test Gerbergasse 18, 22 (2017), 4 | H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften | Geschichte im Netz | History in the web

Gerbergasse 18, 22 (2017), 4

Titel der Ausgabe 
Gerbergasse 18, 22 (2017), 4
Weiterer Titel 
Geschichte(n) im Film

Herausgeber
Geschichtswerkstatt Jena e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Erschienen
Erscheint 
vierteljährlich
ISBN
1431-1607
Anzahl Seiten
60 S.
Preis
3,50 €

 

Kontakt

Institution
Gerbergasse 18. Thüringer Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte und Politik
Land
Deutschland
c/o
Geschichtswerkstatt Jena e.V. Heinrich-Heine-Straße 1 07749 Jena Telefon: +49 (0) 36 41 - 82 12 35
Von
Börner, Daniel

Wie betrachten wir Filme, die selbst schon Teil der Geschichte
geworden sind, etwa die Film- und Fernseh-Produktionen der
DDR bis 1990? Was erwarten wir uns von verfilmter Geschichte
und wie beeinflusst sie unsere Sichtweise auf historische Ereignisse?
Das sind nur einige der Fragen, die das letzte Heft der Zeitschrift
„Gerbergasse 18“ in diesem Jahr thematisiert. In den Titelbeiträgen
der Ausgabe 85 wird die Geschichte im Film auf verschiedene
Weise hinterfragt: Als Generationenporträt zwischen dem
brandenburgischen Dorf Golzow und dem Berliner Kanzleramt
(„Die Kinder von Golzow“), anhand der DDR-Kriminalserie
„Polizeiruf 110“, am Beispiel eines „Heimatfilms“ zwischen
Thüringen und Japan („Sushi in Suhl“) sowie als verstörende
Realität durch Archivfilme der bulgarischen Geheimpolizei DS.
Auch das übrige Heft ist gefüllt mit vielen spannenden Texten
zur Zeitgeschichte. Unter anderem mit einer biografischen
Spurensuche zur „Villa Hase“ in Jena, der gewaltsamen
Umformung der sorbischen Gesellschaft zwischen 1948 und 1964
oder der vergessenen Geschichte der „Buchenwaldbahn“
zwischen Weimar und dem Ettersberg. Verlauf, Ausmaß und
Folgen eines kaum bekannten Medizinskandals Ende der 1970er
Jahre untersucht ein Beitrag von Medizinhistorikern der
Universität Ulm. Wie auch in der Bundesrepublik Lebensläufe
durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) negativ
beeinflusst wurden, wird an einem Beispiel aus Gütersloh
dargestellt. In den Rezensionen werden aktuelle Publikationen
über die Rechtsanwälte in der DDR, die hauptamtlichen
MfS-Mitarbeiter sowie Publikationen der Gedenk- und
Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt besprochen.

Inhaltsverzeichnis

TITELTHEMA: Geschichte(n) im Film

Christoph Wunnicke – „Anmut sparet nicht noch Mühe“ – S. 3
Wie die „Kinder von Golzow“ helfen, Angela Merkel zu verstehen
Philipp Wille – Polizeiruf 110 – S. 8
Die DDR-Kriminalfilmreihe im ideologischen und historischen Kontext
Sylka Scholz – Heimatgeschichte(n) – S. 14
Die DDR-Gesellschaft im Spielfilm „Sushi in Suhl“
Diana Ivanova – Die verstörende Realität – S. 20
Bulgarische Geheimdienstfilme von gestern und ihre Rolle in der Gesellschaft heute

ZEITGESCHICHTE

Michael Heymel – Zur bewegten Geschichte eines Hauses – S. 25
Die „Villa Hase“ in Jena und ihre Bewohner im 20. Jahrhundert
Timo Meškank – Gegensätzliche Wertvorstellungen und andersartige Lebenswelten – S. 29
Zur gewaltsamen Umformung der

ZEITGESCHEHEN / DISKUSSION

Christian Müller – Aktives Erinnern auf dem Ettersberg – S. 35
Zur Geschichte der Bahnlinie Weimar-Buchenwald und das Projekt Gedenkweg-Buchenwaldbahn
Florian Steger/Carolin Wiethoff/Maximilian Schochow – Ein Arzneimittelskandal und seine Folgen – S. 41
Die kontaminierte Anti-D-Immunprophylaxe in der DDR
Jens Ostrowski – Das perfide Spiel der Stasi – S. 45
Ein Beispiel der West-Arbeit des MfS in Gütersloh

REZENSIONEN

Dieter Gräf – Verkümmerung der Prozesskultur – S. 48
Studie zur DDR-Anwaltschaft schließt eine Forschungslücke
Christian Ebel – Wer waren die Hauptamtlichen? – S. 50
Eine soziologische Studie hinterfragt das Selbstbild der Tschekisten
Martin Skurt – Ausstellungskatalog, Hausgeschichte und Mitmachbuch – S. 53
Drei Publikationen informieren und animieren zum Besuch der „Andreasstraße“ in Erfurt

Weitere Hefte ⇓