Historische Zeitschrift 308 (2019), 1

Titel
Historische Zeitschrift 308 (2019), 1.


Hrsg. v.
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller
Heft(e)
1
Erschienen
Berlin/Boston 2019: de Gruyter
Preis
Online-Abo: € 99,00 (Einzelkunden) / € 734,00 (Institutionen); Print-Abo: € 734,00; Einzelheft: € 135,00
Herausgeber d. Zeitschrift
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller
Erscheinungsweise
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main

Das neue Heft der Historischen Zeitschrift ist erschienen, wir wünschen anregende Lektüre!

Aufsätze

Angela de Benedictis/Luise Schorn-Schütte, Wissensbestände / „archivi del sapere“ der Frühen Neuzeit. Juristisch-theologische Debatten im 16./17. Jahrhundert [S. 1]

Wandel in der Frühen Neuzeit lässt sich vor allem in Umbruchphasen als Rückbesinnung auf Ordnungen identifizieren, die von den Zeitgenossen als Wiederherstellung guter Traditionen charakterisiert wurden. Mit Hilfe der Identifizierung von sprachlichen Argumentationsmustern – politisch-theologische Sprachen – kann dieser Vorgang für das europäische 16./17. Jahrhundert analysiert werden. Dabei wird deutlich, dass gerade in den Debatten des konfessionell gespaltenen Europa eine gemeinsame Wissensbasis (Wissensbestände / „archivi del sapere“) aktiviert wurde, die jenseits konfessioneller Gegensätze als Legitimationsbasis Geltung besaß. Am Beispiel der europäischen Debatten über das Recht der Notwehr/Gegenwehr werden diese Wissensbestände skizziert, die Trägergruppen und Argumentationskontexte beschrieben. Das „Gewissen“ wird als differenzierendes Argument der Notwehrdebatte seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert in die europäischen Wissensbestände aufgenommen. Das Fazit der Analyse lautet: Trotz konfessioneller Gegensätze bleibt eine einheitliche Wissensbasis bestehen. Das beruht aber nicht darauf, dass das bisher stets als überkonfessionell/wesenhaft charakterisierte Recht dominierte, sondern darauf, dass theologische Wissensbestände das Recht transformieren/übersetzen konnten und sich sodann als Teil der „archivi del sapere“ etablierten.

Change in early modern times means recollection of social and political orders which have been characterised as restoration of good traditions by contemporaries. With the help of linguistic ways of argumentation – political- theological languages – this development within the european 16./17th centuries can be analyzed. This demonstrates, that escpecially within the dicussions of the denominationally divided Europe there has been the chance of revitalizing a common basis of knowledge (archivi del sapere/Wissensbestände) which helped legitimizing a unity beyond the denominations. The example of the European discussions on the right of Notwehr/Gegenwehr (self-defense) helped sketching these archives of knowledge on the one hand, the social groups which supported them and the circumstances of discussions on the other hand. Since the end of the 16th century „conscience“ as an argument of differentiation within the above mentioned discussions on the right of self-defense was attributed to these archives.

Oliver Zimmer, Die Ungeduld mit der Zeit. Britische und deutsche Bahnpassagiere im Eisenbahnzeitalter [S. 46]

Die historische Zeitforschung neigt dazu, die Potenziale der modernen Zeitkultur mit ihrer Praxis gleichzusetzen. Neue Möglichkeiten, was die Reisegeschwindigkeit von Zügen, die Synchronisation von Bahnhofsuhren oder die Regulierung der Bewegungen des reisenden Publikums betrifft, definieren das Zeitbewusstsein und die Zeitverwendung einer Epoche jedoch nur unvollständig. Gerade beim Umgang mit der Zeit bleiben orts- und kontextspezifische Alltagserfahrungen von entscheidender Bedeutung. Diese These wird im vorliegenden Beitrag am Beispiel britischer und deutscher Eisenbahnpassagiere entwickelt. Mit der zunehmenden Beschleunigung und Verdichtung des Eisenbahnverkehrs stieg das Risiko von Verspätungen – und zwar unabhängig davon, ob die Betreiber (wie in Großbritannien) private Gesellschaften oder (wie in Deutschland nach der Reichsgründung mehrheitlich) Staatsbetriebe waren. Und gleichzeitig verringerte sich im auf Pünktlichkeit getrimmten Eisenbahnzeitalter die Wartebereitschaft der Menschen. Ungeduldiges Warten war nicht primär Ausdruck nationaler kultureller Eigenschaften, sondern eine Begleiterscheinung der Beschleuningung und Verdichtung des Verkehrs, wobei auch in diesem Bereich der Modernisierung nicht von einer einfachen Ursache-Wirkung-Beziehung auszugehen ist: Sozioökonomischer und technologischer Wandel und Veränderungen der öffentlichen Erwartungen und Wahrnehmungen beeinflussten sich bei diesem Vorgang gegenseitig. Mit ihrer Ungeduld brachten Einsenbahnpassagiere ihre Enttäuschung über das Versprechen einer berechen- und damit kontrollierbaren Moderne zum Ausdruck. Als weitverbreitetes Gefühl wurde Ungeduld zum Signum der modernen Zeit. Bis zum Beginn des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts legten britische Bahnpassagiere deutlich mehr Ungeduld an den Tag als deutsche. Diese Differenz verringerte sich jedoch um 1900 spürbar. Nun entpuppte sich die Ungeduld mit der Zeit auch in Deutschland als Folge und Ferment einer Zeitkultur, die das Leben viel umfassender prägte, als es manchen lieb war.

Scholars have often equated the potentials of modern time culture with its practical effects. Yet new possibilities created by faster trains, synchronized clocks or the regulation of passenger movements only tell us so much about how people perceive and use time in their everyday lives. When it comes to time, the place of the action often matters more than the conventions of linear time. This article draws on British and German railway passengers to develop this particular argument. It shows that the nineteenth century, which is often described as a period of acceleration, was also an age of impatient waiting. Along with the growing density of railway traffic, increases in speed heightened the risk of delays and of unpunctuality – quite irrespective of whether the railway companies were in private hands (like in Britain) or mainly state-owned (as they became, for the most part, in Germany). At the same time, the travelling public’s waiting tolerance diminished. This widespread sense of restlessness was not primarily a reflection of national characteristics. What proved more instrumental was the acceleration and growth of railway communication: Living in an age of promised progress, men and women had expected trains to render their lives more predictable and controllable. When this modern expectation was revealed as unattainable, they reacted with an attitude of impatience that manifested itself in a multitude of ways. As a feature of modernity, impatience manifested itself first in Britain, where, by the 1860s, early industrialization and extensive urbanization had fostered a uniquely dense network, with trains that were travelling at faster average speeds than anywhere in the world. By the 1890s Germany’s railway network was as dense and dynamic as Britain’s, and her travelling public was as impatient as its British counterpart. Now German railway passengers too grew increasingly restless when trains failed to keep their time.

Marina Cattaruzza, Das Ende Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg. Akteure, Öffentlichkeiten, Kontingenzen [S. 81]

Die in der Geschichtsschreibung zum Ersten Weltkrieg häufig vernachlässigte Rolle Italiens beim Zusammenbruch des habsburgischen Reiches steht im Zentrum dieser Abhandlung. Erörtert werden auch die Alternativen zum Weltkriegsende, die in den Monaten September 1917 bis Januar 1918 bestanden hatten. Erst nach der Entscheidung der Entente, auf das Selbstbestimmungsrecht der Nationalitäten im Habsburgerreich zu setzen, waren diese Alternativen nicht mehr praktikabel. Nach ihnen zu fragen hilft, der Vergangenheit ihre Zukunft zurückzugeben. Wie ernsthaft solche Alternativen erwogen wurden, macht das britische Kriegskabinett deutlich, das im Spätsommer 1917, als die Zukunft Russlands völlig ungewiss schien, befand, der Krieg könnte unmöglich mit einem vollen Sieg der Entente enden. Deshalb wurden die Sondierungen mit Österreich um einen Separatfrieden intensiviert. Die Lage der Entente verschlechterte sich noch nach der italienischen Niederlage im Oktober 1917 und durch die Friedensverhandlungen zwischen den russischen Bolschewiki und den Mittelmächten. In dieser brisanten Lage lancierten italienische Politiker, Journalisten und Intellektuelle die Losung „Selbstbestimmungsrecht für die ‚unterdrückten Nationalitäten‘“. Dies zielte auf die Auflösung Österreich-Ungarns. Sie wurde Anfang April 1918 in Rom von der Entente in Anwesenheit von Vertretern der „unterdrückten Nationalitäten“ feierlich angekündigt. Italien spielte zweimal eine bedeutende Rolle im Krieg: Als es nach dem Ausscheiden Russlands und Rumäniens weiter Österreich-Ungarns Truppen an der italienischen Front band, die somit nicht für die entscheidende deutsche Offensive an der Westfront zur Verfügung standen, und als es mit Erfolg die Auflösung der Habsburgermonarchie betrieb.

This article aims to analyse the process of dissolution of the Habsburg Empire during the First World War. When the war broke out, only a few non-governmental actors favoured the destruction of this multinational empire. They were: a) a small cadre of British and French intellectuals and journalists, and b) the nationalist Czech and Southern Slav committees, made up of a small number of émigrés living mostly in Great Britain and France. Both groups propagated the principle of „self-determination“ for the „oppressed nationalities“ of the Habsburg Empire and the establishment of „Czechoslovakia“ and „Yugoslavia“ as autonomous states. In 1917, the Entente powers found themselves in a difficult military situation, due principally to two factors: a) the outbreak of the Russian revolution and the coming into power of the Bolsheviks, who immediately signed an armistice with the central powers and exited the war; b) the catastrophic defeat of the Italian army in Caporetto against joint Austrian and German forces. The new military scenario induced the British war cabinet to actively promote a separate peace with Austria on the basis of the restoration of the pre-war situation. In this uncertain circumstances, a network of Italian politicians and journalists relaunched the slogan of „self-determination for the oppressed nationalities“, utilizing it as a non-conventional weapon adopted to overcome their country’s military weakness. The programme of self-determination was solemnly proclaimed in Rome in April 1918, in the presence of the Italian Prime Minister Vittorio Emanuele Orlando, delegates of the Entente powers, the United States, and, of course, self-declared representatives of the „oppressed nationalities“. This congress signed the death sentence of the Habsburg monarchy: from then on, the Entente powers and the USA progressively backed the formation of the new „national” states“ of Yugoslavia and Czechoslovakia. Ironically enough, the principle of self-determination was not a decisive factor for the outcome of the war. The victory of the Entente was determined much more by the failure of the German offensive on the Western front and – even more crucially – by the American intervention on the side of the French and British troops. Consequently, we may consider the dissolution of the Habsburg monarchy a side effect of a failed propaganda campaign aimed at regaining the upper hand over the enemy.

Nekrolog

Ulrich Herbert, Eberhard Jäckel (1929–2017) [S. 108]

Neue historische Literatur

Schwerpunkt Epigraphische Zeugnisse der Antike

Martin Fell, Steine zum Reden bringen. Die Edition epigraphischer Zeugnisse als wichtige Arbeitsgrundlage [S. 116]

Inscriptiones Graecae. Consilio et auctoritate Academiae Scientiarum Berolinensis et Brandenburgensis editae. Vol. 12: Inscriptiones Graecae insularum maris Aegaei praeter Delum. Fasc. 4: Inscriptiones Coi, Calymni, insularum Milesiarum. Curavit Klaus Hallof. Pars 1: Inscriptiones Coi insulae. Decreta, epistulae, edicta, tituli sacri. Ediderunt Dimitris Bosnakis, Klaus Hallof, Kent Rigsby. Pars 3: Inscriptiones Coi insulae. Tituli sepulcrales urbani. Ediderunt Dimitris Bosnakis et Klaus Hallof (M. Fell) [S. 116]

Inscriptiones Graecae. Consilio et auctoritate Academiae Scientiarum Berolinensis et Brandenburgensis editae. Vol.10: Inscriptiones Graecae Epiri, Macedoniae, Thraciae, Scythiae. Pars 2: Inscriptiones Macedoniae. Fasciculus 1: Inscriptiones Thessalonicae et Viciniae. Supplementum primum. Tituli inter a. MCMLX et MMXV reperti. Edidit Pantelis M. Nigdelis (M. Zahrnt) [S. 124]

Inscriptiones Hispaniae Latinae. Consilio et auctoritate Academiae Scientiarum Berolinesis et Brandenburgensis editae. Editio altera. Pars 14: Conventus Tarraconensis. Fasciculus 4: Colonia Ivlia vrbs trivmphalis Tarraco (CIL II2/14,4). Edidervnt Géza Alföldy et Heike Niquet. Additamenta ad Fascicvlvm primvm composvit Juan Manuel Abascal Palazón. Accedvnt indices partis XIV a Géza Alföly inchoati ab Andreas Fassbender avcti et perfecti (S. Panzram) [S. 125]

Peter Herrmann (Hrsg.), Kleinasien im Spiegel epigraphischer Zeugnisse. Ausgewählte kleine Schriften. Hrsg. v. Wolfgang Blümel (C. Schuler) [S. 127]

Katharina Bolle/Carlos Machado/Christian Witschel (Eds.), The Epigraphic Cultures of Late Antiquity (I. Mossong) [S. 128]

Allgemeines

Roland Wenzlhuemer (Hrsg.), Globalgeschichte schreiben. Eine Einführung in 6 Episoden (A. Exenberger) [S. 131]

Niall Ferguson, The Square and the Tower. Networks and Power, from the Freemasons to Facebook (O. F. R. Haardt) [S. 132]

David Armitage, Bürgerkrieg. Vom Wesen innerstaatlicher Konflikte. Aus dem Engl. v. Sebastian Vogel (U. Walter) [S. 134]

David Armitage, Civil Wars. A History in Ideas (U. Walter) [S. 134]

Josiah Ober, Demopolis oder was ist Demokratie? Aus dem Engl. v. Karin Schuler u. Andreas Thomsen (J. M. Timmer) [S. 137]

Michael Sommer, Palmyra. Biographie einer verlorenen Stadt (M. Schuol) [S. 140]

Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Hrsg. v. der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster, Organisation und Koordination Susanne Freund, Franz-Josef Jakobi u. Peter Johanek. Red.: Anna-Therese Grabkowsky, Franz-Josef Jakobi u. Rita Schlautmann-Overmeyer. [1:] Grundlagen – Erträge – Perspektiven. Hrsg. v. Susanne Freund. Red.: Anna-Therese Grabkowsky, Franz-Josef Jakobi u. Rita Schlautmann-Overmeyer. [2:] Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster. Hrsg. v. Susanne Freund, Franz-Josef Jakobi u. Peter Johanek. Red.: Susanne Freund, Anna-Therese Grabkowsky u. Rita Schlautmann-Overmeyer. [3:] Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold. Hrsg. v. Karl Hengst in Zusammenarb. mit Ursula Olschewski. Red.: Anna-Therese Grabkowsky, Franz-Josef Jakobi u. Rita Schlautmann-Overmeyer in Kooperation mit Bernd-Wilhelm Linnermeyer. [4:] Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. Red.: Wilfried Reininghaus, Burkhard Beyer u. Rita Schlautmann-Overmeyer (T. Wozniak) [S. 141]

Adam Knobler, Mythology and Diplomacy in the Age of Exploration (A. Obenaus) [S. 144]

André Krischer, Die Macht des Verfahrens. Englische Hochverratsprozesse 1554–1848 (B. Stuchtey) [S. 146]

Richard Bowring, In Search of the Way. Thought and Religion in Early-Modern Japan, 1582–1860 (K. Vollmer) [S. 147]

Peter N. Miller, History and Its Objects. Antiquarianism and Material Culture since 1500 (S. Benz) [S. 149]

Thomas Winkelbauer, Das Fach Geschichte an der Universität Wien. Von den Anfängen um 1500 bis etwa 1975 (J. Lahner) [S. 150]

Michael Stolleis, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte. Materialien, Methodik, Fragestellungen (J. Späth) [S. 152]

Altertum

Edith Hall, Die alten Griechen. Eine Erfolgsgeschichte in zehn Auftritten. Aus dem Engl. v. Norbert Juraschitz (A. Rubel) [S. 154]

Peter J. Rhodes (Ed.), The Athenian Constitution Written in the School of Aristotle (U. Walter) [S. 156]

Vassiliki Pothou/Anton Powell (Hrsg.), Das antike Sparta (O. Grote) [S. 157]

John D. Grainger, Great Power Diplomacy in the Hellenistic World (A. Heller) [S. 159]

Melanie Wasmuth, Ägypto-persische Herrscher- und Herrschaftspräsentation in der Achämenidenzeit (J. F. Quack) [S. 161]

Reinhard Pirngruber, The Economy of Late Achaemenid and Seleucid Babylonia (C. Michels) [S. 163]

Andrea Carandini (Ed.), The Atlas of Ancient Rome. Biography and Portraits of the City. 2 Vols (M. Sehlmeyer) [S. 165]

Miko Flohr/Andrew Wilson (Eds.), The Economy of Pompeii (J.-A. Dickmann) [S. 167]

Mark Hebblewhite, The Emperor and the Army in the Later Roman Empire, AD 235–395 (C. Begass) [S. 168]

Hans Carel Teitler, The Last Pagan Emperor. Julian the Apostate and the War against Christianity (H.-U. Wiemer) [S. 169]

Bruce W. Frier (Ed.), The Codex of Justinian. A New Annotated Translation, with Parallel Latin and Greek Text. Based on a Translation by Justice Fred H. Blume. With Contributions by Timothy Kearley. 3 Vols. (R. Pfeilschifter) [S. 171]

Mittelalter

Alice Rio, Slavery after Rome, 500–1100 (B. Kasten) [S. 173]

Matthew Bryan Gillis, Heresy and Dissent in the Carolingian Empire. The Case of Gottschalk of Orbais (K. Ubl) [S. 176]

Warren Pezé, Le virus de l’erreur. La controverse carolingienne sur la double prédestination. Essai d’histoire sociale (K. Ubl) [S. 176]

Larissa Düchting, Heiligenverehrung in Süditalien. Studien zum Kult in der Zeit des 8. bis beginnenden 11. Jahrhunderts (M. Krumm) [S. 178]

Gert Melville/Leonie Silberer/Bernd Schmies (Hrsg.), Die Klöster der Franziskaner im Mittelalter. Räume, Nutzungen, Symbolik (M. P. Alberzoni) [S. 180]

John Howe, Before the Gregorian Reform. The Latin Church at the Turn of the First Millennium (B. Kynast) [S. 182]

Jean-Marie Moeglin/Stéphane Péquignot (Eds.), Diplomatie et „relations internationales“ au Moyen Âge (IXe–XVe siècle) (M. Prietzel) [S. 183]

Isabelle Dolezalek, Arabic Script on Christian Kings. Textile Inscriptions on Royal Garments from Norman Sicily (J. Becker) [S. 184]

Jens Klingner/Benjamin Müsegades (Hrsg.), (Un)Gleiche Kurfürsten? Die Pfalzgrafen bei Rhein und die Herzöge von Sachsen im späten Mittelalter (1356–1547) (O. Auge) [S. 186]

Niall Atkinson, The Noisy Renaissance. Sound, Architecture, and Florentine Urban Life (V. Reinhardt) [S. 187]

Matthias Roick, Pontano’s Virtues. Aristotelian Moral and Political Thought in the Renaissance (U. Zahnd) [S. 189]

Frühe Neuzeit

Ulrich Muhlack, Renaissance und Humanismus (S. Laube) [S. 191]

Marc Lienhard, Luther. Ses sources, sa pensée, sa place dans l’histoire (I. Deflers) [S. 192]

Benjamin Durst, Archive des Völkerrechts. Gedruckte Sammlungen europäischer Mächteverträge in der Frühen Neuzeit (R. Blänkner) [S. 195]

Marco Barducci, Hugo Grotius and the Century of Revolution, 1613–1718. Transnational Reception in English Political Thought (K. Haakonssen) [S. 196]

Josef Wolf/Wolfgang Zimmermann (Hrsg.), Fließende Räume. Karten des Donauraums 1650–1800 / Floating Spaces. Maps of the Danube Region 1650–1800. Katalog zur internationalen Wanderausstellung des Institus für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen, und des Landesarchivs Baden-Württemberg (F.-J. Kos) [S. 198]

Wolfgang Zimmermann/Josef Wolf (Hrsg.), Die Türkenkriege des 18. Jahrhunderts (F.-J. Kos) [S. 198]

Antonio Urquízar-Herrera, Admiration and Awe. Morisco Buildings and Identity Negotiations in Early Modern Spanish Historiography (C. Windler) [S. 201]

Bianca Premo, The Enlightenment on Trial. Ordinary Litigants and Colonialism in the Spanish Empire (T. Bremer) [S. 202]

Agnieszka Pufelska, Der bessere Nachbar? Das polnische Preußenbild zwischen Politik und Kulturtransfer (1765–1795) (K. Lambrecht) [S. 204]

Christoph August von Wangenheim, Im Dienste der British East India Company. Tagebuch der Reise nach Gibraltar, São Salvador/Brasilien und Madras 1782 bis 1785. Hrsg. u. komm. v. Steffen Arndt (M. Häberlein) [S. 205]

Mark Häberlein/Michaela Schmölz-Häberlein, Adalbert Friedrich Marcus (1753–1816). Ein Bamberger Arzt zwischen aufgeklärten Reformen und romantischer Medizin (D. Brixius) [S. 207]

19.–21. Jahrhundert

N. A. M. Rodger (Ed.), The Sea in History. The Modern World / La Mer dans l’Histoire. La Période Contemporaine. General Editor Christian Buchet (W. Reinhard) [S. 209]

Corey Ross, Ecology and Power in the Age of Empire. Europe and the Transformation of the Tropical World (J. Osterhammel) [S. 211]

Thomas Simon (Hrsg.), Konflikt und Koexistenz. Die Rechtsordnungen Südosteuropas im 19. und 20. Jahrhundert. Bd. 2: Serbien, Bosnien-Herzegowina, Albanien. Hrsg. unter Mitarb. v. Gerd Bender u. Jani Kirov (E. Binder-Iijima) [S. 212]

Hans Fenske, Auf dem Weg zur Demokratie. Das Streben nach deutscher Einheit 1792–1871 (H.-W. Hahn) [S. 215]

Fabian Fiederer, „… an allen alten Traditionen festhalten“. Lebenswelt und Selbstverständnis des Hochadels am Beispiel des Fürstenhauses Thurn und Taxis in der Zeit Fürst Albert I. (1888–1952) (K. Andermann) [S. 217]

Eva-Carolina Doll, Handlungsstrukturen. Die Standesherrschaft Thurn und Taxis in der Epochenschwelle zum 19. Jahrhundert unter Fürst Maximilian Karl (K. Andermann) [S. 217]

Die Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke 1789–1844. Hrsg. v. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, Historische Kommission für Westfalen und Landesarchiv NRW. Bd. 10: 1830–1839. Bearb. v. Heide Barmeyer-Hartlieb (H.-C. Kraus) [S. 220]
Sebastian Diziol (Hrsg.), Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens. Bd. 1: 1816–1828. Die Jugendjahre des Franz Simon Meyer. Bd. 2: 1829–1849. Franz Simon Meyer in Zeiten der Revolution (H.-W. Hahn) [S. 222]

Beatrix Bouvier/Rainer Auts (Hrsg.), Karl Marx 1818–1883. Leben. Werk. Zeit. Trier 05.05.–21.10.2018. Große Landesausstellung Rheinisches Landesmuseum Trier, Stadtmuseum Simeonstift Trier (W. Schieder) [S. 224]

Acta Borussica. NF., Rh. 2: Preußen als Kulturstaat. Hrsg. v. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung v. Wolfgang Neugebauer. Abt. 2: Der preußische Kulturstaat in der politischen und sozialen Wirklichkeit. Bd. 12: Christina Rathgeber, Herausforderung für den Staat. Die Altlutheraner und die preußische Religionspolitik (1830 bis 1847) (F.-J. Kos) [S. 228]

Stefanie Samida, Die archäologische Entdeckung als Medienereignis. Heinrich Schliemann und seine Ausgrabungen im öffentlichen Diskurs, 1870–1890 (S. Voss) [S. 230]

Maurice Cottier, Fatale Gewalt. Ehre, Subjekt und Kriminalität am Übergang zur Moderne. Das Beispiel Bern 1868–1941 (G. Fritz) [S. 231]

Michael Homberg, Reporter-Streifzüge. Metropolitane Nachrichtenkultur und die Wahrnehmung der Welt 1870–1918 (F. Bösch) [S. 233]

Gabriele Vogt, Streiter für Gott. Das bewegte Leben des Hildesheimer Bischofs Joseph Godehard Machens (1886–1956) (M. Schmerbauch) [S. 235]

Alice Weinreb, Modern Hungers. Food and Power in Twentieth-Century Germany (M. Lak) [S. 236]

William Rankin, After the Map. Cartography, Navigation, and the Transformation of Territory in the Twentieth Century (U. Jureit) [S. 238]

Daniel Brückenhaus, Policing Transnational Protest. Liberal Imperialism and the Surveillance of Anticolonialists in Europe, 1905–1945 (F. Kießling) [S. 240]

Brad Snyder, The House of Truth. A Washington Political Salon and the Foundations of American Liberalism (M. Gräser) [S. 241]

Katharina Abermeth, Heinrich Schnee. Karrierewege und Erfahrungswelten eines deutschen Kolonialbeamten (M. Boldorf) [S. 243]

Rolf Hosfeld/Christin Pschichholz (Hrsg.), Das Deutsche Reich und der Völkermord an den Armeniern (S. Mangold-Will) [S. 244]

Rolf Hosfeld, Tod in der Wüste. Der Völkermord an den Armeniern (S. Mangold-Will) [S. 244]

Felix Römer, Die narzisstische Volksgemeinschaft. Theodor Habichts Kampf 1914 bis 1944 (B. Ulrich) [S. 247]

Ewald Grothe/Aubrey Pomerance/Andreas Schulz (Hrsg.), Ludwig Haas. Ein deutscher Jude und Kämpfer für die Demokratie (J. Panagiotidis) [S. 248]

Daniel Schönpflug, Kometenjahre. 1918: Die Welt im Aufbruch (V. Stalmann) [S. 250]

Helmuth Kiesel, Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1918 bis 1933 (H.-C. Kraus) [S. 251]

Jürgen Falter (Hrsg.), Junge Kämpfer, alte Opportunisten. Die Mitglieder der NSDAP 1919–1945 (T. Kühne) [S. 254]

Sven Felix Kellerhoff, Die NSDAP. Eine Partei und ihre Mitglieder (T. Kühne) [S. 256]

Dietmar Süß, „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“. Die deutsche Gesellschaft im Dritten Reich (C. Strupp) [S. 257]

Volker Koop, Hans-Heinrich Lammers. Der Chef von Hitlers Reichskanzlei (F. Hartmannsgruber) [S. 258]

Peter Hayes, Warum? Eine Geschichte des Holocaust. Aus dem Engl. v. Ursel Schäfer (T. Kühne) [S. 261]

Andreas Hedwig/Dirk Petter (Hrsg.), Auslese der Starken – „Ausmerzung“ der Schwachen. Eugenik und NS-„Euthanasie“ im 20. Jahrhundert (B. M. Felder) [S. 263]

Andreas Agocs, Antifascist Humanism and the Politics of Cultural Renewal in Germany (J. Späth) [S. 265]

Jan Stoll, Behinderte Anerkennung? Interessenorganisationen von Menschen mit Behinderungen in Westdeutschland seit 1945 (Y. Söderfeldt) [S. 267]

Annika Biss, Die Internationalisierung der Bayerischen Motoren Werke AG. Vom reinen Exportgeschäft zur Gründung eigener Tochtergesellschaften im Ausland 1945–1981 (C. Marx) [S. 268]

Christoph Wehner, Die Versicherung der Atomgefahr. Risikopolitik, Sicherheitsproduktion und Expertise in der Bundesrepublik Deutschland und den USA 1945–1986 (A. Lutsch) [S. 270]

Lina Schröder, Der Rhein-(Maas-)Schelde-Kanal als geplante Infrastrukturzelle von 1946 bis 1986. Eine Studie zur Infrastruktur- und Netzwerk-Geschichte (M. Meiske) [S. 272]

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Hrsg. für das Bundesarchiv v. Michael Hollmann. Bd. 25: 1972. Bearb. v. Christine Fabian u. Uta Rössel unt. Mitwirk. v. Christoph Seemann (K. Jedlitschka) [S. 274]

Oliver Bange, Sicherheit und Staat. Die Bündnis- und Militärpolitik der DDR im internationalen Kontext 1969 bis 1990 (H.-H. Jansen) [S. 276]
Antoinette Burton/Dane Kennedy (Eds.), How Empire Shaped Us (B. Stuchtey) [S. 277]

D. Timothy Goering, Friedrich Gogarten (1887–1967). Religionsrebell im Jahrhundert der Weltkriege (F. W. Graf) [S. 278]

Leonard S. Smith, The Expert’s Historian. Otto Hintze and the Nature of Modern Historical Thought (H.-C. Kraus) [S. 280]

Jeanette Granda, Hermann Kellenbenz (1913–1990). Ein internationaler (Wirtschafts-)Historiker im 20. Jahrhundert (C. Kopper) [S. 281]

Karl Schlögel, Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt (R. Kindler) [S. 282]

Klaus Mühlhahn, Die Volksrepublik China (S. Dabringhaus) [S. 284]

Eingegangene Bücher [S. 286]

Zitation
Historische Zeitschrift 308 (2019), 1. in: H-Soz-Kult, 04.03.2019, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-11624>.
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04.03.2019
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