test Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2018) | H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften | Geschichte im Netz | History in the web

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2018)

Titel der Ausgabe 
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (2018)
Weiterer Titel 
Die Stalinisierung der kommunistischen Parteien in den 1920er-Jahren. Mechanismen. Protagonisten. Widersacher

Herausgeber
Ulrich Mählert Jörg Baberowski Bernhard H. Bayerlein Bernd Faulenbach Ehrhart Neubert Peter Steinbach Stefan Troebst Manfred Wilke im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Erschienen
Berlin 2018: Metropol Verlag
Erscheint 
jährlich
ISBN
978-3-86331-384-5
Anzahl Seiten
224 S.
Preis
€ 29,00

 

Kontakt

Institution
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung
Land
Deutschland
c/o
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Redaktion JHK Kronenstraße 5 D - 10117 Berlin Tel.: + 49 (0)30 / 31 98 95 – 309 Fax: + 49 (0)30 / 31 98 95 – 224
Von
Meyer, Birte

Die kommunistische Parteienlandschaft, die sich nach der Oktoberrevolution 1917 weltweit herausbildete, stellte in den ersten Jahren eine heterogene Sammlungsbewegung von Leninisten, Linkssozialisten, Rätekommunisten, Utopisten und selbst Anarchisten dar. Nach Gründung der Kommunistischen Internationale 1919 wurden diese Parteien in den 1920er-Jahren Schritt für Schritt dem sowjetischen Vormachtsanspruch unterworfen.
Das Jahrbuch widmet sich der Transformation der kommunistischen Bewegung, die als Bolschewisierung, Sowjetisierung oder auch Stalinisierung beschrieben wird. Der Band nimmt kommunistische Anhänger, Funktionäre und Intellektuelle in den Blick, die den Prozess der Unterordnung nicht akzeptierten, ihn bekämpften oder im Lauf der Jahrzehnte mit dem Kommunismus Moskauer Prägung brachen.
Mit diesem Schwerpunkt soll das JHK 2018 auch an das Leben und Werk seines Begründers Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Weber erinnern, der 2018 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Die Stalinisierung der kommunistischen Parteien in den 1920er-Jahren. Mechanismen. Protagonisten. Widersacher

Tobias Grill: Für den »Roten Oktober«, gegen die Bolschewiki: Isaac Steinbergs Kampf für einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz, S. 1
Volker Stalmann: Parteivorsitzender für drei Monate: Ernst Däumig (1866–1922) und das Rätesystem, S. 23
Timo Leimbach: Parlamentarische Integration versus Stalinisierung? Die KPD-Fraktion im Landtag von Thüringen 1920–1932, S. 43
Gabriella Hauch: »Es ist notwendig, dass klar und offen gesprochen wird.« Josef Strasser (1870–1935), ein demokratischer Kommunist in Österreich, S. 61
Peter Kaiser: Der Generalsekretär des Komsomol Aleksandr Kosarev als Förderer des sowjetischen Fußballs, S. 79
Jochen Krüger: Das Parteikontrollkomitee und die Entstalinisierung. Zur Normalisierung der politischen Kultur der KPdSU ab 1953, S. 93
Christoph Jünke: Leo Koflers Ideologiekritik des Stalinismus und ihre Ursprünge in der frühen DDR, S. 111
Jakub Szumski: Allein gegen die Partei. Zbigniew Iwanów – der Rebell in der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei 1980/81, S. 127

In memoriam Hermann Weber (1928–2014)

Marcel Bois: Hermann Weber und die Stalinisierung des deutschen Kommunismus. Eine Rezeptionsgeschichte, S. 143
Marcus Schönewald: Demokratische Anfänge? Die frühe KPD und die falsche Prämisse der Stalinisierungsthese, S. 163
Thomas Drerup: Die Archivierung zweiter Ordnung. Werkstattbericht zur Übernahme und Erschließung des Nachlasses von Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Weber ins Archiv der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, S. 181

Miszelle

Zhanna Popova: Von den revolutionären Lagern zum sowjetischen GULag: Entwicklungspfade des sowjetischen Strafsystems, S. 189

Weitere Hefte ⇓