Jalta 3 (2019), 6

Titel der Ausgabe 
Jalta 3 (2019), 6
Weiterer Titel 
Ver/un/einigung

Erschienen
Berlin 2019: Neofelis Verlag
Erscheint 
halbjährlich im Frühjahr und im Herbst
ISBN
978-3-95808-223-6
Anzahl Seiten
156 S.
Preis
16 €

 

Kontakt

Institution
Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart
Land
Deutschland
c/o
Neofelis Verlag, Kuglerstr. 59, 10439 Berlin Kontakt: jalta@neofelis-verlag.de <mailto:jalta@neofelis-verlag.de> Vertrieb / Abo: vertrieb@neofelis-verlag.de <mailto:vertrieb@neofelis-verlag.de>
Von
Naumann, Matthias

Der 9. November 1989 gilt als Wendepunkt der deutschen Geschichte, der im dominanzgesellschaftlichen Diskurs als eine Geschichte der ‚Wiedervereinigung‘ der Deutschen mit den Deutschen erzählt wird. Viele Jüd/innen sowie Menschen mit Migrationsgeschichten kommen in dieser Erzählung nicht vor. Ihre Perspektiven, Befürchtungen und Zukunftsvisionen wurden und werden überschrieben.

Für die jüdische Gemeinschaft markiert der Zerfall der Sowjetunion einen weiteren Wendepunkt: Rund 200.000 Jüd/innen aus der Sowjetunion wanderten zunächst in die DDR und wenig später in die BRD ein. In der sechsten Ausgabe von Jalta sind streitbare Positionen zur Vereinigung versammelt, die den Widersprüchen der deutsch-deutschen Einheit nachspüren und Kontroversen sichtbar machen.

Inhaltsverzeichnis

1 / א (NACH) JALTA

Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR
Anetta Kahane

Claim your space
Warum (feministisches) Empowerment in die Gemeinde gehört
Laura Cazés

„Ein Gespenst geht um im vereinten Deutschland“
Ralph Giordano und die rechte Gewalt der frühen 1990er Jahre
Cornelia Siebeck

Texte als Fundstücke
Marion Kahnemann

2 / ב VER/UN/EINIGUNG

„Freiheit ist der größte Wert, den man für sich selbst, aber auch für andere Menschen erkämpfen und erarbeiten möchte.“
Interview mit Michel Friedman geführt von Hannah Peaceman

Conflicted Copies, Wut und filmische Auseinandersetzungen mit migrantischen Perspektiven auf den ‚Mauerfall‘
Lea Wohl von Haselberg

Wehrhahnlinien
Ina Holev

„Es ist in den jüdischen Köpfen eine komplizierte Situation gewesen: Gestaltet man die DDR-Zeit mit oder stellt man sich dagegen?“
Interview mit Reinhard Schramm geführt von Hannah Peaceman

Some dance to remember, some dance to forget
Eine Reisereportage
Kathrin Krahl / Stefanie Busch

Meine ostdeutsche Wut: Gegenrede zu einer aktuellen Debatte
Angelika Nguyen

Doppelt (heraus)gefordert
Jana Scheuring / Bianca Ely

Staaten leuchten nicht
Eine Begegnung
Sabrina Hohmann (Text) / Sabine Heinrich (Bilder)

Angst und Herbst
Stella Leder

3 / ג JUDEN UND ...

Der Judenhut
Ein Bilderessay
Naomi Lubrich

ד / 4 VERGESSEN, ÜBERSEHEN, VERDRÄNGT, AUFGEFALLEN

Karl Ferdinand Finus (1900–1973)
Landwirt, Tierschützer, Schächtgegner, Antisemit
Andreas Brämer

Bizarrerien
Daniela Dröscher / Marc Baus- back / Leonard Neumann

Grenzen
Ein israelisches Provisorium Micha Brumlik

Schattensammeln
Zur Entstehung eines Wandgemäldes in Eden, Oranienburg
Nina Prader

5 / ה STREITBARES

Nie aufgeklärt und fast vergessen
Der Anschlag auf die Israelitische Kultusgemeinde München im Februar 1970
Olaf Kistenmacher

Es ist wie ein Wechselfieber
Ein Gespräch mit Micha Brumlik und Fabian Wolff über den Roman Stella und andere erinnerungskulturelle Debatten im Himmel
Lea Wohl von Haselberg

Von (m)einer Familie und Freund/innen, Wurzeln und Flügeln
Dani Kranz

Autor/innen

Abbildungsverzeichnis
Impressum

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