test Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2009) | H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften | Geschichte im Netz | History in the web

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2009)

Titel der Ausgabe 
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2009)
Weiterer Titel 

Herausgeber
Ulrich Mählert /Bernhard H. Bayerlein / Horst Dähn Bernd Faulenbach / Ehrhart Neubert / Peter Steinbach Stefan Troebst / Manfred Wilke im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Erschienen
Berlin 2009: Aufbau Verlag
Erscheint 
jährlich
ISBN
978-3-351-02689-9
Anzahl Seiten
468 S.
Preis
38,00 €

 

Kontakt

Institution
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung
Land
Deutschland
c/o
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Redaktion JHK Kronenstraße 5 D - 10117 Berlin Tel.: + 49 (0)30 / 31 98 95 – 309 Fax: + 49 (0)30 / 31 98 95 – 224
Von
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Aus dem Editorial
Zwischen Wahlkämpfen und Weltwirtschaftskrise wird in Deutschland 2009 auf die Gründung der Bundesrepublik vor 60 sowie die Friedliche Revolution vor 20 Jahren zurückgeblickt.

Das Erinnerungsjahr 2009 hat nicht zuletzt auch für die internationale historische Kommunismusforschung und ihre deutschsprachige Plattform, das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, besondere Relevanz: Vor 90 Jahren gab die Gründung der Kommunistischen Internationale dem globalen ideologischen Vormachtanspruch der Bolschewiki organisatorische Gestalt. Vor 20 Jahren bewahrheitete sich schließlich in Ostmitteleuropa Lenins apodiktische Feststellung, Revolution sei, wenn »die unten nicht mehr wollen und die oben nicht mehr können«. 70 Jahre währte das kurze 20. Jahrhundert des Kommunismus in Europa, dessen unterschiedlichste Ausprägungen im Mittelpunkt der Analysen und Dokumentationen stehen, die seit 1993 im Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung erschienen sind.
Zu den drei Schwerpunkten, die das Jahrbuch 2009 setzt, zählt selbstredend das Umbruchjahr 1989. Der zweite Schwerpunkt widmet sich dem kommunistischen Regime in China, das im Herbst vor 60 Jahren seine Macht errichtete und sie im Sommer vor 20 Jahren mit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens behauptete. Den dritten Schwerpunkt des Jahrbuchs bilden Beiträge zum Verhältnis von Kommunismus und Religion und hier insbesondere zu den Beziehungen zwischen der Sowjetunion und dem Islam bzw. islamischen Ländern.

Inhaltsverzeichnis

60 Jahre Volksrepublik China – Die Gegenwart der Vergangenheit im Reich der Mitte

Felix Wemheuer: Einführung

Vivian Wagner: Die Archivsituation in der Volksrepublik China

Agnes Schick-Chen: Rein gewaschen – die Rehabilitierung von Opfern politisch motivierter Fehlurteile und das Bild der Kommunistischen Partei Chinas

Klaus Mühlhahn: Zerbrochene Zeit – Erinnerungen an Lagerhaft und Deportation in der Volksrepublik China

Monika Gänßbauer: »Wir begrüßen die Entlarvung der Konterrevolutionäre …« – Vergangenheitsaufarbeitung eines chinesischen Theologen

Susanne Weigelin-Schwiedrzik: Suche nach der heilen Welt: Ein Kommentar zu Zhang Rongs und Jon Hallidays Mao: The Unknown Story

Alexandr Jurkevič: Das Bild Mao Zedongs in zwei neuen Veröffentlichungen des russischen Sinologen A. V. Pancov

Barbara Mittler: Mao, mal ganz anders: Vom chinesischen Umgang mit (kultur)revolutionärer Vergangenheit

Felix Wemheuer: 20 Jahre nach dem Massaker: Wem gehört die Bewegung vom Platz des Himmlischen Friedens?

Mit Hammer und Sichel gegen Kreuz und Halbmond – Kommunismus und Religion

Stephen Schwartz: Kommunismus und Islam im 20 Jahrhundert Ein historischer Überblick

Ragna Boden: Sowjetische Außenpolitik und Islam

Dianne Kirby: Kommunismus, Islam und die US-Außenpolitik zu Beginn des Kalten Krieges

Patrice Ladwig: Prediger der Revolution: Der buddhistische Mönchsorden in Laos und seine Verbindungen zur Kommunistischen Bewegung (1957–1975)

Claudia Rauhut: Die Santería-Religion und die kommunistische Partei- und Regierungspolitik in Kuba

Studien zum Epochejahr 1989

Bernd Bonwetsch: KPdSU und Perestrojka 1985–1991
Gerhard Wettig: Die Entstehung der Voraussetzungen für das Ende der DDR

Mary Sarotte: Die US-Außenpolitik und das Ende der deutschen Teilung: Eine Fallstudie zur Demokratisierung

Stephan Ruderer: Die Linke in Lateinamerika seit 1989

Aufsätze und Miszellen

Ottokar Luban: Russische Bolschewiki und deutsche Linkssozialisten am Vorabend der deutschen Novemberrevolution Beziehungen und Einflussnahme

Leonid Luks: Anmerkungen zu den Fehleinschätzungen des Nationalsozialismus durch die Bolschewiki und die Kommunistische Internationale

Michail Prozumenščikov: »Es muss alles daran gesetzt werden, die Beziehungen Schritt für Schritt zu normalisieren …« Der letzte, erfolglose Versuch einer sowjetisch-chinesischen Versöhnung

Volker Grabowsky: 30 Jahre nach den Killing Fields: Verlauf und ideologische Wurzeln des kambodschanischen »Roten Terrors«

Matthew Worley: Aus dem Schatten: Ein Überblick über die aktuelle Forschung zur Kommunistischen Partei Großbritanniens

Forum

Sandra Kalniete: Europa muss sich über die Bewertung der Totalitarismen in seiner Geschichte des 20. Jahrhunderts verständigen

Marek Prawda: Geteilte Erinnerung in einem vereinten Europa Diktaturaufarbeitung zwischen Vergangenheitskonkurrenz und Erinnerungspolitik

Markus Wehner: Gescheiterte Revolution. In den russischen Archiven gehen die Uhren rückwärts

Newsletter
The International Newsletter of Communist Studies
Der Internationale Newsletter der Kommunismusforschung
La newsletter internationale des recherches sur le communisme
Международный бюллетень исторических исследований коммунизма

Weitere Hefte ⇓
Redaktion
Veröffentlicht am
17.06.2009
Autor(en)
Beiträger
Klassifikation
Region(en)
Weitere Informationen
rda_languageOfExpression_z6ann
Bestandsnachweise 0944-629X