Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte 3 (2018), 10

Titel
Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte 3 (2018), 10.


Hrsg. v.
Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg (Redaktion: Anita Placenti-Grau, Alexander Kraus, Aleksandar Nedelkovski)
Heft(e)
10
Erschienen
Wolfsburg 2018: Selbstverlag
Umfang
16 S.
Preis
kostenlos
Herausgeber d. Zeitschrift
Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg (Redaktion: Anita Placenti-Grau, Alexander Kraus, Aleksandar Nedelkovski)
Erscheinungsweise
einmal im Quartal (Mai, August, November, Februar)
Kontakt
Stadt Wolfsburg, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Goethestraße 10a, 38440 Wolfsburg, E-Mail: <izs-stadtarchiv@stadt.wolfsburg.de> / <alexander.kraus@stadt.wolfsburg.de>

Kunstvereine haben sich in den letzten Jahren, so heißt es auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine, zum „Produktionslabor der zeitgenössischen Kunst entwickelt“. Sie seien das „bürgerschaftliche Rückgrat der Gegenwartskunst“ und führen darüber hinaus „neue Besucherschichten an die Bildende Kunst heran“. Doch für Ausstellungen, Vermittlungsangebote, Vorträge und Künstlergespräche bedarf es eines Orts. Kein Labor ohne Raum. Nicht hoch genug kann daher der 1968 erfolgte Bezug der neuen, ersten eigenen Räume des Kunstvereins Wolfsburg im Renaissancegebäude des Schloss’ Wolfsburg für die weitere Geschichte des Vereins eingeschätzt werden. Der Umzug in das repräsentative Gebäude war zugleich auch ein starkes Zeichen der Stadt: Sie setzte auf die junge Kunst, definierte sich über sie. Als die neuen Räumlichkeiten vor fünfzig Jahren am 22. Juni 1968 mit der Ausstellung Ornamentale Tendenzen in der zeitgenössischen Malerei feierlich eröffnet wurden, war denn auch alles, was Rang und Namen hatte, vor Ort. Justin Hoffmann, der Leiter des Kunstvereins Wolfsburg, nimmt uns in seinem Artikel mit in die Ausstellung, erläutert deren Entstehungskontexte und stellt einzelne Künstler und deren Bedeutung vor. Natürlich – fast möchte ich schreiben: wie könnte es anders sein – war auch Robert Lebeck bei der Ausstellungseröffnung zugegen. Seine Fotografien der Vernissage, die wir Hoffmanns Artikel zur Seite gestellt haben, wurden nie zuvor gezeigt.

Dass sich manche Perspektive eines Fotografen auf die Stadt Wolfsburg an die Aufnahmen Heinrich Heidersbergers anlehnt, ist wenig verwunderlich. Umso verblüffender ist, was Bernd Rodrian in seiner visuellen Analyse aufzuzeigen vermag: Zwar scheinen manche Aufnahmen, wie beispielsweise die berühmte Fotografie Heidersbergers, die den unverbauten Blick über die Porschestraße auf das Schloss Wolfsburg zeigt, auch Lebeck bekannt gewesen zu sein, doch haben sich beide Fotografen andere Motive ganz offenbar unabhängig voneinander erschlossen – und fast identisch fotografiert.

Auch Axel Bosse führt uns mit seinem Text zurück in das Jahr 1968. Er erinnert an den alles andere als reibungslosen Start des Wolfsburg Kollegs, das seit seiner Gründung zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zum Abitur eröffnete. Auch das Interview, das Michael Siems mit Lorenzo Annese geführt hat, dem ersten ausländischen Betriebsratsmitglied der Bundesrepublik, führt uns zurück in die bewegten 1960er Jahre in Wolfsburg: Migrationsgeschichte aus erster Hand.

INHALTSVERZEICHNIS

Justin Hoffmann
Der Start des Kunstvereins Wolfsburg im Schloss Wolfsburg
S. 1–3

Bernd Rodrian
Zitatebenen. Wie Heinrich Heidersberger den Blick auf Wolfsburg prägte
S. 4–5

Alexander Kraus
Eine Vernissage als Visitenkarte Wolfsburgs (AdM 7/2018)
S. 5

Axel Bosse
"Alles was wir wollten war Bildung." 50 Jahre Wolfsburg Kolleg
S. 6

Alexander Kraus
Fotografischer Augenzeuge. Eine Ausstellung Robert Lebecks in der Städtischen Galerie Wolfsburg (AdM 5/2018)
S. 7

Ali Altschaffel
Fotoessay. Unter dem Druck der Redaktion. 50 Jahre danach. Lebecks Orte 1968/2018
S. 8–11

Michael Siems
"Ich habe nie nein gesagt, ich wusste gar nicht, was auf mich zukommt." Ein Gespräch mit Lorenzo Annese, dem ersten ausländischen Betriebsratmitglied der Bundesrepublik
S. 12–14

Björn Allmendinger
Archiv und Informationsstelle Rechtsextremismus. Demokratie stärken - zivilgesellschaftliches Engagement fördern
S. 15

Werner Strauß
Der erste Europapokal für die Judo-Mannschaft des VfL Wolfsburg 1979 (AdM 6/2018)
S. 16

Zitation
Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte 3 (2018), 10. in: H-Soz-Kult, 11.09.2018, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-11257>.
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Redaktion
Veröffentlicht am
11.09.2018
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