Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 34 (2023), 2

Titel der Ausgabe 
Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 34 (2023), 2
Weiterer Titel 
Work Semantics / Semantiken der Arbeit

Erschienen
Innsbruck 2023: StudienVerlag
Erscheint 
3x jährlich
ISBN
978-3-7065-6308-6
Anzahl Seiten
236 S.
Preis
Einzelheft: € 37,00; Jahresabo: € 65,00; (privat) € 86,00 (Institutionen)

 

Kontakt

Institution
Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften/Austrian Journal of Historical Studies (OeZG)
Land
Austria
c/o
Redaktionsanschrift: Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Universität Wien Universitätsring 1 A-1010 Wien oezg.journal@univie.ac.at
Von
Michaela Hafner, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien

Herausgeber:innen: Claude Chevaleyre, Juliane Schiel, unter Mitarbeit von Thomas Wallnig

Redaktion: Michaela Hafner

In welchem Verhältnis steht die Sprache zum Sozialen? Wie erfassen Historiker:innen die sozialen Dimensionen hinter den semantischen Aus­drucksweisen historischer Dokumente, und welche Analysesprache finden sie dafür, ohne anderen Gesellschaften die eigene Denkordnung überzustülpen? Während die historische Semantik in den Sprachwissenschaften und den Area Studies schon lange ein etabliertes Teilfach darstellt, wird sie in den Geschichtswissenschaften vor allem im Zuge der jüngeren Debatten um den Nutzen digitaler Analysetools diskutiert. Ein grundsätzliches Verständnis der Spezifika, der Vielfalt und des Potenzials historisch-semantischen Arbeitens für die Geschichtswissenschaften fehlt jedoch weitgehend. Der vorliegende Band möchte zu einer Klärung beitragen. Er enthält ein programmatisches Vademecum mit methodischen Beispielen, sechs empirische Fallstudien zur historisch-semantischen Erforschung von Arbeits- und Machtbeziehungen in vormodernen und modernen Gesellschaften sowie ein Interview, das die Herangehensweise reflektiert. Das Heft ist ein Ergebnis der Arbeitsgruppe „Grammars of Coercion“ der COST Action CA18205 „Worlds of Related Coercions in Work (WORCK)“.

Inhaltsverzeichnis

Editorial

9-17
Editorial: Work Semantics. In Search of an Alternative Conceptual Matrix for Labour and Social Historians
Claude Chevaleyre, Juliane Schiel

Essay

18-47
Tim Geelhaar, Ludolf Kuchenbuch, Nicolas Perreaux, Juliane Schiel, Isabelle Schürch
Historical Semantics – A Vade Mecum

Interview

48-61
Ludolf Kuchenbuch, Juliane Schiel
Über die Mikrosemantik von Einzeldokumenten. Ludolf Kuchenbuch im Gespräch mit Juliane Schiel Interview with Ludolf Kuchenbuch by Juliane Schiel

Research Paper

62-79
Ella Karev
Nemeh in Pharaonic Egypt: ‘Free’ or ‘Miserable’? A Case Study of Historical Semantics

80-105
Colin Arnaud
Trapped Maidens and Mocked Weavers. Semantics of Ambiguity Between Remunerated and Coerced Labour in Twelfth-Century Textile Production

106-125
Clara Almagro Vidal
Grammars of Dependence. A Historical Semantics Approach to Population Charters Granted by Military Orders to Muslims in Medieval Iberia

126-149
Corinna Peres
Female Work Arrangements in the Datini LettersExploring the Semantic Roles and Negotiating Scopes of Servants, Slaves, and Wet Nurses

150-174
Josef Köstlbauer
Subjugation by Labelling. Analysing the Semantics of Subservience in a Fugitive Slave Case from Eighteenth-Century Germany

175-198
Massimiliano Livi
“I certainly wouldn’t call it work anymore”. The Reconfiguration of Work in Italy during the 1970s from a Historical Semantics Perspective

open space: research paper

199-221
Miloslav Szabó
Wessen Feind? Die Wiederbelebung des politischen Antisemitismus im postimperialen Wien

Interview

222-233
Maria Dabringer, Julia Heinemann, Annemarie Steidl
„Die Universität heute will einen nicht binden, die will, dass man geht!“ Maria Dabringer und Julia Heinemann im Gespräch mit Annemarie Steidl über prekäre Arbeitsverhältnisse an österreichischen Universitäten

Other

234-236
Annemarie Steidl, Werner Lausecker
Nachruf auf Josef Ehmer (1948–2023)

Weitere Hefte ⇓