iudaei et christiani‹

Ineke Hes: Die ›Disputacio wider die juden‹ als Handreichung für das christlich-jüdische Glaubensgespräch

Eva von Contzen: Dialog und Erzählung: ›Reading the Jews‹ im Vernon- Manuskript

Themenfeld I: Abrahambilder

Sektion 17: Abrahamitische Modelle in der Vormoderne und Moderne

Heiko Ullrich: ›Fiat voluntas tua‹… Abraham, Hiob und die ›bella Deo auctore gesta‹

Axel Harlos: Abraham: Referenz und Autorität für die mittelalterliche irische Identitätsfindung

Silke Grothues: ›Abrahams Erbe‹: produktive jüdisch-christliche Mittelalterrezeption in Thomas Manns frühen Josephsromanen

Themenfeld II: Medialität und Performanz

Sektion 18: Konstruktionen von Glauben und Gemeinschaft

Simon Paulus: Gebautes Miteinander? – Synagogenarchitektur zwischen ›Civitas‹ und ›Eruv‹

Sarah Keller: Zeichen des Triumphes: architektonische Aneignungsprozesse auf der Iberischen Halbinsel im 12. Jahrhundert

Hanns Peter Neuheuser: Adaption und Distinktion. Die mittelalterliche Grundlegung der christlichen Sakralkonzeption in der Jüdischen Bibel

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Sektion 19: Configurations of Gender and Sexuality in Medieval and Early Modern Jewish Culture

Ruth von Bernuth: Exemplarische Frau: Das Susanna-Buch in Jiddisch

Annegret Oehme: Viduvilt und die Frauen: Weiblicher Machtgewinn in der jiddischen ›Wigalois‹-Adaption

Markus Wenninger: Über die Teilnahme von Christen an jüdischen Festen im Mittelalter

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 20: Christen, Juden, Heiden: Religiöses Wissen in Europa (12.–15. Jahrhundert)

Jorg Widmaier: Taufbecken des 12. und 13. Jahrhunderts als Medium von Tradition und Hybridisierung

Dorothea Kies: Kontakt und Konflikt zwischen Juden und Christen des 13. Jahrhunderts im Spiegel christlicher Historiographie

Bettina Loos: Interaktionsfelder zwischen Christen und Juden im Alltag des Spätmittelalters

Themenfeld II: Medialität und Performanz

Sektion 21: Distinct Gazes. The invention of the audience

Ittai Weinryb: Third Person Plural: Crusader Culture and the Rise of the Medieval Publikum

Andrew Griebeler: Participation and Confrontation on the Walls of Saint Clement, Ohrid, Macedonia

Anja Rathmann-Lutz: Public Relations. Eyewitnesses in 14th century French Royal Manuscripts

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Sektion 22: Konvertiten, Missionare, Kommentare

Elias H. Füllenbach: Dominikanische Judenmission im 13. und 14. Jahrhundert

Kay Joe Petzold: Buchkommentar und Kommentarbuch

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 23: Medien der Auseinandersetzung

Nine Miedema: Konfliktdialoge zwischen Christen und Andersgläubigen in der ›Kaiserchronik‹

Nataša Bedeković: Bewältigungsstrategien von Differenzen

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Sektion 24: Aneignungen und Überschreibungen in Graphie, Lexik und Narrativ: Aschkenasische Juden im späten Mittelalter (13.–16. Jahrhundert)

Christoph Cluse: Vergessene Rückseiten – Hebräische Schriftbestandteile auf lateinischen und volkssprachlichen Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts

Martin Przybilski: Deutschsprachiges im ›Sefer Nizzahon Yashan‹ (13. Jh.)

Lucia Raspe: Der Jude, der Tempel, der Götze: Christliche Heiligenverehrung aus jüdischer Perspektive

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 25: Die Darstellung von Juden in erzählenden und administrativen Quellen des Spätmittelalters

Andreas Weber: Sigmund Meisterlin und die Wahrnehmung von Juden im spätmittelalterlichen Nürnberg

Christian Scholl: Wahrnehmung und Darstellung des ›Anderen‹: Juden und Judentum in den Schriften des Dominikanermönchs Felix Fabri

David Schnur: Blicke auf Interna: Antijüdische Kommentare in seriellen Quellen des Spätmittelalters am Beispiel der Bürgermeisterbücher der Reichsstadt Frankfurt am Main

Themenfeld VI: Bilder vom Anderen

Sektion 26: Ein gemeinsamer Stammvater? Der Umgang mit der vorchristlichen Vergangenheit in volkssprachlichen und lateinischen Texten des 12. und 13. Jahrhunderts

Dagmar Schlüter: ›Et licet pagani fuissent‹. Über das Problem heidnischer Vergangenheit in osteuropäischen Chroniken des 12. und 13. Jhs.

Nathanael Busch: ›waz im was enboten und gewîssaget von den goten‹. Handlungsstrukturierung ohne Götter im ›Eneasroman‹ Heinrichs von Veldeke

Helen Imhoff: ›Der erste Heide, der ins Himmelreich kam‹: Vorchristliche Figuren in der irischen Literatur bis zum 12. Jahrhundert

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Sektion 27: Herrschaft, Religion und Minderheit

Andrea Colella: Sprach- und Kulturwandel bei der jüdischen Minderheit in Süditalien zwischen Spätantike und Frühmittelalter

Amelie Sagasser: Die Juden im Spiegel von Rechtstexten der Zeit Karls des Großen

Amira Slimane: Die Almohaden und die religiös-kulturellen Hintergründe von »Scheinkonversionen« unter den Juden

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 28: Geteilte Formeln – Urkunden zur jüdisch-christlichen Geschäftstätigkeit

Eveline Brugger: ›…hat ein hebraisch zettel dabey.‹ Zur Diplomatik jüdisch- christlicher Geschäftsurkunden

Martha Keil: ›Ich, Schalom, Sohn des vornehmen Herrn Nissim ha- Kohen…‹. Jüdische Selbstrepräsentation in spätmittelalterlichen Geschäftsurkunden

Birgit Wiedl: ›Do hiezen sie der Juden mesner ruefen.‹ Jüdisch-christliche Geschäftsurkunden als Quellen zur Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte

Themenfeld VI: Bilder vom Anderen

Silvan Wagner: Christen, Juden, Heiden – Funktionalisierung des religiös Anderen in hochmittelalterlicher Kleinepik

Birgit Kynast: De illis qui salutem non a Saluatore, sed ab eius creatura requi-runt – ›Ungläubige‹ im Dekret des Bischofs Burchard von Worms

Sonja Feldmann: Zivilisierte Christen und wilde Menschenfresser – Hans Stadens Amerika-Reisbericht von 1557

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Sektion 30: Clash of Cultures? Kulturelle Identität und politischer Konflikt im spätmittelalterlichen Ägäisraum

Lutz Rickelt: Zum Franken geworden. Zum Franken gemacht? Der Vorwurf der Frankophilie im spätbyzantinischen Binnendiskurs

Mike Carr: ›in medio Turchorum et aliarum infidelium nationum‹. Die Zaccaria auf Chios

Georg Jostkleigrewe: Konfessionelle Polemik und politische Opportunität. Die Konstantinopelpolitik Karls von Valois (1301–1313) im innerfranzösischen Diskurs

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 31: Das Wissen der Anderen und das Wissen über die Anderen

Elodie Attia: Massorah in the Middle Ages: a common knowledge among Christians and Jews?

Rabea Kohnen: ›durch den abrahamischen garten in ain landt das hieß die wusten‹ – Interreligiosität in den mittelhochdeutschen Brautwerbungserzählungen

Tunde Radek: ›vor e sü [Ungern] cristen wurdent, do hiessent sü die Hünen‹. Zur Rolle von Abstammungstheorien in der Darstellung des Ungarnbildes anhand von volkssprachigen Chroniken des Mittelalters

Themenfeld VI: Bilder vom Anderen

Sektion 32: Andersgläubige im Fokus der Kirche

Jürgen Barsch: Antisemitische Deutungen liturgischer Vollzüge und Gebräuche im Mittelalter

Iris Grötecke: Bildliche Präzisierung und christliche Aneignung Andersgläubiger im spätmittelalterlichen Kalvarienberg

Gabor Bradacs: Judentum und Antisemitismus in den Papst-Kaiser- Chroniken des Spätmittelalters

Themenfeld IV: Zusammenleben und Abgrenzung

Jörg Füllgrabe: Das Gemeinsame und das Trennende, Theoderich der Große, Karl der Große sowie Friedrich II. und ihre Rezeption bis ins hohe Mittelalter

Janez Mlinar: Osmanen ante portas

Simone Loleit: Gefangenschaft in der Fremde als inter- und intrakulturelle Herrschafts- und Beziehungsmodell

Themenfeld V: Interreligiöse Kommunikation

Sektion 34: Religiöse (Neu-)Konzeptionierung in der Begegnung mit anderen religiösen Traditionen

Gorge Hasselhoff: Die Rashi-Texte in Ramon Martís ›Pugio fidei‹

Beate Ulrike La Sala: Jehudah Halevis Islambild und dessen Bedeutung für seine Konzeption des Judentums

Knut Martin Stünkel: Sehen des Anderen. Fremde und eigene Traditionen bei Nikolaus von Kues

Themenfeld VI: Bilder vom Anderen

Sektion 35: Bedrohlichkeit und Faszination des Fremden

Norman Bade: Die christlich-abendländische Wahrnehmung vom Islam und den Muslimen im frühen und hohen Mittelalter (Mitte 8.–Mitte 11. Jh.) im Spiegel der italienischen Historiographie

Florian Schmid: Das Eigene im Anderen. Überlegungen zur Konstruktion von Identität in deutschsprachigen Texten des Mittelalters am Beispiel von ›Parzival‹, ›Der guote Gêrhart‹ und ›Walberan‹

Claudia Lauer: (Un-)heilvoll listig. Die Kunst der Intrige im Rolandslied des Pfaffen Konrad

Öffentlicher Abendvortrag

Peter Walter: Muss(te) Raimundus Lullus scheitern? Die Moglichkeiten des Religionsdialogs damals und heute

Anmerkung:
[1] Vollständiges Programm unter: <http://www.mediaevistenverband.de/wp-content/uploads/Programmheft-online180213.pdf> (05.07.2013). Dies spiegelt die Planungen wieder. Kurzfristige Änderungen konnten nicht berücksichtigt werden.

Zitation
Tagungsbericht: Abrahams Erbe. Konkurrenz, Konflikt, Koexistenz im Mittelalter, 03.03.2013 – 06.03.2013 Heidelberg, in: H-Soz-Kult, 19.07.2013, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4926>.
Redaktion
Veröffentlicht am
19.07.2013
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