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Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 19 (2022), 1

Titel der Ausgabe 
Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 19 (2022), 1

Herausgeber
Frank Bösch (seit 2012) und Martin Sabrow (seit 2006); Gründungsherausgeber: Konrad H. Jarausch (2003–2021/22) und Christoph Kleßmann (2003–2011)
Erschienen
Göttingen 2022: Vandenhoeck & Ruprecht
Anzahl Seiten
212 S., 55 Abb.
Preis
Jahresbezug € 75,– (D); Einzelheft € 29,– (D)

 

Kontakt

Jan-Holger Kirsch
Institution
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Abteilung
Abteilung III: Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft
Land
Deutschland
PLZ
14467
Ort
Potsdam
Straße
Am Neuen Markt 1
c/o
Dr. Jan-Holger Kirsch Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Am Neuen Markt 1 D-14467 Potsdam Tel.: +49 (0)331/28991-18 E-Mail: kirsch@zzf-potsdam.de
Von
Jan-Holger Kirsch, Abteilung III: Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Liebe Leserinnen und Leser,

das neue Heft der „Zeithistorischen Forschungen“ bietet ein breites Spektrum unterschiedlicher Themen. Ein Schwerpunkt liegt diesmal auf methodischen Fragen, mediengeschichtlichen Aspekten und aktuellen Debatten zur Geschichte des Nationalsozialismus. Besonders freuen wir uns, die Abschiedsvorlesung dokumentieren zu können, die Michael Wildt im Februar 2022 an der Humboldt-Universität zu Berlin gehalten hat („Was heißt: Singularität des Holocaust?“, https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6022). In der Rubrik „Quellen“ zeigen Henning Borggräfe, Lukas Hennies und Christoph Rass den Nutzen (und die Grenzen) von Geoinformationssystemen für die Zeitgeschichtsforschung, und zwar anhand von Beispielen aus der Untersuchung von Flucht, Verfolgung und Migration in den 1930er- bis 1950er-Jahren (https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6027). Michaela Scharf interpretiert die Familienfilme von Ellen Illich, die während der NS-Zeit in Wien als Jüdin verfolgt wurde, als audiovisuelle „Form der Selbstbehauptung“ (https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6029). Ebenfalls um Österreich geht es bei Anton Holzer, der die Selbstdarstellung der Stadt Mauthausen auf Postkarten der Zeit vor und nach 1945 untersucht („Sommerfrische und Verbrechen“, https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6031). Eine der Ansichtskarten aus diesem Beitrag ist auch auf dem Cover unseres Hefts abgebildet.

Ein weiterer Schwerpunkt, der sich auf ganz unterschiedliche Weise in mehreren Texten des Hefts findet, ist die Frage nach dem Umgang mit Differenz und Heterogenität – einerseits in bestimmten gesellschaftlichen Konstellationen der Zeitgeschichte, andererseits auch in der heutigen (geschichts-)wissenschaftlichen Kommunikation. Frank Biess schildert eindringlich, dass die enorme Resonanz auf Günter Wallraffs Buch „Ganz unten“ (1985) in der Bundesrepublik zu wenig genutzt wurde, um über Rassismus und Anti-Rassismus grundsätzlicher zu diskutieren und der deutsch-türkischen Community dabei genauer zuzuhören (https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6013). Rüdiger Graf greift demgegenüber aktuelle Diversitätsdebatten auf; er fragt, inwieweit die Geschichtswissenschaft inhaltlich und personell davon profitieren könnte, mehr „Neurodiversität“ zuzulassen. Eine intensivere Beschäftigung mit diesem Thema sei nützlich, um Vielfalt anzuerkennen und das Menschenbild zu erweitern, aber den Anspruch auf gemeinsam geteiltes Wissen nicht preiszugeben (https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6021).

Beitragsideen und Manuskript-Einsendungen zum gesamten Spektrum der Zeitgeschichte sind für künftige Hefte jederzeit willkommen. Bitte beachten Sie die näheren Hinweise unter https://zeithistorische-forschungen.de/beitragen

Seit dem Jahrgang 18 (2021) erscheinen alle Texte der „Zeithistorischen Forschungen“ unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0 im Open Access. Auch die pdf-Dateien der Druckausgabe sind sofort abrufbar. Für nähere Erläuterungen siehe https://zeithistorische-forschungen.de/lizenz

Inhaltsverzeichnis

Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History

Jahrgang/Volume 19 (2022)

Heft/Issue 1
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022

Zu diesem Heft/In this issue
(Druckausgabe: S. 7-16)
https://zeithistorische-forschungen.de/editorial/6016 (auf Deutsch)
https://zeithistorische-forschungen.de/editorial/6016#en (auf Englisch)

Aufsätze/Articles

Frank Biess
„Ganz unten“.
Günter Wallraff und der westdeutsche (Anti-)Rassismus der 1980er-Jahre
(Druckausgabe: S. 17-47)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6013

Marco Swiniartzki
Bruch und Aufbruch.
Working Men’s Clubs und die „New Wave of British Heavy Metal“ im Nordosten Englands (1978–1984)
(Druckausgabe: S. 48-76)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6018

Hans Kühner
Armut in China.
Anspruch und Wirklichkeit der chinesischen Agrarpolitik seit den 1950er-Jahren
(Druckausgabe: S. 77-108)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6020

Essays

Rüdiger Graf
Zeitgeschichte neurodivers?
Standpunktepistemologie und (geschichts-)wissenschaftliche Kommunikation
(Druckausgabe: S. 109-127)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6021

Michael Wildt
Was heißt: Singularität des Holocaust?
(Druckausgabe: S. 128-147)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6022

Quellen/Sources

Henning Borggräfe/Lukas Hennies/Christoph Rass
Geoinformationssysteme in der historischen Forschung.
Praxisbeispiele aus der Untersuchung von Flucht, Verfolgung und Migration in den 1930er- bis 1950er-Jahren
(Druckausgabe: S. 148-169)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6027

Michaela Scharf
Filmen als Selbstbehauptung.
Ellen Illichs Familienfilme im Kontext nationalsozialistischer Verfolgung
(Druckausgabe: S. 170-185)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6029

Anton Holzer
Sommerfrische und Verbrechen.
Mauthausen-Bilder auf Ansichtskarten
(Druckausgabe: S. 186-210)
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6031

Besprechungen/Reviews

Rezensionen bei „H-Soz-Kult/Zeitgeschichte“
(Druckausgabe: S. 211)
https://zeithistorische-forschungen.de/links/6033

Neu bei „Docupedia-Zeitgeschichte“, „Visual History“ und „zeitgeschichte | online“
(Druckausgabe: S. 212)
https://zeithistorische-forschungen.de/neu/6034

Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History ist Teil von Zeitgeschichte digital, dem Online-Publikationsverbund des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (https://zeitgeschichte-digital.de).

Aktueller Beitrag von Docupedia-Zeitgeschichte:
Gangolf Hübinger/Johannes Bent
Ernst Troeltsch und die Zeitgeschichte, Version: 1.0 (23.8.2022)
https://docupedia.de/zg/Huebinger_bent_ernst_troeltsch_zeitgeschichte_v1_de_2022

Aktueller Beitrag von Visual History:
Anja Tack
Rezension: Peter Geimer, Die Farben der Vergangenheit.
Wie Geschichte zu Bildern wird (12.9.2022)
https://visual-history.de/2022/09/12/tack-rezension-peter-geimer-die-farben-der-vergangenheit/

Aktueller Beitrag von zeitgeschichte / online:
Andreas Kötzing
Tschekisten, Trash und Tarantino.
Die Stasi und das Genre-Kino in der Netflix-Serie „Kleo“ (16.9.2022)
https://zeitgeschichte-online.de/film/tschekisten-trash-und-tarantino

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