Historical Social Research / Historische Sozialforschung (HSR) (2013), Supplementband 25

Titel der Ausgabe 
Historical Social Research / Historische Sozialforschung (HSR) (2013), Supplementband 25
Weiterer Titel 
Jürgen W. Falter: Zur Soziographie des Nationalsozialismus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP

Erschienen
Erscheint 
4 Hefte / Jahr; 280-400 Seiten / Heft
Anzahl Seiten
376 S.
Preis
jährlich € 30 (Personen); € 50 (Institutionen)

 

Kontakt

Institution
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Abteilung
Historical Social Research (HSR)
Land
Deutschland
PLZ
50667
Ort
Köln
Straße
Unter Sachsenhausen 6-8
c/o
Journal Historical Social Research
Von
Janssen, Philip Jost

Jürgen W. Falter: Zur Soziographie des Nationalsozialismus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP

376 Seiten.

Der HSR-Supplementband 25 versammelt elf wichtige wahl- und mitgliederhistorische Aufsätze Falters aus den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten. Sie liefern einen repräsentativen Überblick über die mehr als 50 Aufsätze und Buchkapitel, die Falter zu diesem Themenbereich veröffentlicht hat. In seinen einleitenden Autobiographischen Anmerkungen skizziert Falter seine intellektuelle und wissenschaftliche Entwicklung, seine (negative) Faszination durch den politischen Extremismus beider Seiten und die Herausbildung seines empirisch-analytisch orientierten Wissenschaftsideals. Ferner geht Falter darin ausführlich auf die Forschungsprojekte ein, die seinen Publikationen über die Wählerschaft und die Mitglieder der NSDAP zu Grunde liegen.

Die Spannweite der abgedruckten wahlhistorischen Untersuchungen reicht von methodologischen Analysen des Standes der Wählerforschung über die NSDAP und die Möglichkeiten und Grenzen aggregatdatengestützter historischer Wahlanalyse über substantielle Untersuchungen zum Einfluss der Arbeitslosigkeit auf den Aufstieg der NSDAP, die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber dem Nationalsozialismus vor 1933 und der Wählerfluktuationen innerhalb und zwischen den politischen Blöcken der Weimarer Republik bis zu einer Analyse der beiden Hindenburgwahlen von 1925 und 1932 und einer Untersuchung der österreichischen NSDAP-Wähler zwischen 1928 und 1932. Es handelt sich um Analysen, deren Resultate den internationalen Forschungsstand über die Wählerschaft der NSDAP grundlegend und nachhaltig verändert haben. Ferner sind im Band zwei Studien über die Jungmitglieder der NSDAP und die sogenannten Märzgefallenen von 1933 enthalten. Das HSR Supplement schließen zwei Untersuchungen über Nachkriegswahlen ab, die bisher kaum Gegenstand von Wahlanalysen waren: Die eine beschäftigt sich mit den Landtagswahlen von 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone, der ersten und letzten zumindest halbfreien Wahl vor der Volkskammerwahl 1990, die zweite mit der wahlhistorisch bisher kaum analysierten Bundestagswahl von 1949.

Inhaltsverzeichnis

AUTOBIOGRAPHICAL REFLECTIONS

Jürgen W. Falter
Autobiographische Anmerkungen. S. 7

CONTRIBUTIONS

Jürgen W. Falter
Wählerbewegungen zur NSDAP 1924-1933. Methodische Probleme – Empirisch abgesicherte Erkenntnisse – Offene Fragen [1980]. S. 49

Jürgen W. Falter
„Anfälligkeit“ der Angestellten – „Immunität“ der Arbeiter? Mythen über die Wähler der NSDAP [1990]. S. 90

Jürgen W. Falter, Andreas Link, Jan-Bernd Lohmöller, Johann de Rijke & Siegfried Schumann
Arbeitslosigkeit und Nationalsozialismus. Eine empirische Analyse des Beitrags der Massenerwerbslosigkeit zu den Wahlerfolgen der NSDAP 1932 und 1933 [1983]. S. 111

Jürgen W. Falter & Dirk Hänisch
Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933 [1986]. S. 145

Jürgen W. Falter
The Social Bases of Political Cleavages in the Weimar Republic, 1919-1933 [1992]. S. 194

Jürgen W. Falter
The Two Hindenburg Elections of 1925 and 1932: A Total Reversal of Voter Coalitions [1990]. S. 217

Jürgen W. Falter & Dirk Hänisch
Wahlerfolge und Wählerschaft der NSDAP in Österreich 1927–1932: Soziale Basis und parteipolitische Herkunft [1988]. S. 233

Jürgen W. Falter
The Young Membership of the NSDAP between 1925 and 1933. A Demographic and Social Profile [1996]. S. 260

Jürgen W. Falter
Die „Märzgefallenen“ von 1933. Neue Forschungsergebnisse zum sozialen Wandel innerhalb der NSDAP-Mitgliedschaft während der Machtergreifungsphase [1998]. S. 280

Jürgen W. Falter
Kontinuität und Neubeginn. Die Bundestagswahl 1949 zwischen Weimar und Bonn [1981]. S. 303

Jürgen W. Falter & Cornelia Weins
Die Wahlen in der Sowjetisch Besetzten Zone von 1946. Eine wahlhistorische Analyse [1999]. S. 333

APPENDIX

Curriculum Vitae: Prof. Dr. Jürgen W. Falter. S. 357

Abstracts zu sämtlichen Beiträgen finden Sie auf unserer Website unter <http://www.gesis.org/hsr/aktuelle-ausgaben/>.

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