Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 48 (2022)

Titel der Ausgabe 
Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 48 (2022)

Anzahl Seiten
261 S.
Preis
€ 40

 

Kontakt allgemein

Land
Deutschland
PLZ
56068
Ort
Koblenz
Straße
Karmeliterstr. 1/3
Von
Andrea Grosche-Bulla, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Landesarchivverwaltung RLP/Landeshauptarchiv Koblenz

Editorial

Mit dem Jahrgang 48, 2022, des „Jahrbuchs für westdeutsche Landesgeschichte“ legen die Landesarchivverwaltungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland nunmehr die zweite Ausgabe im neuen Format vor.

Eine inhaltliche wie auch optische Neuausrichtung war seit langem Desiderat; mit dem neuen Erscheinungsbild und einer konzeptionellen Überarbeitung wird diesem Umstand Rechnung getragen.

1975 erstmals erschienen, ist das „Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte“ das überregionale Publikationsorgan für alle Bereiche der Landesgeschichte im Raum Mittelrhein-Mosel-Saar und damit in etwa im Gebiet der heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland. Darüber hinaus versteht sich das Jahrbuch, unter angemessener Berücksichtigung der territorialen Gegebenheiten früherer Zeiten, schon immer als Forum der Kommunikation und des Austauschs landesgeschichtlicher Forschung auch jenseits der Westgrenze und nimmt damit auch die lothringische und luxemburgische Landesgeschichte in den Blick.

Sich der Ursprünge zu besinnen, spielte bei den Überlegungen zur Neukonzeption ebenso eine Rolle, wie neue Themenfelder zu erschließen. Unterstützt wird die Redaktion bei diesem Unterfangen von einer Schriftleitung, bestehend aus engagierten Landeshistorikerinnen und -historikern der Universitäten Mainz, Trier, Saarbrücken und Luxemburg, die in die entsprechenden Netzwerke eingebunden sind, um zusätzlich geeignete wissenschaftliche Beiträge für das Jahrbuch zu akquirieren. Davon profitiert bereits der aktuelle Band, wie das breite und vielfältige Themenspektrum zeigt.

Mit Unterstützung des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz konnte zudem die Digitalisierung des Jahrbuchs eingeleitet werden, die nach und nach die Nutzungsmöglichkeiten der bisher ausschließlich analog erschienenen Artikel verbessern wird.

Vor dem Hintergrund immer knapper werdender Ressourcen ist die Synergien erzeugende Zusammenarbeit mit anderen landesgeschichtlichen Institutionen – neben der erfolgten Profilschärfung – wesentlich für den Fortbestand des Jahrbuchs als einschlägige landesgeschichtliche Zeitschrift, davon sind die Herausgeber überzeugt. Ihr Dank gilt allen, die an dem vorliegenden Band mitgewirkt haben, dem eine interessierte Leserschaft zu wünschen ist.

Inhaltsverzeichnis

Artikel und Berichte

Elsbeth Andre: Editorial (S. 7)

Eduard Sebald: Die Kaiser oder doch „nur“ Balduin von Luxemburg? Überlegungen zur Stadtbaugeschichte Oberwesels (S. 9–25)

Felix Maskow: „Seine lieben Heimlichen und Getreuen“? Die Beziehungen der Ministerialen von Rüdesheim im Rheingau zum Mainzer Erzbischof im Hoch- und Spätmittelalter (S. 27–60)

Karl Solchenbach: Ein Blick zurück ins 16. Jahrhundert – Die erste Kartierung des Erzstifts Trier durch Arnold Mercator (S. 61–84)

Ingeborg Scholz: Das Kochbuch von Burg Namedy und seine Position im Wandel von Koch- und Würzgewohnheiten in der Frühen Neuzeit (S. 85–113)

Katharina Kreuzarek: Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz. Die Entwicklungen von 1870/1871 bis heute an ausgewählten Beispielen aus Rheinland-Pfalz (S. 115–134)

Jens Friedhoff: Nichts als eine zusammengestürzte Ruinenmasse? Die Burgruine Sayn im Kontext der Wiederentdeckung mittelalterlicher Burgen des Mittelrheingebiets im 19. Jh. (S. 135–157)

Pia Nordblom: "Doing a soldier's job on the soil of the enemy": Besatzungsherrschaften und ihre Perzeptionen an Rhein und Mosel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (S. 159–173)

Christof Krieger: Winzernot und nationalsozialistische Weinmarktregelung. Der Weinbau an Mosel, Saar und Ruwer im organisatorischen Gefüge des "Reichsnährstands" (1933–1934) (S. 175–214)

Julia Tilentzidis: „Bloß weil ich ein Besatzungskind war!“ – Alltag und Erbe der "Volksgemeinschaft" im Spiegel des „Rheinlandbastards“ Erwin Rieger (S. 215–235)

Michael Röhrig: Krisenhafter Strukturwandel in den monostrukturellen Industriestädten Völklingen und Rüsselsheim in den 1960er bis 1990er Jahren (S. 237–260)

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