Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2020)

Titel der Ausgabe 
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2020)
Weiterer Titel 
Machterhalt durch Wirtschaftsreformen. Chinas Einfluss auf die sozialistische Welt

Erschienen
Berlin 2020: Metropol Verlag
Erscheint 
jährlich
ISBN
978-3-86331-516-0
Anzahl Seiten
256 S.
Preis
29,- €

 

Kontakt

Institution
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung
Land
Deutschland
c/o
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Redaktion JHK Kronenstraße 5 D - 10117 Berlin Tel.: + 49 (0)30 / 31 98 95 – 309 Fax: + 49 (0)30 / 31 98 95 – 224
Von
Birte Meyer

Chinas Reform und Öffnung des Jahres 1978 legte die Grundlage für den Aufstieg der Volksrepublik zu einer Weltmacht des 21. Jahrhunderts. China war nicht das erste Land, das versuchte, mit der Einführung einer »sozialistischen Marktwirtschaft« die Herrschaft der Kommunistischen Partei zu retten. Im Unterschied zum »Reich der Mitte« konnten Wirtschaftsreformen in der Sowjetunion und Osteuropa den Niedergang der Regime nicht verhindern.

Anknüpfend an das Konzept einer globalgeschichtlichen Kommunismusforschung geht das in Kooperation mit Felix Wemheuer (Universität zu Köln) herausgegebene Jahrbuch der Frage nach, welche Auswirkungen die chinesische Reform- und Öffnungspolitik auf die anderen staatssozialistischen Länder hatte. Darüber hinaus wird analysiert, wie die Volksrepublik seit den 1960er-Jahren von den letztlich vergeblichen Reformversuchen in Osteuropa lernte.

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Machterhalt durch Wirtschaftsreformen. Chinas Einfluss auf die sozialistische Welt

Felix Wemheuer: Vorwort: Chinas Reform und Öffnung im globalen Kontext, S. 1

Die chinesische Reform und Öffnung und globale Lernprozesse

Felix Wemheuer: Über den »Marktsozialismus« hinaus: Ein Vergleich der chinesischen Reform und Öffnung mit den Reformzyklen in Osteuropa seit den 1960er-Jahren, S. 15
Susanne Weigelin-Schwiedrzik/Liu Hong: Vergessene Partner im Reformprozess: Der Dialog der VR China mit reform-kommunistischen Strömungen in Osteuropa (1977–1987), S. 37
Isabella M. Weber: Das westdeutsche und das chinesische »Wirtschaftswunder«: Der Wettstreit um die Interpretation von Ludwig Erhards Wirtschaftspolitik in Chinas Preisreformdebatte der 1980er-Jahre, S. 55
Carsten Schäfer: Chinas »kostbarste Ressource«? Die chinesische Diasporapolitik und die Rolle der Auslandschinesen im Reformprozess, S. 71
Evgenij Kandilarov: Die chinesischen Reformen unter Deng Xiaoping und ihre Auswirkungen auf die bulgarischen Wirtschaftsreformen in den 1980er-Jahren, S. 89
Florian Peters: »Rette sich, wer kann!« Die wirtschaftlichen Reformanläufe der polnischen Kommunisten in den 1980er-Jahren, S. 105

Das chinesische Modell im Globalen Süden

Eric Burton: Von Revolution zu Reform: Transfers zwischen China und Tansanias »Afrikanischem Sozialismus« von antiimperialistischer Solidarität bis Neoliberalismus, S. 121
Martin K. Dimitrov: Die Entwicklungspfade der Wirtschaftsreformen in China und Kuba, S. 139

Rote Globalisierung? Transnationale Handelsbeziehungen und Wirtschaftsreformen
Philippe Lionnet: Anpassungen der Wirtschaftspolitik in der Volksrepublik China: die Scharnierjahre 1974/1975, S. 155
Péter Vámos: Im Schatten Moskaus: Die ungarisch-chinesischen Handelsbeziehungen während des Kalten Krieges, S. 173
Oscar Sanchez-Sibony: Energie, die Sowjetunion und der Kampf um Kapital nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems, S. 193
Felix Herrmann: Technology Gap, transnationale Integrationsbemühungen und nationale Egoismen: Der Aufbruch des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe in das digitale Zeitalter, S. 209
Maximilian Graf: Nichtanerkennung zu eigenen Lasten? Die DDR und die EWG in den »langen 1970er-Jahren«, S. 225

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