Digital Classics Online 2 (2016), 3

Titel der Ausgabe 
Digital Classics Online 2 (2016), 3
Zeitschriftentitel 
Weiterer Titel 
Digital Classics

Erscheint 
dreimal jährlich
ISBN
2364-7957
Anzahl Seiten
78 S.
Preis
kostenlos

 

Kontakt

Institution
Digital Classics Online
Land
Deutschland
c/o
Sylvia Kurowsky Universität Leipzig Historisches Seminar Lehrstuhl für Alte Geschichte Redakion Digital Classics Online GWZ, Raum 4.215 Beethovenstr. 15 04107 Leipzig E-Mail: sylvia.kurowsky@uni-leipzig.de Tel: +49 341 9737077
Von
Isabell Uta

Nach dem Themenheft zur digitalen Papyrologie unter Federführung von Prof. Reinhold Scholl ist das dritte Heft des Jahrgangs 2016 wieder ein sog. freies Heft, das Beiträge aus verschiedenen Bereichen der digitalen Altertumswissenschaften umfasst. Verantwortliche Herausgeberin ist Prof. Charlotte Schubert.

Inhaltsverzeichnis

CONTENT

Editorial:

Charlotte Schubert, In eigener Sache: Open Access (S. 1–4):
Charlotte Schubert greift in ihrem Editorial die aktuelle Diskussion über Open Access in Deutschland auf, die zur Zeit in nie gekannter Schärfe geführt wird: Da DCO sich dezidiert als wissenschaftliches Open Access Journal versteht, soll das Editorial diesmal einer kurzen Positionsbestimmung mit einem Kommentar zur derzeitigen Diskussion in Deutschland gewidmet sein, die sich speziell auf die Interessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezieht.

Artikel:

_Gary S. Schaal / Kelly Lancaster, Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte?
Visualisierungen in den Digital Humanities (S. 5–22):_
Gary S. Schaal und Kelly Lancaster befassen sich in ihrem Beitrag mit computergenerierten Visualisierungen, denen eine hohe wissenschaftliche Bedeutung bei der Exploration und Interpretation von Daten – insbesondere im Kontext von Big Data – in den Digital Humanities zugeschrieben wird. Das Erkenntnispotenzial von Visualisierungen kann valide ausgeschöpft werden, wenn eine grundlagentheoretische Fundierung erfolgt. Für die Digital Humanities liegt derzeit weder eine grundlagentheoretische Fundierung noch eine Best Practice für die (hermeneutische) Interpretation algorithmisch generierter Visualisierungen vor. Der Aufsatz adressiert diese Forschungslücke. Konkreter fragt er, ob – und wenn ja: inwieweit – Ansätze zur hermeneutischen Interpretation computergenerierter Visualisierungen, die für die Naturwissenschaften entwickelt wurden, auch für die Geisteswissenschaften anwendbar sind. Referenzpunkt für die Beantwortung der Fragestellung ist Don Ihdes Theorie der Postphänomenologie, die eine Epistemologie und visuelle Hermeneutik für Visualisierungen anbietet, die sich jedoch explizit auf die Naturwissenschaften bezieht.

Kirsten Jahn, The TLRR II-Project – Providing a Digital Infrastructure to Research Roman Republican Trials (S. 23–32):
Das Projekt Trials in the Late Roman Republic II (TLRR II) zielt auf die Sammlung, Strukturierung und Analyse von Informationen zu römischen Gerichtsprozessen in einer XML-Datenbank ab. M. Alexander publizierte das Buch “Trials in the Late Roman Republic, 149 BC to 50 BC” (TLRR I) im Jahre 1990 und initiierte damit das laufende Projekt, das Prozesse in der römischen Republik offen zugänglich und digital aufbereitet den Nutzern zur Verfügung stellt. Für jeden einzelnen Fall ist eine kurze Beschreibung, eine klare Trennung von Vermutungen und Fakten sowie eine aktualisierte Bibliographie vorhanden. Somit kann diese Open Access-Datenbank als Referenz- und Ausgangspunkt für Forschungen im Bereich der römischen Republik genutzt werden

Marcel Mernitz, The Digital Hill Project – Sources on the Revolt of Samos (S. 33–56):
Marcel Mernitz stellt die Arbeiten vor, die im Zuge des "Digital Hill Project" am Alexander von Humboldt Lehrstuhl für Digitale Geisteswissenschaften an der Universität Leipzig verrichtet wurden. Nach einer kurzen Einleitung, in der das Buch, auf dem die Arbeiten basieren und das Arrangement des Beispielkapitels innerhalb des Buchs vorgestellt werden, folgen die Ziele des Projekts. Diese Ziele sind das Erstellen von TEI EpiDoc kompatiblen XML Dateien, der Produktion von sogenannten treebank Annotationen und Textgegenüberstellungen sowie die Darstellung dieser Ergebnisse in einer Website. Die Kapitel über die Annotationen und die Gegenüberstellungen präsentieren das Arbeiten mit den Nutzeroberflächen der Programme Arethusa und Alpheios in der Perseids Plattform. Da Nutzer mit der Website interagieren können, wurden verschiedene JQuery Skripte geschrieben. Diese werden im letzten Kapitel vorgestellt. Dort werden zusätzlich Probleme bei der Erstellung der EpiDoc Dateien vorgestellt und deren Lösung beschrieben.

Anjalie Field, An Automated Approach to Syntax-based Analysis of Classical Latin (S. 57–78):
Anjalie Field stellt in ihrem Beitrag eine automatisierte Methode zur digitalen Textanalyse von Stil und Autorschaft in lateinischen Texten vor. Der Fokus liegt dabei auf der Suche nach syntaktischen Konstruktionen, speziell Ablativi Absoluti und Cum-Sätzen. Hierzu wurden die 8 Bücher von Caesars De Bello Gallico im Hinblick auf den Einsatz dieser Satzkonstruktionen untersucht und ein deutlicher Unterschied im Verhältnis der ersten 7 Bücher zum 8. Buch aufgezeigt, was auf stilistische Unterschiede und damit Unterschiede in der Autorschaft schließen lässt.

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