Medizin und Nationalsozialismus. Stand und Perspektiven medizinhistorischer Forschung

Medizin und Nationalsozialismus. Stand und Perspektiven medizinhistorischer Forschung

Organisatoren
Fachverband Medizingeschichte e. V.; Christian Sammer, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Fand statt
In Präsenz
Vom - Bis
09.02.2024 - 09.02.2024
Von
Natalie Rath / Pascal Hopfendorf, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Beschäftigung mit der Geschichte der Medizin zur Zeit des Nationalsozialismus kann längst auf ihre eigene vielschichtige Vergangenheit zurückblicken. Insbesondere in den letzten vierzig Jahren hat sich dieser Forschungsbereich zu einem – wenn nicht gar dem – zentralen Anliegen des Fachs der Medizingeschichte entwickelt und im Zuge dessen den Wissensstand wie auch die Methoden auf ein beachtliches Niveau angehoben. Nicht zuletzt mit Blick auf die Neuregelung der Approbationsordnung für Ärzt:innen lässt sich darüber hinaus feststellen, dass die NS-Medizin auch in der Lehre auf der höchsten Relevanzstufe anzusiedeln ist. Die Tagung des Fachverbands Medizingeschichte e. V. nahm diese Beobachtungen zum Anlass, um Stand und Perspektiven der Forschung mit besonderem Augenmerk auf deren Verwendung in der Lehrpraxis zu thematisieren. Dazu kamen etwa 100 Teilnehmende in der Hörsaalruine der Berliner Charité zusammen, um sich ihre individuellen Erfahrungen und Ergebnisse gegenseitig zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.

In ihrer Begrüßung wies KAREN NOLTE (Heidelberg) auf die zentrale Bedeutung der NS-Geschichte für die medizinhistorische Forschung und Lehre hin, was aktuell sowohl vonseiten des Gesetzgebers berücksichtigt zu werden scheint als auch von einer für soziale Ungleichheiten sensibilisierten Studierendenschaft eingefordert wird. Medizin und (ihre) Diskriminierung seien im Kontext des professionellen Handelns zu reflektieren, mit ethischen Fragestellungen in der gegenwärtigen Lehre zu verknüpfen und gleichzeitig historisch spezifisch aufzuarbeiten. Hier nannte sie nicht zuletzt die longue durée der antisemitischen Zuschreibungen von Krankheiten, die moralischen Entgrenzungen während des Nationalsozialismus und die Frage nach dem vermeintlichen Ausnahmecharakter der Täter:innen. Die NS-Medizin sei dabei aber nicht von der Medizin abzuspalten. Eine historisch geschlossene und in Zeit und Kontext eigentümliche NS-Medizin habe es schlichtweg nicht gegeben.

FELIX KLEIN (Berlin) führte in seinem Vortrag in die Aufgaben als Bundesbeauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus ein. Er betonte die Wichtigkeit des Kampfes gegen Antisemitismus, da dieser als Angriff auf die Demokratie und die Gesellschaft im Gesamten bewertet werden müsse. Im besonderen Fokus stand das strategische Vorgehen der Bundesregierung gegen Antisemitismus. Dieses könne in einem bundesweiten Maßnahmenkatalog in fünf Felder unterteilt werden: 1) Monitoring des Antisemitismus in der Gesellschaft 2) Bildung als Antisemitismusprävention 3) Erinnerungskultur als Garant für Empathie-Entwicklung 4) Repressionen gegen Antisemitismus 5) Sichtbarmachung des jüdischen Lebens. Insofern sei, so betonte Klein, die Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus für heutige und zukünftige Ärzt:innen wichtiger Bestandteil in mehreren Feldern antisemitismuspräventiver Bildungs- sowie öffentlicher Erinnerungsarbeit.

VOLKER ROELCKE (Gießen) legte dar, dass die komplexe historische Evidenz diversen hartnäckigen Mythen und Narrativen über die NS-Zeit – sowohl aus der Sphäre der Täter:innen als auch aus derjenigen der Opfer – entgegenstehe. So sei es beispielsweise widerlegbar, dass Medizinverbrechen nur von wenigen isolierten ‚Irren‘ begangen worden seien, die Programme verfolgt hätten, welche den zeitgenössischen medizinisch-wissenschaftlichen Standards fern waren. Aus den Ergebnissen der Lancet Commission sei die dringliche Empfehlung abgeleitet worden, die NS-Medizin fest in den Curricula der medizinischen Aus- und Weiterbildung zu integrieren, um eine „history informed professional identity formation“ und damit Reflexionen und Schlussfolgerungen für die Medizin von heute und morgen zu fördern.

Das erste Panel hatte verschiedene Praxisbeispiele aus der Lehre zum Thema. MAIKE ROTZOLL (Marburg) thematisierte die Chancen und Herausforderungen von Exkursionen in der Lehre für Medizinstudierende am Beispiel der Gedenkstätte Hadamar. Sie stellte heraus, dass die (un)ausgesprochene Erwartung an historische Orte ein unmittelbarer Zugang zur Geschichte sei. Allerdings sei die erhoffte Authentizität von solchen geschichtsträchtigen Orten nur begrenzt erreichbar. Auch wenn die Teilnehmer:innen die Geschichte am jeweiligen Standort nicht wortwörtlich erleben könnten, könne diese durch eine Exkursion an solchen Orten greifbarer gemacht werden. Das Vor-Ort-Sein fördere dabei das Verständnis für die damalige und heutige gesellschaftliche Einbettung der jeweiligen Geschichte. Eine gute Vor- und Nachbereitung sei in diesem Kontext unabdingbar, um Emotionalisierungen vorzubeugen oder diese aufzufangen. FRITZ DROSS (Erlangen) präsentierte das Studierendenprojekt eines Audioguides über die Erlanger Heil- und Pflegeanstalt sowie Unikliniken im Nationalsozialismus. Dieser Audioguide solle die Authentizität und Nachbarschaft von medizinischen Verbrechen in der NS-Zeit sichtbar machen und so einer Anonymisierung und Ignoranz der Verbrechen im eigenen geographischen Umfeld entgegenwirken. Die Vorteile eines Audioguides in der Lehre betonte Dross auf mehreren Ebenen: Eine Lehrveranstaltung sei attraktiver, wenn ein bleibendes Produkt entstehe. Zusätzlich könne das Endprodukt als Unterrichtsmaterial und auch in der interdisziplinären Lehre bei Geschichts- und Medizinstudierenden genutzt werden. Inwiefern der Stadtrundgang gegen eine Anonymisierung und Ignoranz wirke, könne zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht festgestellt werden, da die Benutzer:innenzahlen noch niedrig seien. Der Panelbeitrag von NADINE METZGER (Erlangen) behandelte das Genre der fiktionalen Literatur als mögliches Lehrmaterial. Dafür stellte sie den Jugendroman „Auf Wiedersehen in Tübingen“ (1943) von Lisa Heiss vor. Jugendbücher seien als vertraute Textgattung besonders gut als Lehrmaterial geeignet, da sie zunächst als ‚harmlos‘ bewertet würden. Der vorgestellte Roman zeichne sich allerdings durch eine steigernde Manipulation der Leser:innen im Sinne der NS-Ideologie aus. Mit Hilfe individueller Erfahrungen mit fiktionaler Literatur könnten die Studierenden unterschiedliche Kompetenzen entwickeln – so zum Beispiel historische Quellen in Hinblick auf ihren Kontext zu kritisieren sowie Propagandaabsichten und -wirkungen zu verstehen. SABINE SCHLEGELMILCH (Würzburg) legte den Fokus auf die Fähigkeit der Studierenden, sich kritisch mit medizinischen Abbildungen auseinanderzusetzen. Sie betonte, dass Studierende medizinische Bilder meist unkritisch als eine Wahrheitsdarstellung bewerten würden. Bei der Analyse von Bildbeispielen wies sie auf die visuelle Pathologisierung durch Kleidung gegenüber der Darstellung des Geheilt-Seins als Normalität hin. Einen besonderen Schwerpunkt legte sie auf Bildtraditionen, die nicht isoliert auf die NS-Zeit zu betrachten seien. Schlegelmilch kritisierte, dass einige von der nationalsozialistischen Ideologie geprägten medizinischen Abbildungen auch bis in die Gegenwart unzensiert und nicht anonymisiert, beispielsweise im Pschyrembel, verwendet werden. Dadurch werde bis heute der medizinische Täterblick unreflektiert weitergeführt. Abgeschlossen wurde das Panel mit einem zusammenfassenden Kommentar von MATTHIS KRISCHEL (Düsseldorf). In diesem thematisierte er die problematische Dichte der neuen Approbationsordnung, welche zu weniger Möglichkeiten für Wahl-Veranstaltungen und Exkursionen auf Seiten der Studierenden führe. Die anschließende Diskussion fokussiert auf den hohen zusätzlichen Arbeitsaufwand der Dozierenden bei den vorgestellten unterschiedlichen Praxisbeispielen.

Eine andere Entwicklung medizinhistorischer Lehre betonte MATHIAS SCHÜTZ (München) kritisch: Er konstatierte eine Parallelität von Ethik und Geschichte mit oftmals konflikthaften Berührungspunkten – insbesondere im Bereich der NS-Medizin. Viele Translationsbemühungen seien in der „Ethisierung“ der Lehre im Querschnittsbereich von Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin auf Kosten historischer Situierung gegangen: Medizin im Nationalsozialismus werde oftmals als Emblem medizinischer Grenzüberschreitung und der Notwendigkeit ihrer ethisch motivierten Begrenzung verwendet. Dadurch werde letzten Endes auch die Glaubwürdigkeit der Medizinethik selbst riskiert. FLORIAN BRUNS (Dresden) thematisierte anschließend, dass die zunehmend heterogenere Hörerschaft – ohne generationelle Anbindung zur Geschichte des Nationalsozialismus – mit ihren neuen Ansprüchen und Bedürfnissen sowie dem damit einhergehenden schwindenden Aufarbeitungsimpuls eine kritische Hinterfragung sämtlicher Grundprämissen der Lehrenden erfordere. Wünsche nach Trigger-Warnungen, ein schwindendes Verantwortungsgefühl und eine Abneigung gegen Ambivalenzen beleuchtete er im Zuge dessen exemplarisch und thematisierte dabei nicht nur Lösungsansätze, sondern auch Probleme. Das nicht zu simplifizierende „historische Grau“ sei beispielsweise eine zentrale Kompetenz des historischen Spurenlesens, auch wenn es den neuen Wünschen nach Klarheit und Eindeutigkeit entgegenstehe.

Auf die ‚nicht-ärztlichen‘ Gesundheitsberufe konzentrierte sich PIERRE PFÜTSCH (Stuttgart). Dabei wägte er Vor- und Nachteile des Terminus kritisch ab und führte aus, dass dieser unter anderem Hebammen, Masseur:innen, Krankengymnast:innen und medizinisch-technische Assistent:innen umfasse und vor allem auf deren Abgrenzungsbemühungen von Ärzt:innen abziele. Mit dem Wunsch nach einer Perspektiverweiterung in der Medizingeschichte wies Pfütsch auf die hohe Zahl an offenen Forschungsfragen in der Geschichte der ‚nicht-ärztlichen‘ Gesundheitsberufe und die Relevanz der Felder sowie damit auch der Geschichte in der Ausbildung der Medizinstudierenden hinsichtlich interprofessioneller Zusammenarbeit hin. Er widerlegte auf Basis des Forschungsstandes das Narrativ, dass Personen aus den ‚nicht-ärztlichen‘ Gesundheitsberufen im Nationalsozialismus keine Handlungsspielräume gehabt hätten und vollständig abhängig von Vorgesetzten gewesen seien. Einen besonderen Fokus legte er auf das offenen Forschungsfeld der Krankengymnast:innen im Nationalsozialismus. Er unterstrich die Möglichkeit lokaler Lehrprojekte in diesem Bereich durch die institutionelle Anbindung der Krankengymnastik an Unikliniken. In der nachfolgenden Diskussion wurde die Bedeutung der Unabhängigkeit der Gesundheitsberufe und Pflegegeschichte von der Medizin und Medizingeschichte betont.

Sammlungsbestände aus Unrechtskontexten waren der Fokus von PHILIPP OSTEN (Hamburg), der eine eigene Erfahrung mit Humain Remains aus der Kolonialzeit teilte. Er legte den Fokus darauf, dass bereits seit Ende der 1980er-Jahre die Kultusministerkonferenz gefordert hatte, Humain Remains von NS-Opfern ungeklärter Herkunft aus den anatomischen Sammlungen zu entfernen und würdig zu bestatten. Allerdings leiste die Hamburger Anatomie bis heute Widerstand gegen die Aufarbeitung ihrer Sammlungsbestände aus Unrechtskontexten und die damit verbundene Rehumanisierung entsprechender Human Remains. Unterstützt werde dieser Widerstand durch das Deutsche Zentrum für Kulturverluste, welches laut Osten eine Provienzforschung bei Humain Remains im Uni-Klinikum Hamburg nicht für nötig halte.

Im letzten Panel ging es um zeithistorische Aufarbeitungsprojekte. Das Forschungsprojekt zur NS-Vergangenheit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, so HANS-GEORG HOFER (Münster), habe sich eine Diversifizierung von Forschungs- und Erinnerungsarbeit zum Ziel gesetzt, bei der diese beiden Aspekte Hand in Hand gingen. Individuelle Biografien, Ansätze aktiver Erinnerungskultur und Selbstreflexion sowie bislang kaum beachtete Facetten und Perspektiven sollten dabei zusätzlich zu den Ergebnissen ‚klassischer‘ Aufarbeitungsarbeit durch den Einsatz digitaler Formate, wie der Website „Gedenken und Erinnern“, sichtbar gemacht werden. Solche Medien seien darüber hinaus als dezentrales, niederschwelliges ‚living document‘ sehr gut für den Einsatz in der Lehre geeignet. MAIKE ROTZOLL (Marburg) beobachtete in der Aufarbeitungs-Geschichte der Psychiatrie unter anderem eine Vielzahl dezentraler Projekte und Maßnahmen, bevor die Fachgesellschaft sich der Aufgabe spät, aber intensiv gewidmet habe. Insbesondere hob sie den Erfolg der Wanderausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet“ aus dem Jahr 2014 hervor. Obwohl die Gesellschaft für weitere Veranstaltungen zu diesem Themenkomplex offen sei, betrachte diese die Aufarbeitung als abgeschlossen. Rotzoll endete mit dem Wunsch, diese Inhalte in der psychiatrischen Weiterbildung zu integrieren. Einen schlaglichtartigen Bericht aus dem Projekt zur Aufarbeitung der NS-Zeit in der Zahnmedizin lieferte MATTHIS KRISCHEL (Düsseldorf) anhand einzelner Biografien, die exemplarisch unterschiedliche Verhaltensmuster sowie die oftmals bagatellisierte Einbindung der Zahnmedizin in die nationalsozialistische Rassen-, Gesundheits- und Bevölkerungspolitik aufzeigen sollten. Fragen wie solche nach der Rolle des Nationalsozialismus in der zahnärztlichen Ausbildung, der Erinnerung an verfolgte Kolleg:innen und der Problematisierung einzelner Figuren seien mit diesem Zugang behandelbar. Außerdem sei ein Zusammenspiel von regionalen und überregionalen Projekten wünschenswert. DOMINIK GROß (Aachen) hielt aus den Ergebnissen eines ersten Aufarbeitungs-Projekts zur Deutschen Gesellschaft für Pathologie unter anderem fest, dass deren NS-Vergangenheit auch über Kriegsende hinaus eine wichtige Rolle spielte, da zum Beispiel Wiedergutmachungsansprüche emigrierter jüdischer Kolleg:innen konterkarierte worden seien. Ein weiteres vorgestelltes Projekt versuchte ein Profiling verfolgter Patholog:innen, das in der Erstellung eines Gedenkbuchs mündete. Groß stellte Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Verfolgten heraus und betonte dabei besonders die Tatsachen, dass unter 100 Personen nur sechs Wiedergutmachungsverfahren und keine einzige Remigration nachweisbar seien. HEINER FANGERAU (Düsseldorf) resümierte für die vorgestellten Aufarbeitungsprojekte, dass der Fokus auf die Rolle der Fachgesellschaften zwar stets zentral, aber auch ambivalent sei. Daher plädierte er für eine stetige Reflexion möglicher Konflikte und Probleme einer solchen interessengeleiteten Auftragsforschung – wie etwa Fragen nach dem Erfolg solcher Projekte, nach Konkurrenzen zwischen Gesellschaften oder nach der Unterbelichtung von Nicht-Mitgliedern und der internationalen Dimension. Fangerau endete mit der Beobachtung, dass Aufarbeitung nicht Abarbeitung bedeute und man fortwährend neue Themen sowie Formate der Forschung und Vermittlung in den Blick nehmen müsse.

Vervollständigt wurde die Tagung durch eine Zusammenführung der unterschiedlichen referierten Thematiken von KAREN NOLTE (Heidelberg). Sie betonte die Bedeutung der fachlichen Selbstreflexion und den Zusammenhang zwischen Medizingeschichte und -ethik. Ferner sollten die historischen Aufarbeitungen der verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen auch in die medizinische Lehre eingebracht werden, damit sich Studierende mit der Geschichte der eigenen Fachdisziplin beschäftigen. Nolte schloss das Round-up mit dem Wunsch, dass diese Tagung nur der Auftakt für weitere Veranstaltungen seien möge, an denen einzelne Themenkomplexe in Forschung und Lehre beleuchtet werden.

Die Tagung stieß eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem komplexen Wechselspiel von Nationalsozialismus und Medizin in den Curricula und der Lehre des Medizinstudiums wie auch in der Forschung an. Ein besonderer Gewinn lag in der Thematisierung von Herausforderungen und Desiderata sowie in der Inspiration durch Vorstellungen möglicher Lehrformate. Aus der kleinteiligen Forschungsarbeit herauszutreten und sich gemeinsam über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Feldes auszutauschen, hat sich als sehr fruchtbar erwiesen und sollte zukünftig auch in ähnlichen Formaten realisiert werden.

Konferenzübersicht:

Karen Nolte (Heidelberg): Begrüßung durch die Vorsitzende des Fachverbands Medizingeschichte

Felix Klein (Berlin): Aufgaben, Interessen und Arbeit des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

Volker Roelcke (Gießen): Geschichte – Gegenwart – Zukunft: Programm und zentrale Inhalte des Lancet Report on Medicine, Nazism, and the Holocaust: Historical Evidence, Implications for Today, Teachings for Tomorrow

Panel: Vermittlung der NS-Medizingeschichte – Praxisbeispiele aus der Lehre

Panelbeitrag: Fritz Dross (Erlangen) / Matthis Krischel (Düsseldorf): Einleitung
Panelbeitrag: Maike Rotzoll (Marburg): Der „authentische Ort“. Exkursionen zu Orten von Medizinverbrechen
Panelbeitrag: Fritz Dross (Erlangen): Lehrprojekt „Audioguide zum Krankenmord in Erlangen“
Panelbeitrag: Nadine Metzger (Erlangen): Der NS und ich – fiktionale Literatur
Panelbeitrag: Sabine Schlegelmilch (Würzburg): Bildgedächtnis der Rassenhygiene
Panelbeitrag: Matthis Krischel (Düsseldorf): Kommentar

Florian Bruns (Dresden) / Mathias Schütz (München): NS-Medizin und ihre Bedeutung für den Unterricht in Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE)

Pierre Pfütsch (Stuttgart): Geschichte „nicht-ärztlicher“ Gesundheitsberufe im Nationalsozialismus und ihre Relevanz für die Medizingeschichte

Philipp Osten (Hamburg): Menschliche Sammlungsbestände aus Unrechtskontexten

Panel: Aufarbeitungsprojekte – Stand und Perspektiven

Panelbeitrag: Hans-Georg Hofer (Münster): Innere Medizin
Panelbeitrag: Maike Rotzoll (Marburg): Psychiatrie
Panelbeitrag: Matthis Krischel (Düsseldorf): Zahnmedizin
Panelbeitrag: Dominik Groß (Aachen): Pathologie
Panelbeitrag: Heiner Fangerau (Düsseldorf): Kommentar

Karen Nolte: Round-up